Umfrage: §218/219 - wie soll er aussehen?

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  1. Moderation Avatar von Charlotte03
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    AW: Umfrage zum Thema §219 - welche Gestaltung sollte er haben?

    Weil es unter Strafe steht, dass jemand anders als ein Arzt/eine Ärztin einen Abbruch vornimmt.

    Ich bin keine Medizinerin oder Juristin , aber es gibt im StGB vermutlich irgendwo einen Satz, dass es unter Strafe steht, wenn jemand anderes als ein Arzt/eine Ärztin bestimmte Handlungen vor nimmt.

    Frage: Würde dies ausreichen?Oder zählt ein Abbruch nicht dazu?
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  2. Avatar von chaos99
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    AW: Umfrage zum Thema §218/219 - welche Gestaltung sollten sie haben?

    Abgesehen vom Umstand, dass das Gesetz IMO aus dem StGB verschwinden sollte...

    Deutschland ist das einzige Land, das bei Abtreibung zwingend ein Beratungsgespräch fordert.
    Der Tenor der Umfrage scheint diesen Dorn klar zu bestätigen.

    EU weit betrachtet sehr interessant, wer in welchem Land im "Urlaub" alles Abbrüche vornimmt, weil bestimmte Umstände in Fällen es im eigenen Land nicht erlauben.

    Rechtslagen:
    Rechtslagen in Europa – Abortion Clinics in Europe

    In Liechtenstein darf nicht einmal im Ausland der Eingriff vorgenommen werden...
    Chaos
    .................................................. ....................
    Permanente Nettigkeit ist ein Symptom. (Dr. House)


  3. Registriert seit
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    AW: Umfrage zum Thema §218/219 - welche Gestaltung sollten sie haben?

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Ich gebe zu bedenken, dass bei Streichung des §218 jedermann und jede Frau einen Abbruch straffrei durchführen dürfte. Wollen wir die Engelmacherinnen wieder ins Geschäft bringen? Soll ein Medikament Mifegyne® straffrei übers Internet verkauft werden dürfen?
    Die Engelmacherinnen kommen dann wieder ins Geschäft, wenn ein Schwangerschaftsabbruch grundsätzlich verboten ist. Denn diese Frauen müssen im Geheimen agieren, um Schwangeren zu helfen. Da ist ein Abbruch in einer Klinik von ärztlichem Personal weitaus besser.

    Die wenigsten Frauen gehen, wenn sie eine ungewollte Schwangerschaft feststellen, einfach mal so zum Arzt und lassen einen Abbruch vornehmen. Das ist ein Klischee, mit dem vor allem die "Lebensschützer", die eher Terroristen gleichen, Frauen weiterhin als lasterhafte Wesen darstellen, die nur dem eigenen Genuss frönen.

    Wie wäre es, die Verhütung mal in den Fokus zu rücken? Warum kann die Pille nicht bis zum 45. Lebensjahr kostenlos ausgegeben werden? Warum muss jede(r) die Sterilisation selbst bezahlen?
    "beinhalten" wird wie "halten" konjugiert, als "beinhält", und gehört zur Kategorie schlechtes Deutsch. Warum nicht "enthalten", "umfassen" oder "bedeuten"?

    Sorge dich nicht, lebe!




    Bunny Maja Lukas (14.2.)
    Maxi (3.3.2017)
    Bella (27.8.2018)

  4. Avatar von marylin
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    AW: Umfrage zum Thema §218/219 - welche Gestaltung sollten sie haben?

    Offenbar stimmt mein Abstimmungsergebnis "Fristenlösung ohne Beratungspflicht" mit den meistgewollten Ergebnis überein. Der Beratungstermin ist meist sowieso nur ein "Pflichttermin", ändert meist sicher nichts, an der Entscheidung.
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?



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    AW: Umfrage zum Thema §219 - welche Gestaltung sollte er haben?

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Carcasonne, ich habe keine Nachricht erhalten. Werde den Titel gleich ändern und beide Paragraphen nennen, ich hoffe, das ist in deinem Sinne.
    Vielen Dank

    Hatte erst einen Mod aus einem anderen Bereich und dann noch Flau deswegen geschrieben.

    Edit: §218 wird neben der Arztpflicht auch deswegen bleiben, wenn eine legale Fristenregelung getroffen würde - weil dort dann festgelegt würde, was außerhalb der Frist gilt.


    "Kampfparolen" wie, "der §218 muss weg", sind auf Demos und gesellschaftlichen Protesten zu finden.
    Mir war es bei der Auswahl der Möglichkeiten wichtig, diese so sachlich, wie möglich zu halten.
    Cave: Beiträge können ggf. marginale Rückstände von Ironie und Sarkasmus aufweisen.
    Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie das Posting oder fressen Sie die Verfasserin.
    Geändert von Carcasonne (20.09.2019 um 09:07 Uhr) Grund: Edit

  6. Avatar von marylin
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    AW: Umfrage zum Thema §218/219 - welche Gestaltung sollten sie haben?

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Wie wäre es, die Verhütung mal in den Fokus zu rücken? Warum kann die Pille nicht bis zum 45. Lebensjahr kostenlos ausgegeben werden? Warum muss jede(r) die Sterilisation selbst bezahlen?
    Ja, das wäre generell ein guter Ansatz. Wobei ich persönlich!!! gegen die Einnahme von Hormonen bin, aber trotzdem finde ich die kostenlose Abgabe von der Pille/3-Monatsspritze etc. gut.

