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  1. Registriert seit
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    AW: Lebensmittelrettung: Containern erlauben? Klage beim Bundesverfassungsgericht

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    gefettet von mir.

    Soll dafür ein Bußgeldverfahren eingeführt werden?

    Containern kann man sicher nicht mehr mit 70 oder 80, oder schwanger ist.
    Naja, das mit dem Bestrafen war etwas emotional von mir, aber mir fehlt da total die Sensibilität bei vielen Menschen. Warst du mal in einem Touri-Hotel irgendwo in den Touri-Zentren von Spanien, Griechenland etc.? Vermutlich ist es überall ähnlich. Was da auf die Teller geschaufelt und dann weggekippt, oder stehen gelassen wird sagt eigentlich alles über uns Menschen. Wie ignorant viele Mitbürger sind.

    Wenn meine Mutter nicht Knie hätte würde sie auch noch mit um die 80 in einen Container hüpfen, aber klar, kann nicht jeder. Muss man sich jemanden mitnehmen zum helfen. Besser wäre, die Lebensmittel würden gar nicht erst im Container landen.
    Nutze den Tag. Es ist schon später, als du denkst.

  2. Avatar von LichtereChakren
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    AW: Lebensmittelrettung: Containern erlauben? Klage beim Bundesverfassungsgericht

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Hier standen kürzlich Mitarbeiter der örtlichen Tafel mit Transporter auf dem Supermarktparkplatz und haben einzelne Kunden gebeten, doch "ein Stück mehr" zu kaufen: frisches hätten sie genug (Brot etc.), das würde geliefert, aber gerade trockene Lebensmittel wie z.B. Nudeln (die laufen ja quasi nicht ab) oder Konserven viel zu wenige, wenn nun jeder Kunde eine Konserve mehr kauft.......
    Tafeln betteln vor Supermärkten Einkaufende an, für sie einzukaufen?? Geht überhaupt nicht! Tafeln sollen Überschuss-Lebensmittel weiterleiten und anfragen sollen sie bei LM-Händlern, -Produzenten und -Erzeugern ...

    In den letzten Jahren habe ich aus Berichten herausgehört / -gelesen, dass zumindest manche Tafeln "die Nase hoch halten" und keine MHD-LM (Lebensmittel mit überschrittenem Mindesthaltbarkeitsdatum) ausgeben (Gibt es Aktive oder Kunden, die dazu was sagen können?). Geht m. E. ebenfalls überhaupt nicht, auf diese Weise die LM-Verschwendung zu unterstützen. Wenn unter der Kundschaft MHD-Gläubige sind, sollen sie eben auf MHD-Ware verzichten, aber den MHD-Ignoranten unter der Klientel sind diese ebenso hochwillkommen wie Nicht-MHD-Ware.
    „Wer Tiere, eingepfercht als Massenware, als Schlachttiere hält, ist nicht besser als der, der sie tötet.

    Wer das Fleisch der gequälten und hingerichteten Tiere verzehrt, ist nicht besser als der, der sie für die Hinrichtung hält.

    Tötungsrituale zu den sogenannten kirchlichen Festtagen, einerlei, ob das Opfer eine Gans, ein Reh oder ein Weihnachtsbaum ist, sind gegen das Gesetz des Lebens.“


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  3. Avatar von LichtereChakren
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    AW: Lebensmittelrettung: Containern erlauben? Klage beim Bundesverfassungsgericht

    Zitat Zitat von Sanne1973 Beitrag anzeigen
    Beim Containern ist das Problem, dass fremdes Gelände betreten wird, Tonnen aufgebrochen werden ....
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass das BVerfG pro Containern entscheidet.
    Statt zum Haupteingang wie die Einkäufer schauen die Containerer eben zum Lieferantentor, bei dem die Tonnen stehen - das ist ebenso Außengelände wie der Parkplatz, da würde ich nicht "fremdes Gelände" gebrauchen. Mit Mülltonnen öffnen, reinschauen und LM-Müll mitnehmen geht man natürlich d'accord, aber verschlossene Mülltonnen aufbrechen, also Schloss zerstören und evtl. Mülltonne beschädigen, wie es die beiden Studentinnen gemacht haben (sollen), geht für mich zu weit. => Man sollte gesetzgeberisch möglichst schnell dem französischen Vorbild folgen.
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  4. Avatar von LichtereChakren
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    AW: Lebensmittelrettung: Containern erlauben? Klage beim Bundesverfassungsgericht

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen

    Wenn die Tafeln Spendenbescheinigungen ausgeben dürften, würden die Läden das Aussortierte auch bringen. Denn hohe Kosten verursachen auch die Container und das Vernichten des Inhalts.
    Dürfen sie doch - sie sind doch "e.V."

    der Dachverband der Tafeln schlägt vor, dass die Anlieferer Spendenbescheinigungen in Höhe von 10 - 20% des Einkaufswertes erhalten sollten.
    Für mich klingt das sehr knauserig => würde 50 % als Überleg-Basis nehmen; weiß allerdings auch nicht, wenn die LM bereits zu 100 % abgeschrieben sind, welcher steuerlicher Abschreib-Effekt, also steuerlicher Verlust, in der Buchhaltung entsteht. Abschreibung + Spendenquittung darf natürlich den Verlust nicht überschreiten (sonst macht man mit dem Wegwerfen von LM Gewinn) => vielleicht gibt's dazu Finanzkundige hier ...
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  5. Registriert seit
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    AW: Lebensmittelrettung: Containern erlauben? Klage beim Bundesverfassungsgericht

    Genau genommen sollten sich "Spender" schämen, dass sie das auch noch absetzen wollen. Wäre es nicht genug "Geschäft", wenn sie die Entsorgungskosten weitgehend sparen würden?

