Na ja, da kam sicher einiges zusammen, viele waren schlicht mit der Existenzsicherung beschäftigt
Edit: mit Aneignung meine ich übrigens den Prozess sich für etwas einzusetzen. Das war ja bisher nicht nötig ist aber sicher die beste Möglichkeit der Auseinandersetzung, des Lernens und eben der Aneignung.
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31.08.2019, 16:24
AW: Landtagswahlen Brandenburg + Sachsen 1.9. Thüringen 27.10.
Geändert von Sprachlos (31.08.2019 um 16:53 Uhr)
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31.08.2019, 17:27
AW: Landtagswahlen Brandenburg + Sachsen 1.9. Thüringen 27.10.
Im hervorrgenden Text der Zeit, verlinkt von Sprachlos steht es doch :
Man kann ein Problem nur dann besiegen, wenn es sich zeigt. Wer im Osten mit AfD-Wählern spricht, stellt irgendwann fest: Ihr AfD-Wählen war offenbar eine Art Emanzipation. Nicht für alle, doch für viele. Sie haben sich politisch bekannt. Damit soll nicht die Gefährlichkeit der AfD relativiert werden, auch nicht ihre teilweise Nähe zu harten Rechten. Aber diejenigen, die früher Nichtwähler waren, vielleicht auch unzufrieden grummelnde CDU-, SPD- oder Linke-Wähler – die haben ihre Unzufriedenheit jetzt artikuliert. Dadurch wurden sie politisch sichtbar. Man kann sich mit ihnen und ihren Anliegen auseinandersetzen. Und das hat der politische Betrieb in den vergangenen zwei Jahren verstanden. Es kam ja tatsächlich alles auf den Tisch, es wurde alles diskutiert: die Nachwendezeit, die Lohnungerechtigkeit, die Einstellung zu Migration und Klimawandel.
Sie haben sich emanzipiert und nun mit der AfD ein wirksames wehtuendes Mitel, waffe, Sprachrohr usw. gefunden ,was vor allem in den hochnäsigenen Meinungsmachenden westdeutschen Medien oder Denkzentrentralen und Elefenbeintürme der Politik zum ersten Mal so richtig spürbar wirkt und in diese eindringt.
Angst vor Kontroll-, Macht- und Stimmverlust, was man nicht wie sonst mit unorganierten zerstreuten Nichtwählern oder nicht relevanten Stimmen von Kleinstparteien mehr ignorieren oder abtun konnte wie vorher.
Die AfD ist dabei nur die Bündelung von vielen Grummeln als wirksame Methode und Waffe vor die sich die Etablierten nun zum ersten Mal wirklich ernsthaft fürchten müssen .
Andererseits beschafft das ja gleichzeitig den Grünen als Protestantagonist gegen die Protest AfD vor allem im Westen womöglich die Macht in absehbarer Zeit. (SPD und CDU ade)
Also hat dieses Grummeln im Osten einen großen doppelten Effekt auf die politische Landschaft, das vergessen viele.
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31.08.2019, 17:56Inaktiver User
AW: Landtagswahlen Brandenburg + Sachsen 1.9. Thüringen 27.10.
Doch es geht um doll unzufrieden.
Genau hinschauen wer im Osten AfD wählt, es ist etwa ein Viertel der Bevölkerung.
Schauen wir dann noch genauer in die Biografien der sich zur Wahl Stellenden-AfDler und schon AfD- Abgeordneten, dann hat die Hälfte eine westdeutsche Biografie. Wo waren die denn zur Wende? Haben die den gutgläubigen Ostdeutschen erzählt, das Demokratie und Freiheit nicht nur aus Bananen und Reisefreiheit besteht?Es geht darum, dass schon wieder eine Macht da war, die gesagt hat: so machst Du das. Das kannten sie ja aus 40 Jahre DDR.
Die meisten haben doch gehofft, das sich das "Gute" aus der DDR zum "Guten" der BRD gesellt. Hat sich aber ewig nicht, kommt putzigerweise jetzt hin und wieder mal modifiziert zum Vorschein.
Ich sage das jetzt ganz bewußt und wohl auch böse, wer zu DDR-Zeiten nichts auf die Reihe bekommen hat, ist erst recht in der BRD verloren. Irgendwie haben wohl manche geglaubt, das die Zeit der Care-Pakete nie enden wird. Sie endete aber 1990 mit dem Beitritt.Dann ging für manche das "System" auf, sie waren Gewinner und für manche ging es nicht auf.
Das waren die ersten, man könnte die tatsächlich als Raubritter bezeichnen, aber das ist Kapitalismus in reinster Form,Und der grosse Bruder im Westen zeige sich oft als Besserwessi, als Haifisch, als einer, der sich die Filetstücke unter den Nagel reisst und ansonsten relativ arrogant über das Land stolzierte.
teilen kam später mit dem Soli, aber den zahlen alle, die Steuern zahlen, alte wie neue Bundesländer, profitiert hat äußerlich der Osten, er schaut infrastrukturell oft moderner aus als der Westen, das Geld kassiert haben Unternehmen aus dem Westen, denn ostdeutsche Firmen, die das leisten konnten gabs ja nicht mehr.
