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  1. Avatar von Kambara
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Ich frage mich, nicht erst seit heute, ob wir eventuell einen Abgesandten von MANNdat unter uns haben, der dieses Frauenforum mal ordentlich aufmischen soll...
    People are so crackers.
    John Lennon

  2. Avatar von Opelius
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Und dann der enge Zeitkorridor der Entscheidung....alles nicht so einfach.
    Natürlich ist das nicht einfach. Aber, das habe ich vor vielen Seiten schon geschrieben, nach Aussagen der Beraterinnen von Profamilia und der Diakonie in der Großstadt, in der gearbeitet habe, kommen 98 % der betroffenen Frauen in die Sprechstunde mit dem festen Entschluß, dass sie das Kind nicht austragen wollen, die anderen brauchen viele Beratungstermine und entscheiden sich sich dann bewußt, um es zu bekommen.

    Und ich denke, das ist die Leistung dieser sehr engagierten Beraterinnen, die Ratsuchende zu einem tragfähigen Entschluß zu befähigen, mit dem sie den Rest ihres Lebens nicht hadern.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel


  3. Registriert seit
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hier wird geurteilt, Wolfgang.
    Und „wir“ sollten uns nicht anmaßen, eine Grenze zu ziehen, denn die Last eines (behinderten) Kindes trägt nun mal in 99% die Mutter, mit allem Wohl und Wehe. Da sollte sie - und sie allein! - entscheiden dürfen, was sie leisten kann und will.
    Die last traegt in erster linie die mutter? Nein, in allererster Linie trägt die last das kind. Und erst danach die eltern, der vater falls anwesend, auch bestimmt nicht nur zu 1 Prozent. Wie man hier engagierte Väter so beleidigen kann, ist mir völlig unverständlich.

  4. AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Die last traegt in erster linie die mutter? Nein, in allererster Linie trägt die last das kind. Und erst danach die eltern, der vater falls anwesend, auch bestimmt nicht nur zu 1 Prozent. Wie man hier engagierte Väter so beleidigen kann, ist mir völlig unverständlich.
    Eine letzte Anmerkung

    Das ist so nicht richtig. Die Last trägt in erster Linie die Mutter. Dem Kind ist nämlich in der Regel zunächst nicht bewusst, dass es behindert ist und der Vater ist arbeiten

    Eine Freundin hat eine mittlerweile erwachsene Tochter mit einem Hydrozephalus, sie und meine Tochter sind gleichaltrig.


    Unsere Leben in den ersten Jahren unterschieden sich diametral. Wo ich mit meinem Kind spazieren ging oder spielte, ging sie zun Therapien, annähernd täglich. Der Stress der Kindergarten- und Schulzeit war nicht zu vergleichen. Ich bewundere diese Frau dafür, was sie geleistet hat.

    Und sie sagte mir mal, wenn sie gewusst hätte, was auf sie zukommt, hätte sie abgetrieben, auch wenn sie ihr Kind heiss und innig geliebt hat. Die Behinderung wurde zu spät erkannt, da damals Kassenpatientinnen nur zwei Ultraschalluntersuchungen zustanden
    Tell the truth, there's less to remember
    (frei nach Mark Twain)

    In a world full of Kardashians be a Morticia

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  5. Avatar von Opelius
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    @ saetien2
    Es geht hier nicht um Beleidigung.

    Wenn eine Frau auf der Entbindungsstation liegt, strömt die gesamte Verwandschaft auch von weit her in die Klinik, um den neuen Erdenbürger zu bestaunen. Hat sie ein offensichtlich behindertes Kind geboren, bekommt sie keinen Besuch. Niemand weiß, wie er damit umgehen soll und schon gar nicht, was er sagen soll. Diese Mutter erlebt quälende Gewissenbisse und Einsamkeit, während sie den Trubel in allen anderen Zimmern sieht.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  6. Inaktiver User

    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Hat sie ein offensichtlich behindertes Kind geboren, bekommt sie keinen Besuch.
    Sowas hab ich ja noch nie gehört oder erlebt.
    Die Vorstellung finde ich geradezu absurd.
    Warum sollte man denn eine Mutter mit einem behinderten Kind nicht besuchen?
    Ich habe das so auch nicht erlebt.
    Gerade die nahen Menschen kommen doch erst recht wenn etwas nicht in Ordnung ist, auch wenn nicht nur Fröhlichkeit im Raum liegen mag, sondern eben auch Sorge.
    Bei vielen Dingen weiss man ja gar nicht wie sie sich entwickeln.

  7. Avatar von Opelius
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Diese Aussage habe ich von mehreren Stationsleitungen gehört.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  8. Inaktiver User

    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Diese Aussage habe ich von mehreren Stationsleitungen gehört.
    Du scheinst ja so einiges zu hören.
    Ich kann mir vorstellen, dass es bei einigen Menschen Berührungsängste gibt, in dieser Pauschalität kann ich Dich beruhigen, ist das nicht so.

  9. Avatar von Opelius
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    @ saily,

    schön, wenn Du mich beruhigen kannst.

    Da ich jahrzehntelang im sozialen Bereich gearbeitet habe, habe allerdings auch viel gehört. Empirisch muss es natürlich nicht sein.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel


  10. Registriert seit
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    AW: Kein Bagatelldelikt?

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    @ saetien2
    Es geht hier nicht um Beleidigung.

    Wenn eine Frau auf der Entbindungsstation liegt, strömt die gesamte Verwandschaft auch von weit her in die Klinik, um den neuen Erdenbürger zu bestaunen. Hat sie ein offensichtlich behindertes Kind geboren, bekommt sie keinen Besuch. Niemand weiß, wie er damit umgehen soll und schon gar nicht, was er sagen soll. Diese Mutter erlebt quälende Gewissenbisse und Einsamkeit, während sie den Trubel in allen anderen Zimmern sieht.
    Nun, ich glaube nicht, dass das Besuchsthema in der Klinik hier entscheidungsrelevant ist.

    Ich kann mir aber durchaus die Belastung vorstellen. Auch die Frage, ob man selbst nicht gut genug ist oder was man falsch gemacht hat, wird mit Sicherheit sehr belastend sein.

    Deswegen schreib ich ja. Schwangere und Eltern brauchen mehr Unterstützung aus der Gesellschaft und von staatlicher Seite.

    Wir geben Milliarden für Bankenrettung, Elektromobilität und Energiewende aus.

    Aber wenn es darum geht, Schwangeren bzw. Eltern allgemein und deren Kindern eine Perspektive zu geben, dann wird's eng. Dann ist Abtreibung das Zauberwort. Das kann's doch wirklich nicht sein.

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