Das kann man öffentlich machen.
Wenn andere KollegInnen das auch so sehen, kann man sich mit denen zusammen tun und könnt Ihr einen nett geschriebenen Zettel schreiben:
Unser aller Verantwortung gegen Lebensmittelverschwendung!
Essen, was auf dem Teller war und wieder zurück gestellt wird, muss weg geschmissen werden.
Wir wünschen uns von allen Mitarbeitern eine Selbstverantwortung und ein Bewusstsein über diese Praxis.
Am besten ist es, wenn keine Lebensmittel vom Teller in der Tonne landen.
Diese Zettel hängt ihr mit Genehmigung der Kantine an allen Orten auf, wo die Essensausgabe ist.
oder Ihr geht direkt zur Chefetage /Betriebsrat und tragt Euer Anliegen vor. Thema: Bewahrung der Schöpfung, Klimaschutz, Lebensmittelschonung. Und ob sie mitmachen und eine Aktion Keine Lebensmittelverschwendung.
Das ist heikel, weil sofort jemand um die Ecke kommt und rummeckert: ich kann mir so viel drauf tun, wie ich will, ich bin ein freier Bürger. Kriegen wir hier jetzt Stasimethoden und werden bespitzelt?
dann müsst Ihr antworten: Deine Freiheit hört da auf, wo die Schädigung der Welt anfängt.
Oder Du machst das im Kleinen und sprichst das Thema immer mal im vertrauten Kollegenkreis an, um eine Aufmerksamkeit zu erwirkten. Das dauert.
Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 54
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09.11.2019, 19:14
AW: Lebensmittelrettung: Containern erlauben? Klage beim Bundesverfassungsgericht
Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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09.11.2019, 19:14
AW: Lebensmittelrettung: Containern erlauben? Klage beim Bundesverfassungsgericht
Es gibt in jeder Stadt mindestens eine Tafel, wo Menschen für umsonst oder sehr wenig Geld aussortierte Ware für sich besorgen können. Nur die Tafeln, das schrieb ich schon einmal, haben nicht die Transportmittel, um die Ware abzuholen.
Ich erinnere mich noch an die Zeiten Ende der 80er oder Anfang der 90er, als die EU anbot, ihre Milchseen und Butterberge, Olivenöl und Mehl abzubauen. Es wurden die Wohlfahrtsverbände gefragt und sie haben damals diese Sachen in Gemeindezentren an Sozialhilfeempfänger kostenfrei abgegeben. Nur mussten diese Sachen in den Lagerhallen der EU abgeholt werden.
Die Nachfrage war gigantisch und nahezu jeder Wohlfahrtsverband hat in jeder Stadt diese Lebensmittel verteilt. Wir auch. Wir konnten viele Sozialhilfeempfänger gewinnen, die die Verteilung in ihrem Stadtviertel übernahmen. Als diese EU-Berge und -seen verteilt waren, hat jeder Verband nachgerechnet, wie viel Personal sich überwiegend mit diesem Verteilproblem beschäftigt hat und wie viel Geld sie für Lastwagentransporte ausgegeben haben. Und waren sehr ernüchtert. Als die EU erneut anfragte, haben alle abgewunken.
Wenn die Tafeln Spendenbescheinigungen ausgeben dürften, würden die Läden das Aussortierte auch bringen. Denn hohe Kosten verursachen auch die Container und das Vernichten des Inhalts.
Ergänzung:
der Dachverband der Tafeln schlägt vor, dass die Anlieferer Spendenbescheinigungen in Höhe von 10 - 20% des Einkaufswertes erhalten sollten.Geändert von Opelius (09.11.2019 um 19:26 Uhr)
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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12.11.2019, 18:56Inaktiver User
AW: Lebensmittelrettung: Containern erlauben? Klage beim Bundesverfassungsgericht
Wie mit Lebensmitteln (vor allem mit Fleisch) umgegangen wird ist ein unglaubliches Drama. Lebensmittel zu vernichten und wegzuschmeißen müsste bestraft werden. Tiere müssen dafür sterben, dass nachher jemand angeekelt oder satt vor seinem Teller sitzt und das Fleisch dann weggeworfen wird.
Jede Art übriger Lebensmittel müssen aufgegessen werden können, egal wie und von wem. Und wenn es keine bessere Lösung gibt als dass sich Leute was aus dem Container ziehen bin ich dafür.
