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  1. Avatar von Kambara
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von Blila1 Beitrag anzeigen
    bei einer Politikerin gehe ich davon aus, dass sie ihre Worte bewusst wählt
    Dass sie das offenbar nicht tut, hat sie ja schon bewiesen indem sie gleichgeschlechtliche Ehe in einem Atemzug mit Inzest erwähnt oder schräge Büttenreden hält.

    Dass es der Frau an politischem Instinkt fehlt, ist nichts neues. Ich bete nur ganz unchristlich, dass sie es nicht bis in den Kanzlerinnensessel schafft. Wobei ich auch keinen ihrer männlichen innerparteilichen Konkurrenten da sehen möchte.
    People are so crackers.
    John Lennon

  2. Avatar von Blila1
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von Kambara Beitrag anzeigen

    Dass es der Frau an politischem Instinkt fehlt, ist nichts neues. Ich bete nur ganz unchristlich, dass sie es nicht bis in den Kanzlerinnensessel schafft. Wobei ich auch keinen ihrer männlichen innerparteilichen Konkurrenten da sehen möchte.
    Wir sind zwei, immerhin. Nur mit Beten tu ich mich schwer

  3. Avatar von Kambara
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von Blila1 Beitrag anzeigen
    Nur mit Beten tu ich mich schwer
    Heidnische Beschwörungen tun's auch.
    People are so crackers.
    John Lennon


  4. Registriert seit
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Wie hätte sie es sonst nennen sollen, Ila?

    Ich bin da seit jeher ambivalent

    Einerseits bin ich für das Selbstbestimmungsrecht der Frau. Punkt.

    Andererseits hat das Ungeborene auch einen Vater. Was nicht heißen soll, dass dieser ein Entscheidungsrecht haben sollte. Aber damit fängt die Problematik ja schon an...

    Und, ja. Ich sehe eine Abtreibung als "allerletzte" Ultimo Ratio. In einem Land, wo Verhütungsmittel und auch die sog. Pille danach frei verfügbar sind und Frauen eine rechtliche und soziale Selbstbestimmung genießen, die weltweit ihres Gleichen sucht.
    Und wo viele Alternativen zu einer Abtreibung möglich wären (Adoption, Unterstützung aller Art).

    Die allermeisten Frauen, die sich für eine Abtreibung entscheiden tun dies schwersten Herzens. Viele leiden lange (manche lebenslang) unter der Entscheidung.
    Das ist übrigens auch so eine Geschichte, die nicht so gerne kolportiert gesehen wird: Dass viele da dann "was weg haben" auch im übertragenen Sinne....

    Ich kenne jetzt den Zusammenhang der AKK Sagers nicht (bei ihr gibt es aber fast eh nur blöde Zusammenhänge )
    Dennoch finde ich auch, dass es kein Bagatelldelikt ist. In D ist Abtreibung im Grundsatz verboten. Nur unter bestimmten und lange und hart um- und erkämpften Bedingungen ist sie straffrei.
    Straffrei ist auch nochmal was anderes als "erlaubt". Das sollte man nicht unter den Tisch fallen lassen. Und ich finde es richtig.

    All diese Indikationen sind nur für das Selbstbestimmungsrecht der Frauen da. Der Gesetzgeber setzt dies über das Lebensrecht eines sich noch in der Entwicklung befindlichen Ungeborenen.
    Das ist eine klare Positionierung FÜR die Frauen. Und entspricht dem, was ich mir so unter "Staat" und "Gesellschaft" vorstelle.

    Ich finde, mehr kann man nicht erwarten und auch nicht fordern.

    Denn, das ist tatsächlich was anderes, als die Entfernung von was Anderem und auch was anderes als Falschparken (Bagatelle)

    Regt dich auf, dass du denkst, mit dem Sager würde impliziert, dass es sich Frauen zu einfach machen mit "weg damit"?
    Das denke ich z. B. nicht.

    Ich denke, dass man auch mal darüber reflektieren sollte, dass das Ungeborene ein lieber, fröhlicher Mensch hätte werden können. Oder ein dummer Hund und Verbrecher.

    Und so gesehen, finde ich hat sie Recht.

  5. Avatar von Blila1
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von Kambara Beitrag anzeigen
    Heidnische Beschwörungen tun's auch.
    Voodoo? *hoff*, ich hätte da eine Idee

  6. Avatar von Kambara
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Es geht nicht um Sachverhalt als solchen, der naturgemäß ein komplexer ist. Jede Frau, die mit solch einer Entscheidung mal konfrontiert war, weiß das. Es geht auch nicht um die bestehende Gesetzeslage, die schließlich auch hart erkämpft worden ist.

