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  1. Avatar von mono17
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    AW: Attentat auf Hitler am 8. November 1939

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    So ist es. Einem System, was Gewalt, körperliche, manifeste, tödliche, verbale Gewalt anwendet, kann man nicht mit Flugblätern beikommen, Dazu braucht es Gewalt.

    Und ich bin überzeugt, dass es zu keinem Zeitpunkt gereicht hätte, nur den Führer zu töten, man hätte die gesamte Riege der Naziführungskräfte, insbesondere der Militärs, der Vernichtungsbeauftragten und der Chefs der SA und der SS töten müssen.

    Es ist auch für uns auch immer sehr einfach in der Nachschau, Hitler als alleinigen Verbrecher zu brandmarken und zu sagen, wäre er getötet worden, wäre alles gut gegangen. Das bezweifle ich sehr stark.
    Abschnitt zwei: Das wäre aber aufwändig und schwierig gewesen.
    Und Massenmord.
    Aber was stimmt,ist,das Hitler nicht alleine war (und auch da ein Attentat nur auf ihn ziemlich nutzlos).

    Zu eins: Doch, Flugblätter helfen. Sogar sehr viel. Sie liefern Informationen. Dann kann keiner mehr sagen,er habe es nicht gewusst.
    Geändert von mono17 (15.11.2019 um 13:17 Uhr)

  2. Avatar von mono17
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    AW: Attentat auf Hitler am 8. November 1939

    Zitat Zitat von Durruti Beitrag anzeigen
    Was hätten die Menschen denn machen sollen, ohne ihr Leben zu gefährden? Wenn ein generelles Misstrauen herrscht, bist du solange alleine, bis du Gleichgesinnte triffst.
    Wobei 1938 bei der Pogromnacht noch viel möglich gewesen wäre.
    Die wurde leider von Vielen begrüßt und positiv gesehen.
    Oder tatsächlich abgetan als Werk einiger Spinner.
    Menschen sind ziemlich gut darin,Dinge so zu sehen,wie sie sehen wollen.
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.

  3. Avatar von Lukulla
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    AW: Attentat auf Hitler am 8. November 1939

    Zitat Zitat von Durruti Beitrag anzeigen
    Du musst von Menschen ausgehen, die genau das nicht haben wollen und respektieren. Mit einer bestimmten kritischen Masse, Fanatismus und Entschlossenheit gibt es keine Garanten.
    Man kann auch mit einer bestimmten Masse die Verfassung nicht einfach ändern, dazu benötigt man 3/3 Mehrheit des Parlaments. Und in das Parlament kommt man nur durch eine Partei, die einen aufstellt und indem man gewählt wird.
    Kein Politiker kann einfach einen anderen als Kanzler einsetzen, ohne Wahl durch die Abgeordneten.

    Zitat Zitat von kaffeesahne Beitrag anzeigen
    Mir kann keiner erzählen, es hätte viele gegeben, die nichts zb von den KZs gewusst hätte...
    Meint ihr wirklich, die hätten nix erzählt?
    Es galt ein Stillschweigeabkommen, man durfte nicht darüber reden. Von den KZ wusste man, und dass Verbrecher dort waren. Mehr nicht.

    ergänzend möchte ich noch dazu sagen, dass es etliche Historiker gibt, die danach behaupten, dass die Menschen alles gewusst haben. Natürlich ist es leicht, das zu behauten, denn wie konnte man das nicht gewusst haben? Heute wüsste man es, oder?

    Die gesamte Lebenssituation war eine andere als heute, es gab keine freie Presse, auf Landesverrat stand die Todesstrafe, viele waren einverstanden, "gegen Juden" vorzugehen, und die Propagandamaschine war unerbittlich. Ständig wurden neue Nachrichten mit negativen Bewertungen gegenüber Juden in der Wochenschau und in Filmen geliefert.
    Man konnte vielleicht, wenn man in der Nähe eines KZ wohnte, ahnen, dass mehr Menschen dort verbrannt wurden, als es offiziell Verbrecher - Landesverräter, Deserteure, Wehrzersetzer, Kommunisten, usw. (alles nach dem Recht der Nazis) - gab.
    Aber wer hat dann wirklich den Weg ins KZ gewagt, um nachzuschauen? Auch darauf stand eine Verhaftung.

    Früher dachte ich auch, Ihr habt es gewusst, und geschwiegen. Im Laufe der Zeit bin ich sehr nachdenklich geworden, mit einem Leben in Freiheit und ohne ständige Bedrohung, mit einer freien Presse, und mit einem Internet ist es sehr leicht, zu sagen, Ihr habt alles gewusst.



