Bin kein Naturwissenschaftler und kann das daher mit der Atomkraft nicht fundiert beurteilen. Beurteilen kann ich aber, daß man Fehlentscheidungen (wenn es denn eine war), die 40 Jahre zurückliegen, nicht wegzaubern kann. Die entscheidende Frage ist doch, was kann jetzt und zukünftig besser gemacht werden.
Denkst Du denn, daß die Lage in China, Indien, USA, Russland usw. im Vergleich zu Deutschland viel besser ist ?
Und falls nein, wie kann man die in dem Kontext wirklich bedeutsamen Länder (Größe, Bevölkerungszahl, Emissionen) "motivieren", unseren Klimaschutzgedanken zu folgen. Diese Länder zu "zwingen", dürfte nämlich etwas schwierig werden.
Womit wir wieder bei Nr. 197 und den genialen Ideen eines Herrn Riexinger wären ...
Antworten
Ergebnis 201 bis 210 von 384
-
29.07.2019, 09:41
AW: Hält Euch die aktuelle Debatte vor dem Fliegen ab?
-
29.07.2019, 09:42
AW: Hält Euch die aktuelle Debatte vor dem Fliegen ab?
Nochmal: Bitte bleibt beim Thema. Um Elektromobilität und Atomkraft geht es hier nicht. Für die allgemeine Debatte um den Klimaschutz gibt es andere Stränge.
Analuisa, ModerationModeration in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.
... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs
-
29.07.2019, 10:08
AW: Hält Euch die aktuelle Debatte vor dem Fliegen ab?
Zum Thema: Ich bin noch nie viel geflogen und mache gern Urlaub in D oder im angrenzenden Ausland, wo man ggf. gut mit dem Zug oder ausnahmsweise mal Auto hinkommt.
Insgesamt hat mich die Debatte aber trotzdem zum Denken angeregt. Ich finde: Es hat sich ganz schön eingeschleift mit dem Rumgefliege. Zwei, dreimal im Jahr irgendwo in der Weltgeschichte rumreisen - ggf. mit der ganzen Familie - ist mittlerweile nicht mehr ungewöhnlich. Aber muss das wirklich sein? Hat man ein ständiges Anrecht auf Sonne, Strand und Palmen, wie es mittlerweile viele empfinden? Ich finde nicht. Früher ist man zur Erholung an die See oder in die Berge gefahren - eben dahin, wo man mit vollgepackter Familienkutsche gerade noch so hingekommen ist. Das ist doch völlig ausreichend?
Man muss nicht dreimal im Jahr nach Bangkok, Kreta und Dubai. Gelegentlich, alle paar Jahre mal - geschenkt. Aber so wie mein Arbeitskollege, der erst nach Holland, dann nach Afrika und dann auf die Seychellen fliegt? USA-Rundreise ist in Planung... Man kann´s auch übertreiben. Wie wär´s mit Urlaubs-Detox? D ist so schön... Wir waren vor ein paar Wochen an der Schlei, kennt hier in Niedersachsen keine Sau, obwohl es nur ein paar Stunden entfernt liegt. Und da hatten wir auch Sonne + Strand (okay, Palmen waren da nicht, aber dafür gelber Löwenzahn auf sattgrünen Deichen
)
Kurzflüge hingegen, die hier ja besonders beschimpft werden, kann ich hingegen eher nachvollziehen. Ein Freund von uns lebt hier, der Hauptsitz seiner vor kurzem übernommenen Firma (Brau-Branche) liegt aber in Dublin. Da muss er alle 14 Tage hin. Soll er mit dem Zug oder dem Schiff fahren? Und auch innerdeutsch ist die Bahn für Geschäftstätigkeiten keine echte Alternative, leider. Man weiß ja nie sicher, wann man ankommt - das ist bei Geschäftsterminen echt ein Problem.
Aber ich glaube, in den entsprechenden Branchen sind sie technologisch wirklich weit vorn, um körperliche Anwesenheit am Ort verzichtbar zu machen, z.B. durch Tele-Sitzungen usw.Geändert von Avocado_Diaboli (29.07.2019 um 10:14 Uhr)
"Wenn du erstmal Feminismus hast, das wirst du so schnell nicht wieder los."
(Gerburg Jahnke)
-
29.07.2019, 10:21Inaktiver User
AW: Hält Euch die aktuelle Debatte vor dem Fliegen ab?
Genau das ist der Punkt, auch in der Politik: Man könnte sich sicher die Hälfte aller geschäftlichen/ dienstlichen Reisen komplett sparen, wenn man mehr Videokonferenzen führen würde. Aber alte Gewohnheiten lassen sich offenbar schwer ablegen.
Was die private Fliegerei angeht: Auch da gilt inzwischen offenbar "ich will alles und zwar sofort".
-
29.07.2019, 12:12
AW: Hält Euch die aktuelle Debatte vor dem Fliegen ab?
@ Avodcado
Dass man etwa bei Frankfurt-Dublin eher den Flug nimmt, kann ich durchaus nachvollziehen.
Und dass man vielleicht kurzfristig (!) öfter dorthin muss, meinetwegen.