    Es geht - mir zumindest, und so verstehe ich Ila auch - um den Tenor und die Zwischentöne, die AKK anschlägt, um das, was sie als hochrangige Politikerin damit transportiert. Eine Debatte, die hierzulande - zum Glück - eigentlich keine politische mehr ist, kann damit wieder angeheizt werden. Oder soll?

    Was bringt AKK in Vorwahlzeiten mit solchen öffentlichen Aussagen ans Volk und an potenzielle Wähler? Dass sie gerne einen Rückstoß in die 50er Jahre hätte und dafür eintreten würde?

    Bei dem, was sie auch sonst in solchen Belangen von sich gibt, klingt es mir danach. Und das lehne ich ab.
    People are so crackers.
    John Lennon


  7. Registriert seit
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Vielleicht, dass sie versucht, die konservative CDU der 90er wiederzubeleben?

    Schafft sie es, gibt sie frustrierten AfD-Wählern eine Heimat - um den Preis, dass dann die CDU wieder "der Feind" wird für mindestens alles links von der SPD.

  8. Avatar von Blila1
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen

    Und, ja. Ich sehe eine Abtreibung als "allerletzte" Ultimo Ratio.
    .
    Ja. Last exit, wenn alles Andere versagt hat

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen


    Dennoch finde ich auch, dass es kein Bagatelldelikt ist.
    Zu sagen, dass es sich dabei um ein Deklikt handele - groß oder klein - beinhaltet, dass die Frau eine Verfehlung begangen habe. Jetzt müsste man natürlich "Verfehlung" definieren

    Ob ein Abbruch ein Fehler IST, kann niemand sagen, nach deiner Auffassung nicht einmal die Frau selbst (was ich zumindest nicht ausschließe). Unabhängig davon, ob man selbst oder die avisiere politische Gruppe es als Fehler ANSIEHT

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen


    Straffrei ist auch nochmal was anderes als "erlaubt". Das sollte man nicht unter den Tisch fallen lassen. Und ich finde es richtig.

    .
    Das Gesetz steht über allem? Du findest es demnach richtig, dass homosexuelle Kontakte nicht straffrei waren, so lange das Gesetzt sie nicht erlaubt hat? (Wieder eine Grundsatz-Diskussion, die den Rahmen sprengt)

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    das Lebensrecht eines sich noch in der Entwicklung befindlichen Ungeborenen.
    ...
    Ich finde, mehr kann man nicht erwarten und auch nicht fordern.
    .....

    .
    Doch: Absolute Entscheidungsfreiheit. Das "Lebensrecht" des Ungeborenen ist Glaubenssache, hier: christlich-katholische; andere Religionen haben da andere Vorstellungen. Wobei sich die Grenze einpendelt auf den Übergang vom Embryo zum Foetus

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen

    Ich denke, dass man auch mal darüber reflektieren sollte, dass das Ungeborene ein lieber, fröhlicher Mensch hätte werden können. Oder ein dummer Hund und Verbrecher.

    Und so gesehen, finde ich hat sie Recht.
    Darüber kann man bei jeder Verhütungs-Handlung nachdenken, hat mein Ex auch gerne angeführt, als er mich zur Familiengründung überreden wollte. Alles ist immer möglich, weder beende ich die Schwangerschaft, weil ich keine potentiellen Massenmörderin austragen möchte noch ziehe ich gegen meinen Willen ein Kind auf in der Hoffnung, es werde ein neuer Erlöser

  9. Inaktiver User

    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von Kambara Beitrag anzeigen
    Bei dem, was sie auch sonst in solchen Belangen von sich gibt, klingt es mir danach. Und das lehne ich ab.
    Dann ist es aber doch zumindest offenes Visier und dann weisste Bescheid.

    Allerdings ist das Zitat auch verkürzt, sie sagt danach "keine Bagatellentscheidung" und nennt damit auch die Konfliktsituation in der sich die Frauen befinden.

    Ich denke nicht, dass sie Verschärfungen anstrebt sondern eher dass sie die aktuelle Gesetzeslage verteidigt - wenn auch aus konservativ-christlicher Perspektive.
    Warum nicht?

    Eine Diplomatin ist sie allerdings tatsaechlich nicht, vollkommen anders als Merkel.

  10. Avatar von Blila1
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Stimmt. Das Gute: Niemand kann sagen, man habe nicht gewusst, worauf man sich bei und mit ihr einlasse.
    Das Schlechte: Die Alternativen sind auch keine Alternative

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