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  1. Inaktiver User

    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    ...

    Maschinen ist es egal, wo sie stehen, wenn das qualifizierte Personal überflüssig wird.
    Den Maschinen schon, aber die Programmierung und Überwachung, geht nicht ohne Mensch. Noch nicht.
    Selbst unsere so hochgejubelte Autoindustrie kommt nicht ohne Mensch aus. Sowie der Automat durch ein nicht normgerechtes Teil ins Stocken kommt, ist es aus. Aber ich komme OT.
    ich denke nicht, dass wir in absehbarer Zeit gar keinen Bedarf an Arbeitskräften mehr haben werden, die Jobs werden sich verändern, das schon.

  2. gesperrt

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    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hat schon mal jemand was zum erben geschrieben?

    Ich kenn jede Menge Leute, die sehr komfortabel leben, weil sie von "den Alten" was geerbt und daher ohne jegliches Zutun ziemlich gut gestellt sind. Was oft bedeutet, dass sie einen Lebensstandard pflegen können, von dem jene Alten nicht mal geträumt haben.

    Gehört für mich zum Gesamtbild auch dazu.
    ja ich
    und hier nochmal was dazu
    die generation die derzeit ueber 75 und aelter ist, gehoert zu denen die nach dem krieg teilweise ein großes vermoegen aufgebaut haben und denen es finanziell als rentner auch sehr gut geht
    und die haben nach dem krieg bei 0 angefangen
    und etliche davon haben bereits große vermoegen vererbt oder an die juengere generation uebertragen
    Vermogen: Erbschaften und Schenkungen in Deutschland steigen stark - SPIEGEL ONLINE

  3. Inaktiver User

    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Auch die Art von Qualifikation die heute vielen von den Eltern ganz selbstverständlich ermöglicht wird war früher alles andere als üblich - wer muss denn heute noch von der Schule abgehen und Geld verdienen?? Bei meinen Eltern war das noch so.
    Das war und ist früher wie heute eine Frage der "Schicht" und "Bildung", in der man sich bewegte. Meinen Großeltern war jeweils väterlicherseits eine hohe Schulbildung möglich, beide Männer haben im 2. Weltkrieg ihr Leben bzw. ein Bein gelassen und entsprechend nicht bzw. wenig zum Wirtschaftswunder beitragen können. Beide Großmütter haben eine abgeschlossene Schul- und Berufsausbildung gehabt. Meine Mutter ist nach Klasse 10 vom Gymnasium abgegangen, hat eine Höhere Handelsschule besucht und danach noch mal den Beruf gewechselt und ein Kosmetikdiplom gemacht. Mein Vater hat den Realschulabschluss (damals noch Mittelschulabschluss) und nach einer Berufsausbildung noch seinen Techniker gemacht. Beide Elternteile kamen wegen der fehlenden Väter aus einfachen Verhältnissen, trotzdem hat niemand darauf bestanden, dass sie "abgehen und Geld verdienen", weil auch meine Großeltern schon Bildung als den Schlüssel dafür ansahen, dass es "Euch einmal besser geht als uns". Mein Vater hat drei Geschwister, alle mit Schulabschluss, ein Bruder meiner Mutter hat Abitur gemacht. Lediglich der Älteste, der zu Kriegsende blöderweise gerade 16 war und dann noch verheizt wurde, hat keinen richtigen Schulabschluss machen können, den Umständen geschuldet, aber dennoch eine Berufausbildung absolviert. Der ist der Halbbruder meiner Mutter und war das Kind einer Alleinerziehenden. Trotzdem hat er nicht für die Familie sorgen müssen. Er hat sehr schnell dann eine eigene Familie gehabt, und alle diese Kinder (10 bis 20 Jahre älter als ich) haben eine höhere Ausbildung genossen.

    So pauschal kann man das also nicht sagen.
    Eher so: die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder gefördert werden, steigt mit der eigenen Bildung.
    Sehe ich (leider) auch gerade in meinem Umfeld...

  4. Inaktiver User

    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    So pauschal kann man das also nicht sagen.
    Eher so: die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder gefördert werden, steigt mit der eigenen Bildung.
    Sehe ich (leider) auch gerade in meinem Umfeld...
    Das Abitur ist doch heute aber viel selbstverständlicher als noch zu meiner Zeit (Abi 1982)? Das haben also viele Eltern ermöglicht, sie selbst noch kein Abi hatten. Oder nicht?

  5. VIP

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    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Abitur ist doch heute aber viel selbstverständlicher als noch zu meiner Zeit (Abi 1982)? Das haben also viele Eltern ermöglicht, sie selbst noch kein Abi hatten. Oder nicht?
    Das hat aus meiner Sicht mit anderen Dingen zu tun. Z.B. Dass bestimmte Berufe, die früher Hauptschulabschluss oder MSA benötigten, jetzt Abitur voraussetzen. Während meiner Zeit wurden Abiturienten in manchen Berufen bevorzugt, obwohl diese typische MSA Berufe waren, wie z.B. In der Kranken- und Gesundheitspflege oder Hotelbranche. Begründung: die sind älter und können im Schichtdienst eingesetzt werden.

    Ich durfte damals nicht auf das Gymnasium, weil meine Eltern mir nicht helfen könnten. Aus meiner Klasse kamen nur die Lehrer- und Beamtenkinder aufs Gymnasium. Der Klassenbeste, ein „Migrantenkind“ kam - wie einige andere - erst nach der 5. Klasse Hauptschule auf das Gymnasium.

