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  1. Registriert seit
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Wobei das auch drauf ankommt.....früher konnte man es, wenn sowieso ein Kaiserschnitt anstand, wohl grade "mitmachen", dann war das von der Frau quasi unbemerkt.

  2. Avatar von Paraplumeau
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Mir scheint es widersinnig, den Mann mit einer Sterilisation einerseits für die Verhütung mit zuständig zu machen, andererseits aber über eine Schwangerschaft allein zu entscheiden. Das erschließt sich mir nicht logisch.
    Mein Körper, mein Verhütungsmanagement, meine Entscheidungen
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.

  3. Avatar von Lukulla
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Für mich als Ärztin zum Beispiel ist für die Frage nach der rechtlichen Regelung von Schwangerschaftsabbrüchen nicht die Frage nach „wann beginnt Leben“ entscheidend, sondern eine realistische Haltung gegenüber der Tatsache, dass unerwünschte Schwangerschaften zustande kommen, dass es nicht geht, moralisch wie praktisch, Frauen zur Austragung zu zwingen und dass daher der Zugang zu medizinisch gut ausgeführten Abbrüchen gegeben sein muss.
    Danke für diese Einordnung.

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Ich bin für kostenfreie Verhütung und Aufklärung.
    Ich bin für das Recht der Frau über ihren Körper zu bestimmen.
    Ich bin gegen Abtreibung.
    Warum bist Du gegen Abtreibung?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Selbstbestimmungsrecht der Frau gegen Lebensrecht des Embryos.

    Man kann nicht beide schützen - man kann durchaus unterschiedlicher Meinung darüber sein welches wichtiger ist.
    Doch man schützt beide, indem man Frauen, die ein Kind wollen und die Möglichkeit haben, es in Sicherheit gross zu ziehen, möglichst noch mit dem Vater zusammen, unterstützt, und andere, die kein Kind in diesem Moment haben wollen, auch unterstützt.

    Kaum etwas ist schlimmer für ein Kind, als zu hören, dass es ungewollt war und so auch ein Leben lang behandelt wird.

    Zitat Zitat von Holzkante Beitrag anzeigen
    Wir schreiben das Jahr Zweitausendundneunzehn und ich verfolge seit Tagen eine Diksussion über das Selbstbestimmungsrecht von Frauen an ihrem eigenen Körper.

    Es macht mich müde, sehr, sehr müde.
    Es braucht noch viel Zeit, damit alle Männer und offenbar auch Frauen merken, dass Frauen ihr eigenes Recht auf ihr Leben haben. Und wir reden da von einem säkularen Deutschland mit einer funktionierenden Demokratie und Gleichberechtigung. Wie sieht es in Ländern aus, wo Frauen per se oder mit Duldung von Männern unterdrückt werden? Oder in Ländern, wo Frauen nur das Recht zugestanden wird, Mutter zu sein und möglichst viele Kinder bekommen zu müssen?

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Dass alle Frauen, die abtreiben, in einer Notlage sind, wäre aber auch zu viel behauptet.
    Nun, die Notlage ist dann eine, wenn eine Frau schwanger ist und das Kind nicht möchte.
    Der Grad des individuellen Schmerzes, Peins, Konflikts kann nicht das Messrad dafür sein, dass man die Frau unterstützt. Oder ab wann darf man von einer Notlage sprechen?



    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Welchen Schritt ich allerdings einfach nicht mitgehen kann, ist die Aussage, dass es sich nicht um Leben und nicht um einen Menschen handelt, der da getötet wird.
    DIESEM Fakt muss man schon mutig ins Angesicht sehen können.
    Es ist rein rechtlich kein Mensch.
    Es ist medizinisch auch noch kein Mensch, da es nicht alleine lebensfähig ist. Ab Geburt ist es ein Mensch.
    Wobei nicht lebensfähige geborene Kinder auch nicht als Mensch gewertet werden.

    Es ist Leben. Vorgeburtlich.

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Und dennoch ist es natürlich genau das: eine Tötung.
    Genau genommen nein. Es ist keine Tötung. Mensch ist man erst ab Geburt. Ab dann kann man von Tötung reden.
    Ein Beispiel aus dem echten Leben: Hochschwangere getotet: Warum war es kein Doppelmord? -
    Männer töten eine schwangere Frau. Es wird von gemeinschaftlichen Mord und Schwangerschaftsabbruch gesprochen.

