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03.10.2019, 20:59
AW: Wie schnell kommt der Konjunkturabschwung
Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm
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03.10.2019, 21:07Inaktiver User
AW: Wie schnell kommt der Konjunkturabschwung
Umwelttechnologien sind nur interessant, wenn sie effizient sind. Es gibt endlos viele Technologien, die im Mülleimer der Geschichte gelandet sind.
In bestimmten Bereichen ist Deutschland schon abgehängt. Geschichte wiederholt sich doch manchmal. Am Ende der Kohl-Zeit war die Starrheit der wirtschaftspolitischen Bedingungen in Deutschland Mitursache für einen dauerhaften Abschwung. Jetzt sieht es ähnlich aus. Aus Austeritätsgründen kaum nennenswerte Investitionen. Ein bisschen für alle ohne Richtung.
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03.10.2019, 22:21
AW: Wie schnell kommt der Konjunkturabschwung
Ja, das sollte aber doch nicht daran hindern, weiter zu forschen.
Ich fragte mich ja, warum Firmen eigentlich so wenig investieren, bei so niedrigen Zinsen.
Antwort der meisten Beiträge dazu
Fachkräftemangel und
zu hohe bürokratische Hürden
An letzterem könnte die Politik ja nun "recht fix" was ändern.Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm
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04.10.2019, 00:21Inaktiver User
AW: Wie schnell kommt der Konjunkturabschwung
Ist das denn so, dass die Firmen wenig investieren würden?
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04.10.2019, 06:11Inaktiver User
AW: Wie schnell kommt der Konjunkturabschwung
Was habe ich irgendwo gehört: Die niedrigen Zinsen sorgen eher dafür, dass die Firmen die Eigenkapitalquote (ich hoffe das war das richtige Wort) erhöhen, also Anteile von sich selbst kaufen und nicht dafür, dass sie investieren.
Ich verstehe aber nicht genug von Betriebswirtschaft um zu beurteilen ob das stimmt.
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04.10.2019, 09:39
AW: Wie schnell kommt der Konjunkturabschwung
Vereinfacht gesagt: Niedrige oder extrem Zinsen können u. U. den Immobilienmarkt beflügeln, aber auch den Konsum generell etwas treiben (Sparen lohnt sich nicht mehr) und/oder den kreditfinanzierten Konsum erhöhen (Beispiel Autokauf).
Für Unternehmen dagegen handelt es sich bei Investitionsentscheidungen meist um eine komplexe Abwägung mit diversen Kautelen. Nach meiner langjährigen Erfahrung sind da in der Regel die Zinsen nur "ein Element" von vielen - und auf keinen Fall prioritär. Das Zinsniveau kommt sogar nicht selten unter "ferner liefen". Viel wichtiger sind meist die Beurteilung des aktuellen und zukünftigen Marktumfeldes, die Chancen auf Rendite der Investition, die Einschätzung der steuerlichen Situation sowie des Standortes insgesamt usw. Und irgendwann kommt dann auch das Zinsniveau ins Spiel - selbst an dem Punkt ist es aber so, daß meist die Konstruktion der Finanzierung (Einstellung Eigen- bzw. Fremdkapitalanteil, Laufzeit, Tilgungsanteil, steuerliche Gestaltung, Dauer der Zinsfestschreibung etc.) deutlich wichtiger ist, als die Zinskonditionen. Motto: Konstruktion kommt vor Kondition (ein Ansatz, der Privaten - beispielsweise bei der Immobilienfinanzierung - auch öfter zu empfehlen wäre - das ist aber wieder eine ganz andere Geschichte)
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04.10.2019, 12:00
AW: Wie schnell kommt der Konjunkturabschwung
Warum Eigenkapital bilden, wenn das Fremdkapital billig ist oder nichts kostet.
Wenn die Kapitalrendite des Unternehmens bei 3,5 % liegt und der Fremdkapitalzins bei 0,5 liegt, dann erhöhe ich den Kapitaleinsatz im Unternehmen mit Fremdkapital und somit habe ich auf das Fremdkapital noch 2% Rendite. Die Gesamtverschuldung des Unternehmens steigt und gleichzeitig steigt der Gewinn.
Leverage Effekt.
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04.10.2019, 13:11
AW: Wie schnell kommt der Konjunkturabschwung
Es gibt nur einen Techmologiebereich, in dem ich mich einigermaßen auskenne - Windkraft, onshore.
Da wird sehr wohl geforscht, auch investiert. Aber nicht in Deutschland.
Hat verschiedene Gründe. Die Herstellung der Anlagen benötigt viel Handarbeit, Mannstunden in Deutschland sind sehr teuer. Dazu kommt der Transport (per Schiff). Die Dinger passen nun mal nicht in einen Container.
Es ist daher billiger, die Anlagen vor Ort im Ausland bauen zu lassen. Das günstige Fremdkapital hilft dabei. Die Länder, die solche Anlagen in hoher Anzahl kaufen (China hat z. B. im letzten Jahr weltweit die höchste Nennleistung an KW aufgebaut) bestehen in aller Regel auf einer Firmenbeteiligung im eigenen Land, weshalb zwangsläufig ein Know-how Transfer stattfindet.
In Deutschland liegt das Problem bei der unglaublichen Bürokratie (vor 5 Jahren haben wir über die Italiener gelacht, die 3 Jahre für die Genehmigung brauchen, in Deutschland sind wir mittlerweile durch den kommunalen Personalmangel bei im Schnitt 4,5 Jahren) und der Tatsache, dass bereits genehmigte Anlagen beständig beklagt werden können, so dass sich der Zeitraum vom Vertragsabschluss bis zum Baubeginn mittlerweile auf 6 bis 8 Jahre verlängert hat.
Führt dazu, dass deutsche Unternehmen in diesem Bereich entweder Insolvenz anmelden oder ihr Geschäftsfeld ins Ausland verlagern.
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04.10.2019, 13:20Inaktiver User
AW: Wie schnell kommt der Konjunkturabschwung
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04.10.2019, 13:21



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