Aber die Firmenpolitik mancher Firmen (und eben auch der Politk) ist doch darauf angelegt, dass das eh nix ausmacht, die günstigste Variante ist und damit ökonomisch am sinnvollsten.
Vor 20, 30 Jahren wären da entweder 2 Arbeitsplätze an zwei Orten gewesen, oder man hätte eine Dienstwohnung gehabt, wäre übersiedelt..... aber niemals dauerhaft im 14-Tage Rhythmus hin und her getingelt....
Heute ist das "beruflich halt notwendig".
-
- Grund
- off topic, bitte Moderationsansage beachten!
-
29.07.2019, 12:43Inaktiver User
-
29.07.2019, 12:47Inaktiver User
AW: Hält Euch die aktuelle Debatte vor dem Fliegen ab?
Mich hält die Flugangst vom Fliegen ab...oder eben nur ab und an mal fliegen mit wahnsinniger Angst im Nacken...die aktuelle Diskussion geht mir am Allerwertesten vorbei.
Ich lass mir von niemandem sagen, WO ich bitte meinen sauer verdienten Urlaub verbringen soll.
Wenn ich Urlaub mache, dann am Meer..und nein, Ostsee zählt für mich nicht...mit Sonnengarantie. Regnen tut es zu Hause nämlich billiger.
Berge will ich nicht, hab ich ja hier, und See ist für mich keine Alternative zum warmen Meer.
-
29.07.2019, 13:00Inaktiver User
-
29.07.2019, 13:05
AW: Hält Euch die aktuelle Debatte vor dem Fliegen ab?
Bei Dublin stimme ich ja aus eigener Erfahrung zu. Ich habe mir mal den Spaß gemacht zu schauen, ob man da mit der Bahn hinkommt - das geht sogar, braucht aber zwei Tage. Wir sind dabei, jemanden vor Ort einzustellen, dass ich dann weniger oft reise, wird hoffentlich ein Nebeneffekt davon sein.
Innerdeutsch kann ich nicht zustimmen. Fliegen ist nämlich auch alles andere als immer zuverlässig. Ich hatte in den letzten drei Monaten keinen einzigen pünktlichen Flug von und nach Dublin. Highlight war ein Komplettausfall des Flugs, wo ich dann erst am nächsten Tag hätte fliegen können, da das der letzte Flug des Tages war. Da sind wir dann auf Telefonkonferenz umgestiegen, das war aber nicht optimal. Erst vorletzte Woche bin ich zwei Stunden zu spät abgeflogen, weil zwar die Flugbegleiter da waren, aber leider der Captain nicht. Das war GsD der Rückweg, war aber trotzdem ätzend. Und ansonsten durchaus mal 30-60 Minuten Verspätung. Und dazu kommt eben immer die Transferzeit - an dem Abend mit den zwei Stunden Verspätung habe ich dann ziemlich entnervt das Taxi nach Hause genommen und nicht wie sonst die Bahn.
Die Bahn hat viele Probleme, aber ich sehe wirklich nicht, warum Fliehen jetzt unbedingt die Alternative sein soll. Zumal das auch mit den billigen Flügen zusammenhängt: wäre der Flug nämlich teurer als Bahn + Hotelübernachtung würde man wahrscheinlich häufiger einfach am Vortag losfahren.Geändert von marilyn-74 (29.07.2019 um 13:11 Uhr) Grund: Ergänzung
Time is an ocean but it ends at the shore - Bob Dylan
Und wenn der Wind mal von vorne kommt - leicht nach vorne beugen und einfach weitergehen - S.B.
-
29.07.2019, 13:07
AW: Hält Euch die aktuelle Debatte vor dem Fliegen ab?
Gilt für mich beispielsweise Null. Aus rein privatem Anlass bin ich schon ewig nicht mehr geflogen (sicherlich über 25 Jahre her). Eine hälftige Mischung aus durchaus schon lange vorhandenem Umweltbewusstsein und einem leichten Unbehagen bei der Fliegerei (keine Flugangst, aber wohl fühle ich mich dabei nicht). Urlaub (wenn überhaupt) mache ich generell mit dem Zug, Rad oder manchmal mit dem Auto.
Im Job sieht es ganz anders aus. Berufsbedingt ist das Fliegen manchmal einfach unvermeidbar. Auch vom Timing her. Wenn ich es nicht mache, geht der Auftrag halt woanders hin. So einfach ist das. Wer Geld verdienen muß oder will, hat nicht selten keine andere Wahl. Machen (also fliegen) oder lassen (die berufliche Tätigkeit).
Wenn ich dann aber schon mal berufsbedingt im Ausland bin, verbinde ich dies oft mit einem privaten Anlass z. B. einem Besuch bei Freunden oder Bekannten und/oder einem Kurz-Trip vor Ort. Hin- und Rückflug sind ja eh unvermeidbar; der Rückflug findet dann halt einige Tage später statt.
By the way: Die These, daß man sich "sicher die Hälfte aller geschäftlichen/dienstlichen Reisen komplett sparen könnte, wenn man Videokonferenzen führen würde", halte ich für sehr sportlich … Stammt diese Zahl (50%) aus einer Studie, Untersuchung, Umfrage etc. ?



Zitieren