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  1. Avatar von Kleinfeld
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Vielleicht ist es ja auch einfach so, dass nicht jeder beim Sex das Thema Schwangerschaft automatisch mit auf dem Schirm hat.
    Hatte ich nie. Beim Sex steht immer der Spaß im Vordergrund.
    Klar wäre ich gerne die, die vor dem Frühstück Yoga macht oder joggt.
    Ich bin aber die, die halb bewußtlos Kaffee macht und atmet.


  2. Registriert seit
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    "streng katholisch" bzw. das Klischee davon wäre, die Verhütung ganz wegzulassen.

    Darum geht es mir nicht. Klar kann man verhüten.

    Nur: Ein Restrisiko bleibt ja mit jeder Verhütung. DIe Idee ist, nur mit Männern ins Bett zu steigen, mit denen eine Schwangerschaft keine Katastrophe wäre WENN sie denn unerwartet geschieht.

    Ich habe das selbst immer so gehalten und ich habe auch jeden "meiner" Männer vor dem jeweils ersten Sex darüber aufgeklärt, dass ich bei einer Verhütungspanne das Kind bekommen würde - ja, selbst bei Sex außerhalb von Liebesbeziehungen, den ich durchaus hatte.

    So ganz grundsätzlich finde ich das auch außerhalb von Schwangerschaft sinnvoll: Vertraut man einem Mann genug, dass eine Schwangerschaft vielleicht nicht erwünscht, aber auch keine Katastrophe wäre, ist das doch auch eine gute Voraussetzung für Sex!

    Wenn's mich würgt bei dem Gedanken ein Kind von einem Mann zu bekommen, lasse ich den doch nicht so nah (Sex) an mich ran!

  3. Avatar von Paraplumeau
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Sie ist in meinen Augen weltfremd oder eine sehr katholische Einstellung.
    Wäre die menschliche Sexualität ausschließlich auf Reproduktion angelegt, würden wir wie bei Hirschen nur einmal im Jahr brunftig werden.
    Das ist verantwortliches Umgehen mit Sexualität und hat mit Weltfremdheit und religiösem Bekenntnis nichts zu tun.
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.

  4. Moderation Avatar von maryquitecontrary
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Was ist an der Forderung, Frau (und man am besten auch) möge nur mit Partnern Sex haben, bei denen eine Schwangerschaft zumindest keine emotionale Notwendigkeit einer Abtreibung auslöst, eigentlich so überzogen?
    Ich glaube, was du hier nicht siehst ist, dass du noch so sehr propagieren kannst, wie die Welt und die Menschen sein sollten in der Theorie. Klar, dann wäre alles viel einfacher.

    Aber Menschen sind nicht immer rational, vor allem nicht in Bezug auf andere Menschen, auf Beziehungen. Können Entscheidungen treffen, die sie bereuen, können überfordert sein oder überwältigt sein von der Realität einer Schwangerschaft, die dann auch etwas Unerbittliches bekommen kann.

    Und die Perspektive, dass die Konsequenzen eben nicht nur neun Monate dauern sondern Jahre. Kraft erfordern, die man nicht hat, das Leben drastisch verändern, so wie so.

    Und der gebetsmühlenartige Verweis auf Adoption, zu dem sich Sasapi bereits geäußert hat, ist ein theoretisches Argument, das nur für wenige Frauen in Frage kommt.

    Neben mir in dem Seminar, das ich gerade besuche, sitzt eine Frau, die mit sechzehn schwanger wurde und das Kind zur Adoption gegeben hat. Sie wurde von dieser Erfahrung bleibend geprägt und hat immer wieder mit Depressionen kämpfen müssen, unter anderem deswegen.


    Niemand komme her und sage, ist doch eine prima Möglichkeit. Erstens muss man ja nicht Sex haben, zweitens kann man ja wohl verhüten, drittens gibt es doch „Hilfen“ und viertens kann man ja das Kind zur Adoption freigegeben.


    Menschen sind fehlbar, Menschen geraten in dilemmatische Situationen.


  5. Registriert seit
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    RIchtig - das trifft bei Schwangerschaften zu und auch bei vielen anderen Dingen.

    Und wenn man in eine solche Situation gerät, dann trägt man so Verantwortung dafür, dass man keine anderen schädigt, zumindest versucht man das.

    Nur wenn der "andere" ein Embryo ist, ist das plötzlich egal, weil......?

    "Embryo = kein Kind" ist doch willkürlich!

  6. Moderation Avatar von maryquitecontrary
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    RIchtig - das trifft bei Schwangerschaften zu und auch bei vielen anderen Dingen.

