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  1. Inaktiver User

    Bezahlbarer Wohnraum

    Hallo zusammen,

    immer wieder liest mal es fehlt an bezahlbaren Wohnraum in den Ballungsgebieten.

    Gibt es da eine Definition? Was ist bezahlbar an sich?
    Bezahlbar für wen?

    ich habe leider im Netz nichts gefunden.


    lg phyllis


  2. Registriert seit
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    AW: Bezahlbarer Wohnraum

    Es gibt so eine Faustformel, dass man nicht mehr als 30% des Nettoeinkommens für die Miete ausgeben sollte.

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/deutschland-so-viel-vom-einkommen-geht-fuer-miete-drauf-a-1167391.html

  3. Inaktiver User

    AW: Bezahlbarer Wohnraum

    das wäre aber sportlich ich glaube das schaffen die wenigsten


  4. Registriert seit
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    AW: Bezahlbarer Wohnraum

    Das ist ja das Problem!

    Ich beobachte ja aus privatem Interesse den Immobilienmarkt, und hab grad aktuell in Berlin ein paar vermietete ETWs gefunden, die für unter 300 Euro vermietet sind - also möglich ist es schon. Ganz zu schweigen von Wien, wo man teilweise 60, 70 Euro zahlt für eine Zwei- oder Dreizimmerwohnung...
    Geändert von _vorbei (29.07.2019 um 18:25 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: Bezahlbarer Wohnraum

    Ich habe nach meiner Scheidung 50% bezahlt und es ging auch, ist 24 Jahre her.

    Mittlerweile wohne ich auf dem Dorf, zahle 650 kalt für 130 qm.
    Eigentlich will ich in die Stadt ziehen, sehe es aber nicht ein soviel Geld zu bezahlen. Die Grösse kostet dann gleich 1500 bis 2000 Euro je nach Ausstattung.

    Nun, derzeit pendele ich halt zur Arbeit und das nervt


  6. Registriert seit
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    AW: Bezahlbarer Wohnraum

    Ich denke, man muss da genau rechnen, bei Plusminus oder so kam mal ein ganz guter Beitrag.

    Wenn man die Fahrtkosten auf die Miete draufrechnet, von der Zeit ganz zu schweigen, ist es oft nicht wirklich günstiger zu pendeln, auch wenn die Miete allein natürlich geringer ist.

    Bei Familien schlägt allein das zweite Auto ja oft sehr zu Buch. In der Stadt braucht man ja evtl gar keins.

  7. Avatar von WhiteTara
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    AW: Bezahlbarer Wohnraum

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Gibt es da eine Definition? Was ist bezahlbar an sich?
    Bezahlbar für wen?
    Gute Frage

    Ich lebe in einer Stadt, wo viele über die hohen Mieten klagen; ich habe selbst eine ganze Weile in Wohngemeinschaften gelebt, weil dadurch auch die Wohnkosten insgesamt nicht so hoch waren: Die Müllgebühr/Rundfunkgebühren/Internetanschluss/ Grundpreis Strom/Gas teilt man sich in der Gemeinschaft und auch der Verbrauchskosten für Wasser/Heizung waren für mich dann anteilig um einiges günstiger, als wenn ich allein gewohnt hätte. Ich hatte dann mehr Geld für Rücklagen/Reisen/Vergnügen zur Verfügung.

    Aktuell leiste ich mir mit einer 80% Stelle eine 2-Zi-Wohnung in einem beliebten Stadtteil allein nur für mich --> mit Miete/Nebenkosten/Müll/Strom/Gas sind locker 50% meines Verdienstes weg Ich kann mir das leisten, weil ich mir das leisten will ! Ich habe den Rest meines Lebens eben entsprechend so drumherum drapiert, dass es zu den noch vorhandenen Euro auf dem Konto passt - das geht prima. Ich muss winters nicht absichtlich frieren und mag auch bei meiner Ernährung keine qualitativen Abstriche machen und auch nicht auf Urlaubsreisen verzichten. Ich gehe vermutlich seltener im Restaurant essen/ seltener ins Kino als andere, gestalte meine Freizeitbeschäftigungen und Reisen anders als Menschen, die mehr Geld dafür ausgeben können/wollen --> aber ich gräme mich nicht.

    Die Eigentümerin der Wohnung erlebt mich als zuverlässige Miete-Zahlerin und damit ist es ihr egal, ob mein Geld für jeden Tag frische Croissants reicht oder nicht. Bei der Wohnungssuche damals hatte ich allerdings mit Maklern zu tun, die mir klipp und klar deutlich machten, dass ich mit meinem geringen Einkommen (was auch mit einer Vollzeitstelle nicht sonderlich üppig wäre) wohl keine Chance auf einen Mietvertrag hätte, weil ihre Auftraggeber sich wünschen, dass neue Mieter doch bitte mindestens das 3-fache der Warmmiete verdienen mögen, weil ihnen ein Vertrag sonst zu unsicher erscheinen würde. Mit diesem Anspruch würde ich in meinem Stadtteil vermutlich überhaupt gar keine Wohnung mieten können und ich bin froh drum, dass meine Vermieterin das anders sieht

    Was insgesamt bezahlbar ist oder nicht, hängt halt oft auch von den Randbedingungen ab: Hat man eine gut isolierte Wohnung und muss deshalb nur wenig für Heizkosten ausgeben; dann kann evt. die Wohnung mit höherem qm-Preis sich im Laufe des Jahres aber als besser finanzierbar heraus stellen, wenn man sehr geringe Ausgaben an Heizkosten hat, als der kleine qm-Preis mit hohen Ausgaben fürs Heizen. Da spielt dann ja auch noch mit rein, welcher Energieträger dafür genutzt wird.
    Ebenso auch schon angesprochen mögliche Kosten für Pendelei, wenn man außerhalb wohnt: da macht es nicht nur Auto/ÖPNV/Rad/zu Fuß an sich aus; sondern evt auch, was steuerlich absetzbar ist oder evt vom Arbeitgeber mit finanziert wird.
    --> persönlich "bezahlbar" bleibt immer eine ganz individuelle Rechnung!

    Aber es gibt eben auch dieses pauschale allgemein "bezahlbar": Wenn Mieten so in die Höhe schießen, die Familie mit 2 Kindern mit 2 Durchschnittseinkommen (der Region) es sich nicht mehr leisten kann, eine 4 Zimmer Wohnung zu mieten oder die Senioren mit ihrer Rente sich nicht mal ein Apartement leisten können; dann ist irgendetwas quer gelaufen
    LG WhiteTara

  8. Avatar von BlueVelvet06
    Registriert seit
    26.03.2017
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    5.954

    AW: Bezahlbarer Wohnraum

    Über das Thema haben wir neulich schon in Bezug auf die Mietpreisbremse diskutiert, ich verlinke es hier mal
    https://bfriends.brigitte.de/foren/politik-und-tagesgeschehen/532329-berliner-senat-beschliesst-mietpreisbremse.html
    Wenn man auf der Erde 100 Kilo wiegt, wiegt man auf dem Mars nur 38. Ich bin einfach auf dem falschen Planeten.

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