Jaein.Lange vor 2015 gab das Grumeln, die Wut, die Überzeugung, nicht ernst genommen zu werden und nur für die Ausschlachtung zu dienen. Doch diejenigen zogen sich ins Niemandsland zurück, wählten nicht mehr und niemand hörte sie.
Vielen Menschen ging es gut, die sahen keinen Handlungsbedarf mehr und sind deswegen nicht zur Wahl gegangen, lief doch alles easy, die Arbeitslosenzahlen gingen runter, der Verdienst zwar immer noch niedriger als in den alten Ländern, aber trotzdem konnten sich mehr Leute etwas leisten und die Hartz4-Dynastien haben sich hier auch schon ganz gut eingerichtet.
Die, die das Ganze nicht so toll fanden, sind wählen gegangen und haben links von der CDU gewählt.
Kannst du dich noch erinnern, das ich zu der Zeit im ersten Migrationsstrang mal schrieb, ich sehe eine Chance, das die Bevölkerung sich wieder mehr für Politik interessiert und sich engagiert?Und dann kam Merkel, die Flüchtlingspolitik, und die AfD. Und es gab wieder Debatten, eine Sprache oder besser ein Sprachrohr, und eine Politisierung.
Ein knappes Viertel der deutschen Bevölkerung ist jetzt offen rechtspopulistisch eingestellt, ein knappes Viertel. Nicht wenig, aber eben auch nicht die Mehrheit und ich bin der vollen Überzeugung, das die das schon immer waren. Sie haben sich nur nicht getraut.
Und das man das jetzt offen vertreten kann, auch wenn man von politischen Gegnern angefeindet wird, geht den Linken doch schon seit der Wende so, das ist für mich Demokratie.
Das sage ich jetzt als "Ossi", der nie in den Westen wollte, einiges an Beulen eingesteckt hat, an das Gute im Menschen glaubt, sich die DDR nicht zurück wünscht, sich nie politisch engagieren wollte und seit 2015 doch aktiv ist.
Dank der AfD.
Wir sollten endlich die Mauer in unseren Köpfen einreissen.Geändert von Inaktiver User (31.08.2019 um 18:52 Uhr)
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31.08.2019, 18:55
AW: Landtagswahlen Brandenburg + Sachsen 1.9. Thüringen 27.10.
Ja, ich habe es etwas verkürzt geschrieben, weil ich auf den Satz geantwortet habe:
seitdem westdeutsche Rechtsextremisten wie Höcke und Kalbitz den Menschen in Ostedeutschland einreden, das sie doch ganz doll unzufrieden sein müssen?
das ist einfach falsch. Erst war die Unzufriedenheit, dann kam die AfD!Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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31.08.2019, 18:56
AW: Landtagswahlen Brandenburg + Sachsen 1.9. Thüringen 27.10.
Körperlich Distanz
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31.08.2019, 19:06
AW: Landtagswahlen Brandenburg + Sachsen 1.9. Thüringen 27.10.
Ein Interview mit Kretschmer:
Das Morning Briefing – der Podcast >> Gabor SteingartKörperlich Distanz
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31.08.2019, 19:12
AW: Landtagswahlen Brandenburg + Sachsen 1.9. Thüringen 27.10.
Kretschmer ist so selbstbewusst und so sehr Sachse und kämpft positiv für sein Land.
Das gefällt mir gut.Körperlich Distanz
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31.08.2019, 19:49Inaktiver User
AW: Landtagswahlen Brandenburg + Sachsen 1.9. Thüringen 27.10.
Du findest das einfach falsch. Ob das faktisch falsch ist, steht auf einem anderen Blatt. Ich habe z. B. Zweifel, dass die Menschen sehr unzufrieden damit waren, dass gerade mal knapp 16 Prozent der Asylbewerber/innen in die ostdeutschen Bundesländer kamen (Quelle), bevor die Ausländerhetze von Rechtsradikalen und Rechtsextremisten (auch) aus Westdeutschland, massiv befeuert wurde.
Warum läuft jemand, die/der unzufrieden ist mit der gefühlten Bevormundung aus dem Westen, bei Protestmärschen in Chemnitz ausgerechnet hinter Neonazis aus Westdeutschland her?
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31.08.2019, 21:54Inaktiver User
AW: Landtagswahlen Brandenburg + Sachsen 1.9. Thüringen 27.10.
Genau das erwarte ich eigentlich von einem der Ministerpräsident in seinem Land bleiben will und seine Wahlkampfreisen/Bürgerdialoge finde ich gut, sollte er gewinnen, müsste das ein Mittel seiner Amtsschaft bleiben. Bürgerdialog, nicht vom Podium herab und nach ner halben Stunde wieder abrauschen, sondern da sein, wo's "brennt" und keine Angst vorm Bürger. Politiker ist nun mal kein nine to five Job und wird auch nicht so bezahlt. Ich find Kretschmer engagiert und glaubhaft für Sachsen.
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31.08.2019, 21:57Inaktiver User



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