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  1. Avatar von mono17
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    AW: Attentat auf Hitler am 8. November 1939

    Es ist nicht zu sagen,was wäre,wenn. Und das hat auch nichts mit Rückzug ins Private zu tun.

    Und die Mitglieder des weissen Rose hier so abzuwerten, finde ich nicht gut.
    Mut braucht keinen "Erfolg",um Mut zu sein.

    Michaelcollins: Ich bin da fast bei dir. Ich habe auch schon selbst geschrieben, dass es Situationen gibt,wo nur falsch gehandelt werden kann,also schuldbeladen. Nur nenne ich das dann nicht richtig.
    Mutig kann es trotzdem sein.
    Gewaltloser Widerstand ist aber absolut keine Untätigkeit!
    Und es gibt immer mehrere Handlungsoptionen, "alternativlos" gibt es nicht.
    Geändert von mono17 (13.11.2019 um 15:29 Uhr)


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    AW: Attentat auf Hitler am 8. November 1939

    Zitat Zitat von mono17 Beitrag anzeigen
    Gewaltloser Widerstand ist aber absolut keine Untätigkeit!
    Und es gibt immer mehrere Handlungsoptionen, "alternativlos" gibt es nicht.
    Natürlich gibt es "alternativlos". Wenn Widerstand mit Gewalt auf allen Ebenen gebrochen wird, wirst du mit gewaltlosem Widerstand nicht viel ausrichten können. Und Widerstand ist in der Regel auf Erfolg aus. Ansonsten ist es schwer zu erklären, warum jemand Widerstand leisten sollte. Widerstand entsteht, weil etwas anders werden soll.


  3. Registriert seit
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    AW: Attentat auf Hitler am 8. November 1939

    Zum Zeitpunkt des Attentats war Hermann Göring als Nachfolger bestimmt.

    Da dieser im Grunde gegen den Krieg war- ihm hätte es völlig gereicht, einfach an der Macht zu sein und wie ein Fürst zu leben- ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er einen Weg gesucht hätte, den Krieg einzudämmen bzw. hätte nicht noch mehr Länder überfallen und das Vabanque-Spiel fortgeführt.

    Des Weiteren wäre es nicht zum Holocaust gekommen.

    Im Übrigen, akzent, haben die Attentäter des 20. Juli den Tyrannenmord als solchen bezeichnet und besprochen und auch mit ihren Geistlichen diskutiert.
    Der Begriff ist hier zulässig, nicht weil die Attentäter ihn verwandt haben, sondern, weil es ein feststehender Begriff in der Geschichtswissenschaft ist und dieser im Zusammenhang nicht nur für die Antike benutzt werden kann, sondern jederzeit.

    Mir ist zudem unbegreiflich, wie jemand den Tod von 10 Leuten, die sich freiwillig und gern um Hitler aufhielten und sich in den Dienst dieses Zivilisationsbrechers gestellt haben als genau so schwerwiegend gewichten kann, wie den Tod von rund 50.000.000, darunter unzählige Zivilisten Menschen, der verhindert worden wäre, wenn man der Schlange beizeiten den Kopf abgeschlagen hätte.

  4. Avatar von mono17
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    AW: Attentat auf Hitler am 8. November 1939

    Weil Leben Leben ist.
    Das " in Kauf zu nehmen" ist immer problematisch. Auch wenn wir die Motive gutheißen.


    Übrigens:
    Die ganzen hätte wäre wenn Spielchen sind immer noch rein hypothetisch,das wird sich auch nicht ändern....

  5. Avatar von mono17
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    AW: Attentat auf Hitler am 8. November 1939

    Zitat Zitat von Durruti Beitrag anzeigen
    Natürlich gibt es "alternativlos". Wenn Widerstand mit Gewalt auf allen Ebenen gebrochen wird, wirst du mit gewaltlosem Widerstand nicht viel ausrichten können. Und Widerstand ist in der Regel auf Erfolg aus. Ansonsten ist es schwer zu erklären, warum jemand Widerstand leisten sollte. Widerstand entsteht, weil etwas anders werden soll.
    Widerstand hat nicht immer Erfolg, das wissen Widerstaender auch. Widerstand kann einfach aus Überzeugung geleistet werden.

