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  1. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Nun, die Notlage ist dann eine, wenn eine Frau schwanger ist und das Kind nicht möchte.
    Der Grad des individuellen Schmerzes, Peins, Konflikts kann nicht das Messrad dafür sein, dass man die Frau unterstützt. Oder ab wann darf man von einer Notlage sprechen?
    Als Definition einer Notlage ist das dünn.
    Dann sollte man ehrlich davon sprechen, dass nicht darum geht, ob eine Notlage vorliegt, sondern dass es nur darum geht, ob die Frau das Kind möchte oder nicht.


  2. Registriert seit
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Als Definition einer Notlage ist das dünn.
    Dann sollte man ehrlich davon sprechen, dass nicht darum geht, ob eine Notlage vorliegt, sondern dass es nur darum geht, ob die Frau das Kind möchte oder nicht.
    Das sehe ich ähnlich.

    Was mir nicht einleuchtet ist, dass die Abtreibung so alternativlos gesehen wird.

    Okay, bei der Schwangerschaft gibt es wirklich keine Alternative, ausser eben austragen.

    Aber danach gibt es schon viele Möglichkeiten.
    Geändert von Wolfgang11 (17.09.2019 um 09:34 Uhr) Grund: Korrektur

  3. Avatar von Opelius
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Als Definition einer Notlage ist das dünn.
    Dann sollte man ehrlich davon sprechen, dass nicht darum geht, ob eine Notlage vorliegt, sondern dass es nur darum geht, ob die Frau das Kind möchte oder nicht.
    Es wird hier um den Begriff "Notlage" gestritten. Normalerweise in anderem Kontext stellen wir uns unter einer Notlage finanzielle Schwierigkeiten oder bedeutende Nachteile vor. Die Notlage einer schwanger gewordenen Frau sieht anders aus. Sie will dieses Kind von diesem Mann nicht. Das ist ein schwerer innerer Konflikt und damit eine Notlage.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  4. Avatar von Blila1
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Als Definition einer Notlage ist das dünn.
    Dann sollte man ehrlich davon sprechen, dass nicht darum geht, ob eine Notlage vorliegt, sondern dass es nur darum geht, ob die Frau das Kind möchte oder nicht.
    Diese Entscheidung nehme ich für mich in Anspruch. Ohne Wenn und Aber. Hätte ich, es ist nicht mehr relevant. Wenn ich auf mein Leben zurückblicke, weiß ich, dass es die einzig richtige Entscheidung gewesen wäre.

  5. Avatar von Blila1
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    . Die Notlage einer schwanger gewordenen Frau sieht anders aus. Sie will dieses Kind von diesem Mann nicht. Das ist ein schwerer innerer Konflikt und damit eine Notlage.
    Das dürfte in den meisten Fällen genau der Punkt sein. Danke, Opelius (und einmal mehr meine Hochachtung)

  6. Avatar von mono17
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zu 1073

    Erst mal. Ich halte es für fast unverschämt, dass Menschen, nur weil sie eine andere Meinung haben, in Rechtfertigungs-/ Zugzwang gesetzt werden.
    Kein user hat das Recht, einem anderen seine Meinung abzusprechen. Man muss sie ja nicht teilen.
    Nur Recht haben zu wollen bringt in keinster Weise weiter.
    Wozu ein Fragenkatalog? Das ist doch kein Interesse, es geht darum , die andere Meinung madig zu machen, so sind die Fragen auch formuliert.
    Ich bin niemandem hier eine Rechenschaft schuldig.

    Und die Gegenfrage lautet: lukulla, warum darf ich keine andere Meinung haben als du?

    Falls es doch Neugier sein sollte oder ehrliches Interesse (wobei dann die Fargen anders gestellt wären), hier emien Antwort.

