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  1. Inaktiver User

    AW: Attentat auf Hitler am 8. November 1939

    Zitat Zitat von Michael_Collins Beitrag anzeigen
    Die Aussage, dass Hitler auf demokratischem Weg zur Macht kam ist also richtig.
    Davor unternahm der demokratische Staat aber nichts, um in den späten 20ern eine Vereinigung wie die SA in die Schranken zu weisen. Solange es gegen die ebenfalls gewalttätigen kommunistischen Wehrverbände ging, hielt man die Nichteinmischung anscheinend für tolerabel. Die nationalsozialistische Bewegung profitierte auch von der Angst vor den kommunistischen Kräften. Das vereinte Kapital und Kirche (und Politik) gegen jeglichen Kollektivierungsgedanken. Kommt einem doch heute auch ein wenig bekannt vor.

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    AW: Attentat auf Hitler am 8. November 1939

    Das grausamste neben dem "Ermächtigungsgesetz" war wohl die Entscheidung des preußischen Innenministers Hermann Göring, die SA mit Polizeivollmachten auszustatten. Sie konnten ohne richterlichen Beschluss jedweden "verdächtigen" Bürger verhaften und in "Schutzhaft" nehmen.

    Alle Artikel mit Freiheitsrechten wurden gem. Art. 48 Abs. 2 Satz 2 der Weimarer Verfassung „bis auf weiteres“ durch die Reichstagsbrandverordnung des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg außer Kraft gesetzt. Der offizielle Name der Verordnung lautete: Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat.

    „Zur Abwehr kommunistischer staatsgefährdender Gewaltakte“ wurden gemäß § 1 aufgehoben:

    Artikel 114 Verbot von Beschränkungen der persönlichen Freiheit
    Artikel 115 Unverletzlichkeit der Wohnung
    Artikel 117 Brief-, Post-, Telegraphen- und Fernsprechgeheimnis
    Artikel 118 Meinungs- und Pressefreiheit
    Artikel 123 Versammlungsfreiheit
    Artikel 124 Vereinigungsfreiheit
    Artikel 153 Recht auf Eigentum
    In § 2 wurde die Reichsregierung ermächtigt, alle zur „Wiederherstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung nötigen Maßnahmen“ zu treffen.
    Wikipedia

    Binnen eines Monats herrschte im Deutschen Reich Grabesruhe.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  3. Inaktiver User

    AW: Attentat auf Hitler am 8. November 1939

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Ich mag nicht darüber nachdenken, wie die Geschichte weitergegangen wäre, wenn die europäischen Regierungen sich alle auf's Zuschauen verlegt hätten. (Hitler und Stalin hätten sich vermutlich die Welt untereinander aufgeteilt.)
    Die Geschichte "The Man in the High Castle" spinnt das aus, zwar nicht mit Stalin, sondern den Japanern - aber schön ist das nicht.

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    AW: Attentat auf Hitler am 8. November 1939

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Das grausamste neben dem "Ermächtigungsgesetz" war wohl die Entscheidung des preußischen Innenministers Hermann Göring, die SA mit Polizeivollmachten auszustatten. Sie konnten ohne richterlichen Beschluss jedweden "verdächtigen" Bürger verhaften und in "Schutzhaft" nehmen.



    Wikipedia

    Binnen eines Monats herrschte im Deutschen Reich Grabesruhe.
    Solche Änderungen, bzw. Eingriffe in die Verfassung sind ja zum Glück nicht mehr so einfach durchführbar.
    Hier haben die Mütter und Väter des Grundgesetz aus der Vergangenheit gelernt und die Hürden sehr hoch gelegt.

    Há gente que fica na história
    Da história da gente


    Ja zur EU

  5. Inaktiver User

    AW: Attentat auf Hitler am 8. November 1939

    Nun ja ... letztlich ist eine Verfassung nur so gut, wie diejenigen, die sie beachten. Darüber hinwegsetzen kann man sich natürlich jederzeit.

