Naja um die besuche solcher verwandten ist es nicht schade. Mich stört einfach dieses "die Mutter allein trägt alle last" - wenn man sich in anderen Strängen anschaut wie viele hier mit ihrer mutter in boesem streit liegen, da kann man schon davon ausgehen dass es auch genügend Mütter gibt die sich eher nicht aufopfern.
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Thema: Kein Bagatelldelikt?
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16.09.2019, 17:08Inaktiver User
AW: Kein Bagatelldelikt?
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16.09.2019, 17:15Inaktiver User
AW: Kein Bagatelldelikt?
Ja, das habe ich auch schon von einer Mutter mit einem schwerstbehinderten Kind gehört.
Das Schlimmste bei ihr sind die Ängste, die sie sich um die Zukunft ihres Kindes macht.
Solange es in ihrer Obhut ist, beruhigt sie wenigstens das Gefühl "ihr Kind ist gut versorgt" - aber was passiert, wenn sie es selbst nicht mehr versorgen kann?
Diese Frau ist nur noch ein Schatten ihrerselbst - und ja, ich weiß genau, dass ich mich, an ihrer Stelle, genauso sorgen würden.
Ich weiß tatsächlich nicht, ob ich das überhaupt packen würde.
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16.09.2019, 17:17Inaktiver User
AW: Kein Bagatelldelikt?
Das kann man wohl sagen.
Gibt es wirklich jemanden de sage, meine Freundin, meine Schwester, Schwägerin besuche ich nicht weil ihr Kind behindert ist?
Das ist völlig absurd in meinen Augen.
Dass TanteTrude aus Honululu die man sowieso kaum kennt nicht kommt ist schon eher nachvollziehbar.
Ansonsten kenne ich es auch so - auch bei sehr gesunden Kindern - dass die Mütter gar nicht lang im Krankenhaus bleiben und viele an den ersten Tagen gar keine Besuche wollen.
Als in meiner näheren Familie ein Kind krank war und nicht abzusehen war wie es sich entwickelt (zum Glück gut!) da sassen wir aber in Schichten am Bett.
Allerdings haben die Eltern darum auch gebeten und klar gesagt, dass sie sich freuen würden.
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16.09.2019, 17:27
AW: Kein Bagatelldelikt?
Das mag in deinen Augen absurd sein, andere sehen das anders. Ich habe schon gehört wie jemand gesagt hat, dass man zur Geburt keine Glückwunschkarte schickt, weil das Kind ja behindert ist.
Auch Fremde erlauben sich zu sagen, dass ein behindertes Kind heute ja vermeidbar seien.
Nicole Rüter betreut eine Hotline und versucht diese Fragen zu beantworten. "Was man sehr unterschätzt ist die Sorge: Was sagen alle anderen? Wie reagieren unsere Freunde und die Verwandtschaft?", weiß Nicole Rüter aus ihrer Arbeit für den Verein.
Um Berührungsängste abzubauen, haben werdende Eltern auch die Möglichkeit Familien mit Kindern mit Down-Syndrom zuhause zu besuchen.
Was heisst es, ein Kind mit Down-Syndrom zu bekommen? | BR24
Im kommenden Jahr wird der Gemeinsame Bundesausschuss, in dem Vertreter der Ärzte, der Krankenkassen und der Krankenhäuser sitzen, darüber entscheiden, ob Bluttest auf Trisomie 21 (Down-Syndrom) und weitere Gendefekte künftig von den Krankenkassen bezahlt werden sollen.
"Es ist damit zu rechnen, dass schon in absehbarer Zeit weitere molekulargenetische Testverfahren zur Verfügung stehen", sagt Josef Hecken, Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses. Deshalb sei es "zwingend notwendig, eine parlamentarische Diskussion herbeizuführen, ob und wie weit molekulargenetische Testverfahren in der Schwangerschaft zur Anwendung gelangen können."
Immer mehr Abtreibungen wegen Down-Syndrom? | BR24Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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16.09.2019, 17:33Inaktiver User
AW: Kein Bagatelldelikt?
