Ich suche nach belastbaren Zahlen zu Schwimmunterricht und Klassenfahrten
Gefunden habe ich, erst mal, nur etwas aus Hamburg
Burkini & Schleier an Schulen: Kaum Sonderrechte fur Muslime | MOPO.de
Erstmals hat die Schulbehörde alle 338 staatlichen Hamburger Schulen nach Schulpflichtverletzungen mit religiösem Hintergrund gefragt.
Ergebnis: Obwohl die Hälfte der 180.000 Hamburger Schüler Migrationshintergrund hat, gibt es nur sehr wenige Konfliktfälle.
Nun muss man natürlich noch bedenken, nicht automatisch Muslim mit Migrationshintergrund zu verknüpfen.
Seit 2013 haben von über 150.000 Schülern auf Klassenfahrt nur 85 Eltern die Teilnahme verweigert. In 40 dieser Fälle hat die Schulbehörde die Teilnahme durchsetzen können. Unter den verbliebenen hartnäckigen Verweigerern machten weniger als zwei pro Jahr religiöse Motive geltend. Das sind 0,004 Prozent.
In den letzten drei Schuljahren haben nur drei Schülerinnen darauf bestanden, ihr Gesicht zu verschleiern. Die Schulbehörde hat in allen Fällen das Verschleierungsverbot durchgesetzt.
Völlig zurecht.
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Ergebnis 141 bis 150 von 280
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01.09.2019, 09:21
AW: Stellung der Frau in muslimischen Communities - und was geht uns das an?
Geändert von Lilith10 (01.09.2019 um 10:24 Uhr)
Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm
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01.09.2019, 09:30Inaktiver User
AW: Stellung der Frau in muslimischen Communities - und was geht uns das an?
Der Schwimmunterricht ist in vielen Ländern reduziert worden, dass er kaum noch eine Rolle spielt. In Berlin gibt es in Klasse 3 ein halbes Jahr eine Doppelstunde.... Und dann nur noch im SportGrundkurs ein Semester....
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01.09.2019, 09:34
AW: Stellung der Frau in muslimischen Communities - und was geht uns das an?
Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
Ist es wichtig?
Ist es wahr?
Und ist es besser, als die Stille?

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01.09.2019, 09:39
AW: Stellung der Frau in muslimischen Communities - und was geht uns das an?
Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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01.09.2019, 10:06Inaktiver User
AW: Stellung der Frau in muslimischen Communities - und was geht uns das an?
Hervorhebung von mir
Sorry, falls sich das jetzt wie Korinthenkxxxrei liest , aber : Muslime wollen nicht per se "ihre Kinder unterdrücken" und verzichten nicht "nur aufgrund sozialer Kontrolle" darauf
Ansonsten Zustimmung, dass Integration leichter ist, wenn das Umfeld nicht einheitlich ist
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01.09.2019, 10:33
AW: Stellung der Frau in muslimischen Communities - und was geht uns das an?
Ich verstehe das so, dass Du meinst, Du hättest die Beispiele widerlegt. Wo bzw. wie wolltest Du das getan haben? Mit dem Hinweis, dass in der Türkei gerade eine Hardliner-Regierung an der Macht ist? Falls du das meinst, muss ich mich doch sehr wundern. Deswegen hören doch die Kemalisten und die Aleviten und die entsprechenden Familienverbände nicht auf zu existieren.
Und die sind einem Individuum schon eine Ecke näher als irgendeine Regierung in Ankara. Ansonsten gäbe es ja die Probleme mit Parallelgesellschaften in Deutschland auch nicht, wenn eine Regierung das alles bestimmte. Also sorry, aber so ein Argument wäre schon ein Über-einen-Kamm-Scheren mit aller Gewalt. Sollte ich das missverstanden haben, freue ich mich über eine kurze Korrektur (Beitragsnummer reicht, wenn ich was überlesen habe).