    Zitat Zitat von nur_so Beitrag anzeigen
    Eine große Anzahl der Berliner Juden lebte in Charlottenburg rund um den Ku’damm. Die Charlottenburger sollen nicht mitbekommen haben, was sich bei der Reichspogromnacht in Charlottenburg abgespielt hat?
    Ich schrieb: Sie haben nichts gehört und gesehen. Erst später wurde in der Zeitung darüber berichtet. Aber natürlich in entsprechender Form.


    Das heisst am Tag selbst haben sie davon nicht gesehen, und erst später durch die zensierte Zeitung davon erfahren.

    Von Charlottenburg sagte ich nichts.
    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

    Stoppt den Krieg in Kurdistan - Rojava zur No-Fly-Zone!
    Petition auf change.org.
    Geändert von Lukulla (15.11.2019 um 17:52 Uhr)

  4. Moderation Avatar von Charlotte03
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    AW: Attentat auf Hitler am 8. November 1939

    Das stimmt nicht. Synagogen und jüdische Geschäfte waren eben nicht außerhalb der Städte.

  5. Avatar von Lukulla
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    AW: Attentat auf Hitler am 8. November 1939

    Zitat Zitat von Charlotte03 Beitrag anzeigen
    Das stimmt nicht. Synagogen und jüdische Geschäfte waren eben nicht außerhalb der Städte.
    You'd have to be here
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  6. Avatar von Opelius
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    AW: Attentat auf Hitler am 8. November 1939

    Heute nach der Schuld der Vorfahren zu suchen, ist nicht zielführend. Wir sind nicht in der Situation.

    Krieg und Terror hat meines Wissen noch nie Menschen edler gemacht. Eher das Gegenteil.

    Und der Terror begann mit den Verhaftungswellen nach dem Reichstagsbrand.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel


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    AW: Attentat auf Hitler am 8. November 1939

    Der Terror begann schon 1933 (z.B. KZ Oranienburg, Bücherverbrennung, Erbgesundheitsgesetz, „Nürnberger Gesetze“ 1935)

    In der Stuttgarter Zeitung stand übrigens auch ein Beispiel für NS-Terror aus Ludwigsburg.
    1941 wurden 2 Frauen durch die Stadt getrieben vor 150-200 Schaulustigen, die vermutlich nicht ganz freiwillig da waren, nachdem man den Frauen zuvor den Kopf kahl geschoren hatte.
    Den verheirateten Frauen wurde vorgeworfen, sie hätten sich mit französischen Kriegsgefangenen eingelassen. Vielleicht haben sie sie auch nur nicht als Untermenschen behandelt.

    Der Staat war dem Verantwortlichen dann natürlich sehr entgegenkommend. Die Frauen haben nie eine Entschädigung bekommen.

    Stadt Ludwigsburg - Demutigung zweier Eglosheimer Frauen in der NS-Zeit
    Landesarchiv Baden Württemberg - Gnadenerlass für einen Gnadenlosen
    Geändert von nur_so (15.11.2019 um 21:07 Uhr)

  8. Avatar von Akzent
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    AW: Attentat auf Hitler am 8. November 1939

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen


    Es galt ein Stillschweigeabkommen, man durfte nicht darüber reden. Von den KZ wusste man, und dass Verbrecher dort waren. Mehr nicht.
    ...

    Die gesamte Lebenssituation war eine andere als heute, es gab keine freie Presse, auf Landesverrat stand die Todesstrafe, viele waren einverstanden, "gegen Juden" vorzugehen, und die Propagandamaschine war unerbittlich. Ständig wurden neue Nachrichten mit negativen Bewertungen gegenüber Juden in der Wochenschau und in Filmen geliefert.
    Man konnte vielleicht, wenn man in der Nähe eines KZ wohnte, ahnen, dass mehr Menschen dort verbrannt wurden, als es offiziell Verbrecher - Landesverräter, Deserteure, Wehrzersetzer, Kommunisten, usw. (alles nach dem Recht der Nazis) - gab.
    Aber wer hat dann wirklich den Weg ins KZ gewagt, um nachzuschauen? Auch darauf stand eine Verhaftung.
    Im Prinzip wussten andere Länder wie Frankreich, Italien, Spanien, halt Europa war informiert darüber, die östlichen Staaten sowieso von den Deportationen der Juden und sonstige Feinde Hitlers in Konzentrationslagern und was da vor sich ging.

    Für Hitler waren die Juden das Böse und der Grund aller Fehlentwicklungen.



