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  1. Registriert seit
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    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Moderationshinweis

    können dazugehören, sofern ein Bezug zum Rententhema hergestellt wird.

    Analuisa
    Ich frage mich ja, wie es gehen soll, dazu keinen Bezug herzustellen

    Das ist doch immer verbunden: von der Ausbildung hängt die Berufswahl ab. (ohne Abi und Studium wird man nicht Radiologe und ohne Gesellen und dann Meisterbrief nicht Herrin über ein Fliesenlegerimperium)
    Achtung: Beispiel!

    Von den Einkünften aus der Erwerbstätigkeit hängt die spätere Rente ab. (noch)
    Incl. aller lebenspraktischen Irrungen und Wirrungen, die eine Fliesenlegerin das Abi nachmachen lassen und zur Radiologin.

    Und gerade die Entwicklung von "früh angefangen und lange eingezahlt" zu "lange Ausbildung und dann 'Generation Praktikum'" ist doch der augenfälligste Konnex zwischen "Schule" und "Rente"

    Aber danke für den Hinweis

  2. Moderation Avatar von Analuisa
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    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Von den Einkünften aus der Erwerbstätigkeit hängt die spätere Rente ab. (noch)
    Schau an, das hätte ich ja niemals vermutet

    Im Ernst: Ich denke mir schon was dabei, wenn ich einen solchen Hinweis gebe. Meine Erfahrung als Mod des Politikforums sagt mir, dass bei Themen, die a) sehr allgemein formuliert werden, b) irgendwo im Großraum Sozialpolitik angesiedelt sind, viele User dazu neigen, von Hölzchen auf Stöckchen zu kommen. Da macht es Sinn, frühzeitig und sozusagen prophylaktisch darüber zu informieren, dass der Bezug zur Ausgangsfrage im Auge behalten werden sollte. Wenn also ausgeführt wird (Beispiel) dass und warum Frauen früherer Generationen schlechtere Bildungschancen hatten, weswegen es fair sei, wenn sie heute als Rentnerinnen etwas zurückbekommen, gehört das natürlich zum Thema. Nicht zum Thema würde gehören: Ausführliche Vergleiche der Schul- und Bildungssysteme unterschiedlicher Bundesländer und die Erörterungen darüber, welche Berufe heute sinnvollerweise zu ergreifen sind (ebenfalls Beispiele).

    Weitere Fragen zur Moderation bitte nur noch per PN.

    Analuisa, Moderation
    Ich weiß noch, wie wir in Auschwitz in der Baracke saßen und uns überlegt haben,was wir den Deutschen antun würden. [...] es waren die schlimmsten Dinge, über die wir nachdachten. Aber dann sagten wir uns: Wenn wir das täten, dann wären wir genauso schlimm wie sie.
    Ruth Webber, geb. Rut Muszkies, zum Zeitpunkt ihrer Befreiung 9 Jahre alt


    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.


  3. Registriert seit
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    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Das (Wunsch-) Denken geht immer dann in die Sackgasse, wenn tatsächlich geglaubt wird, sobald die Rente der kinderlosen Rentnerin Käthe B. (fiktiv) noch mehr besteuert wird und ihre evtl. ersparte kleine Zusatzrente ebenso, steigt das monatliche Einkommen von der (ebenso fiktiven) 4-köpfigen Familie M.
    Gruß Leni


  4. Registriert seit
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    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Vor 15 Jahren hätte ich die Frage dieses Stranges noch tendenziell mit "Ja" beantwortet.


    Nachdem sich nun Politik und Notenbanken endgültig entscheiden haben, die Kosten der Finanzkrise und insbesondere auch der Eurokrise (samt Euro-Dauerrettung) die SparerInnen und RentnerInnen via Null- und Negativzinsen begleichen zu lassen, hat sich das Blatt nach meinem Dafürhalten etwas gedreht (sprich Finanzielle Repression mit dauerhaft negativen Realzinsen, sprich Inflation immer deutlich höher als der Guthabenzins).

