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  1. Avatar von Lukulla
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    AW: Lebensmittelrettung: Containern erlauben? Klage beim Bundesverfassungsgericht

    Zitat Zitat von Galah3 Beitrag anzeigen
    Mir tut es z.B. weh, wenn ich sehe, wie in der Firmenkantine Kollegen nach dem Essen halbvolle Tabletts zurückstellen, statt sich von vornherein weniger auf den Teller geben zu lassen..
    Das kann man öffentlich machen.
    Wenn andere KollegInnen das auch so sehen, kann man sich mit denen zusammen tun und könnt Ihr einen nett geschriebenen Zettel schreiben:

    Unser aller Verantwortung gegen Lebensmittelverschwendung!
    Essen, was auf dem Teller war und wieder zurück gestellt wird, muss weg geschmissen werden.
    Wir wünschen uns von allen Mitarbeitern eine Selbstverantwortung und ein Bewusstsein über diese Praxis.
    Am besten ist es, wenn keine Lebensmittel vom Teller in der Tonne landen.



    Diese Zettel hängt ihr mit Genehmigung der Kantine an allen Orten auf, wo die Essensausgabe ist.
    oder Ihr geht direkt zur Chefetage /Betriebsrat und tragt Euer Anliegen vor. Thema: Bewahrung der Schöpfung, Klimaschutz, Lebensmittelschonung. Und ob sie mitmachen und eine Aktion Keine Lebensmittelverschwendung.

    Das ist heikel, weil sofort jemand um die Ecke kommt und rummeckert: ich kann mir so viel drauf tun, wie ich will, ich bin ein freier Bürger. Kriegen wir hier jetzt Stasimethoden und werden bespitzelt?

    dann müsst Ihr antworten: Deine Freiheit hört da auf, wo die Schädigung der Welt anfängt.

    Oder Du machst das im Kleinen und sprichst das Thema immer mal im vertrauten Kollegenkreis an, um eine Aufmerksamkeit zu erwirkten. Das dauert.
    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

    Stoppt den Krieg in Kurdistan - Rojava zur No-Fly-Zone!
    Petition auf change.org.

  2. Avatar von Opelius
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    AW: Lebensmittelrettung: Containern erlauben? Klage beim Bundesverfassungsgericht

    Es gibt in jeder Stadt mindestens eine Tafel, wo Menschen für umsonst oder sehr wenig Geld aussortierte Ware für sich besorgen können. Nur die Tafeln, das schrieb ich schon einmal, haben nicht die Transportmittel, um die Ware abzuholen.

    Ich erinnere mich noch an die Zeiten Ende der 80er oder Anfang der 90er, als die EU anbot, ihre Milchseen und Butterberge, Olivenöl und Mehl abzubauen. Es wurden die Wohlfahrtsverbände gefragt und sie haben damals diese Sachen in Gemeindezentren an Sozialhilfeempfänger kostenfrei abgegeben. Nur mussten diese Sachen in den Lagerhallen der EU abgeholt werden.

    Die Nachfrage war gigantisch und nahezu jeder Wohlfahrtsverband hat in jeder Stadt diese Lebensmittel verteilt. Wir auch. Wir konnten viele Sozialhilfeempfänger gewinnen, die die Verteilung in ihrem Stadtviertel übernahmen. Als diese EU-Berge und -seen verteilt waren, hat jeder Verband nachgerechnet, wie viel Personal sich überwiegend mit diesem Verteilproblem beschäftigt hat und wie viel Geld sie für Lastwagentransporte ausgegeben haben. Und waren sehr ernüchtert. Als die EU erneut anfragte, haben alle abgewunken.

    Wenn die Tafeln Spendenbescheinigungen ausgeben dürften, würden die Läden das Aussortierte auch bringen. Denn hohe Kosten verursachen auch die Container und das Vernichten des Inhalts.

