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  1. Moderation Avatar von ganda55
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Und bis heute ist es verboten auf einer Hompage ( Ärztin Kristina Hänel) auch nur anzudeuten, dass einen Praxis das gewillt ist zu tun.
    Schön, dich wieder mal zu lesen, Opelius, aber ganz so stimmt das nicht. Dass eine Praxis Abbrüche vornimmt, darf schon auf der HP z.B. aufgeführt werden. Aber ja nicht, mit welchen Methoden.
    Ich zitiere mal SPON nach dem Hänel-Urteil im Frühjahr:
    Hänels Berufung gegen das erstinstanzliche Urteil wies das Landgericht Gießen im Oktober 2018 ab. Ihr Anwalt hatte damals den Paragrafen 219a in seiner jetzigen Form als verfassungswidrig bezeichnet, da er die Berufsfreiheit von Ärzten und das Informationsrecht der schwangeren Frauen verletze.

    Schließlich wurde Ende März dieses Jahres der umstrittene Paragraf um einen Absatz ergänzt. Diese Maßnahme soll Klarheit und Rechtssicherheit für Ärzte, Krankenhäuser und andere Einrichtungen schaffen, unter welchen Voraussetzungen sie straflos öffentlich über Schwangerschaftsabbrüche informieren dürfen. Ärzte und Kliniken können demnach öffentlich - zum Beispiel auf der eigenen Internetseite - darüber informieren, dass sie Abtreibungen vornehmen. Für weitere Informationen etwa zu verschiedenen Methoden müssen sie auf offizielle Stellen verweisen.


    Erst im Zuge der Harmonisierung der unterschiedlichen Gesetzgebung in der ehemaligen DDR und der Bundesrepublik wurde die Begründung eines Abtreibungswillens 1992 abgeschafft.

    Die Zahl der jährlichen Abtreibungen bewegt sich seit Jahren um 100.000, dagegen steigen seit Jahren die Geburtenraten, z.Zt. auf 780.000. Ich denke das ist ein Erfolg.
    Ein Schritt in die richtige Richtung zumindest. Es muss weiter in die Richtung gehen, dass der Abbruch aus dem kriminellen Kontext kommt. Wo und in welcher Zeit leben wir denn!

    Interessant, dass zur Zeit Margaret Atwoods neues Buch "The Testaments/Die Zeuginnen" vorgestellt wird. Es ist die Fortsetzung der Handmaid's Tale von 1884. Da gibt's auch ne Serie, drum kennen das mehr als Atwoods sonstige Bücher.^^

    Der Stoff passt zu diesem Thema hier.

    Den Roman, "Der Report der Magd" in der Übersetzung, hat Margaret Atwood im Jahr 1984 geschrieben, ein Zukunftsroman, in dem im amerikanischen Osten ein totalitärer Staat entstanden ist, der Frauen gnadenlos unterdrückt und sie zu Gebärmaschinen degradiert. Und dazu - vielleicht auch, weil ihr die Fortschreibung ihres Stoffs in der Fernseh-Serie doch nicht so gefiel - hat sie jetzt eine Fortsetzung geschrieben, die etwa 16 Jahre später spielt. In den USA protestieren Frauen in den Kostümen der Mägde - lange rote Kleider, weiße Hauben - gegen neue Abtreibungsgesetze und andere misogyne Entwicklungen.
    [Text von Literaturkritikerin Ulrike Sárkány]
    Quelle: Spiegel
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  2. Avatar von mono17
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von Blila1 Beitrag anzeigen
    ich bin kein Brutkasten!
    Es geht nicht um dich oder sonstjemand.
    Eine Frau,die schwanger ist,kann das Kind zur Adoption freigeben. Das ist eine Option, die existiert.
    Persönlich finde ich sie auch besser als Abtreibung.
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.

  3. Avatar von mono17
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @Rokeby, Blila

    Hmmm - Beratung nur als Zugeständnis an die Kirchen?
    Waren da nicht gerade ganz viele, die nicht-religös begründeten, dass sie Beratung wichtig finden?
    Die Beratung findet ja auch meistens in nicht- christlichen Stellen ( profamilia oder so)statt,weil ja die katholischen leider keinen Schein mehr ausstellen dürfen.
    Über evangelische Beratungsstellen weiss ich leider nicht viel l.
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.


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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von mono17 Beitrag anzeigen
    Es geht nicht um dich oder sonstjemand.
    Eine Frau,die schwanger ist,kann das Kind zur Adoption freigeben. Das ist eine Option, die existiert.
    Persönlich finde ich sie auch besser als Abtreibung.
    Mono, das ist eine Aussage, die so im totalen und luftleeren Raum existiert.
    Ich kann mir natürlich vorstellen, welche Szenarien du im Kopf hast und für die mag es
    richtig sein.