    Denn über höhere Ersparnisse und Sparguthaben verfügen tendenziell eher Menschen 50 plus (von Ausnahmen wie Lottogewinnen, Schenkungen und Erbschaften mal abgesehen). Während jüngere Menschen tendenziell von extrem günstigen Finanzierungsbedingungen (wie Null- und Niedrigstzinsen) auch profitieren können - wenn sie beispielsweise eine Immobilie finanzieren, ein Unternehmen gründen, den Schritt in die Selbständigkeit wagen etc. Dieser Vorteil könnte den Nachteil bei der Altersvorsorge (keine Zinsen und kein Zinses-Zins-Effekt mehr) ausgleichen oder in manchen Fällen sogar überkompensieren. Da es in aller Regel bei Darlehen schnell um größere Volumina geht (z. B. Immobilienkauf). Vorausgesetzt man erhält überhaupt ein Darlehen (EU-Regulatorik) - und kann es dann auch dauerhaft bedienen und irgendwann auch komplett tilgen.


  5. Registriert seit
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    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Also ich finde mal grundsätzlich, dass das so nicht stimmt.
    Die Jungen? Oder die Alten?

    Das ist einfach zu pauschal. Es fallen immer Menschen durchs Raster, das ist nun mal so.
    Oder es gibt Menschen die eben mit ihrer Erwerbswahl ein größeres Risiko eingegangen sind, zum Beispiel als Selbständige.

    Die Jungen haben ja auch lange auf Kosten der Alten gelebt, ging ja nicht anders....
    Bei den Alten ist es auch keine Gewähr lange zu leben.

    Manche erleben entweder ihre Rente gar nicht mehr oder nur ziemlich kurz.

    Das Leben ist eben einfach ein Risiko, geniessen wir es also.
    Alle möglichen Bevölkerungsgruppen leben von staatlichen Hilfen oder Zuschüssen.
    Mütter zum Beispiel die ihre Kinder in Krippe oder Kita geben, Studenten die zur Uni gehen, Gefangene die in Gefängnissen sitzen...Kranke die in Krankenhäusern behandelt werden.

    Noch wird ja nicht zwischen : lohnt sich die Behandlung oder nicht entschieden.

    Also leben alle auf Kosten aller...ist doch gut so.

    Ehrlich gesagt - ich finde das ein schönes Gefühl dass in unserem Land so gut für die Menschen gesorgt wird, wenn man denn will....ist jetzt keine Satire hier.
    Der Mensch ist nichts
    anderes, als wozu
    er sich macht
    Jean Paul Sartre

  6. Avatar von Malaita
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    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Ich vermisse bei der ganzen Rentendiskussion, dass endlich mal die Beamten auch in die Rentenversicherung einzahlen müssen. (Ich habe keinen Unmut gegenüber den Beamten, aber wenn wir eine Solidargemeinschaft sind, sollten sie auch zahlen und nicht nur am Ende die Pension beziehen).

    Ist das nicht in Österreich bereits so?


  7. Registriert seit
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    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Zitat Zitat von Malaita Beitrag anzeigen
    Ich vermisse bei der ganzen Rentendiskussion, dass endlich mal die Beamten auch in die Rentenversicherung einzahlen müssen.
    Für Politiker gibt es exklusive Versorgungen. Die Beamten bekommen Pensionen. Der Öffentliche Dienst hat die Zusatzversorgungskasse. Die verkammerten Berufe haben ihre berufsständigen Versorgungswerke.

    Und für Krethi und Plethi gibt es die Gesetzliche Rentenversicherung ...


  8. Registriert seit
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    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Zitat Zitat von Salina Beitrag anzeigen
    Seht ihr das auch so?

    Ich gehörte mittlerweile zu den Alten, beziehe Rente, für die ich über 40 Jahre gearbeitet habe.
    Muss ich jetzt ein schlechtes Gewissen haben?