Aber es soll ja hier nicht nur um die Türkei bzw. uns Kopftuch gehen. Dann würden mich immer noch Lösungsvorschläge zur Vermittlung mit Mitgliedern partriarchalisch-unfreier Gruppen interessieren. Du nanntest vermehrt gesetzliche Vorgaben, bspw. zum Schwimmunterricht, hast aber selbst schon auf die Ausweichmechanismen hingewiesen, die dann zum Einsatz kommen können.
Ich meine durchaus, dass Vorschriften (oder ggf. Verbote) auch einen Symbol- oder Signalcharakter haben können, den ich auch sinnvoll finde. Aber das allein reicht eben nicht, man müsste auch die Umsetzung aktiv befördern. Dazu muss man meines Erachtens die Menschen erreichen, und das geht wiederum meiner Meinung nach nur über Dialog. Dieser ist es auch wert,wenn man nicht 100% alle erreicht, finde ich.
Und dazu müsste man anerkennen, dass man eben keine homogene Gruppe vor sich hat. Ich glaube auch nicht, dass echte Hilfe bzw. halt Dialog mit einer Gruppe möglich ist, von der man in erster Linie ein Feindbild hat, und so kommt mir das hier teilweise vor. Wie soll man so jemanden erreichen? Möchtest Du Dich jemandem öffnen und ggf. von jemandem lernen, der Dein ganzes soziales Makrogefüge erstmal abwertet?
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01.09.2019, 11:18Inaktiver User
AW: Stellung der Frau in muslimischen Communities - und was geht uns das an?
Vor diesem Hintergrund möchte ich nochmal auf einen früheren Beitrag von mir eingehen. Es geht mir nicht um Whataboutism/Relativierung, wenn ich tatsächliche Gegebenheiten außerhalb muslimischer Communities darstelle, sondern um den zweiten Teil des Strangtitels „und was geht uns das an?“ Und da möchte ich - ähnlich wie die User/innen, die über Gewalt gegen Frauen durch nicht muslimische Männer schrieben - fragen, welchen Anspruch und welche Berechtigung Frauen haben, von anderen Frauen die Einhaltung von Zielen zu fordern, die für sie selber noch in weiter Ferne liegen. Und welche Motivation steckt dahinter, Forderungen für die Gleichstellung von Muslimas zu stellen, aber zum Beispiel die nicht vorhandene Gleichstellung christlicher Frauen hinzunehmen. Das führt dann zu der weiteren Frage, wie unglaubwürdig machen wir nicht muslimischen Frauen uns, wenn wir Maßstäbe fordern, die für uns selbst nicht gelten, wenn wir eine Vorbildungsfunktion in Sachen Gleichberechtigung ausfüllen wollen/sollen?
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01.09.2019, 11:40Inaktiver User
AW: Stellung der Frau in muslimischen Communities - und was geht uns das an?
@Holzkante
Der Gedankengang trifft, denn verlangen kann und darf niemand etwas anderes.
(wenn das Gegebene innerhalb unseres gesetzlichen Rahmens geschieht).
Hart ausgedrückt: Jede Frau (egal welchen Glaubens/Herkunft) hat das Recht, in einer unterdrückenden, destruktiven Beziehung zu verharren.
Wesentlich sind Kontaktangebote, Hilfsangebote und Unterstützung, wenn die Frau dort heraus will.
Mir geht es primär um die Kinder - diese sollten beide Welten kennenlernen dürfen!
Für die Stellung der Frau - zukünftig - geht es dabei nicht nur um die Mädchen, sondern auch um die Jungen, denn das sind zukünftige Beziehungspartner, Väter,...
Auch deren Sozialisation entscheidet darüber, welche Stellung Frauen in den muslimischen Communities haben werden.
Traurig empfinde ich, dass diese Jungen, Jungmänner, von den Müttern selbst oft zu dem abwertenden Frauenbild erzogen werden.
Frauen selbst setzen ihre gering geachtete Stellung fort.
