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    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das (Fettung von mir) ist als Pauschalaussage falsch und zu kurz gedacht. Als wenn alle die, die Kinder haben und Vollzeit zu Hause geblieben sind, um die Kinder zu erziehen.

    Aber egal. Leider lässt du aber auch vollkommen außer Betracht, dass die Lebenserwartung seit Adenauers Zeiten immens gestiegen ist. Im Jahr 1960 betrug die durchschnittliche Lebenserwartung bei Männern 66,9 Jahre und bei Frauen lag sie bei 72,4 Jahren. Das heißt, Männer haben durchschnittlich 1,9 Jahre Rente bezogen, ihre Frauen bekamen Witwenrente für 9,4 Jahre. Heute liegt die Lebenserwartung bei durchschnittlich 80 Komma irgendwas für Männer, Frauen werden noch älter. Das Renteneintrittsalter liegt bei durchschnittlich 63 Jahren, also wird im Schnitt 18 Jahre lang Rente bezogen. Das hast du vollkommen ausgeblendet.

    Es ist wirklich schade, dass du für deine Argumentationen fast ausschließlich deine persönliche Situation zu Grunde legst.
    Was du als Pauschalaussage wertest, ist faktisch zu 100% richtig. Die Geburtenzahlen sind seit den 70ern kontinuierlich unter 2 Kindern pro Frau.

    Und dass vor allem Frauen mit Kindererziehungszeiten, daraus resultierenden Teilzeitbeschäftigungen und Karriereknick weniger Rentenansprüche haben, ist auch statistisch eindeutig belegt.

    Korrekt ist, dass die Lebenserwartung deutlich gestiegen ist. Das Eintrittsalter jedoch blieb bisher gleich. Heisst im Klartext, die heutigen Rentner hatten niedrige Beiträge, sind früh in Rente gegangen, haben eine hohe Lebenserwartung und hohe Rentenansprüche.

    Ein heute 30- jähriger wird aller Wahrscheinlichkeit nach eine noch höhere Lebenserwartung haben. Allerdings zaht er viel höhere Beiträge, geht deutlich später in Rente und wird auch deutlich weniger bekommen.

    Das heißt im Klartext, er steht defakto deutlich schlechter da.

    Meine persönliche Situation ist eine ganz andere, da ich nicht gesetzlich rentenversichert bin. Das nur am Rande.

  2. gesperrt

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    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Es gibt nicht DEN Rentner!

  3. Inaktiver User

    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen

    Man muss aber dazu sagen - bis zum Renteneintritt haben diese Leute aber auch sehr sparsam gelebt. Da sei ihnen der unruhige Ruhestand auch von Herzen gegönnt.
    Das sollte man in der Tat auch mal berücksichtigen. Die - zum Beispiel - heute 80jährigen haben noch Jahrzehnte - im Vergleich zu heute - konsumarm gelebt. Die haben so gut wie nichts geerbt, mussten von Null aus anfangen. Denen gönne ich auch von Herzen, dass sie es sich jetzt endlich leisten können, mal ein bisschen etwas von der Welt zu sehen oder sich ansonsten etwas zu gönnen. Die Jüngeren (aus den gleichen Familien, natürlich nicht die aus ärmeren oder armen Verhältnissen) leben doch von Anfang an - im Vergleich zu den ersten 30 Jahren eines heute 80jährigen - ein angenehmes Leben. Führerschein plus erstes Auto werden ihnen von den Eltern bezahlt oder bezuschusst. Viele von ihnen machen schon unter 30 Jahren Fernreisen, fliegen mal eben für ein Fussballspiel sonstwohin, lassen sich in den Nagelstudios die Fingernägel machen, haben alle Nase lang neue Klamotten an, bestellen ihr Essen beim Pizzadienst oder kaufen (auch als Studenten) Fertigessen bei den zahlreichen asiatischen und sonstigen Schnellimbissen und Coffee to go für 5 Euronen bei starbucks, machen Klassenfahrten ins europäische Ausland. Das alles wäre in der Jugendzeit der heute 80ig-jährigen unmöglich gewesen.
    Die heute Jungen profitieren doch auch von dem Geld, das ihre Eltern erwirtschaftet und sich teilweise vom Mund abgespart haben. Sie erben abbezahlte Häuser, übernehmen die fertig eingerichtete Praxis vom Papa oder das schon gut laufende Geschäft...verdienen sich nicht ihr Studium durch Taxi fahren oder sonstige Tätigkeiten sondern haben eine normal schöne Studentenwohnung (okay, die Studentenwohnung sind zur Zeit rar), auch gerne mal mit 2 Zimmern (wiederum gesponsert von den Eltern) etc etc. Wenn ich mir vorstelle, dass die jetzt ihren inzwischen in Rente gegangenen Eltern vorwerfen würden, dass die auf ihre Kosten leben.........ich weiss ja nicht!

    Mich stört einfach dieser Satz: "auf ihre Kosten leben". Der ist voll daneben!
    (Auch wenn mir die Rentenproplematik durchaus klar ist)

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    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du zahlst ja als Beamtin nicht gezwungenermaßen in die staatliche Rentenkasse ein.

    Das es in Deutschland doch recht viele (mich eingeschlossen) gibt, die sich im Laufe ihres Berufslebens von dieser Verpflichtung befreien halte ich hier dann doch zumindest für erwähnenswert, da diese Einzahlungen ins System wegfallen.

    .
    Was definitiv eines der Probleme ist. Befreiung Dollar man nicht möglich sein,und alle sollten in KK und RV einzahlen.
    Auch die Höhe des Beitrags sollte nicht gedeckt sein.
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.

