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Thema: Greta segelt

  1. VIP Avatar von Rotfuchs
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    AW: Greta segelt

    Ich habe (noch) ein 13 Jahre altes Auto (keinen Diesel), fahre aber nur noch sehr selten (ca. 3000 Kilometer im Jahr) und werde mir voraussichtlich auch kein neues Auto mehr anschaffen, wenn das aktuelle kaputt ist.
    Ich wohne so günstig, dass ich die meisten Alltagsaktivitäten zu Fuß erledigen kann, für einige den Bus nutzen kann... und nur relativ selten wirklich selbst fahren muss.

    Nun könnte ich unter diesen Umständen hier natürlich platt behaupten, ich würde nur aus Klimaschutzgründen aufs Fahren verzichten und mich dafür von der Umweltriege belobigen lassen.

    (Was welcher User WIRKLICH tut oder lässt, wissen wir ja sowieso nicht.)

    Menschen, die täglich ihren Arbeitsplatz erreichen MÜSSEN, haben häufig gar keine keine Wahl, weil die Öffis nicht ausreichen, aber die Strecke z.B. mit dem Fahrrad auch nicht in jedem Fall (und bei jedem Wetter) zu bewältigen ist.
    Wer gar noch auf dem Land wohnt und zum Job in die Stadt muss, ist oft total aufgeschmissen.
    Menschen, die nun mal beruflich in die USA oder nach Asien reisen müssen, können auch nicht umweltfreundlich auf die Bahn umsteigen.
    Und nein, vieles läßt sich per Videokonferenz abhandeln, schon gar nicht im technischen Bereich.

    Mir ist schon klar, dass Greta lediglich ein publikumswirksames Statement setzen wollte und ein Segelboot keine Alternative für den Alltag und für jedermann ist. Das wird nicht mal Greta glauben.

    Da muss dann aber die Politik Alternativen bieten und technische Entwicklungen unterstützen.

    Von bezahlbaren (!) umweltfreundlichen Autos (was ja nicht zwingend ein E-Auto sein muss, dessen "Klimafreundlichkeit" unterm Strich zumindest umstritten ist) bis hin zu einem Nahverkehr, der den Namensteil "verkehr" auch über eine Stadtgrenze hinaus verdient.

    Da ist jetzt einfach mal Ingenieurleistung, Entwicklung und Investition gefragt! Mit Verboten und Preiserhöhungen allein ist es nicht getan.

    Der Weg in eine CO2-ärmere Zukunft führt in meinen Augen nur über Technik und Entwicklung... in allen Bereichen... aber keinesfalls über den Verzicht der Bürger auf Mobilität, auf Verzicht von Industrie und ständige Preis- und Steuererhöhungen, die es Otto Normalverbraucher immer schwieriger machen, überhaupt seiner Arbeit nachzukommen oder überhaupt noch eine Arbeit zu haben.

    So eine Strategie treibt uns zurück bis in das vorindustrielle Zeitalter... wir satteln künftig wieder unser Pferd, wenn wir uns die garantiert kommende Steuer dafür und das Futter noch leisten können... und China und andere Länder lachen sich kaputt.

    Wobei... ist so ein Pferd eigentlich CO2-frei?

    Bitte nicht falsch verstehen. Ich finde es wichtig, das Klima zu schützen. Ich finde es auch in Ordnung, dafür zu demonstrieren und Forderungen an die Politik zu stellen.

    Aber ich warne davor, dabei in Hysterie und Unsachlichkeit zu verfallen, denn dann kippt die ganze Chose schnell und das ursprünglich völlig berechtigte Anliegen wird nicht mehr ernst genommen.

    Und hier sehe ich (persönliche Meinung) Greta eher als Gefahr, denn als Gallionsfigur einer durchaus berechtigten Bewegung. Sie überzieht... sie nervt... (von den Medien noch bestärkt) und über kurz oder lang wird sie genau deswegen kontraproduktiv, weil sie in ihrer Extremität eine sachliche Auseinandersetzung behindert.
    Wer die Welt bewegen will, sollte erst sich selbst bewegen. (Sokrates)



  2. Moderation Avatar von frangipani
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    AW: Greta segelt

    Naja, abwarten. Da sie ja nächstes Jahr wieder zur Schule geht, wie sie es hier in dem Interview sagt, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass sie weniger in den Medien präsent sein wird.