    Und wenn man in eine solche Situation gerät, dann trägt man so Verantwortung dafür, dass man keine anderen schädigt, zumindest versucht man das.

    Nur wenn der "andere" ein Embryo ist, ist das plötzlich egal, weil......?

    "Embryo = kein Kind" ist doch willkürlich!
    Du verhältst dich nicht zu meinem Hinweis zum Unterschied zwischen der Idealvorstellung von Menschen und der Realität von Menschen.


    Pflichtbewusstsein /Verantwortungsbewusstsein, Durchhaltevermögen und Zähne zusammenbeißen sind zur Bewältigung von Mutterschaft vielleicht notwendig aber noch längst nicht hinreichend. Zumal man nicht mal dazu jemanden zwingen kann.

    (Und jetzt genug prokrastiniert.)
    that was the river - this is the sea


    Moderation im Forum "Persönlichkeit"


  7. Registriert seit
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    @maryquitecontrary

    Ich kann die Gedanken der Frau, die du gerade genannt hast, durchaus verstehen.

    Nur, glaubst du, ihre Gewissensbisse wären weniger, wenn sie sich dafür entschieden hätte, das Leben in ihrem Bauch zu töten?

    Ich glaube, ich könnte mit der Gewissheit das Kind in gute Hände gegeben zu haben, besser leben als mit der Gewissheit, es vor seiner Geburt getötet zu haben.


  8. Registriert seit
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Man kann auch in einer Situation sein, wo jede Schwangerschaft eine Katastrophe wäre, egal, mit welchem Mann. Man kann auch zusätzlich dumm und leichtsinnig sein, oder naiv... ups... davon kann man schwanger werden??
    Nicht als würde ich das gut finden.
    Ich würde finden, in so einer Situation sollte man halt keinen Sex machen, oder nur Petting.
    Aber auf mich hört ja keiner.
    Denk nur an Gretchen und Bärbelchen/Faust.


  9. Registriert seit
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    ...Neben mir in dem Seminar, das ich gerade besuche, sitzt eine Frau, die mit sechzehn schwanger wurde und das Kind zur Adoption gegeben hat. Sie wurde von dieser Erfahrung bleibend geprägt und hat immer wieder mit Depressionen kämpfen müssen, unter anderem deswegen.


    Niemand komme her und sage, ist doch eine prima Möglichkeit....
    Ob das (geborene und zur Adoption freigegebene) Kind auch lieber nicht existieren würde? Und wäre eine Abtreibung für die junge Frau nicht vielleicht mit gleichen oder ähnlichen Folgen (Vorwürfe, Depressionen etc.) verbunden gewesen?

    Irgendwie kommt mir bei sehr vielen Diskutanten das im Körper der Mutter bereits in Form des Embryos angelegte Leben ständig zu kurz. Aber ich ahne es schon: Mein Körper, mein Embryo, meine Entscheidung.


  10. Registriert seit
    05.09.2018
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Du verhältst dich nicht zu meinem Hinweis zum Unterschied zwischen der Idealvorstellung von Menschen und der Realität von Menschen.


    Pflichtbewusstsein /Verantwortungsbewusstsein, Durchhaltevermögen und Zähne zusammenbeißen sind zur Bewältigung von Mutterschaft vielleicht notwendig aber noch längst nicht hinreichend. Zumal man nicht mal dazu jemanden zwingen kann.

    (Und jetzt genug prokrastiniert.)
    Ahm - die Idealvorstellung existiert doch nirgends.
    Klassiker : Alkohol am Steuer. Idealerweise würde nie jemand betrunken fahren oder so viel trinken dass er nicht mehr merkt, dass er betrunken fährt.

    Natürlich passiert das, häufig.

    Wenn es aber passiert und es fällt auch oder noch schlimmer, ein Dritter wird geschädigt, dann muss der, der sich "nicht ideal" verhalten hat, die Verantwortung tragen, notfalls über Jahre, für einen recht häufigen, menschlichen Fehler.


    Solche Regelungen gibt es viele - es gibt ja nicht nur Berufsverbrecher und ehrliche Menschen, sondern alles dazwischen, und menschlich nachvollziehbare Fehltritte gibt es viele und wird es immer geben, nur: In so ziemlich jedem anderen Bereich wird erwartet, dass Menschen für die Konsequenzen dieser Fehltritte auch die Verantwortung tragen , durchaus auch lebenslang- nur bei unvorsichtigem Sex soll das anders sein?

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