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  1. VIP Avatar von xanidae
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von Kambara Beitrag anzeigen
    Dazu ist die Beratung aber nicht gedacht. Da sitzen keine Schiedsrichter, die zwischen uneinigen Paaren vermitteln sollen, sondern Beraterinnen, die in einer ruhigen und sachlichen Atmosphäre Schwangere über ihre Möglichkeiten und Hilfsangebote aufklären.

    Jemand, der Druck macht, in welcher Richtung auch immer, würde den Sinn der Beratung konterkarieren.
    Aus einem Artikel von 2018 zum Thema „Paare in der Schwangerenberatung“

    Der Mann hat ein legitimes Recht, seine Wünsche zu formulieren. Wirkliche Konflikte zwischen den Partnern sind selten, dann jedoch durchaus tragisch, denn eine Beziehung kann daran zerbrechen. Meist aber treffen Paare die Entscheidung miteinander. Die Partner kommen dann oft mit zur Pflichtberatung. Es gibt auch Männer, die die Wahl bewusst der Frau überlassen - weil es ihr Körper ist. Die sagen dann: Ich unterstütze dich, egal wie du dich entscheidest.

    Schwangerschaftsabbruche: Es gibt Frauen, die konnen sich die Pille nicht leisten - SPIEGEL ONLINE
    Was ich über's Leben weiß, weiß ich aus Stand by Me
    Ich hab' einen Hund der Cujo heißt, und mein Auto heißt Christine
    Wenn du schreiben kannst, dann schreibe,
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    Und wenn du nicht mehr weiterweißt, frag
    Stephen King


    Thees Uhlmann "Danke für die Angst"

  2. Avatar von Blila1
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von MannMann Beitrag anzeigen
    Betroffen ist vor allem das Embryo.
    Betroffen ist vor allem die Frau. Sie hat ein Leben, ein Bewusstsein, soziale Bindungen, Menschen, die vielleicht von ihr abhängig sind. Geborene Menschen mit Bewusstsein, Gefühlen, Geschichte

  3. Avatar von Holzkante
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von MannMann Beitrag anzeigen
    Ob das (geborene und zur Adoption freigegebene) Kind auch lieber nicht existieren würde? Und wäre eine Abtreibung für die junge Frau nicht vielleicht mit gleichen oder ähnlichen Folgen (Vorwürfe, Depressionen etc.) verbunden gewesen?
    Es gibt zahlreiche Studien, die nachweisen, dass kein Zusammenhang besteht zwischen Abtreibung und psychischer Erkrankung der Mutter besteht. Psychische Erkrankungen nach einem Schwangerschaftsabbruch haben nach Ansicht von Wissenschaftler/innen ihre Ursache in der Stigmatisierung und der damit oft verbundenen Geheimhaltung.
    Irgendwie kommt mir bei sehr vielen Diskutanten das im Körper der Mutter bereits in Form des Embryos angelegte Leben ständig zu kurz. Aber ich ahne es schon: Mein Körper, mein Embryo, meine Entscheidung.
    Was ist denn mit den Embryonen, die zum Zweck der künstlichen Befruchtung entstehen, und die eingepflanzt werden, obwohl bekanntlich nur zehn bis 25 Prozent der ersten Versuche Erfolg haben? Es wird also bewusst in Kauf genommen, dass 75 bis 90 Prozent der zu diesem Zweck gezeugten Embryonen sich nicht weiterentwickeln und absterben. Meist erfolgt noch ein zweiter erfolgloser Versuch, bevor statistisch im dritten Anlauf eine Schwangerschaft entsteht. Das müsste doch diejenigen, für die bereits mit der Befruchtung schützenswertes, menschliches Leben entsteht, noch mehr auf die Palme bringen, als der Abbruch einer unerwarteten Schwangerschaft, der nicht schon vor dem Sex geplant wird.
    "Freier Himmel über Rovaja" steht auf meinem Avatar.
    Die Petition "Stoppt den Krieg in Kurdistan" ist auf change.org zu finden.

    Netzfund: „Türkei erhält deutsche Kriegswaffen im Wert von 180 Mio Euro“ (Headline Spiegel, Juli 2019)
    „Türkei gibt Militäroffensive in Syrien bekannt“ (Headline Spiegel, 9.10.2019)
    Wer Waffen sät, wird Geflüchtete ernten. So einfach ist das, Regierung! #Rojava

  4. Avatar von Kambara
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    @xanidae: Ja, aber doch auf freiwilliger Basis. Wenn eine Schwangere den Partner als Begleitung dabei haben will, ist es doch überhaupt kein Thema. Aber er darf nicht das grundsätzliche juristische Recht haben, bei der Beratung dabei sein zu dürfen - gegen den Willen der Frau.