    Es könnte aber natürlich auch sein, dass in der Zwischenzeit mehr Menschen ihre Argumentation aufgegriffen haben und statt ihrer dann nerven :)

    Greta Thunberg's La Vagabonde voyage let an Aussie family meet the girl behind a climate movement - ABC News (Australian Broadcasting Corporation)
    “We cannot confront these issues alone, none of us can. But the answer to them lies in a simple concept that is not bound by domestic borders, that isn’t based on ethnicity, power base or even forms of governance. The answer lies in our humanity." Jacinda Ardern, 29.3.19

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

  3. Moderation Avatar von Analuisa
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    AW: Greta segelt

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    Nach Klarstellung, daß dies ernst gemeint sei [...]

    Die Frage habe ich mir a) nur erlaubt [...] um zu verifizieren wie absurd eine solch reine PR-Aktion ist [...]

    Was zu beweisen war ...
    Was hättest du eigentlich gemacht, wenn dein Chef anders als erwartet reagiert hätte? So in dem Sinne: Okay, Herr kurant - interessante Idee, machen Sie mal?
    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.
    Alle nicht mit "Moderation" gekennzeichneten Beiträge geben meine private Meinung als Userin wieder.

  4. Avatar von cocoberry
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    AW: Greta segelt

    Zitat Zitat von Rotfuchs Beitrag anzeigen
    …..
    So eine Strategie treibt uns zurück bis in das vorindustrielle Zeitalter... wir satteln künftig wieder unser Pferd, wenn wir uns die garantiert kommende Steuer dafür und das Futter noch leisten können... und China und andere Länder lachen sich kaputt..
    Abgesehen, vom Kaputtlachen Chinas und auch den USA, Indien?,....ich spinne jetzt deinen Gedanken weiter.
    Viele haben also ein Pferd, Begüterte mehrere für eine Kutsche. WO bauen wir den Hafer für die Tiere an, wo können wir die Pferde grasen lassen? Ist doch schon so viel Boden zugebaut!

    Zitat Zitat von Rotfuchs Beitrag anzeigen
    Bitte nicht falsch verstehen. Ich finde es wichtig, das Klima zu schützen. Ich finde es auch in Ordnung, dafür zu demonstrieren und Forderungen an die Politik zu stellen.
    Aber ich warne davor, dabei in Hysterie und Unsachlichkeit zu verfallen, denn dann kippt die ganze Chose schnell und das ursprünglich völlig berechtigte Anliegen wird nicht mehr ernst genommen.
    Und hier sehe ich (persönliche Meinung) Greta eher als Gefahr, denn als Gallionsfigur einer durchaus berechtigten Bewegung. Sie überzieht... sie nervt... (von den Medien noch bestärkt) und über kurz oder lang wird sie genau deswegen kontraproduktiv, weil sie in ihrer Extremität eine sachliche Auseinandersetzung behindert.
    Dem ist nichts hinzu zu fügen!


  5. Registriert seit
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    AW: Greta segelt

    Zitat Zitat von Rotfuchs Beitrag anzeigen
    Mir ist schon klar, dass Greta lediglich ein publikumswirksames Statement setzen wollte und ein Segelboot keine Alternative für den Alltag und für jedermann ist. Das wird nicht mal Greta glauben.
    Nein, dafür ist sie deutlich zu intelligent. Siehe u. a. das in #3579 zitierte Statement.

