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Thema: Greta segelt


  1. Registriert seit
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    AW: Greta segelt

    Ein deutscher Reeder hat den Vorschlag gemacht, dass man ein „Tenpolimit“ einführen könnte, da dies auch zu niedrigeren Treibstoffverbräuchen führen würde.
    Aber da man sich nicht einigen konnte, wurde das natürlich nicht weiter verfolgt.
    Quelle: https://www.abendblatt.de/wirtschaft/article217070247/Klimawandel-Hamburger-Reeder-will-Tempolimit-auf-dem-Meer.html

  2. Avatar von VanDyck
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    AW: Greta segelt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mehr LKW auf den Straßen, mehr Cargoflugzeuge in der Luft, allerorten würden Waren erst mal nicht ankommen...
    Ich meinte ja: ersatzlos stilllegen - also dafür keine neuen Flugzeuge oder LKW bauen oder fliegen/fahren lassen.
    Um mir meine Frage ein kleines Stück selbst zu beantworten, würde ich ja meinen, dass bei tatsächlich ersatzloser Streichung dieser 15 größten Frachtschiffe zunächst einmal zwei Dinge passieren würden: der weltweite Warenverkehr würde sich verlangsamen und er würde teurer werden.
    Was wiederum würde eine Verlangsamung des Warenverkehrs für den einzelnen Bürger bspw. in D bedeuten? Und was würde diese Verlangsamung für das Klima bedeuten?
    Eher theoretische Frage: was würde es für das Weltklima bedeuten, wenn ab sofort auf der ganzen Welt einfach alles alles alles und eben auch für Alle Menschen um - sagen wir mal - 25% langsamer wird?

    Zitat Zitat von nur_so Beitrag anzeigen
    Ein deutscher Reeder hat den Vorschlag gemacht, dass man ein „Tenpolimit“ einführen könnte, da dies auch zu niedrigeren Treibstoffverbräuchen führen würde.
    Aber da man sich nicht einigen konnte, wurde das natürlich nicht weiter verfolgt.
    Quelle: Klimawandel: Hamburger Reeder will Tempolimit auf dem Meer - Wirtschaft - Hamburger Abendblatt
    Ah, interessant.
    Auch beim Tempolimit würde ja die Verlangsamung eine Rolle spielen.
    Ist mglw. das Thema 'Verlangsamung' eines der wichtigsten Aspekte für erfolgreiche Klimapolitik?
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
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  3. Avatar von chaos99
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    AW: Greta segelt

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Eher theoretische Frage: was würde es für das Weltklima bedeuten, wenn ab sofort auf der ganzen Welt einfach alles alles alles und eben auch für Alle Menschen um - sagen wir mal - 25% langsamer wird?
    Die Frage ist auf den ersten Blick subjektiv, aber Ware, die verkauft wird, wird produziert.
    25% Reduzierung der Geschwindigkeit wäre ein drastischer Rückschritt.
    Der Aufwand, der betrieben wurde, um die derzeitige Geschwindigkeit zu erreichen, war materiell und personell heftig.

    Die Folge ware auch klar:
    Zusammenbruch der Wirtschaft, da 25% langsamer auch in der Produktion zu entsprechenden Größen im Produktionsvolumen führt.

    Globale Streichung von Produktionsstandorten, etc.

    Das Konstrukt Börse bricht dann weg und Privatunternehmer, die derzeit Umsatz machen, um zu leben, sterben.

    Abgesehen davon, wenn LKWs nicht mehr Ferntransporte machen...von der Bahn zur Firma muss es trotzdem sein.
    Dann wird der Verkehr in die Zentren verlagert.


    Aber dem Klima täte es gut.

    In der Praxis natürlich indiskutabel.
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  4. Avatar von Sprachlos
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    AW: Greta segelt

    @vanDyck, du kannst nicht einfach an einer Stelle in's System eingreifen, einfach Schiffe einsparen bringt nichts, sondern wird dann irgendwie so kompensiert wie Anhinga schreibt.