    Um ein Mensch im juristischen Sinne zu sein, muss man aber geboren worden sein. Das bedeutet: Bis zu den Eröffnungswehen ist das ungeborene Leben noch kein Mensch.


    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Woran willst du festmachen, ab wann ein Mensch ein Mensch ist.
    Siehe oben.


    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    ...auch wenn auch bei einer Vergewaltigung gilt, dass das Kind nichts dafür kann und getötet wird.
    Das Kind wird nicht getötet. Du meinst eine Abtreibung wegen Vergewaltigung? Das findest Du falsch?
    Kannst Du Dir vorstellen, wie das ist für ein Kind, wenn die Mutter ihm eines Tages eröffnet, dass sein Vater ein Vergewaltiger ist?
    Ich habe neulich einen sehr berührenden Film dazu gesehen, der Konflikt des Kindes, bzw. des Jugendlichen ging fast zur Selbstaufgabe mit einem Selbsthass.


    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Und : Es gab im Jahr 2018 insgesamt über 50.000 Inobhutnahmen durch das Jugendamt. Die Zahlen steigen seit Jahren.
    Es geht schon vielen bereits geborenen Kindern in Deutschland nicht gut. Und dann soll dafür gekämpft werden, dass möglichst jedes Ungeborene zur Welt kommt?
    Lächerlich.

    Das ist reines Moralisieren. Weiter nichts.
    Ich habe eine Frage an alle, die Abtreibung, Schwangerschaftsabbruch ablehnen:
    Warum lehnt Ihr das ab?
    Wie würde die Welt aussehen, wenn Abtreibung verboten wäre?
    Was bringt es Euch, zu wissen, dass in Paderborn eine 16jährige ein Kind zur Welt bringen musste? Ihr werdet das Kind wahrscheinlich nie sehen und Euch nie kümmern. Was bringt es Euch, zu wissen, dass in Düsseldorf eine 45jährige, die bereits 2 erwachsene Kinder hat, noch ein Kind zur Welt bringen muss?
    Warum wollt Ihr, dass aus jeder befruchteten Eizelle demnächst ein Kind entsteht?
    Warum ist es Euch egal, aus welchen Gründen und unter welchen Umständen so eine Schwangerschaft entstanden ist`?
    Kümmert Ihr Euch dann um alle unter Zwang geborenen Kinder?
    Denkt Ihr, dass diese Kinder dann ein glückliches und gutes Leben haben?
    Denkt, dass die Mutter dann ein gutes Leben hat mit einem Kind, was sie nie wollte?
    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

    Stoppt den Krieg in Kurdistan - Rojava zur No-Fly-Zone!
    Petition auf change.org.


  4. Registriert seit
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Para, das Problem ist, wenn Du über die Verhütung allein entscheidest werden Kondome wohl nicht das Mittel der Wahl sein. Und was ist dann mit Geschlechtskrankheiten?


  5. Registriert seit
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Lukulla, muss die Polemik eigentlich sein?

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen

    Ich habe eine Frage an alle, die Abtreibung, Schwangerschaftsabbruch ablehnen:
    Warum lehnt Ihr das ab?

    Weil das aus meiner Sicht das Gleiche ist wie lebende Kinder töten.

    Ich würde auch bei einer Kinderwunschbehandlung z.B. auf jeden Fall alle Embryonen irgendwann einsetzen lassen, aus demselben Grund.

    Wie würde die Welt aussehen, wenn Abtreibung verboten wäre?

    Das käme sehr darauf an, ob und wenn ja was sich sonst noch ändert.

    Ich vermute tatsächlich, in Deutschland würde massiv weniger abgetrieben - in der verzweifelten Lage, in der früher die Frauen zur Engelmacherin gingen, sind ja heute wirklich nicht mehr viele - es ist schon so, dass wir alle viel mehr Kontrolle darüber haben, ob wir überhaupt schwanger werden, als unsere Großmütter das hatten.

    Was bringt es Euch, zu wissen, dass in Paderborn eine 16jährige ein Kind zur Welt bringen musste? Ihr werdet das Kind wahrscheinlich nie sehen und Euch nie kümmern. Was bringt es Euch, zu wissen, dass in Düsseldorf eine 45jährige, die bereits 2 erwachsene Kinder hat, noch ein Kind zur Welt bringen muss?