    Es gibt aber auch 10.000 Szenarien, in denen eine Freigabe zur Adoption (also die Nicht-Beendigung der Schwangerschaft) keine bessere Option ist.

    Das ist eins davon: https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/argentinien-elfjaehriges-vergewaltigungsopfer-bringt-kind-zur-welt-a-1255717.html

  5. Avatar von mono17
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von chaos99 Beitrag anzeigen
    Das ist alles klar geregelt.
    Hätte der Mann Mitspracherecht, müssten(!!!) Beide zur Abbruch-Beratung erscheinen.
    Das ist nicht der Fall.

    Damit ist das Gesetzliche klar.

    Nur Frau entscheidet.

    Die Grundlagen im Gesetz erlauben Schwangerschaftsabbruch mit Frist.

    Warum darüber noch diskutiert wird, ist mir gerade rätselhaft.

    Und warum man in einem Alter, in dem Kinder eh kein Thema mehr sind, als Mann daraus eine Grundsatzfrage macht, um Recht zu bekommen, ist noch merkwürdiger.

    Kann man nur Frauen wünschen, nicht an solche Männer zu geraten.
    Das sehe ich als Frau anders. Jeder sollte sich damit beschäftigen. Gerade auch Männer..
    Und Männer,die ihre Verantwortung für eine entstandene Schwangerschaft anerkennen,finde ich gut.
    Frauen werden doch nicht durch Luft schwanger. Da ist ein Mann beteiligt.
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.

  6. Avatar von mono17
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen
    Schön, dich wieder mal zu lesen, Opelius, aber ganz so stimmt das nicht. Dass eine Praxis Abbrüche vornimmt, darf schon auf der HP z.B. aufgeführt werden. Aber ja nicht, mit welchen Methoden.
    Ich zitiere mal SPON nach dem Hänel-Urteil im Frühjahr:
    [...]
    Ich habe das Buch gelesen. Mit Abtreibung hat das wenig bis gar nix zu tun.
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.
    Geändert von Analuisa (11.09.2019 um 18:42 Uhr) Grund: Vollzitat eingekürzt


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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von mono17 Beitrag anzeigen
    Das sehe ich als Frau anders. Jeder sollte sich damit beschäftigen. Gerade auch Männer..
    Und Männer,die ihre Verantwortung für eine entstandene Schwangerschaft anerkennen,finde ich gut.
    Frauen werden doch nicht durch Luft schwanger. Da ist ein Mann beteiligt.
    Die Forderung war allerdings eine gesetzliche Regelung, in der der Vater eine Rolle bei der Entscheidung spielt.

  8. Avatar von mono17
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von Duffeline Beitrag anzeigen
    Mono, das ist eine Aussage, die so im totalen und luftleeren Raum existiert.
    Ich kann mir natürlich vorstellen, welche Szenarien du im Kopf hast und für die mag es
    richtig sein.

    Es gibt aber auch 10.000 Szenarien, in denen eine Freigabe zur Adoption (also die Nicht-Beendigung der Schwangerschaft) keine bessere Option ist.

    Das ist eins davon: Argentinien: Elfjahriges Vergewaltigungsopfer bringt Kind zur Welt - SPIEGEL ONLINE
    Wir reden über Deutschland und erwachsene Frauen.
    Wenn eine elfjährige schwanger ist,liegt eine Vergewaltigung vor. Ganz andere Geschichte.
    Das ist reine Ablenkung.
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.


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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von mono17 Beitrag anzeigen
    Wir reden über Deutschland und erwachsene Frauen.
    Wenn eine elfjährige schwanger ist,liegt eine Vergewaltigung vor. Ganz andere Geschichte.
    Das ist reine Ablenkung.
    Nein Mono, wir reden über die mögliche Änderung von Gesetzen und über alle Fälle, in denen eine unerwünschte Schwangerschaft vorliegt.

    Und du schreibst, eine Adoption sei vorzuziehen. Nein. Nicht in allen Fällen.
    Und wovon soll ich denn überhaupt ablenken wollen?

    Zudem habe ich Wolfgang einige Male gefragt, wie er solche Fälle im Gesetz berücksichtigen möchte.
    Und dabei bedenken muss, dass hier eine sehr knappe Frist von 12 Wochen eingehalten werden muss.

  10. Avatar von jofi2
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    @ganda
    Interessant ist allerdings, dass Kliniken bei anderen Eingriffen sehr wohl auf ihren Homepages öffentlich informieren dürfen, mit welchen Methoden sie den Eingriff durchführen.
    Ich finde das auch völlig richtig weil es ein Kriterium ist, nach dem man seine Klinik auswählt.
    Ich red halt auch oft nur so dahin und hoffe, dass ein Gedankengang Schritt hält. Und wenn nicht, hat er halt Pech gehabt, der Gedanke.

    (Gerhard Polt)

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