Jungen und Mädchen müssen die Gelegenheit haben, beide Welten zu leben, um zumindest die Unterschiede zu spüren , denn das regt automatisch innere Auseinandersetzung an.
Schule, Vereinen, Kindergarten,... tragen da wesentliche Verantwortung und auch der Gesetzgeber, indem er den dortigen Rahmen vorgibt.
Die verlinkten Beratungs- und Treffpunkte tragen ebenfalls einen ganz elementaren Anteil bei!
Jede Begegnung löst Reflektion aus. Wie und ob diese Erkenntnisse zum Tragen kommen, ist individuelle, freie Entscheidung.
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01.09.2019, 11:40
AW: Stellung der Frau in muslimischen Communities - und was geht uns das an?
Live-Erlebnisse finde ich immer am anschaulichsten:
Ende Juli gegen Mitternacht - nach Kino, Theater usw. - eine groß angelegte Polizeikontrolle (Papiere, Alkohol, Drogen etc.) mit komplett abgesperrter Straße und viel Personal (auf Höhe der Messe auf einer Ausfallstraße einer deutschen Großstadt). Direkt vor mir in der Schlange ein großer SUV (BMW) mit abgedunkelten Scheiben und Breitreifen.
Eine uniformierte Polizistin tritt an den besagte Wagen. Eine kurze Unterhaltung, dann ihrerseits ein Kopfschütteln, schließlich holt sie einen männlichen Kollegen heran. Dieser kontrolliert dann die Papiere.
Zwischenzeitlich wird mir ein weiteres Vorfahren signalisiert. Die besagte Polizistin tritt an mein Auto: "Guten Abend, Fahrzeugkontrolle, bitte Führerschein und Fahrzeugpapiere. Haben Sie Alkohol getrunken oder Drogen konsumiert ?".
Nach dem kurzen Check meiner Papiere und der Verneinung bezüglich des Fahrens unter Alkohol- bzw. Drogeneinfluss, frage ich, ob es erlaubt wäre, mal selbst eine Frage zu stellen. Nachdem sie dies bejaht hat, frage ich, warum sie gerade den Kollegen geholt hat ? Die Antwort wörtlich: "Der Fahrzeugführer wollte sich nicht von einer Frau kontrollieren lassen".
Was ich als mehr als gewöhnungsbedürftig in einem Land wie Deutschland empfand und ihr dies auch mitteilte. Ihre Antwort: "Dazu möchte ich mich besser nicht äußern".
Und abschließend: "Deshalb haben wir inzwischen auch bei solchen Kontrollen immer eine gemischte Besetzung".
Nun denn. Wenn ich es nicht selbst erlebt hätte, würde ich es nicht glauben ...
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01.09.2019, 11:46Inaktiver User
AW: Stellung der Frau in muslimischen Communities - und was geht uns das an?
obwohl ich bekennede Verhüllungsgegnerin bin, bin ich nicht mal für ein Verbot... das ist umständlich zu kontollieren und bringt meiner Meinung nach nicht viel.
Was ich aber durchaus befürworten würde ist eine konsequente Ablehnung von Klagen wie z.B....
"ich will mit Kopftuch an einer Berliner Schule (oder irgendwelchen anderen öffentlichen Einrichtungen wie z. B. Gerichte) unterrichten, obwohl ich weiß, dass es dort ein Neutralitätsgebot gibt. Ich berufe mich einfach auf meinen Glauben und die Religionsfreiheit."
Die Antwort sollte heißen...
"Es gibt bis heute keinen umumstößlichen Beweis dafür, dass man sich als Zeichen der Religionszugehörigkeit verhüllen muss, wenn du dich aber trotzdem verhüllen möchtest, kannst du das natürlich gern tun, wir sind ja ein freies Land in dem jeder (im Rahmen der geltenden Gesetze) machen kann was er will. Du musst dann aber damit rechnen, dass du gewisse Einschränkungen (z.B. bei der Arbeitssuche) hinnehmen musst."
Klage abgewiesen... Fertig.


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