  6. Avatar von Opelius
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    AW: Lebensmittelrettung: Containern erlauben? Klage beim Bundesverfassungsgericht

    Zitat Zitat von LichtereChakren Beitrag anzeigen

    Für mich klingt das sehr knauserig => würde 50 % als Überleg-Basis nehmen;
    Ich weiß nicht, wie heute das steuerlich bewertet wird, aber vor 20 Jahren haben wir für Kindergärten das Angebot bekommen Kopierpapier, Bundstifte, Malkästen und weiteres Bastelmaterial in beschädigten Verpackungen **, daher unverkäuflich, zu bekommen. Als wir das Material abholten, klärte der Großhändler uns auf, dass solch abgeschriebenes Material nur zu 10% des Einkaufspreises mit einer Spendenbescheinigung bedacht werden darf. Ich gehe davon aus, dass er sich sachkundig gemacht hat.

    ** Die Packungen warn nicht nur beschädigt, sondern aufgerissen und manchmal fehlten auch Teile.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
    Geändert von Opelius (15.11.2019 um 09:57 Uhr)

  7. Avatar von LichtereChakren
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    AW: Lebensmittelrettung: Containern erlauben? Klage beim Bundesverfassungsgericht

    Sollte man davon ausgehen ...

    Dazu des Weiteren gefunden:

    So werden Sachspenden steuerlich behandelt

    Spendet ein Einzelunternehmer oder eine Personengesellschaft Waren oder Anlagevermögen (= Sachspenden), muss diese Sachspende erst einmal aus dem Betriebsvermögen entnommen werden. Als Entnahmewert ist ausnahmsweise der Buchwert anzusetzen, wenn der Unternehmer das Wirtschaftsgut unmittelbar nach der Entnahme für steuerbegünstigte Zwecke spendet (§ 6 Abs. 1 Nr. 4 Sätze 4 und 5 EStG).
    Tipp: Umsatzsteuerlich unterliegt die Entnahme jedoch der Umsatzsteuer. Bemessungsgrundlage für die Ermittlung der Umsatzsteuer ist der Wiederbeschaffungswert im Zeitpunkt der Entnahme (§ 10 Abs. 4 UStG). Das ist der Betrag, der bei einem Verkauf hätte erzielt werden können.
    Beispiel aus der Praxis: Einzelunternehmerin Maier spendet am 21. Dezember 2018 einen Computer, der auf einen Erinnerungswert von 1 Euro abgeschrieben ist, an die Kirche. Bei einem Verkauf würde der Computer noch etwa 100 Euro einbringen.
    Folge: Da der Computer unmittelbar nach der Entnahme gespendet wird, beträgt der Entnahmewert 1 Euro (=Buchwert). Die Umsatzsteuer beträgt 19 Euro (Widerbeschaffungskosten 100 Euro x 19%).
    So werden Lebensmittelspenden steuerlich behandelt

    Bei Lebensmitteln gibt es umsatzsteuerlich eine Besonderheit zu beachten. Werden Lebensmittel kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums oder der Verkaufsfähigkeit als Frischware für mildtätige Zwecke gespendet, soll auf die Erhebung von Umsatzsteuer verzichtet werden (u.a. LSF Sachsen, Verfügung v. 18.9.2012, Az. S 7109 – 10/2 – 2013).

    Tipp: Voraussetzung für den Verzicht auf die Umsatzsteuer auf solche Lebensmittelspenden ist, dass keine Zuwendungsbestätigung für Spendenzwecke ausgestellt wird. Der Unternehmer kann in seiner privaten Steuererklärung keinen Sonderausgabenabzug für solche Lebensmittelspenden geltend machen.
    „Wer Tiere, eingepfercht als Massenware, als Schlachttiere hält, ist nicht besser als der, der sie tötet.

    Wer das Fleisch der gequälten und hingerichteten Tiere verzehrt, ist nicht besser als der, der sie für die Hinrichtung hält.

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    Verkürzt aus
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  8. Avatar von Opelius
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    AW: Lebensmittelrettung: Containern erlauben? Klage beim Bundesverfassungsgericht

    @ Lichtere Chakren,

    endlich mal kompetente Übersicht. Danke.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  9. Avatar von mono17
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    AW: Lebensmittelrettung: Containern erlauben? Klage beim Bundesverfassungsgericht

    Als casus knackt sehe ich die Hygiene respektive Haftung.
    Wenn Containern erlaubt ist und jemand verletzt sich dabei oder zieht sich eine LM Vergiftung zu, ist dann der Supermarkt haftbar?
    Das würde ich an Stelle des Supermarktes such nicht wollen- und auch nicht leisten können.

    Es gibt schon gute Konzepte zu Resteverwertung und -Sprung. Da muss auch noch mehr passieren.
    Aber Containern ist nicht die Ideallösung. Wenn, dann auf eigene Gefahr.
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.


  10. Registriert seit
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    AW: Lebensmittelrettung: Containern erlauben? Klage beim Bundesverfassungsgericht

    Zitat Zitat von mono17 Beitrag anzeigen
    Als casus knackt sehe ich die Hygiene respektive Haftung.
    Wenn Containern erlaubt ist und jemand verletzt sich dabei oder zieht sich eine LM Vergiftung zu, ist dann der Supermarkt haftbar?
    Das würde ich an Stelle des Supermarktes such nicht wollen- und auch nicht leisten können.

    Es gibt schon gute Konzepte zu Resteverwertung und -Sprung. Da muss auch noch mehr passieren.
    Aber Containern ist nicht die Ideallösung. Wenn, dann auf eigene Gefahr.
    Ja. Es spricht ja nichts dagegen, das gesetzlich zu regeln.

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