  6. User Info Menu

    AW: Attentat auf Hitler am 8. November 1939

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nun ja ... letztlich ist eine Verfassung nur so gut, wie diejenigen, die sie beachten. Darüber hinwegsetzen kann man sich natürlich jederzeit.
    Du kannst das GG aber nicht in dem Maße verändern wie die Weimarer Verfassung ohne massive Rechtsbrüch, sprich einen kompletten Umsturz.
    Einen legalen Weg wie in der Weimarer Republik gibt es nicht.
    Die Grundrechte dürfen im Wesensgeahlt nicht angetastet werden und Artikel 1 darf nicht verändert werden. Er hat eine Ewigkeitsgarantie.

    Mit anderen Worten, um das ausser Kraft zu setzen bedarf es einen echten Umsturz.
    Der Weg der dem Präsidenten seinerzeit offenstand, bzw. auch dessen Machtfülle, gibt es nicht mehr.

    Das war eine der grundlegenden Lehren aus den Geschehnissen.

    Natürlich, da hast Du recht, wenn wir nicht aufpassen und sich genug Idioten finden die mitmachen, kann alles passieren.
    Da müssen wir wachsam sein und auch nicht scheuen Roß und Reiter zu nennen wenn sie auftauchen.
    Wenn etwas braun ist und unangenehm richt, dann ist es eben Sch***e und kein Nougat.

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    AW: Attentat auf Hitler am 8. November 1939

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    cara 123. Das ist so nicht richtig. In der Nazizeit ist Hitler bei der Bevölkerung nicht als Tyrann erkannt worden. Und schon gleich gar nicht benannt. Für die Bevölkerung und Soldaten war Hitler der Führer, der das Land rettet. Sie liebten ihren Führer. Bis fast 45 glaubten sie an ihren Führer.
    Wir sprachen über die Attentäter, nicht über das Gros der Bevölkerung. UNd die Attentäter haben Hitler sehr wohl als das bezeichnet, was er ja auch war: Menschenschinder und Tyrann und noch schlimmeres.

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Von wegen Tyrann. Und was soll das auch. Wäre Hitler bei einem Attentat getötet worden, die Attentäter unbekannt geblieben oder auch nicht, so wäre die Bevölkerung wahrscheinlich erstmal gegen die Attentäter sehr aufgebracht gewesen.
    Der große Führer tot, oh weh Das folgende Programm bei Erfolg müsste sehr schnell durchgeführt werden, was bei einer Minderheit an Befürwortern des Todes zu Hitler nicht gerade sehr leicht sein dürfte
    Ich bin ja auf deine Bemerkung eingegangen, Stauffenberg habe "unerkannt" bleiben wollen. Was ja nun mal nicht richtig ist.

    Deinen weiteren Ausführung, dass die Leute gegen die Attentäter gewesen seien, kann ich nur beipflichten. Bis Mitte der 50er Jahre galten die Attentäter des 20. Juli noch bei vielen als Verräter.

  8. Inaktiver User

    AW: Attentat auf Hitler am 8. November 1939

    Zitat Zitat von Michael_Collins Beitrag anzeigen
    Natürlich, da hast Du recht, wenn wir nicht aufpassen und sich genug Idioten finden die mitmachen, kann alles passieren.
    Da müssen wir wachsam sein und auch nicht scheuen Roß und Reiter zu nennen wenn sie auftauchen.
    Wird etwas gegen die wachsende Anzahl von Bürgerwehren unternommen?

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    AW: Attentat auf Hitler am 8. November 1939

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wird etwas gegen die wachsende Anzahl von Bürgerwehren unternommen?
    Zumindest in NRW wird jetzt, natürlich mit rechtstaatlichen Mitteln, etwas unternommen, ja.
    Aber bitte keine schnellen und unüberlegten Aktionen erwarten. Das könnte sonst scheitern.

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  10. Inaktiver User

    AW: Attentat auf Hitler am 8. November 1939

    Zitat Zitat von Michael_Collins Beitrag anzeigen
    Zumindest in NRW wird jetzt, natürlich mit rechtstaatlichen Mitteln, etwas unternommen, ja.
    Aber bitte keine schnellen und unüberlegten Aktionen erwarten. Das könnte sonst scheitern.
    Natürlich, wir leben in einem Rechtsstaat. Wenn ich davon geschrieben habe, dass ich gewaltsame Aktionen nachvollziehen kann, dann als letztes zur Verfügung stehende Mittel, wenn alles andere bereits gescheitert ist und sich die demokratische Ordnung zersetzt hat.

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