    Oder ist das nur der Versuch, einen Keil durch die Gesellschaft zu treiben?

    Die „Alten“ leben auf Kosten der „Jungen“. Lasst euch diese Aussage doch einmal nüchtern durch den Kopf gehen.

    Großeltern leben auf Kosten ihrer Enkel? Eltern auf Kosten ihrer Kinder? Ähm – Wer zieht denn Kinder groß, kommt für sie auf, nicht nur bis zum Ausbildungsabschluss, sondern noch darüber hinaus? Wer steht stets als Bürge oder zahlende Kraft hinter den Heranwachsenden?

    Wer hat denn die erste Rentenkasse in Deutschland gefüllt? Wer hat sie geplündert? Wer plündert sie heute?

    Ideologen behaupten: „die Jungen zahlen für die Alten“. Tatsächlich ist es so, dass die Einzahlungen der „Alten“ immer wieder von den jeweils Herrschenden gestohlen wurden.

    Einfaches Beispiel: Meine Großmütter waren beide etwa 40 Jahre lang berufstätig (bei schlechterer Bezahlung gegenüber ihren männlichen Kollegen übrigens), haben in der Zeit nicht nur ihre Kinder großgezogen, sondern sich auch noch um ihre Enkel gekümmert. Und sie sollen nun quasi als Schmarotzer des Rentensystems dargestellt werden? Was ist denn das für ein Stuss?

    Die Rentenkasse wurde mehrmals von den Arbeitenden aufgebaut, in Kriegszeiten wurde sie sofort geplündert, und die ursprünglich Einzahlenden sind häufig leer ausgegangen. Die heutige „Umlagenfinanzierung“ist nichts anderes als Ausdruck der fortgesetzten Plünderung.

    Habt ihr mal nachgerechnet: Summe der Einzahlungen, Verwertung des angesammelten Kapitals, getätigte Auszahlungen? Die Rentenkasse ist doch ein Witz, niemand mit rechnerischem Denkvermögen käme jemals auf die Idee, dort Geld anzulegen. Über 40 Jahre monatlich einen Beitrag über mehrere Hundert € einzahlen - und dann, als alter Mensch, auf Knien rutschend, der Herrschaft wie der Jugend danken, dass sie einem Brosamen zukommen lassen? Ist doch irre sowas.

    Besonders zynisch wird es, wenn alte Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, im Alter „Hartz IV“, eine nach einem bekannten Puffgänger benannte „Sozialleistung“, beantragen müssen.
    Widerlich das.

    Dann verknüpfen diese Ideologen die Frage der Alterssicherung noch mit dem Thema Nachwuchs, also der „Kinderproduktion“, und das meinen die so. Damit die Rentenkasse wieder gefüllt wird (also geplündert werden kann), müssen mehr Kinder in die Welt gesetzt werden, die darein zahlen. Da sagen doch Eltern und Kinder gleichermaßen: „Na, herzlichen Dank! Dafür sind wir da.“

    Die „Alten“ leben auf Kosten der „Jungen“. - Das sagen nur Menschenverwerter, die keinerlei Interesse am menschlichen Leben haben, denen Profitgier aus allen Poren sprießt. Pfui Teufel.

    Kinder kriegen, weil es der Staat so gerne hätte. Close your eyes and think of England. Eine zynische, menschenverachtende Ideologie steht hinter einer solchen Äußerung.


  9. Registriert seit
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    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Wenn man den Strangtitel liest, kommt mir unweigerlich der Gedanke, die Menschen, sobald sie nicht mehr erwerbstätig sein können, gnädigst einzuschläfern.


  10. Registriert seit
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    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    @Claudian

    Danke für Deinen Post, besonders der Aspekt mit der Plünderung ist gut beschrieben!

    Das macht mich wütend, genauso wie die Steuern auf die Renten...
    Wir sollten früher aufhören später zu sagen...

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