    Zitat Zitat von Rotfuchs Beitrag anzeigen
    Da ist jetzt einfach mal Ingenieurleistung, Entwicklung und Investition gefragt! Mit Verboten und Preiserhöhungen allein ist es nicht getan.
    Selbstverständlich. Man könnte auch sagen: das ist doch eine Binsenweisheit! Leider sehe ich bisher deutlich zu wenig Entwicklung und Investition. Vor allem sehe ich aber viel zu wenig Implementierung. Entwicklung und Innovation sind toll, aber auch bereits entwickelte Technologien müßten mehr gefördert statt, wie derzeit etwa im Bereich der Windkraft, behindert zu werden. Es müßte in Stromtrassen und Speichertechnologien investiert werden. Dazu müßte man sich halt mal von dem in Zeiten von Negativzinsen ohnedies unsinnigen Primat der schwarzen Null verabschieden. Und man müßte realistische vergleichende Technikfolgenabschätzung betreiben. Wozu meines Erachtens auch gehört, einen deutlich früheren Kohleausstieg sowie einen deutlich schnelleren Ausbau der regenerativen Energien zu betreiben.

    Zitat Zitat von Rotfuchs Beitrag anzeigen
    Der Weg in eine CO2-ärmere Zukunft führt in meinen Augen nur über Technik und Entwicklung... in allen Bereichen... aber keinesfalls über den Verzicht der Bürger auf Mobilität, auf Verzicht von Industrie
    Da unterliegst du meines Erachtens leider einer Täuschung. Das Ziel, alle Elemente hochtechnisierter, energieintensiv wirtschaftender Wegwerf-Gesellschaften 1:1 dekarbonisiert abbilden zu wollen, ist meines Erachtens nicht erreichbar. Ohne ein gewisses Maß an Downsizing wird es, scheint mir, nicht gehen. Selbst wenn du einen 100% CO2-freien Antrieb entwickelst (was ja etwa beim Elektromotor bereits der Fall ist) reicht das noch lange nicht, es müßte ja auch die gesamte Produktionskette (des Vehikels und des dafür benötigten Stroms) CO2frei werden.

    Daher geht an Investitionen in Alternativen kein Weg vorbei. Etwa Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur, so dass kürzere Wege sicher und komfortabel mit dem Rad statt mit dem PKW zurückgelegt werden können. Ausbau des OPNV und der Bahn, so dass klimaschonendere Formen des Transports nicht mehr nur in städtischen Ballungsräumen verfügbar sind. Entwicklung langlebigerer Produkte, die nicht bereits nach kurzer Nutzung auf dem Müll landen. Und ja, für sowas sollte es auch staatliche Anschubfinanzierungen und Fördertöpfe geben. Etc.

    Mir erschließt sich aber vor allem auch nicht, warum das immer wieder mit dem abschreckenden Label "Verzicht" gebrandmarkt wird. Aus meiner Sicht ist das eine Chance, eine lebenswertere, menschen- und naturfreundlichere Umwelt zu gestalten.

    Zitat Zitat von Rotfuchs Beitrag anzeigen
    So eine Strategie treibt uns zurück bis in das vorindustrielle Zeitalter... wir satteln künftig wieder unser Pferd, wenn wir uns die garantiert kommende Steuer dafür und das Futter noch leisten können... [...] Aber ich warne davor, dabei in Hysterie und Unsachlichkeit zu verfallen, denn dann kippt die ganze Chose schnell und das ursprünglich völlig berechtigte Anliegen wird nicht mehr ernst genommen.
    Findest du deine Pferdepolemik sonderlich sachlich? Ich sehe da eher ein Paradebeispiel dafür, wie man Hysterie und irrationale Verlustängste schürt ...

    Zitat Zitat von Rotfuchs Beitrag anzeigen
    Und hier sehe ich (persönliche Meinung) Greta eher als Gefahr, denn als Gallionsfigur einer durchaus berechtigten Bewegung. Sie überzieht... sie nervt... (von den Medien noch bestärkt) und über kurz oder lang wird sie genau deswegen kontraproduktiv, weil sie in ihrer Extremität eine sachliche Auseinandersetzung behindert.
    Seltsam. Ich sehe in Greta Thunberg schlicht eine junge Frau, die sich sehr sachlich und mit bemerkenswertem persönlichem Engagement für ein Thema einsetzt, das ihr wichtig ist. Mich nervt das keineswegs. Mich wundert (und nervt) eher, wie über Thunberg geredet wird. Warum finden erwachsene Menschen es eigentlich toll, eine junge Frau ständig nur mit Vornamen zu nennen, als sei sie noch ein kleines Kind? Oder sie gar herabwürdigend als "Klima-Gretel" etc. bezeichnen? Ich finde das eher lächerlich und peinlich. Nicht für Greta Thunberg. Sondern für denjenigen, der solche Bezeichnungen gebraucht ...