    Mit der theoretischen Frage nach der Verlangsamung stellst du den Kapitalismus als solchen infrage, denn das kann er - eigentlich - nicht. Ich wüsste aber auch gern, ob es im kapitalistischen System machbar ist, Wachstum nicht immer als das Wachstum von Konsum zu definieren, sondern eben demnächst als Wachstum von Lebensqualität. Damit steht und fällt alles, meiner Meinung nach.

    Ich glaube wir müssen da als Gesellschaft enge gesetzliche Vorgaben machen, aber diese Dinge müssen fair verhandelt und sozial abgefedert werden, so dass sich alle Menschen mitgenommen fühlen.

  5. AW: Greta segelt

    Statt zu schauen, was alles nicht geht, wäre es ja sinnvoller zu überlegen, wo man ansetzen könnte.

    Meine Ideen:

    - Abschaffung von Billigfliegern
    - Ausbau von vertikalen Gärten in der Stadt (Urban gardening) -> schafft vielleicht neue Arbeitsplätze???
    - Preise für den Zugverkehr drastisch senken
    - mehr Gütertransporte auf die Schienen, um vor Ort zu den Läden zu kommen braucht man immer noch LKW, aber eher dann nur die ortsansässigen Unternehmen

  6. Avatar von VanDyck
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    AW: Greta segelt

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    @vanDyck, du kannst nicht einfach an einer Stelle in's System eingreifen, einfach Schiffe einsparen bringt nichts, sondern wird dann irgendwie so kompensiert wie Anhinga schreibt.
    Ich verstehe, worauf du hinaus willst.
    Doch ist eine Politik der Veränderung nicht immer davon gekennzeichnet, dass es immer einen ersten Schritt gibt, den man sodann als 'an nur einer Stelle ins System eingreifen' bezeichnen müsste?
    Wie realistisch ist es, selbst in nur einem Land ein großes Gesamtpaket an Maßnahmen zugleich auf den Weg zu bringen?

    Zitat Zitat von Sortie_Echo Beitrag anzeigen
    - Preise für den Zugverkehr drastisch senken
    - mehr Gütertransporte auf die Schienen, um vor Ort zu den Läden zu kommen braucht man immer noch LKW, aber eher dann nur die ortsansässigen Unternehmen
    Eine nennenswerte Steigerung des Personenverkehrs bei der Bahn (z.B. durch drastische Ticketverbilligung) ist zur Zeit gar nicht möglich, weil das Volumen des Schienennetzes das überhaupt nicht hergibt. Leider!
    Gleiches gilt erst recht für den Güterverkehr auf der Schiene.
    In vielen Strängen hier im Politikforum wurde dazu schon diskutiert und eine Menge von Artikeln verlinkt.
    In den letzten 20 Jahren wurde das Schienennetz um 16% abgebaut! Selbst um auf den Stand von vor 20 Jahren zu kommen, braucht es viele Jahre, selbst wenn man heute damit anfangen würde.
    Was mit der Bahn und dem Schienennetzt angestellt wurde, ist einfach nur zum ...

    Zitat Zitat von chaos99 Beitrag anzeigen
    Aber dem Klima täte es gut.
    In der Praxis natürlich indiskutabel.
    Tja ...
    Ansonsten danke für deine weiteren Sätze im Beitrag.
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    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
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    Geändert von VanDyck (02.08.2019 um 08:38 Uhr)

  7. Avatar von chaos99
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    AW: Greta segelt

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    Ich wüsste aber auch gern, ob es im kapitalistischen System machbar ist, Wachstum nicht immer als das Wachstum von Konsum zu definieren, sondern eben demnächst als Wachstum von Lebensqualität. Damit steht und fällt alles, meiner Meinung nach.

    Lebensqualität definiert Jeder anders.
    ...und Konsum ist dabei für sehr Viele der entscheidende Faktor.
    Chaos
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  8. Inaktiver User

    AW: Greta segelt

    Warum eigentlich nicht, wie Trump (ich weiß, böses Wort), Strafzölle auf im Ausland gefertigte Waren, dass diese so viel kosten als wären sie im Inland hergestellt worden, zuzüglich den Warenverkehr noch mit CO2 Steuer belegen?