    Wusste ich beides nicht , aber: diese Kinder werden eine Chance auf ein zufriedenes Leben haben!
    Darüber freue ich mich!
    Warum wollt Ihr, dass aus jeder befruchteten Eizelle demnächst ein Kind entsteht?
    Edit: Ich hatte das "Warum" überlesen.
    Weil ich keinen Unterschied mache zwischen befruchteten Eizellen und Babies. Ich finde Babies sollten nicht umgebracht werden, also befruchtete Eizellen auch nicht.

    Warum ist es Euch egal, aus welchen Gründen und unter welchen Umständen so eine Schwangerschaft entstanden ist`?
    Egal wie die Umstände waren, der Embryo kann nichts verschuldet haben und sollte daher nicht mit dem Tod bestraft werden.
    Kümmert Ihr Euch dann um alle unter Zwang geborenen Kinder?
    Das ist dann die Polemik. Als ob einer oder 2 allein sich um ALLE kümmern könnte.

    Allerdings: Es gibt in Deutschland erheblich (!) mehr adoptionswillige Paare als zu adoptierende Kinder, das heißt, es dürften sich auch einige kümmern wollen.
    Denkt Ihr, dass diese Kinder dann ein glückliches und gutes Leben haben?
    Ich hoffe es und ich denke sie haben eine gute Chance dazu. Einen Fall kenne ich persönlich, andere aus dem Bekanntenkreis, die von denen ich weiß, sind glücklich. Ein Fall war auch dabei wo die Eltern das Kind wegen einer Behinderung nicht haben wollten und zur Adoption freigaben - war eine Mitschülerin von mir.
    Denkt, dass die Mutter dann ein gutes Leben hat mit einem Kind, was sie nie wollte?

    Siehe oben.

  6. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Kaum etwas ist schlimmer für ein Kind, als zu hören, dass es ungewollt war und so auch ein Leben lang behandelt wird.
    Das ist doch aber kein Grund, ein Kind zu töten.


    Ich habe eine Frage an alle, die Abtreibung, Schwangerschaftsabbruch ablehnen:
    Warum lehnt Ihr das ab?
    Saetien hat es in Posting 1064 gerade erklärt.
    Aber das scheint keiner gelesen zu haben.


    (Ich zerre trotzdem nicht an unserem Gesetz, wie ich bereits erläutert habe.
    Aber meine Einstellung ist genau die, die Saetien erklärt hat).

  7. Avatar von Paraplumeau
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Ich verstehe die Frage nicht. Ich würde mich niemals auf ein Kondom zur Verhütung einer Schwangerschaft verlassen haben. Auch eine Sterilisation hat nicht mein Vertrauen.
    An Geschlechtskrankheiten verschwende ich keine Gedanken.
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.

  8. Moderation Avatar von Analuisa
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Moderationshinweis

    Bitte bleibt sachlich und wählt eure Worte mit Bedacht. Polemik dient ganz sicher nicht der Verständigung, sondern heizt nur das Diskussionsklima an.

    Wir sprechen hier über Schwangerschaftsabbrüche, d.h. es geht um Embryonen und Föten, nicht um Kinder.

    Bitte beachtet das Thema. Um Verhütung geht es hier nicht.

    Ich weise schon mal vorsorglich darauf hin, dass dieser Strang wieder um 22 Uhr geschlossen wird.

    Gruß,
    Analuisa
    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.
    Alle nicht mit "Moderation" gekennzeichneten Beiträge geben meine private Meinung als Userin wieder.

  9. Avatar von Paraplumeau
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Lukulla,
    Wir sind bezüglich der menschlichen Eigenschaften und der Tötung unterschiedlicher Ansicht. Beide Ansichten haben ihre Berechtigung.
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.

  10. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Ich kann es nur aus meiner Sicht sagen, ich wollte nie Kinder, aber ich wollte auch keine jungfräuliche Nonne sein in meinem Leben.

    Ich hatte das Gück, dass meine Verhütung immer funktioniert hat - und wenn eine Abtreibung in Deutschland verboten gewesen wäre oder der Weg zu kompliziert wäre ich selbst verständlich nach Holland gefahren um dort eine Abtreibung vornehmen zu lassen.

    Ich bin mir sicher, dass ein Verbot, die tatsächliche Zahl der Abtreibungen nicht erheblich verringern würde - die Geschichte zeigt da etwas wesentlich anderes.


    Ob ich tatsächlich abgetrieben hätte, wenn ich jemals schwanger geworden wäre - keine Ahnung, ich war nicht in der Situation, daher weiß ich es nicht. Aber ich bin froh in einem Land zu leben, in dem ich die Wahl habe.
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    Profilbild © edwardbgordon
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