    So wird es gewesen sein. Desweiteren kann man auch nicht übersehen, dass es gerade während der Zeit vor 1939 also im und zum Ende der Weimarer Zeit an Puplikationen und Zeitschriften nicht mangelte. Jede Bewegung jede Partei hatte ihre Ideologie bekanntgegeben-vom Marxismus Sozialismus, Eliten Grafschaften Fürstenhäuser und andere Intellektuelle.

    Die Druckerpressen arbeiteten Tag und Nacht und standen nicht still.

    Die Menschen bekamen während der Weimarer Zeit eine Fülle an Informationen über die Presse, dass eine Orientierung und politische Stabilität nicht möglich war. Vereinfacht gesagt.

    Jetzt wurde ein Führer gewählt,der selbst in der Weimarer Zeit sehr viel geschrieben hat, der neue Entwicklungen versprach und ankündigte. Zugleich verbrannte´´ er auch den freien Journalismus, den er ja so fürchtete wie auch Gesellschaftliche Eliten und Intellektuelle Denker.

    Außer der Volkszeitung der NSDAP wurden andere Pressemitteilungen zensiert oder verboten. Die meisten Menschen im Land waren es sicher leid ob der Vielinformationen während der Weimarer Zeit.
    Und für die Partei NSDAP nutzte der Führer auch die Zeit einer vorwiegend jungen Generation an Männern und Frauen, die zu dieser Zeit lebten. Da gab mehr junge Leute als alte Menschen. Der Plan ging bis dahin noch auf.

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee

    Geändert von Akzent (16.11.2019 um 00:43 Uhr) Grund: was hinzugefügt


  9. Registriert seit
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    AW: Attentat auf Hitler am 8. November 1939

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Man kann auch mit einer bestimmten Masse die Verfassung nicht einfach ändern, dazu benötigt man 3/3 Mehrheit des Parlaments. Und in das Parlament kommt man nur durch eine Partei, die einen aufstellt und indem man gewählt wird.
    Kein Politiker kann einfach einen anderen als Kanzler einsetzen, ohne Wahl durch die Abgeordneten. .
    Wenn eine Gruppierung oder eine Bewegung eine Systemwende anstrebt, wird sie weder eine Verfassung noch ein Parlament daran hindern. Du gehst davon aus, dass demokratische Gesellschaftsordnungen stark genug sind, um die Ordnung aufrechterhalten zu können. Das aber ist genau die Frage, die bislang niemand beantworten kann.

    In der Vorgehensweise der nationalsozialistischen Bewegung zeigt sich ganz gut, wie so etwas funktioniert. Sie hatten bereits vor der Machtergreifung zunehmend den Polizeiapparat, die Justiz und die Medien infiltriert.


  10. Registriert seit
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    AW: Attentat auf Hitler am 8. November 1939

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    ergänzend möchte ich noch dazu sagen, dass es etliche Historiker gibt, die danach behaupten, dass die Menschen alles gewusst haben. Natürlich ist es leicht, das zu behauten, denn wie konnte man das nicht gewusst haben? Heute wüsste man es, oder?

    .
    Welche Historiker behauptet denn das zum Beispiel?
    Die aufgestellte These war: Wir haben NICHTS gewusst und wir konnten auch gar NICHTS wissen.
    An dieser These wird gezweifelt. Aber die Umkehrung von NICHTS ist nicht zwingend ALLES.

    Dass aber doch einiges bekannt war, weiß man zum Beispiel aus den Lageberichten von SD und Gestapo:
    [blau]
    Von Kriegsbegeisterung war in der Bevölkerung wenig zu spüren; der Wunsch nach Frieden war weit verbreitet. Eine Siegeszuversicht herrschte nur in wenigen Perioden in den Sommermonaten 1940, 1941 und 1942 vor. Erstaunlich gut war die Bevölkerung über Staatsgeheimnisse informiert, so über den Termin für den Beginn des Russland-Feldzuges, über die V-Waffen und über die massenhafte Erschießung von Polen und Juden.
    [/blau]
    Meldungen aus dem Reich – Wikipedia

    Zum „Recht der Nazis“:
    Den Nazis waren Recht und Gesetze völlig egal. Freisler hat das abgedruckte Strafgesetzbuch sogar nach Hans Scholl und Christoph Probst geworfen beim Prozess.
    Bei einigen „Edelweißpiraten“ hat man z.B. gleich auf den Prozess verzichtet.
    Nein, die Nazis hatten was viel Besseres - das gesunde Volksempfinden.
    Heute wird das Volksempfinden übrigens auch ganz gerne wieder hervorgekramt, wenn manche Urteile nicht passen.
    Sebastian (Ariel - The Little Mermaid): Listen to me - the human world, it‘s a mess!

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