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  1. Registriert seit
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    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Wenn von den 60 Mio aber 20 Mio Rentner sind, wird das kaum hinhauen.
    Von den knapp 83 Mio. Einwohnern Deutschlands beziehen ca. 25 Mio. Renten.

    Von den 55 Mio. Versicherten der gesetzlichen Rentenversicherung beteiligen sich 38 Mio. aktiv an der Einzahlung, 17 Mio. Versicherte befinden sich im passiven Modus, sprich es wird nichts in die Gesetzliche eingezahlt. (Zahlen von 2017)

    https://www.deutsche-rentenversicher...cationFile&v=6


  2. Registriert seit
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    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Missstand: Die Deutschen haben sich entschieden (!), weniger Kinder zu haben, dies mit Migration aufzufüllen, ist wenig erfolgversprechend, weil Migration eben auch Einwanderung von Menschen bedeutet, die sich nicht reproduzieren und vor allem von Menschen, die nicht säen sondern nur ernten.
    Hier dreht sich für mich die Diskussion immer im Kreis, und ich verstehe nicht wirklich, woher diese unterschiedliche Sicht kommt:
    "weil Migration eben auch Einwanderung von Menschen bedeutet, die sich nicht reproduzieren" --> "Reproduzieren" sich nicht so ziemlich alle Menschen mehr als die Deutschen?
    "und vor allem von Menschen, die nicht säen sondern nur ernten. --> Nicht bei einer gesteuerten Migration (Einwanderungsgesetzt), und v.a.: Wieso säen Migranten unter'm Strich weniger als Deutsche? Die implizite Annahme dieser Aussage, Deutsche würden alle säen, teile ich nicht.

    Ich sehe keinen einzigen Grund, weswegen die Geburtenlücke in Deutschland nicht mit Migranten aufgefüllt werden könnte.
    Als Motivation der Gegner dieses Vorschlags vermute ich: Angst vor kultureller Überfremdung und diffuse Umverteilungsängste
    The sky is always blue above the clouds.


  3. Registriert seit
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    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Zitat Zitat von Galah3 Beitrag anzeigen

    Ich sehe keinen einzigen Grund, weswegen die Geburtenlücke in Deutschland nicht mit Migranten aufgefüllt werden könnte.
    Als Motivation der Gegner dieses Vorschlags vermute ich: Angst vor kultureller Überfremdung und diffuse Umverteilungsängste
    Es kommt auf das "wie" an.

    Nehmen wir gezielt Menschen auf, die aufgrund ihrer Sozialisierung in unsere Gesellschaft passen und die mit ihren Kenntnissen auf dem Arbeitsmarkt gesucht sind, kann das funktionieren.

    Nehmen wir jedoch zu viele Menschen auf, die unsere Grundwerte nicht teilen und/oder die aufgrund mangelnder Ausbildung auf dem Arbeitsmarkt keine Chance haben, werden diese unsere Rentenlücke eben nicht stopfen, sondern vielmehr in der Arbeitslosenstatistik zusätzlich Kosten verursachen.

    Es ist kein Geheimnis, dass sehr viele der in den letzten Jahren nach Deutschland gekommenen Menschen eben nicht in Gesellschaft und Arbeitsmarkt integriert werden konnten.

    Der Asylantrag als verkappter Einwanderungsantrag ist nunmal nicht die Lösung.

    Ein richtiges Einwanderungsrecht hingegen wäre sinnvoll.


  4. Registriert seit
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    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Ich habe mich da mal mit ein paar ausländischen Doktoranden unterhalten. Die wollten nicht in ihr Heimatland zurück und diskutierten untereinander, wo sie stattdessen hinwollten. Sie hatten sich deswegen gut informiert über die Einwanderungsbestimmungen verschiedener Länder.

    Deutschland fiel ziemlich als Erstes raus.

    Warum?

    -Man muss 8 Jahre legal da sein bevor man die Staatsbürgerschaft bekommt und die Zeit als Doktorand zählt nicht dazu
    -Man muss die Sprache wohl teilweise schon für die Bleibeerlaubnis können, obwohl man sie im Alltag (in deren Jobs) gar nicht braucht


    Die 8 Jahre waren das größte Problem.

    Dann kam dazu, dass einer verheiratet war und (noch nicht vorhandene!) Kinder auch kein Anrecht auf die deutsche Staatsbürgerschaft gehabt hätten - ich kann sie schon irgendwo verstehen.


    Ich habe die deutsche Staatsbürgerschaft ja nun schon, aber hätte ich sie nicht und wäre hochqualifizierter Ausländer, würde ich auch nicht versuchen nun ausgerechnet nach Deutschland auszuwandern, hier bekommt man mehr Steine in den Weg gelegt als in fast allen anderen interessanten Ländern.


