Dass Frauen häufig psychische Probleme nach einem Schwangerschaftsabbruch entwickeln ist eine Mär, die gerne von Abtreibungsgegnern in die Welt gesetzt wird. Meist sind es Frauen, die ohnehin psychisch instabil sind, die nach einem Abbruch in eine Krise geraten. S. dazu Abtreibung – Welche Folgen hat ein Schwangerschaftsabbruch? - quarks.de
Ich arbeite übrigens in einer Schwangerschaftskonflikberatungsstelle.
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Thema: Kein Bagatelldelikt?
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08.09.2019, 19:44Inaktiver User
AW: Kein Bagatelldelikt?
Geändert von Inaktiver User (08.09.2019 um 19:53 Uhr)
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08.09.2019, 19:45Inaktiver User
AW: Kein Bagatelldelikt?
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Geändert von Inaktiver User (08.09.2019 um 19:52 Uhr)
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08.09.2019, 20:09
AW: Kein Bagatelldelikt?
Vermutlich ist das ein gewisser Interpretationsspielraum, der hier im Thread für Aufregung sorgt.
Denn: Ich erkenne keine Kriminalisierung von Schwangeren, wenn man sagt "Abtreibung ist kein Bagatelldelikt".
Auch und gerade, weil ich Frauen kenne, die abgetrieben haben, sich die Entscheidung nicht leicht gemacht haben, aber bis heute sagen :Es war richtig.
Trotzdem war es eine der Entscheidungen in ihrem Leben, die auch Jahrzehnte später in Erinnerung sind, übrigens ohne psychische Probleme. Wobei - bei einer Frau war es so, dass sie später nicht so leicht schwanger wurde, da fragte sie dann schon - Ist das die Strafe für damals?
Das belastete sie schon.
Für eine ungewollt Schwangere ist die Entscheidung für oder gegen das Ungeborene keine Bagatelle, so ist jedenfalls mein Eindruck.
Ich interpretiere auch das Gesetz entsprechend - es geht nicht darum, Frauen zu kriminalisieren.
Aber das sieht wohl jeder anders, und Frau AKK muss damit leben, dass ihre Worte durchaus nicht immer so ankommen wie gedacht.
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08.09.2019, 20:21
AW: Kein Bagatelldelikt?
Aber in ihrer Position ist sie eben nicht Lieschen Müller. Hätte sie gesagt: Eine Abtreibung ist keine Bagatelle: absolute Zustimmung. Aber ein Delikt ist ein Delikt ist ein Delikt.
Ja, ist es der Gesetzeslage nach, die (wenn ich mich richti erinnere) in der Form ein Zugeständnis an die Kirche war.
Das darf jeder sagen, der das so empfindet, als Privatperson. Hier aber wertet die designierte Kanzlerkandidatin. Was ist ein Bagatell-Delikt? Ladendiebstahl?
Abtreibung im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben (wie immer man die bewertet) ist KEIN Delikt. Gar keines
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08.09.2019, 20:23
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08.09.2019, 20:26
AW: Kein Bagatelldelikt?
Obwohl ich sehr stark gegen Abtreibungen bin, stimme ich zu, dass das von AKK instinktlos ist, das Thema überhaupt anzuschneiden.
Das Gesetz ist genial darin, die fundamental unterschiedlichen Positionen unter einen Hut zu bringen - und daran sollte nicht gerüttelt werden - weder von der einen noch von der anderen Seite.
Ich ärgere mich auch über diejenigen, die an §219 "ziehen", der gehört zu dem Gesamtkonstrukt, das die Gesellschaft in dieser Sache befriedet hat, dazu.
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08.09.2019, 20:30Inaktiver User
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08.09.2019, 20:31Inaktiver User
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08.09.2019, 20:39
AW: Kein Bagatelldelikt?
Doch. Es ist ein Delikt, sprich :eine unerlaubte Handlung, die unter bestimmten Umständen straffrei bleibt.
Das muss dir, mir und anderen Menschen nicht gefallen, aber so ist es derzeit geregelt.
Hier übrigens eine Erklärung zum "Bagatelldelikt", mit ein paar Beispielen :
ᐅ Bagatelldelikt: Definition, Begriff und Erklarung im JuraForum.de
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08.09.2019, 20:41
AW: Kein Bagatelldelikt?
zum x.Mal: natürlich dürfen sie das. Ich finde es aber untragbar, wenn die erlaubte Abtreibung als "Delikt" bezeichnet wird. Wer ein Delikt begeht, ist kriminell; in diesem Fall demnach erheblich: keine Bagatelle
Ich respektiere die persönlche Sichtweise wie die der Katholischen Kirche. Sie haben aber kein Recht, für alle zu entscheiden. Nach jüdischem Glauben wird der Embryo erst ab dem 41. Tag zum Menschen: sollen Juden katholisch gemacht werden?


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