    Die Diskussion wäre im Klima- und Wertewandelstrang eigentlich besser aufgehoben.


  9. Registriert seit
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    AW: Greta segelt

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen

    Mit der theoretischen Frage nach der Verlangsamung stellst du den Kapitalismus als solchen infrage, denn das kann er - eigentlich - nicht. Ich wüsste aber auch gern, ob es im kapitalistischen System machbar ist, Wachstum nicht immer als das Wachstum von Konsum zu definieren, sondern eben demnächst als Wachstum von Lebensqualität. Damit steht und fällt alles, meiner Meinung nach.
    Gute Frage bzw. so sehe ich das auch.

    Doch wir stecken ja immer noch mitten in der Debatte, was Lebensqualität überhaupt bedeutet.

    Oder auch Freiheit - die wird vor allem als eigene, individuelle Freiheit der selbstbestimmten Lebensführung verstanden.
    Freiheit ist am Ende nur noch alles sagen zu dürfen was mir durch den Kopf geht (aber ist das auch sinnvoll, was da durch den Kopf geht?) oder zu konsumieren wofür das Geld reicht (!?).

    Bei großen Themen versagt dieses Konstrukt und die individuelle Freiheit eines kenianischen Bauern, der aufgrund der bestehenden Klimaveränderungen nicht mehr ernten kann wie noch vor 10 oder 20 Jahren, die wird ausgeblendet.

    Globalität ist schön beim Warenaustausch und beim Reisen um die Welt, aber hässlich wenn es um die Nebeneffekte wie beim Klima geht. Nur ist das eben inzwischen kein Nebeneffekt mehr.

    Für mich bringen genau an dem Punkt F4F und Greta Schwung in die Debatte, sogar mit ihrer Segelbootgeschichte: wie schwierig es ist unterschiedliche Interessen zum Ausgleich zu bringen.
    Auf der einen Seite will sie die Menschen auf einem anderen Kontinent besuchen um für F4F zu werben und auf dem Klimagipfel präsent zu sein - auf der anderen Seite die ganz pragmatische Frage: wie kann ich da hin kommen ohne meine eigenen Vorgaben zu missachten?

    Das ist natürlich kein auf alle übertragbarer Lösungsansatz aber es ist konsequent und es macht auf das Dilemma aufmerksam.
    Think before you print.

  10. Inaktiver User

    AW: Greta segelt

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Drum verstehe ich das "Bohei" nicht.
    Und ich wundere mich immer über ellenlange Beiträge in denen sich jemand ausführlich und mit bester Detailkenntnis darüber wundert, dass andere ein Thema diskutieren.

    Oder was ist sonst der Bohei?

    Ich habe über diesen Bri-Strang von der Aktion erfahren und finde sowohl die Aktion wie auch die Diskussion interessant.

    Es geht ja nicht nur um einen privaten Segeltörn, sondern um ein hochpolitisches Thema, das uns alle betrifft.
    Die Person Greta Thunberg trifft hochrangige Personen vom Papst bis zu Politikern und Wissenschaftlern.
    Jetzt fährt sie mit einem der weltbesten Segler und einem monegassischen Adligen auf einem Katamaran zu einer Konferenz in den USA und es wird überlegt wie der Präsident der USA reagieren wird.

    Also - mich würde eher wundern, wenn das NICHT diskutiert würde.
    Diese Geschichte kann man sich ja schon schwer ausdenken...

    Und es wird in der Bri ja nun wirklich ALLES diskutiert.

    Und natürlich wird bei einer politischen Aktion auch deren Sinn und Un-Sinn diskutiert, das ist doch einfach normal.
    Und eben auch das Kernthema kommt immer mal wieder zur Sprache etc.
    Mich erstaunt das jetzt nicht.
    Und auch dieser Strang wird wieder vesiegen.

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