  5. Registriert seit
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    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Es kommt auf das "wie" an.
    [..] Nehmen wir gezielt Menschen auf, die aufgrund ihrer Sozialisierung in unsere Gesellschaft passen und die mit ihren Kenntnissen auf dem Arbeitsmarkt gesucht sind, kann das funktionieren. [...]
    Ein richtiges Einwanderungsrecht hingegen wäre sinnvoll.
    Ja, so sehe ich das.
    Ist das Gesetz erst mal da, werden sich in Ländern mit hoher Arbeitslosigkeit sofort Institutionen etablieren, die für unseren Bedarf ausbilden, und zwar fachlich, sprachlich und kulturell.
    Das wird funktionieren wg. Angebot und Nachfrage.
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  6. Registriert seit
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    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Nehmen wir gezielt Menschen auf, die aufgrund ihrer Sozialisierung in unsere Gesellschaft passen und die mit ihren Kenntnissen auf dem Arbeitsmarkt gesucht sind, kann das funktionieren.
    Das findet doch alles schon längst statt. Nach der Banken- und der daraus resultierenden Wirtschaftskrise häuften sich in meiner Stadt die englisch-, französisch-, spanischsprachigen (etc. an Sprachen) Menschen. Selbst bei türkischen Unternehmen handelt es sich heute nicht mehr nur um kleine Obst- und Gemüsehändler. Die beschäftigen an die 400.000 Menschen. Gleichzeitig werden immer mehr ausländische Bildungsabschlüsse anerkannt bzw. der sich daraus ergebende Prüf- und Weiterbildungsbedarf ermittelt. Den weltweit ultimativen Ausbildungsstandard haben wir auch nicht erfunden. Häuser, Brücken und Fabriken stehen auch in anderen Ländern und fallen nicht um.

  7. Avatar von Opelius
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    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen

    Der Asylantrag als verkappter Einwanderungsantrag ist nunmal nicht die Lösung.

    Ein richtiges Einwanderungsrecht hingegen wäre sinnvoll.
    Aber wir haben den Art. 16a nun einmal im Grundgesetz. Und es gilt die Genfer Flüchtlingskonvention. Das alles ist längst gesetzlich verschärft worden. Ein Einwanderungsgesetz haben wir nicht und es löst auch nicht unsere Probleme in Mangelberufen. Warum sollen keine Flüchtlinge in Mangelberufen ausgebildet werden? Nichtbeschäftigung junger Männer und Frauen treibt sie in kriminelle Strukturen (Drogenhandel und Prostitution). Wollen wir das?
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel


  8. Registriert seit
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    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Unsere Initiative, hochqualifizierte Kräfte zu gewinnen, die über ein Mindestjahreseinkommen kommen müssen, kann ja wohl als gescheitert betrachtet werden. Sie streben alle den amerikanischen Arbeitsmarkt an.
    Die Ansicht teile ich (leider) vollumfänglich - obwohl es nötiger denn je wäre gerade für ein Land wie Deutschland (demographische Entwicklung), solche Kräfte zu gewinnen.

    Auch der Trend gen USA deckt sich mit meinen Erfahrungen in Unternehmen und auch aus dem Bereich Recruiting: Hoch Qualifizierte und Top-Kräfte schauen - neben den Einkommensmöglichkeiten und der Lebensqualität - vor allen Dingen auf Themen wie Entwicklungs- und Gestaltungsmöglichkeiten und ganz besonders auf den Grad der Bürokratie sowie die Steuer- und Abgabenbelastung. Gerade bei den drei letztgenannten Punkten schneidet Deutschland im internationalen Vergleich schlecht ab. Wird aber in der Politik und der Öffentlichkeit kaum diskutiert …

    Oder wie es letztens ein Personalberater auf den Punkt gebracht hat: Unter dem Aspekt der demographischen Herausforderungen auch und gerade am Arbeitsmarkt muß man leider feststellen, daß in Deutschland die Falschen sprich viele Leistungsträger das Land eher verlassen und auch die Falschen kommen sprich wir tendenziell eher eine Zuwanderung in unsere Sozialsysteme haben. Man kann also sagen, wir setzen offensichtlich als Land die falschen Anreize.


  9. Registriert seit
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    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    Die Ansicht teile ich (leider) vollumfänglich - obwohl es nötiger denn je wäre gerade für ein Land wie Deutschland (demographische Entwicklung), solche Kräfte zu gewinnen.

    [...]
    Du nennst genau die Anreize, die Deutschland schaffen müsste.
    Das ist der Weg.
    Ist die Not groß genug, wird Deutschland diesen Weg gehen.
    The sky is always blue above the clouds.
    Geändert von Analuisa (14.11.2019 um 10:29 Uhr) Grund: Bitte nicht in Zitate hineinschreiben


  10. Registriert seit
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    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen

    Oder wie es letztens ein Personalberater auf den Punkt gebracht hat: Unter dem Aspekt der demographischen Herausforderungen auch und gerade am Arbeitsmarkt muß man leider feststellen, daß in Deutschland die Falschen sprich viele Leistungsträger das Land eher verlassen und auch die Falschen kommen sprich wir tendenziell eher eine Zuwanderung in unsere Sozialsysteme haben. Man kann also sagen, wir setzen offensichtlich als Land die falschen Anreize.
    Ich wollte gerade selbst ansetzen. Aber diese Aussage kam mir zuvor.

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