    Ergänzung:
    der Dachverband der Tafeln schlägt vor, dass die Anlieferer Spendenbescheinigungen in Höhe von 10 - 20% des Einkaufswertes erhalten sollten.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
    Geändert von Opelius (09.11.2019 um 19:26 Uhr)


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    AW: Lebensmittelrettung: Containern erlauben? Klage beim Bundesverfassungsgericht

    Wie mit Lebensmitteln (vor allem mit Fleisch) umgegangen wird ist ein unglaubliches Drama. Lebensmittel zu vernichten und wegzuschmeißen müsste bestraft werden. Tiere müssen dafür sterben, dass nachher jemand angeekelt oder satt vor seinem Teller sitzt und das Fleisch dann weggeworfen wird.
    Jede Art übriger Lebensmittel müssen aufgegessen werden können, egal wie und von wem. Und wenn es keine bessere Lösung gibt als dass sich Leute was aus dem Container ziehen bin ich dafür.
    Nutze den Tag. Es ist schon später, als du denkst.

  4. Avatar von Opelius
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    AW: Lebensmittelrettung: Containern erlauben? Klage beim Bundesverfassungsgericht

    Zitat Zitat von Wegwarteline Beitrag anzeigen
    Wie mit Lebensmitteln (vor allem mit Fleisch) umgegangen wird ist ein unglaubliches Drama. Lebensmittel zu vernichten und wegzuschmeißen müsste bestraft werden. Tiere müssen dafür sterben, dass nachher jemand angeekelt oder satt vor seinem Teller sitzt und das Fleisch dann weggeworfen wird.
    Jede Art übriger Lebensmittel müssen aufgegessen werden können, egal wie und von wem. Und wenn es keine bessere Lösung gibt als dass sich Leute was aus dem Container ziehen bin ich dafür.
    gefettet von mir.

    Soll dafür ein Bußgeldverfahren eingeführt werden?

    Containern kann man sicher nicht mehr mit 70 oder 80, oder schwanger ist.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel


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    AW: Lebensmittelrettung: Containern erlauben? Klage beim Bundesverfassungsgericht

    Opelius, zu den nicht vorhandenen Transportmöglichkeiten:


    Hier standen kürzlich Mitarbeiter der örtlichen Tafel mit Transporter auf dem Supermarktparkplatz und haben einzelne Kunden gebeten, doch "ein Stück mehr" zu kaufen: frisches hätten sie genug (Brot etc.), das würde geliefert, aber gerade trockene Lebensmittel wie z.B. Nudeln (die laufen ja quasi nicht ab) oder Konserven viel zu wenige, wenn nun jeder Kunde eine Konserve mehr kauft......

    Offensichtlich hatten sie die Möglichkeit, das auch abzutransportieren.


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    AW: Lebensmittelrettung: Containern erlauben? Klage beim Bundesverfassungsgericht

    Sorry für ot, aber da wir gerade bei Tafeln sind. Ein wirklich gutes Projekt.
    Die Tafeln - Power Kiste

    Um es aber nicht vollkommen ot werden zu lassen, kann man auf der Seite auch sehen, wie man spenden kann, unter anderem für die Besorgungsfahrten.
    ot ende

    Zum Containern
    1. Die Händler sollten nicht so viel bestellen
    2. Gibt es hier einen Laden, der verkauft nur Dinge, die fast abgelaufen sind, aber eben viel billiger. Warum gibt es da nicht viel mehr von?
    2. Keine Ahnung, was da gesetzlich für geändert werden müsste. Aber die, die Containern, wären doch sicher bereit, die Lebensmittel schon VOR dem Container zu retten. Also warum nicht das Gesetz dazu ändern und eben nicht das Containern erlauben?
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm
    Geändert von Lilith10 (13.11.2019 um 10:46 Uhr)

  7. VIP Avatar von xanidae
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    AW: Lebensmittelrettung: Containern erlauben? Klage beim Bundesverfassungsgericht

    Wer Lebensmittel retten möchte, kann beim Foodsharing mitmachen. Das ist quasi eine Bürgerinitiative. Man kann selbst retten, oder von Rettern Lebensmittel abnehmen und „fairteilen“. In der Nachbarschaft machen wir das regelmäßig.