  6. Avatar von einzigARTig
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    AW: Greta segelt

    Zitat Zitat von britwi Beitrag anzeigen
    Daher geht an Investitionen in Alternativen kein Weg vorbei. Etwa Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur, so dass kürzere Wege sicher und komfortabel mit dem Rad statt mit dem PKW zurückgelegt werden können. Ausbau des OPNV und der Bahn, so dass klimaschonendere Formen des Transports nicht mehr nur in städtischen Ballungsräumen verfügbar sind. Entwicklung langlebigerer Produkte, die nicht bereits nach kurzer Nutzung auf dem Müll landen. Und ja, für sowas sollte es auch staatliche Anschubfinanzierungen und Fördertöpfe geben. Etc.

    Mir erschließt sich aber vor allem auch nicht, warum das immer wieder mit dem abschreckenden Label "Verzicht" gebrandmarkt wird. Aus meiner Sicht ist das eine Chance, eine lebenswertere, menschen- und naturfreundlichere Umwelt zu gestalten.

    Ja, das würde allen zugute kommen. Aber vielen Menschen ist der Bezug zur Natur abhanden gekommen und sie sind sich dessen nicht bewusst, dass sie ein Teil der Natur sind.
    Für mich ist es kein Verzicht, Rad statt Auto zu fahren und z.B meinen Klamottenkauf zu reduzieren.

    Aber das führt ja schon wieder vom Strangthema weg.
    Geändert von einzigARTig (06.12.2019 um 14:33 Uhr) Grund: Ergänzung

  7. VIP Avatar von Rotfuchs
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    AW: Greta segelt

    Zitat Zitat von einzigARTig Beitrag anzeigen
    Für mich ist es kein Verzicht, Rad statt Auto zu fahren .
    Das ist ja die Krux. Was für den einen kein Verzicht ist, bedeutet für den anderen enorme Schwierigkeiten, Umstände und Kosten.

    Daher werden wir wohl nie auf einen Nenner kommen, solange jeder nur von sich selbst und von seinen persönlichen Lebensumständen ausgeht und das für das Maß aller Dinge hält.
    Wer die Welt bewegen will, sollte erst sich selbst bewegen. (Sokrates)




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    AW: Greta segelt

    Zitat Zitat von einzigARTig Beitrag anzeigen
    Aber das führt ja schon wieder vom Strangthema weg.
    Hast recht, sorry, ich bin mit den verschiedenen parallelen Klima-Strängen durcheinandergekommen. Andererseits kann und mag man halt manche Dinge nicht einfach unwidersprochen stehen lassen. OT Ende.

  9. Avatar von einzigARTig
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    AW: Greta segelt

    Ich finde es nicht schlimm, über "Greta" zu schreiben, da sich in Schweden alle duzen. Da würde keiner Frau Thunberg zu ihr sagen. Aber ich verstehe schon, was du meinst, britwi.
    Klima-Gretel ist allerdings abwertend.

    Eigentlich könnte man diesen Strang auch wieder schließen, da Greta ja nun wieder in Europa angekommen ist...dann gibt es vielleicht nicht so viel Verwirrung der (Klima)stränge.


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    AW: Greta segelt

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Was hättest du eigentlich gemacht, wenn dein Chef anders als erwartet reagiert hätte? So in dem Sinne: Okay, Herr kurant - interessante Idee, machen Sie mal?
    Da ich keinen Chef mehr habe (bin seit vielen Jahren selbständig), ist diese Variante eine Fiktion und Spekulation.

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