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13.11.2019, 10:16
AW: Lebensmittelrettung: Containern erlauben? Klage beim Bundesverfassungsgericht
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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13.11.2019, 10:20Inaktiver User
AW: Lebensmittelrettung: Containern erlauben? Klage beim Bundesverfassungsgericht
Opelius, zu den nicht vorhandenen Transportmöglichkeiten:
Hier standen kürzlich Mitarbeiter der örtlichen Tafel mit Transporter auf dem Supermarktparkplatz und haben einzelne Kunden gebeten, doch "ein Stück mehr" zu kaufen: frisches hätten sie genug (Brot etc.), das würde geliefert, aber gerade trockene Lebensmittel wie z.B. Nudeln (die laufen ja quasi nicht ab) oder Konserven viel zu wenige, wenn nun jeder Kunde eine Konserve mehr kauft......
Offensichtlich hatten sie die Möglichkeit, das auch abzutransportieren.
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13.11.2019, 10:37
AW: Lebensmittelrettung: Containern erlauben? Klage beim Bundesverfassungsgericht
Sorry für ot, aber da wir gerade bei Tafeln sind. Ein wirklich gutes Projekt.
Die Tafeln - Power Kiste
Um es aber nicht vollkommen ot werden zu lassen, kann man auf der Seite auch sehen, wie man spenden kann, unter anderem für die Besorgungsfahrten.
ot ende
Zum Containern
1. Die Händler sollten nicht so viel bestellen
2. Gibt es hier einen Laden, der verkauft nur Dinge, die fast abgelaufen sind, aber eben viel billiger. Warum gibt es da nicht viel mehr von?
2. Keine Ahnung, was da gesetzlich für geändert werden müsste. Aber die, die Containern, wären doch sicher bereit, die Lebensmittel schon VOR dem Container zu retten. Also warum nicht das Gesetz dazu ändern und eben nicht das Containern erlauben?Geändert von Lilith10 (13.11.2019 um 10:46 Uhr)
Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm
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13.11.2019, 10:46
AW: Lebensmittelrettung: Containern erlauben? Klage beim Bundesverfassungsgericht
Wer Lebensmittel retten möchte, kann beim Foodsharing mitmachen. Das ist quasi eine Bürgerinitiative. Man kann selbst retten, oder von Rettern Lebensmittel abnehmen und „fairteilen“. In der Nachbarschaft machen wir das regelmäßig.
So ganz legal ist es nicht, da z. B. Die Supermärkte oft nicht genannt werden wollen. Aldi Süd jedoch macht da offen mit.Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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13.11.2019, 12:09Inaktiver User
AW: Lebensmittelrettung: Containern erlauben? Klage beim Bundesverfassungsgericht
Du könntest den RA anschreiben, der die Klage von Caro und Franzi (SPON) beim BVerfG eingereicht hat. Oder du liest dich durch den Blog der beiden Studentinnen. Die Szene ist gut vernetzt. Sie könnten dir Kontaktdaten nennen. Mache dich aber erstmal auf Mißtrauen gefasst. Sie fürchten die Öffentlichkeit - verständlicherweise - wie die Pest.
Beim Containern ist das Problem, dass fremdes Gelände betreten wird, Tonnen aufgebrochen werden ....
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das BVerfG pro Containern entscheidet.
Durchstöbern öffentlicher Abfalleimer wird meist geduldet. Außer am Münchner Hbf: https://www.welt.de/vermischtes/article168896572/2000-Euro-Strafe-weil-sie-Pfandflaschen-sammelte.html
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13.11.2019, 12:45
AW: Lebensmittelrettung: Containern erlauben? Klage beim Bundesverfassungsgericht
Angeblich wünscht der Kunde immer alles zu aller Zeit im Regal, daher bestellt der konventionelle Supermarkt und die Lebensmittelabteilungen von Kaufhäusern immer zu viel.
Das müsste man gesetzlich regeln, aber wie?
Hier habe ich so einen Restemarkt gefunden:
sirplus.de/pages/sirplus-rettermarkt-berlin
meinst Du so was?
Es ist das Ziel der Klage, dass das BVG sich mit der Thematik beschäftigt und bis zum Zeitpunkt, wo eine wirkliche Regelung stattfindet, das Containern erlaubt. Es ist nicht Ziel, dauerhaft über das Containern Essbares zu retten. Der Prozess muss viel früher anfangen.
Ziel muss es sein, schon beim Ernten nicht krumme, usselige, aber okene Ware auszusortieren, vom Händler aus nicht so viel zu bestellen, richtig zu lagern, und beim MHD Produkten oder verderblicher Ware 50% Rabatt am Vortag zu geben. Restware aus der Salatbar bzw. Frischetheke müsste von Orgas abgeholt werden.
Das muss gesetzlich geregelt werden.Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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13.11.2019, 17:20Inaktiver User
AW: Lebensmittelrettung: Containern erlauben? Klage beim Bundesverfassungsgericht



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