Ich fände eine Kerosinsteuer nur fair.
Wir fliegen wenig, da es für uns zu viert zu teuer als Urlaubsreise oder so ist. Wir ziehen einen Urlaub oder eine Reise in einem Land vor, dass wir mit dem Auto erreichen können.
Freunde von mir haben eine 100% BahnCard aus beruflichen Gründen - die fahren auch im Urlaub mit dem Zug und somit orientieren sie ihre Reiseziele an ihrem Transport.
Es liegt mir fern, Menschen, die 1 -2 mal im Jahr in Urlaub fliegen, ihren Urlaub madig zu machen. Was mich stört sind die geforderten Geschäftsreisen per Flugzeug; die Menschen, die mit dem Flugzeug pendeln; die Billigflieger (Für 19€ nach Portugal).
Eine Besteuerung des Kerosins würde wie viel am Flugpreis verändern? Ich glaube nicht so viel. Dann halt für 179€ nach Portugal und vielleicht überlegt man sich dann, ob man wirklich fliegen muss oder muss vielleicht beim Hotel auf einen Stern verzichten.
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27.07.2019, 15:00
AW: Hält Euch die aktuelle Debatte vor dem Fliegen ab?
Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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27.07.2019, 15:00
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27.07.2019, 15:03
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27.07.2019, 15:07
AW: Hält Euch die aktuelle Debatte vor dem Fliegen ab?
Seufz ... man hätte mein Beispiel auch einfach als Beispiel nehmen können. Ich habe einfach nie Anlass, innerdeutsch zu liegen und darum keine Erfahrungswerte und hab nun halt leider eine Verbindung genannt, die es nicht mehr gibt. Andere Kurzstreckenflüge gibt es aber durchaus noch. Aber Hauptsache, es wird nicht mehr von Frankfurt nach Köln geflogen, dann haben wir das Klimaproblem ja gelöst.
Ich finde nicht, dass eine Verteuerung oder auch die Einstellung von Kurzstreckenflügen bei gleichzeitiger Verbesserung/Vergünstigung von Bahnangeboten eine nicht hinnehmbare Einschränkung der Mobilität bedeuten würde. Ich sehe durchaus Ansätze zur "Ökodiktatur" und auch, das uns mit Scheinlösungen vorgegaukelt wird, das etwas zum Klimaschutz unternommen wird, während die relevanten Themen einfach nicht angegangen werden (Strohhalmverbot, aber weiter Schifffahrt mit Schweröl), aber eine Einschränkung von Kurzstreckenflügen sehe ich weder als diktatorische Maßnahme noch als leere Symbolpolitik an, sondern als einen (nicht den einzigen) sinnvollen und machbaren Schritt.
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27.07.2019, 15:08
AW: Hält Euch die aktuelle Debatte vor dem Fliegen ab?
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27.07.2019, 15:15
AW: Hält Euch die aktuelle Debatte vor dem Fliegen ab?
Mein Schwiegersohn kann dann halt seine Familie nicht mehr so oft sehen, so what? Die können sich den Flug nach Deutschland max. Einmal im Jahr leisten und unsere Kinder ebenso. Dann halt gar nicht mehr, nennt man wohl Kollateralschaden. Sie können ja skypen. Ausgerechnet Portugal als Beispiel triggert mich gerade.
Saphire
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27.07.2019, 15:21
AW: Hält Euch die aktuelle Debatte vor dem Fliegen ab?
Ich habe die Woche im ARD-Morgenmagazin gehört, dass das deutsche Flugaufkommen "nur" 0,1% des Gesamtaufkommens ausmacht.
Wenn das stimmt (kann sein, dass ich das falsch verstanden habe
) dann sehe ich diese Diskussion vor allem als Ziel die weniger Privilegierten noch weniger privilegiert zu halten.
Ich halte auch diese Rechnungen "für 3 Tage nach Sonstwo" = schlecht
aber "für 3 Monate nach Sonstwo" = besser
für komplett falsch
Wieso eigentlich?
Hin- und Rückflug ist doch derselbe, egal wann die stattfinden?
Wenn ich von M nach Paris fliege ist es doch egal, ob ich in Paris dann 3 Tage oder 3 Wochen bleibe?
Erinnert mich argumentativ bissl an die Linie "Kulturreise nach Takatuka-Land" = erlaubt, "Sauf- und Bumsreise nach Takatukaland = verpönt"
Fürs CO2 ist das egal, was man da macht.
Oder geht es insgeheim darum, dass die, die beim Studiosus buchen und die FAZ lesen glauben ein bisschen mehr Recht auf fremde Länder zu haben ?
Dann wären 3 Tage NY okay, wenn man in die Met geht oder?
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27.07.2019, 15:21
AW: Hält Euch die aktuelle Debatte vor dem Fliegen ab?
Naja, aber die Bonzen haben es in allem netter als die Armen, das ist ja nicht nur beim Fliegen so und ein wichtiges, aber etwas anderes Thema, finde ich. Das häufige, eigentlich ganz selbstverständliche Fliegen fällt für mich schon in die Kategorie übertriebener Konsum, ebenso wie die Erwartung, dass alle Güter dieser Welt für praktisch kein Geld hierhertransportiert werden müssen, damit ich sie billig kaufen kann. Ein Grundproblem beim Klimawandel ist doch der ungehemmte Konsum, da finde ich schon, dass wir uns alle, eben auch "wir kleinen Leute" an die eigene Nase fassen müssen.
Das seh ich allerdings genau wie Du.
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27.07.2019, 15:25
AW: Hält Euch die aktuelle Debatte vor dem Fliegen ab?
Ich fand gerade diese strecke interessant, weil sie schon längst klar bewiesen hat, dass innerdeutsch die verlagerung vom flug (und auto) zur schiene funktioniert, wenn die rahmenbedingungen stimmen.
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Man sollte zu den gerne genutzten billigflügen, die zu einem massiven anstieg der anflüge an ganz bestimmte destinations geführt haben, vielleicht mal die Mallorquiner fragen, was sie davon halten.nichts ist wie es scheint
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27.07.2019, 15:29
AW: Hält Euch die aktuelle Debatte vor dem Fliegen ab?
Befürchte, daß es (bei vielen zumindest) so ähnlich sein könnte. Ein verbeamteter Lehrer am Gymnasium hat mir mal erklärt, daß meine Autos absolut schädlich, verwerflich usw. sind (wobei ich ja eh immer nur eins davon fahren kann) - seine mehr als ein halbes Dutzend Flugreisen im Jahr (schätze, er hat locker 12 Wochen Urlaub jährlich) nach Indien zu seinem Guru aber was ganz anderes und damit gar nicht vergleichbar sind. Nun denn.
Ob dies das Klima auch so sieht …?


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