    So ganz legal ist es nicht, da z. B. Die Supermärkte oft nicht genannt werden wollen. Aldi Süd jedoch macht da offen mit.
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    AW: Lebensmittelrettung: Containern erlauben? Klage beim Bundesverfassungsgericht

    Zitat Zitat von Galah3 Beitrag anzeigen

    Ich würde gerne Lebensmittel aus Tonnen retten (mit Handschuhen und in Plastik verpackte, daher noch hygienische Lebensmittel) und mache das nur nicht, weil mir der Kontakt zur Szene fehlt. (Alleine traue ich mich nicht.).
    Du könntest den RA anschreiben, der die Klage von Caro und Franzi (SPON) beim BVerfG eingereicht hat. Oder du liest dich durch den Blog der beiden Studentinnen. Die Szene ist gut vernetzt. Sie könnten dir Kontaktdaten nennen. Mache dich aber erstmal auf Mißtrauen gefasst. Sie fürchten die Öffentlichkeit - verständlicherweise - wie die Pest.

    Beim Containern ist das Problem, dass fremdes Gelände betreten wird, Tonnen aufgebrochen werden ....
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass das BVerfG pro Containern entscheidet.

    Durchstöbern öffentlicher Abfalleimer wird meist geduldet. Außer am Münchner Hbf: https://www.welt.de/vermischtes/article168896572/2000-Euro-Strafe-weil-sie-Pfandflaschen-sammelte.html

  9. Avatar von Lukulla
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    AW: Lebensmittelrettung: Containern erlauben? Klage beim Bundesverfassungsgericht

    Zitat Zitat von Lilith10 Beitrag anzeigen
    Zum Containern
    1. Die Händler sollten nicht so viel bestellen
    2. Gibt es hier einen Laden, der verkauft nur Dinge, die fast abgelaufen sind, aber eben viel billiger. Warum gibt es da nicht viel mehr von?
    2. Keine Ahnung, was da gesetzlich für geändert werden müsste. Aber die, die Containern, wären doch sicher bereit, die Lebensmittel schon VOR dem Container zu retten. Also warum nicht das Gesetz dazu ändern und eben nicht das Containern erlauben?
    Angeblich wünscht der Kunde immer alles zu aller Zeit im Regal, daher bestellt der konventionelle Supermarkt und die Lebensmittelabteilungen von Kaufhäusern immer zu viel.
    Das müsste man gesetzlich regeln, aber wie?
    Hier habe ich so einen Restemarkt gefunden:
    sirplus.de/pages/sirplus-rettermarkt-berlin

    meinst Du so was?

    Es ist das Ziel der Klage, dass das BVG sich mit der Thematik beschäftigt und bis zum Zeitpunkt, wo eine wirkliche Regelung stattfindet, das Containern erlaubt. Es ist nicht Ziel, dauerhaft über das Containern Essbares zu retten. Der Prozess muss viel früher anfangen.

    Ziel muss es sein, schon beim Ernten nicht krumme, usselige, aber okene Ware auszusortieren, vom Händler aus nicht so viel zu bestellen, richtig zu lagern, und beim MHD Produkten oder verderblicher Ware 50% Rabatt am Vortag zu geben. Restware aus der Salatbar bzw. Frischetheke müsste von Orgas abgeholt werden.

    Das muss gesetzlich geregelt werden.
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  10. Registriert seit
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    AW: Lebensmittelrettung: Containern erlauben? Klage beim Bundesverfassungsgericht

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Wer Hunger hat, dem hilft es aber auch nicht, wenn er sich über die Mayo eine Magen-Darm-Grippe einfängt. Gerade bei sowas wie Mayonnaise oder Fischbrötchen, auch Hühnchenaufschnitt, kann schon eine halbe Stunde ausreichen.
    Ja da hast du Recht, aber: hier in Deutschland herrscht ein unfassbarer Hygienewahn. Meistens ist das vollkommen unnötig und übertrieben und es reicht eine Prüfung per Blick und Geruch, um Probleme zu vermeiden

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