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    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Mir fällt auf,dass ziemlich pauschal von Gutverdienern und deren Kindern ausgegangen wird.
    Das ist nicht die gesamtgesellschaftliche Realität.

  6. Inaktiver User

    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen

    Meine persönliche Situation ist eine ganz andere, da ich nicht gesetzlich rentenversichert bin. Das nur am Rande.
    Zum Glück, denn, so viel ich weiss, hast du auch noch keine Kinder für den Staat produziert , oder?

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    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Zitat Zitat von mono17 Beitrag anzeigen
    Der Widerspruch war, dass du geschrieben hast,vor 50 Jahren habe man gewusst,dass das System nicht klappt und im Satz darauf,dass das 1970 noch ganz weit weg war.

    Ja,was denn nun...😉
    Vor 50 Jahren gingen die Geburtenraten steil bergab. Ab da war erkennbar, dass das zum Problem werden wird. Weniger Geburten heisst eben, dass da irgendwann auch weniger Beitragszahler da sein werden.

    Die Folgen dieses Rückganges kamen jedoch erst mit Beginn der Erwerbstätigkeit dieser schwachen Jahrgänge zum tragen. Das war in den 90ern. Und auch da nur schleichend. Richtig interessant wird das erst noch wenn die 60-er Jahrgänge in Rente gehen.

    Im Jahr 1970 waren die 90er, 2019 oder gar der Zeitraum 2025-2037, in dem die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen, noch weit weg.

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    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Was sich immer keiner so sagen traut, ist dass die Menschen für das bisherige System einfach viel zu lange leben.

    Sinken der Geburtenrate ist das eine.
    Aber die extrem gestiegenen Lebenserwartung kann so nicht finanziert werden.

    Das belastet alle Sozialsysteme in einem Maße, das geradezu unvorstellbar ist.
    Ich weiß jetzt die Zahl nicht mehr, aber die extreme Lebenserwartung und Renteneintritt mit 70 oder so zu finanzieren, da müsste die Geburtenrate glaub ich in den 2stelligen Bereich steigen.

    Es geht einfach nicht, mit knapp 70 in Rente zu gehen und dann noch fast 30 Jahre zu leben. Und das sind die Prognosen der Lebenserwartung künftiger Menschen.

    Die, die heute Rente haben, sind eh nicht das Problem.

    @Wolfgang auf auf, ran an die Weiber, wenn du schon Mutterschaft so propagierst aus Volksgründen, dann zeug halt noch ein paar Blagen. Wenn man Männern gut zuredet klappt das bis kurz vor knapp. Du könntest Deutschlands Quote noch eigenhändig verschönern.

    Im Ernst, mit Rechenspielen a la hätte hätte Fahrradkette und Sätzen, die mit "Wenn Frauen...." anfangen, kommt man nicht weiter.

    Viel hilfreicher als den schwarzen Peter rumzuschieben, wäre schonmal, weitere Beitragszahler zu verpflichten:
    Beamte, Freie, Unternehmer. ALLE zahlen ein.
    450 Euro Jobs werden ersatzlos gestrichen. Keine Ausnahmen. Keine.

    So, Aufschrei bitte

    Doch lieber drüber reden, wie man die Weiber dazukriegt, 11,11 Kinder zu gebären ?

  9. Inaktiver User

    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Vor 50 Jahren gingen die Geburtenraten steil bergab. Ab da war erkennbar, dass das zum Problem werden wird. Weniger Geburten heisst eben, dass da irgendwann auch weniger Beitragszahler da sein werden.
    Die Folgen dieses Rückganges kamen jedoch erst mit Beginn der Erwerbstätigkeit dieser schwachen Jahrgänge zum tragen. Das war in den 90ern. Und auch da nur schleichend. Richtig interessant wird das erst noch wenn die 60-er Jahrgänge in Rente gehen.
    Das ist so leider nicht ganz korrekt.

    Demografieportal - Ihre ausgewahlten Fakten - Zunehmende Belastung der Beitragszahler in der gesetzlichen Rentenversicherung

    Bemerkenswert an dieser Entwicklung ist, dass die Zahl der Beitragszahler im Trend kontinuierlich zugenommen hat und es 2015 mit 37 Millionen aktiv Versicherten so viele Beitragszahler gab wie nie zuvor. Gleichzeitig ist die Zahl der Rentenempfänger aber noch stärker gewachsen und betrug 2015 rund 18 Millionen Altersrentner.

  10. Inaktiver User

    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das sollte man in der Tat auch mal berücksichtigen.
    Mich stört einfach dieser Satz: "auf ihre Kosten leben". Der ist voll daneben!
    (Auch wenn mir die Rentenproplematik durchaus klar ist)
    Du bringst es auf den Punkt. Genau so ist es. Ich kann nur von mir ausgehen. Ich bin sehr genügsam erzogen worden und habe immer gespart – Kleinbeträge. Oft auf Urlaub usw. verzichtet und wirklich überlegt ob ich was kaufe.

    Nach 45 Arbeitsjahren habe ich meine Rente erhalten. Ich komme gut über die Runden, aber nur, weil ich mir im laufe der Jahre durch meine gesparten Kleinbeiträge es mir leisten konnte, eine kleine Eigentumswohnung zu kaufen. Ich habe nichts geschenkt bekommen und auch nichts geerbt. Die Wohnung ist zwischenzeitlich bezahlt, d.h. ich zahle keine Miete. Wenn ich die Wohnung nicht hätte, könnte ich mir die heutigen Mieten nicht leisten und würde nicht über die Runden kommen.

    Die junge Generation hat ganz andere Ansprüche, die auch häufig erfüllt werden. Ich gönne es allen. Aber was mich stört, ist diese Hetze.

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