    Das wurde trotz sehr guter Zeugnisse von den Arbeitereltern so hingenommen.


    Ich war jahrelang selbstständig und habe eine private Rentenversicherung abgeschlossen. Ich bin gespannt was da insgesamt rauskommt.

    bei meinem Schwiegervater sorgt die Betriebsrente für Wohlstand.
    Geändert von xanidae (31.10.2019 um 06:53 Uhr)
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  6. gesperrt

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    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Ich war jahrelang selbstständig und habe eine private Rentenversicherung abgeschlossen. Ich bin gespannt was da insgesamt rauskommt.

    bei meinem Schwiegervater sorgt die Betriebsrente für Wohlstand.
    weißt du das nicht, was du da erhaelst, wenn diese ausbezahlt wird ?
    normalerweise bekommt man doch jaehrlich aktuelle zahlen uebersandt

  7. VIP

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    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Zitat Zitat von ereS Beitrag anzeigen
    weißt du das nicht, was du da erhaelst, wenn diese ausbezahlt wird ?
    normalerweise bekommt man doch jaehrlich aktuelle zahlen uebersandt
    Doch. Ich meinte in Summe mit der gesetzlichen Rente - zum Renteneintritt. Weiß ja keiner ob es in 20 Jahren noch eine gesetzliche Rente gibt oder ob ich nicht noch 10 Jahre länger arbeiten muss.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  8. gesperrt

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    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Doch. Ich meinte in Summe mit der gesetzlichen Rente - zum Renteneintritt. Weiß ja keiner ob es in 20 Jahren noch eine gesetzliche Rente gibt oder ob ich nicht noch 10 Jahre länger arbeiten muss.
    ach so meinst du das
    wenn die rv zur auszahlung ansteht ueberlege dir gut, ob du sie in einer summe oder als monatliche rente ausbezahlt ahben willst
    ist ein rechenexempel, was sinnvoller ist
    selbstverstaendlich wird es in 20 jahren die drv noch geben, und renten auszahlen, wenn nicht werde ich verhungern...

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    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Klar haben manche Ältere mehr Vermögen angespart. Aber das hat m. M. nach weniger damit zu tun, dass sie früher vom Gehalt besser leben konnten, sondern eher damit, dass man sich nicht so viel leistete. Urlaube kannten meine Großeltern kaum, Essen gehen höcghstens mal zu einem runden Geburtstag. Klamotten kaufen nur, wenn es eben sein musste... Viele Konsumgüter gab es noch gar nicht... Ich denke, auch Menschen, die eigentlich arm sind bzw. Geringverdiener, geben heute mitunter Geld für Dinge aus, die man eigentlich nicht braucht. "Richtig" arm sind die wenigsten.
    Heute ist es für viele normal, häufig essen zu gehen, ins Schwimmbad, ins Fitnesstudio, Urlaub, dies, das jenes... merkt man manchmal doch gar nicht, wo das Geld immer so schnell hingeht... Aber man möchte ja auch schon vor der Rente gut leben...

    Was ich sagen will, ich denke nicht, dass die Rentner "zuviel" bekommen. Unsere heutigen Ansprüche sind häufig (zu) hoch. Wir brauchen bzw. wollen eigntlich mehr für uns, um unseren recht hohen Lebensstandard zu halten. Da können aber die Rentner nix für.

    Und wenn sich eine Frau - so wie es oft erzählt wird - jahrelang für die Kinder aufgeopfert und abgeschuftet hat, paar Minijobs nebenher... dann sollen diese Kinder ihrer Mutter auch verdammt noch mal ab und zu was Gutes tun und bissl beisteuern zur kargen Rente. Hier ist auch Familie gefragt, sofern es möglich ist.
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


  10. User Info Menu

    AW: Die Alten leben in Deutschland auf Kosten der Jungen. Stimmt das?

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Das hat aus meiner Sicht mit anderen Dingen zu tun. Z.B. Dass bestimmte Berufe, die früher Hauptschulabschluss oder MSA benötigten, jetzt Abitur voraussetzen. Während meiner Zeit wurden Abiturienten in manchen Berufen bevorzugt, obwohl diese typische MSA Berufe waren, wie z.B. In der Kranken- und Gesundheitspflege oder Hotelbranche. Begründung: die sind älter und können im Schichtdienst eingesetzt werden.

    Ich durfte damals nicht auf das Gymnasium, weil meine Eltern mir nicht helfen könnten. Aus meiner Klasse kamen nur die Lehrer- und Beamtenkinder aufs Gymnasium. Der Klassenbeste, ein „Migrantenkind“ kam - wie einige andere - erst nach der 5. Klasse Hauptschule auf das Gymnasium.

    Das wurde trotz sehr guter Zeugnisse von den Arbeitereltern so hingenommen.
    Bei uns gab es damals die kostenlose Beförderung noch nicht und Schulbücher mussten selbst bezahlt werden. Das hielt nicht wenige Eltern (Bauern auf abgelegenen Höfen z.B.) davon ab, blitzgescheite Kinder auf weiterführende Schulen zu schicken.
    Das hatte allerdings den Vorteil, dass die Klassen der Hauptschulen sehr gemischt waren und die begabten Schüler die weniger begabten mitzogen. Die Ergebnisse waren dementsprechend.
    Das hat sich verändert.

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