    Gegen Gewalt hilf nur Gewaltlosigkeit,sonst geht der Kreislauf der Gewalt ewig weiter.

  6. Avatar von LichtereChakren
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    AW: Attentat auf Hitler am 8. November 1939

    Zitat Zitat von Cara123 Beitrag anzeigen
    Mir ist zudem unbegreiflich, wie jemand den Tod von 10 Leuten, die sich freiwillig und gern um Hitler aufhielten und sich in den Dienst dieses Zivilisationsbrechers gestellt haben als genau so schwerwiegend gewichten kann, wie den Tod von rund 50.000.000, darunter unzählige Zivilisten Menschen, der verhindert worden wäre, wenn man der Schlange beizeiten den Kopf abgeschlagen hätte.
    Eine solche Gegenüberstellung ist hier nie gemacht worden ... .
    Man könnte eher, sofern du dich auf #19 beziehst, ableiten: Warum nicht erfolgsversprechendere, zielgenauere Attentate mit möglichst geringem "Kollateralschaden"?

    Elser und Stauffenberg wollten nach den Anschlägen unerkannt ihr Leben retten. Hätten beide sich als Attentäter sichtbar gemacht und selbst riskiert, verletzt oder getötet zu werden, wären die Attentate weitaus aussichtsreicher gewesen (Stauffenberg hätte die Aktentasche "sicher" in unmittelbarer Nähe zu Hitler zur Detonation bringen können, Elser evtl. seine woanders am Anschlagort versteckte Bombe an sich nehmen und per Hand zünden).

    Die meisten der von Wikipedia aufgelisteten geplanten, abgebrochenen oder ausgeführten Attentate auf Hitler (die Hälfte von 42 zusammengestellten eines Buchautors) waren als direkte Erschießungen oder Selbstmordattentate geplant.
    Interessant, warum 1944 ein Attentat vom britischen Geheimdienst abgesagt wurde: Das Deutsche Reich hielt man leichter besiegbar mit dem irrationalen Hitler an der Spitze als mit jemand anderen.
    „Wer Tiere, eingepfercht als Massenware, als Schlachttiere hält, ist nicht besser als der, der sie tötet.

    Wer das Fleisch der gequälten und hingerichteten Tiere verzehrt, ist nicht besser als der, der sie für die Hinrichtung hält.

    Tötungsrituale zu den sogenannten kirchlichen Festtagen, einerlei, ob das Opfer eine Gans, ein Reh oder ein Weihnachtsbaum ist, sind gegen das Gesetz des Lebens.“


    Verkürzt aus
    „Die redende All-Einheit“

  7. Moderation Avatar von Analuisa
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    AW: Attentat auf Hitler am 8. November 1939

    Zitat Zitat von mono17 Beitrag anzeigen
    Gegen Gewalt hilf nur Gewaltlosigkeit,sonst geht der Kreislauf der Gewalt ewig weiter.
    Du meinst also, wenn die Alliierten am D-Day ihre Waffen zuhause gelassen und statt dessen große Make-love-not-war-Transparente getragen hätten, hätte das die deutsche Armeeführung beeindruckt?
    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.
    Alle nicht mit "Moderation" gekennzeichneten Beiträge geben meine private Meinung als Userin wieder.


  8. Registriert seit
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    AW: Attentat auf Hitler am 8. November 1939

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Du meinst also, wenn die Alliierten am D-Day ihre Waffen zuhause gelassen und statt dessen große Make-love-not-war-Transparente getragen hätten, hätte das die deutsche Armeeführung beeindruckt?


    Witzige Vorstellung.


  9. Registriert seit
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    AW: Attentat auf Hitler am 8. November 1939

    Zitat Zitat von fritzi72 Beitrag anzeigen
    Sophie Scholl hat mal gesagt, dass sie, hätte sie eine Pistole und stünde Hitler gegenüber, ihn erschiessen würde.
    Ich bewundere sie und ihre Mitstreiter sehr und die Entschlossenheit in ihrer Radikalität, auch zum nach der eigenen Überzeugung äußersten Mittel zu greifen tut dieser keinen Abbruch.
    Ja. So jung, so belesen, so konsequent und hinreißend. Einfach berührend.