    Welche Frau nimmt denn freiwillig einen Mann mit, der ihr "Druck" macht? Darum geht es doch und nicht um Paare, die sich unsicher bis uneinig sind.
    People are so crackers.
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  5. Inaktiver User

    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Was ist denn mit den Embryonen, die zum Zweck der künstlichen Befruchtung entstehen, und die eingepflanzt werden, obwohl bekanntlich nur zehn bis 25 Prozent der ersten Versuche Erfolg haben? Es wird also bewusst in Kauf genommen, dass 75 bis 90 Prozent der zu diesem Zweck gezeugten Embryonen sich nicht weiterentwickeln und absterben.
    Handelt es sich dabei wirklich um Embryonen? Wie sollen die denn ausserhalb des Mutterleibs entstehen?
    Wenn es so ist und die da wirklich gezüchtet werden, dann fände ich das tatsächlich sehr heftig.

  6. Avatar von Sentenza_
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Aus einem Artikel von 2018 zum Thema „Paare in der Schwangerenberatung“

    Der Mann hat ein legitimes Recht, seine Wünsche zu formulieren. Wirkliche Konflikte zwischen den Partnern sind selten, dann jedoch durchaus tragisch, denn eine Beziehung kann daran zerbrechen. Meist aber treffen Paare die Entscheidung miteinander. Die Partner kommen dann oft mit zur Pflichtberatung. Es gibt auch Männer, die die Wahl bewusst der Frau überlassen - weil es ihr Körper ist. Die sagen dann: Ich unterstütze dich, egal wie du dich entscheidest.

    Schwangerschaftsabbruche: Es gibt Frauen, die konnen sich die Pille nicht leisten - SPIEGEL ONLINE
    Wenn die Frau begleitet zu werden wünscht, dann ist das ja auch okay. Aber kein Mann hat ein Recht dazu.
    Never argue with idiots. They drag you down to their level and beat you with experience.

    You never know how strong you are until being strong is your only choice.
    Bob Marley

    Sentenza
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  7. VIP Avatar von xanidae
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von Kambara Beitrag anzeigen
    @xanidae: Ja, aber doch auf freiwilliger Basis. Wenn eine Schwangere den Partner als Begleitung dabei haben will, ist es doch überhaupt kein Thema. Aber er darf nicht das grundsätzliche juristische Recht haben, bei der Beratung dabei sein zu dürfen - gegen den Willen der Frau.

    Welche Frau nimmt denn freiwillig einen Mann mit, der ihr "Druck" macht? Darum geht es doch und nicht um Paare, die sich unsicher bis uneinig sind.
    Oh ja, auf freiwilliger Basis - ich dachte das sei klar.
    Was ich über's Leben weiß, weiß ich aus Stand by Me
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    Thees Uhlmann "Danke für die Angst"

  8. Moderation Avatar von ganda55
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Wie wenig muss man eigentlich von Frauen halten, wenn man glaubt, ihnen die Entscheidung nicht allein zutrauen zu dürfen?
    Der Adler fängt keine Mücken.


    Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
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  9. Avatar von Kleinfeld
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen
    Wie wenig muss man eigentlich von Frauen halten, wenn man glaubt, ihnen die Entscheidung nicht allein zutrauen zu dürfen?
    Sind wahrscheinlich die gleichen Männer, die ihren Frauen sagen, was sie zu wählen haben.
    Klar wäre ich gerne die, die vor dem Frühstück Yoga macht oder joggt.
    Ich bin aber die, die halb bewußtlos Kaffee macht und atmet.

  10. VIP Avatar von xanidae
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Handelt es sich dabei wirklich um Embryonen? Wie sollen die denn ausserhalb des Mutterleibs entstehen?
    In Vitro - im Reagenzglas werden diese befruchtet. Man entnimmt der Frau Eizellen, die sie vorher durch Überstimmulation produziert hat und befruchtet diese im Reagenzglas oder in der Petrischale mit dem Sperma des Mannes. Dafür gibt es unterschiedliche Methoden. Die so entstandenen Embryonen werden dann in den Uterus transferiert.
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