Ich frage mich, nicht erst seit heute, ob wir eventuell einen Abgesandten von MANNdat unter uns haben, der dieses Frauenforum mal ordentlich aufmischen soll...
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Thema: Kein Bagatelldelikt?
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16.09.2019, 16:05Inaktiver User
AW: Kein Bagatelldelikt?
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16.09.2019, 16:07
AW: Kein Bagatelldelikt?
Natürlich ist das nicht einfach. Aber, das habe ich vor vielen Seiten schon geschrieben, nach Aussagen der Beraterinnen von Profamilia und der Diakonie in der Großstadt, in der gearbeitet habe, kommen 98 % der betroffenen Frauen in die Sprechstunde mit dem festen Entschluß, dass sie das Kind nicht austragen wollen, die anderen brauchen viele Beratungstermine und entscheiden sich sich dann bewußt, um es zu bekommen.
Und ich denke, das ist die Leistung dieser sehr engagierten Beraterinnen, die Ratsuchende zu einem tragfähigen Entschluß zu befähigen, mit dem sie den Rest ihres Lebens nicht hadern.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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16.09.2019, 16:20Inaktiver User
AW: Kein Bagatelldelikt?
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16.09.2019, 16:33Inaktiver User
AW: Kein Bagatelldelikt?
Eine letzte Anmerkung
Das ist so nicht richtig. Die Last trägt in erster Linie die Mutter. Dem Kind ist nämlich in der Regel zunächst nicht bewusst, dass es behindert ist und der Vater ist arbeiten
Eine Freundin hat eine mittlerweile erwachsene Tochter mit einem Hydrozephalus, sie und meine Tochter sind gleichaltrig.
Unsere Leben in den ersten Jahren unterschieden sich diametral. Wo ich mit meinem Kind spazieren ging oder spielte, ging sie zun Therapien, annähernd täglich. Der Stress der Kindergarten- und Schulzeit war nicht zu vergleichen. Ich bewundere diese Frau dafür, was sie geleistet hat.
Und sie sagte mir mal, wenn sie gewusst hätte, was auf sie zukommt, hätte sie abgetrieben, auch wenn sie ihr Kind heiss und innig geliebt hat. Die Behinderung wurde zu spät erkannt, da damals Kassenpatientinnen nur zwei Ultraschalluntersuchungen zustanden
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16.09.2019, 16:45
AW: Kein Bagatelldelikt?
@ saetien2
Es geht hier nicht um Beleidigung.
Wenn eine Frau auf der Entbindungsstation liegt, strömt die gesamte Verwandschaft auch von weit her in die Klinik, um den neuen Erdenbürger zu bestaunen. Hat sie ein offensichtlich behindertes Kind geboren, bekommt sie keinen Besuch. Niemand weiß, wie er damit umgehen soll und schon gar nicht, was er sagen soll. Diese Mutter erlebt quälende Gewissenbisse und Einsamkeit, während sie den Trubel in allen anderen Zimmern sieht.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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16.09.2019, 16:49Inaktiver User
AW: Kein Bagatelldelikt?
Sowas hab ich ja noch nie gehört oder erlebt.
Die Vorstellung finde ich geradezu absurd.
Warum sollte man denn eine Mutter mit einem behinderten Kind nicht besuchen?
Ich habe das so auch nicht erlebt.
Gerade die nahen Menschen kommen doch erst recht wenn etwas nicht in Ordnung ist, auch wenn nicht nur Fröhlichkeit im Raum liegen mag, sondern eben auch Sorge.
Bei vielen Dingen weiss man ja gar nicht wie sie sich entwickeln.
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16.09.2019, 16:55
AW: Kein Bagatelldelikt?
Diese Aussage habe ich von mehreren Stationsleitungen gehört.
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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16.09.2019, 16:59Inaktiver User
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16.09.2019, 17:05
AW: Kein Bagatelldelikt?
@ saily,
schön, wenn Du mich beruhigen kannst.
Da ich jahrzehntelang im sozialen Bereich gearbeitet habe, habe allerdings auch viel gehört. Empirisch muss es natürlich nicht sein.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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16.09.2019, 17:07
AW: Kein Bagatelldelikt?
Nun, ich glaube nicht, dass das Besuchsthema in der Klinik hier entscheidungsrelevant ist.
Ich kann mir aber durchaus die Belastung vorstellen. Auch die Frage, ob man selbst nicht gut genug ist oder was man falsch gemacht hat, wird mit Sicherheit sehr belastend sein.
Deswegen schreib ich ja. Schwangere und Eltern brauchen mehr Unterstützung aus der Gesellschaft und von staatlicher Seite.
Wir geben Milliarden für Bankenrettung, Elektromobilität und Energiewende aus.
Aber wenn es darum geht, Schwangeren bzw. Eltern allgemein und deren Kindern eine Perspektive zu geben, dann wird's eng. Dann ist Abtreibung das Zauberwort. Das kann's doch wirklich nicht sein.


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