    Aber jeder kann in seiner Familie die Grundlage dafür schaffen, die Töchter und Söhne, EnkelINNEN insofern zu unterstützen, indem man klar macht, dass ein Kind kein Drama ist und man in jeder Situation zur Hilfe bereit ist.

    Ich habe meinem Sohn und dessen Partnerin folgende Meinung wissen lassen:

    1. Verhütung durch den Mann ist nebenwirkungsfrei!
    2. Ein Kind ist für uns Eltern zu keiner Zeit ein "Drama" und braucht es für euch auch nicht sein (wenn die Sorge dahin geht, keine Unterstützung zu haben etc.)
    3. ALLES ist aber EURE Entscheidung! Ich will nur, dass ihr unsere Meinung kennt.

    Mein Fazit also: Man sollte vor der eigenen Türe kehren, da ist diesbezüglich oft genug zu tun!
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


  7. Avatar von mono17
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    AW: Umfrage zum Thema §218/219 - welche Gestaltung sollten sie haben?

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Die Engelmacherinnen kommen dann wieder ins Geschäft, wenn ein Schwangerschaftsabbruch grundsätzlich verboten ist. Denn diese Frauen müssen im Geheimen agieren, um Schwangeren zu helfen. Da ist ein Abbruch in einer Klinik von ärztlichem Personal weitaus besser.

    Die wenigsten Frauen gehen, wenn sie eine ungewollte Schwangerschaft feststellen, einfach mal so zum Arzt und lassen einen Abbruch vornehmen. Das ist ein Klischee, mit dem vor allem die "Lebensschützer", die eher Terroristen gleichen, ...
    Okay,das ist wieder gegen Menschen mit anderer Meinung.
    Finde ich nicht gut.
    Und hier wurde vorgegeben: Keine Diskussion.
    Daran muessen sich anscheinend nicht alle User halten.
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.

  8. Avatar von Opelius
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    AW: Umfrage zum Thema §219 - welche Gestaltung sollte er haben?

    Zitat Zitat von Charlotte03 Beitrag anzeigen
    Ich bin keine Medizinerin oder Juristin , aber es gibt im StGB vermutlich irgendwo einen Satz, dass es unter Strafe steht, wenn jemand anderes als ein Arzt/eine Ärztin bestimmte Handlungen vor nimmt.
    Vor jeder Operation unterschreibt der Patient, dass er umfassend über die Risiken aufgeklärt ist. Das geschieht meisten mit sehr ausführlichen schriftlichen Informationen. Und er erlaubt damit dem Arzt, dass er eine Operation oder eine Impfung oder sonst was vornehmen darf.

    Alles andere ist eine strafbare Körperverletzung gem. §233 StGB.

    Ausnahme ist Rettungsdienst:
    Mutmaßliche Einwilligung
    Es sind daneben Fälle denkbar - und im Rettungsdienst an der Tagesordnung -, in denen der Patient aus verschiedenen Gründen eine Einwilligung nicht erteilen kann, weil es ihm an der Einwilligungsfähigkeit mangelt. Sei es, dass er minderjährig oder sturzbetrunken, vielleicht auch geistesgestört ist, sei es, dass er schlicht ohne Bewusstsein ist. In diesem Fall greift das Rechtsinstitut der mutmaßlichen Einwilligung.
    Quelle
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
    Geändert von Opelius (20.09.2019 um 10:58 Uhr)


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    AW: Umfrage zum Thema §219 - welche Gestaltung sollte er haben?

    Abbruch unter ärztlicher Betreuung generell erlauben. Freiwilliges Beratungsangebot ausbauen.


  10. Registriert seit
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    AW: Umfrage zum Thema §218/219 - welche Gestaltung sollten sie haben?

    Zitat Zitat von marylin Beitrag anzeigen
    Offenbar stimmt mein Abstimmungsergebnis "Fristenlösung ohne Beratungspflicht" mit den meistgewollten Ergebnis überein. Der Beratungstermin ist meist sowieso nur ein "Pflichttermin", ändert meist sicher nichts, an der Entscheidung.

    Meistens nicht, aber falls eine Frau ausschließlich aus sozialer/finanzieller Not heraus zum Abbruch tendiert, gibt es Zugang zu Hilfsfonds, von denen viele Frauen nicht unbedingt wissen.

    Die Landesstiftungen "Hilfe für Mutter und Kind", Diozösanfonds, ... gewähren unter bestimmten finanziellen Gegebenheiten, Erstausstattung vollständig, weitere Hilfen, wie z.B. Gelder für Möbel, Wohnungseinrichtung und stocken zudem die Beträge, welche Sozialämter bewilligen, auf.

    Beratung - ergebnisoffen - kann eine Hilfe sein, weil der Beratende neutral zum emotional/sozialen Setting steht und v.a. entsteht dadurch kein Schaden. Schlimmstenfalls wäre ein Beratungstermin ein nutzloses Unterfangen aus Sicht einer Frau, bestenfalls unterstützt die Beratung die Reflektion - unabhängig von der Art der Entscheidung.

    Allerdings wäre auch eine Beratungspflicht ein Eingriff in die vollständige Entscheidungsfreiheit.
    Cave: Beiträge können ggf. marginale Rückstände von Ironie und Sarkasmus aufweisen.
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