    Zu 1: Ich bin persönlich gegen Abtreibung(und gegen "Sterbehilfe" und Todesstrafe, außerdem bin ich Pazifistin.. ich kann mich mit dem Begriff(Pro-Liferin" anfreunden). Aber ich bin DAFÜR, dass Frauen die Möglichkeit haben, abtreiben zu können und zwar in einem medizinischen, hygienischen Rahmen. Ich finde unser momentanes Recht diesbezüglich nicht schlecht. Persönlich gegen etwas zu sein, heißt nicht,e s allen verbieten zu wollen. Und : ich bin gegen Abtreibung, nicht gegen diejenige, die abtreibt. Und ja, das kann ich auseinanderhalten. Habe ich übrigens schon mal geschrieben.
    Warum bin ich gegen Abtreibung: Es ist menschliches Leben.
    Zu 2: Wie die Welt aussehen würde? Weiß ich nicht. Ich beeinflusse ja nicht die ganze Welt, nur D und die EU. Fakt ist(und das finde ich jetzt nicht gut), dass es die Regionen mit Abtreibungsverbot in der Welt gibt.
    ZU 3: Ich kannte/kenne beide Fälle nicht. Bringen tut es mir nicht viel, ich habe halt Fragen. Warum "mussten" die Frauen Kinder zur Welt bringen? Vielleicht wollten sie? Beide hatten ja andere Optionen. Die 45 jährige hat evtl. die Anzeichen der Schwangerschaft mit denen von Wechseljahren verwechselt und nicht verhütet, weil sie dachte, ebn nicht mehr schwnager werden zu können, aber ich kenne den Fall nicht. Warum war die 16 jährige überhaupt schwanger? Ich kenne die Fälle überhaupt nicht, und Urteile verbieten sich ja auch, aber dass sie Kinder bekommen "mussten", wage ich zu bezweifeln.
    Zu 4: Eine befruchtete Eizelle ist menschliches Leben, ich will, das dieses geschützt wird. Ich habe große Bedenken bezüglich Reproduktionsmedizin.
    Zu 5: Das klingt so ein bisschen nach: Wenn du nicht willst, dass Flüchtlinge im Meer ertrinken, nimmst du sie dann alle auf? Das ist doch gar nicht die Alternative. es herrscht auch gar kein Zwang. Die Prämisse der Frage stimmt so nicht.
    Zu 6/7: Meine Kristallkugel ist gerade aus. Kann sein. kann sein, das nicht. Ich hoffe es für alle Beteiligten. Das Leben ist voll von Überraschungen., und was Glück und "gutes Leben" bedeuten, definiert jeder anders. Auch mit einer Ehe und zwei Wunschkindern kann man unglücklich sein. Und mit ungeplanten Kindern glücklich.

    Edit: Ich habe wohl eine Frage mit "egal" überlesen: Es ist mir nicht egal.
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.
    Geändert von mono17 (17.09.2019 um 10:09 Uhr)


  7. Registriert seit
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Es wird hier um den Begriff "Notlage" gestritten. Normalerweise in anderem Kontext stellen wir uns unter einer Notlage finanzielle Schwierigkeiten oder bedeutende Nachteile vor. Die Notlage einer schwanger gewordenen Frau sieht anders aus. Sie will dieses Kind von diesem Mann nicht. Das ist ein schwerer innerer Konflikt und damit eine Notlage.
    Was ist an der Forderung, Frau (und man am besten auch) möge nur mit Partnern Sex haben, bei denen eine Schwangerschaft zumindest keine emotionale Notwendigkeit einer Abtreibung auslöst, eigentlich so überzogen?

  8. Avatar von Paraplumeau
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Was ist an der Forderung, Frau (und man am besten auch) möge nur mit Partnern Sex haben, bei denen eine Schwangerschaft zumindest keine emotionale Notwendigkeit einer Abtreibung auslöst, eigentlich so überzogen?


    Das war der Punkt, an dem ich gerade schrieb, als der Strang schloss.
    Als ich jung war und am Anbeginn meiner sexuellen Erfahrungen stand, war ich mir - instinktiv - meiner eigenen Fruchtbarkeit sehr bewusst.
    Meine Konsequenz war eine sorgfältige Auswahl meiner Sexualpartner auf die Frage hin, dass ich mir vorstellen könne, von diesem Mann ein Kind auszutragen.
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.


  9. Registriert seit
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Was ist an der Forderung, Frau (und man am besten auch) möge nur mit Partnern Sex haben, bei denen eine Schwangerschaft zumindest keine emotionale Notwendigkeit einer Abtreibung auslöst, eigentlich so überzogen?
    Vielleicht ist es ja auch einfach so, dass nicht jeder beim Sex das Thema Schwangerschaft automatisch mit auf dem Schirm hat.

  10. Avatar von Opelius
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Was ist an der Forderung, Frau (und man am besten auch) möge nur mit Partnern Sex haben, bei denen eine Schwangerschaft zumindest keine emotionale Notwendigkeit einer Abtreibung auslöst, eigentlich so überzogen?
    Sie ist in meinen Augen weltfremd oder eine sehr katholische Einstellung.
    Wäre die menschliche Sexualität ausschließlich auf Reproduktion angelegt, würden wir wie bei Hirschen nur einmal im Jahr brunftig werden.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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