Ja, solche Leute mag es geben. Ich stimme Saetien zu, auf die kann man gut verzichten.
Natürlich gibt es den Spruch, dass man in schlechten Zeiten merkt wer die wahren Freunde sind aber zum Glück erlebe ich mein Umfeld nicht so kalt.
Ich hoffe sehr, dass das keine Blase ist und glaube es auch nicht.
Von dem neuen Bluttest habe ich gehört. Ich hatte auch überlegt die Sache zu verlinken, wollte dann aber nicht noch ein neues Thema einbringen.
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16.09.2019, 18:03Inaktiver User
AW: Kein Bagatelldelikt?
@Wolfgang
deinen Satz:"Abtreibung ein Zauberwort" finde ich schon sehr übel.
Glaubst du wirklich, dass Frauen leicht abtreiben? Hast du das erlebt?
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16.09.2019, 18:33
AW: Kein Bagatelldelikt?
Ja, das habe ich. Und hier im Strang sehe ich genau diese Denke ebenfalls.
Mehrere Personen lassen sehr deutlich durchblicken, dass es ihnen definitiv nicht um die Bewältigung einer Notsituation geht, sondern um ihr RECHT AM EIGENEN BAUCH.
Und wenn ich lese, dass 98% ihre Entscheidung bereits vor dem Beratungstermin fix getroffen haben, spricht das dieselbe Sprache.
Ich weiß, das hört sich übel an. Ist es ja irgendwie auch.
Weisst du, eine Frau in Not, die in einem Gewissenskonflikt steckt, kann ich gut verstehen. Die würde aber kaum argumentieren, dass es ihr Bauch und damit ihre Entscheidung sei. Sie würde vielmehr sich jedes Hilfsangebot, z.B. auch das, welches eventuell vom Vater kommt, anhören und darüber nachdenken.
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16.09.2019, 18:44Inaktiver User
AW: Kein Bagatelldelikt?
Es geht darum, dass die Frau am Schluss die Entscheidung fällt, nicht jemand anderer. Das bedeutet das Synonym "Mein Bauch gehört mir." Und so lese ich die meisten hier.
Zudem kenne ich bis auf eine Frau nur Frauen, die sich informierten, die sich überlegten, ob sie es schaffen. Nur diese eine Frau habe ich anders erlebt.
Weiß frau, ob der Vater durch hält? Da gibt es leider viel zu viele Beispiele.
Ich bin froh nie in dieser Situation gewesen zu sein - weder vor der 12. Woche, ob ich das Kind austragen kann und will, noch nach der 12. Woche, wenn das Kind behindert ist.
Deswegen... Wer bin ich, dass ich jemandem rate, wie das Leben weiter geht?
Du möchtest, dass der werdende Vater mit entscheidet, stimmt das?
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16.09.2019, 18:50Inaktiver User
AW: Kein Bagatelldelikt?
Darüber hätte die Politik vielleicht vorher darüber nachdenken sollen, bevor der Bund die Entwicklung des Bluttests auf Trisomie 21 mitfinanziert hat, ob es eine gute Idee wäre so einen Test zu haben und nicht hinterher.
Aber vielleicht will man auch nur darüber reden, welchen eugenischen Test man nun finanziert.
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16.09.2019, 19:18Inaktiver User
AW: Kein Bagatelldelikt?
Ich kenne im realen Leben keine einzige Frau, die das nicht gerne machen würde.
Ich kenne allerdings auch keinen einzigen Mann, der seine Frau in der Schwangerschaft mit einem äußerst dubiosen "Mitsprache-Recht" unter Druck setzen wollte.
Vielleicht sollte sich ein Mann (wie du?), der von seiner Frau NICHT zu Rate gezogen wird, mal fragen,
ob es nicht an ihm selbst liegt, wenn sie keinerlei Vertrauen zu ihm hat.
So, und jetzt bin ich hier aber auch endgültig raus.
-> für alle, die mehr Geduld haben als ich .
Geändert von Inaktiver User (16.09.2019 um 19:31 Uhr)


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