Genau, was du hier im letzten Satz beschreibst, sehe ich als problematisch an.
Werdende Eltern sind beide. Für das Wohl eines Kindes haben beide Elternteile Sorge zu tragen.
Aber bei der Entscheidungsfindung, ob das Kind überhaupt geboren werden soll, hat der Vater keinerlei Möglichkeit, auch nur seine Meinung zu äußern. Er kann noch nicht einmal sagen, ob er gedenkt/in der Lage ist, die Mutter zu unterstützen und Verantwortung zu übernehmen oder nicht.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das für die Entscheidungsfindung grundsätzlich keine Rolle spielen soll.
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Thema: Kein Bagatelldelikt?
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09.09.2019, 14:21
AW: Kein Bagatelldelikt?
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09.09.2019, 14:32Inaktiver User
AW: Kein Bagatelldelikt?
Vermutlich spielt alles bei der Entscheidungsfindung irgendeine Rolle ... . Die Kehrseite der Medaille 'Schwangerschaft ist Sache der Frau' bleibt dann btw. 'Baby ist Sache der Frau' - denn sowenig, wie man eine Frau zwingen kann, Mutter zu werden, kann man einen Mann dazu zwingen, Vater zu sein. (Also alles, was über eine monatliche Überweisung rausläuft.)
Ich weiß adhoc auch keine bessere Lösung.
@Duffeline - wie gesagt, Recht ist da eine von vornherein wackelige Krücke.
Weil du das Sprichwort brachtest: biologisch z.B. ist das ganz simpel geregelt, ohne dass _irgendwer_ ein Veto hätte: sprich, bei den Hunden, Katzen und Tausendfüßlern wird gevögelt und ausgetragen. Dazwischen gibt's nichts.
AFAIK ist von allen Lebewesen nur der Homo Sapiens Sapiens (vielleicht könnten wir diesem Label im Strang hier gerecht werden?) von etwaigen moralischen Konflikten betroffen. Und ich denke, das wird auch so bleiben. Aber ich würde mir wünschen, dass zumindest nicht _ewig_ und _ständig_ gestritten wird - damit ist letztendlich niemandem geholfen.
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09.09.2019, 14:32
AW: Kein Bagatelldelikt?
@Wolfgang
Was schlägst du vor?
Der Mann will, die Frau nicht.
Und dann?
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09.09.2019, 14:38
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09.09.2019, 14:45
AW: Kein Bagatelldelikt?
Und wie ist es mit Schweigepflicht?
Und wenn der Mann nicht mit will - oder ist das verpflichtend?
Und wenn der Mann sagt, "nicht meins"?
Und wenn der Mann die Frau schon im Vorfeld eingeschüchtert hat?
Und wenn der Mann in der Beratung so
und später so
? Was macht die Frau dann?
Klagen? "du hast aber damals versichert...."
Du gehst irgendwie so von "Mama, Papa, Kind" aus, Wolfgang. Auch außerhalb Bullerbüs leben Menschen.
Was, wenn die Frau sagt "keine Ahnung, wer der Vater ist"
Es ist so, dass das in erster Linie die Frau betrifft und zwar existenziell und ganz organisch. Daher ist das ihre Entscheidung.
Ihre alleine.
Weißt, wenn dir als Mann das alles so suspekt ist, dann musst du einfach sicher verhüten. Du!
Das was du dir vorstellst, wollen glaube ich, nicht mal die im Vatikan...
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09.09.2019, 14:46
AW: Kein Bagatelldelikt?
Falls es dich beruhigt, in den meisten Fällen, in denen eine Beziehung zwischen der Frau und dem Mann besteht, wird er auch in die Entscheidung mit einbezogen, jedenfalls in den Fällen, die ich kenne.
Es ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber es passiert tatsächlich.
Und mich würde auch interessieren, wie deine Lösung aussehen soll, wenn der Vater das Kind will und die Mutter nicht, unterschreibt er dann einen Vertrag, dass er sich zu 100% um das Kind kümmert, wenn es auf der Welt ist und alle Kosten der Schwangerschaft und Entbindung zahlt - quasi wie bei einer Leihmutterschaft?
Wie groß schätzt du die Chance ein, dass es Väter gibt, die das tun würde zwar dass dann tatsächlich tun würden?
Keine Frage, es gibt gute Väter, die das ganze als Alleinerziehende wuppen - aber es sind ganz wenige.Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
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09.09.2019, 14:53Inaktiver User
AW: Kein Bagatelldelikt?
Leihmutterschaft ist tatsaechlich der einzige Fall, wo andere, Männer, Frauen, Kunden über den Körper der Frau bestimmen.
Und zwar nicht nur im Fall nicht abtreiben sondern auch im Fall abtreiben.....
Die Frau ist vollkommen entrechtet, auch wenn sie so eine starke Bindung aufbaut, dass sie das Kind doch behalten will.
Zum Glück gibt es hier in D eine breite Mehrheit über Partei- und Religionsunterschiede hinweg, die das nicht akzeptabel findet.
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09.09.2019, 14:54Inaktiver User
AW: Kein Bagatelldelikt?
Das kann er in privaten Gesprächen mit der Frau tun - wenn beide das wollen. Aber nicht in einem gesetzlich vorgegebenen Beratungsgespräch, nach dem eine Entscheidung meist zügig innerhalb einer gesetzten Frist gefällt werden muß.
Es heißt auch nicht umsonst "Schwangerenkonfliktberatung". Frauen, die dort hingehen, stehen schon genug unter Druck sonst wäre es für sie kein Konflikt. Wenn alles tutti mit Mann, Familie und Kinderwünschen- bzw -möglichkeiten wäre, stünden sie nicht vor der Entscheidung.
Wie du hier schon gelesen hast, gibt es außerdem viel zu viele Fälle, in denen sich die Anwesenheit des potenziellen Vaters einfach verbietet, weil sie eine Belastung für die Frau darstellen.
Vielleicht akzeptierst du einfach, dass es Bereiche und Entscheidungen gibt, in denen du als Mann nichts zu kamellen hast. Dir geht es offenbar nicht um Übernahme von Verantwortung sondern um das Anmelden von Ansprüchen.
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09.09.2019, 15:23
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09.09.2019, 15:32



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