    Zitat Zitat von mono17 Beitrag anzeigen
    Weil Leben Leben ist.
    Das " in Kauf zu nehmen" ist immer problematisch. Auch wenn wir die Motive gutheißen.

    Übrigens:
    Die ganzen hätte wäre wenn Spielchen sind immer noch rein hypothetisch,das wird sich auch nicht ändern....
    Ich gebe dir recht, natürlich sind diese "Was wäre wenn-Spielchen" in der Geschichtswissenschaft nicht gern gesehen.

    Es gibt aber durchaus noch so etwas wie Wahrscheinlichkeit als eine denkbare Größe und da wir uns hier als Forumisten treffen und nicht als Wissenschaftler, ist es doch durchaus erlaubt, solche Überlegungen anzustellen und sich Fragen zu möglichen Alternativverläufen der Geschichte zustellen, sofern geschichtliche Fakten miteinbezogen werden.

    Zitat Zitat von LichtereChakren Beitrag anzeigen
    Eine solche Gegenüberstellung ist hier nie gemacht worden ... .
    Man könnte eher, sofern du dich auf #19 beziehst, ableiten: Warum nicht erfolgsversprechendere, zielgenauere Attentate mit möglichst geringem "Kollateralschaden"?

    Elser und Stauffenberg wollten nach den Anschlägen unerkannt ihr Leben retten. Hätten beide sich als Attentäter sichtbar gemacht und selbst riskiert, verletzt oder getötet zu werden, wären die Attentate weitaus aussichtsreicher gewesen (Stauffenberg hätte die Aktentasche "sicher" in unmittelbarer Nähe zu Hitler zur Detonation bringen können, Elser evtl. seine woanders am Anschlagort versteckte Bombe an sich nehmen und per Hand zünden).

    Die meisten der von Wikipedia aufgelisteten geplanten, abgebrochenen oder ausgeführten Attentate auf Hitler (die Hälfte von 42 zusammengestellten eines Buchautors) waren als direkte Erschießungen oder Selbstmordattentate geplant.
    Interessant, warum 1944 ein Attentat vom britischen Geheimdienst abgesagt wurde: Das Deutsche Reich hielt man leichter besiegbar mit dem irrationalen Hitler an der Spitze als mit jemand anderen.
    Doch. Es wurde aber gelöscht. Jemand hatte bemerkt, dass beim Hitlerattentat auch eben andere nicht Gemeinte getötet wurden.

    Bei Stauffenberg irrst du dich: Er hat ja den Plan Walküre umgearbeitet und umgesetzt in Berlin und saß an exponierter Stelle.

  10. Avatar von Akzent
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    AW: Attentat auf Hitler am 8. November 1939

    cara 123. Das ist so nicht richtig. In der Nazizeit ist Hitler bei der Bevölkerung nicht als Tyrann erkannt worden. Und schon gleich gar nicht benannt. Für die Bevölkerung und Soldaten war Hitler der Führer, der das Land rettet. Sie liebten ihren Führer. Bis fast 45 glaubten sie an ihren Führer.

    Von wegen Tyrann. Und was soll das auch. Wäre Hitler bei einem Attentat getötet worden, die Attentäter unbekannt geblieben oder auch nicht, so wäre die Bevölkerung wahrscheinlich erstmal gegen die Attentäter sehr aufgebracht gewesen.
    Der große Führer tot, oh weh Das folgende Programm bei Erfolg müsste sehr schnell durchgeführt werden, was bei einer Minderheit an Befürwortern des Todes zu Hitler nicht gerade sehr leicht sein dürfte.

    Für die Bevölkerung waren das Gedankengut der Nazis und Soldaten über Sieg, Tod, Medizin, Forschung und Antisemitismus nicht in dem Ausmaß so bekannt und wie in den extra dafür gedrehten Propaganda Filmen eine Genugtuung ihrem Führer dienen zu können.

    1939 ist Hitler noch richtig gut angekommen bei der Bevölkerung als "Der Führer" für ein besseres Leben im Land und wieder Zukunft. Die Leute hatten wieder Brot und Arbeit waren motiviert genug dem Führer zu dienen.

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee

    Geändert von Akzent (14.11.2019 um 01:40 Uhr) Grund: anders formuliert

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