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Thema: Stauffenberg

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    AW: Stauffenberg

    Zitat Zitat von Duffeline Beitrag anzeigen
    Die Rassenideologie und Überhöhung des arischen Volkes sowie der ausgeprägte Antisemitismus war von Anfang Kern der Botschaft.

    Wie kannst du es „nicht schlimm finden“, wenn Menschen darauf angesprungen sind?

    Ich lebe in einer Stadt, in der eine große jüdische Gemeinde ausgelöscht wurde.
    Und es soll nicht schlimm gewesen sein, dabei zuzusehen und in vielen Fällen davon zu profitieren?
    Du argumentierst hier scharf und richtig.

    Deshalb schrieb ich aber auch "auf Nazis reinfallen". Wer sich mit der Ideologie identifiziert hat... das ist schon ein anderes Kaliber.

    Aber wir dürfen auch nicht übersehen, dass ein Antisemitismus schon seit ewiger Zeit mitschwang und dass sich viele Menschen nicht haben vorstellen können, worauf das dann wirklich hinausläuft.
    Bzw. viele haben halt gedacht, das wird schon nicht so schlimm werden,

  2. Inaktiver User

    AW: Stauffenberg

    Zitat Zitat von Cara123 Beitrag anzeigen
    ...
    Auch taugte er nicht als demokratisches Vorbild. Er war wohl eher Royalist... Und trotzdem. Aus den richtigen Gründen ein Attentat zu verüben, wiegt alles auf.
    Er war überzeugter Royalist und Militär, aber wie du schon schreibst, es waren die richtigen Gründe und er war nicht allein. Allerdings hatte er eben aufgrund seiner Stellung im Heer am ehesten Gelegenheit Zutritt zu Hitlers Räumen zu bekommen.
    Es gab schon einige hochrangige Militärs, die Hitlers Größenwahn nicht mittragen wollten und ihren Verstand einsetzen. Für mich war da tatsächlich Canaris eine Überraschung als ich das nach der Schulzeit irgendwie mal rausfand (ich bin im Osten aufgewachsen, da spielte der Widerstandskampf der Kommunisten die größere Rolle).

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    AW: Stauffenberg

    Zitat Zitat von Cara123 Beitrag anzeigen

    Aber wir dürfen auch nicht übersehen, dass ein Antisemitismus schon seit ewiger Zeit mitschwang und dass sich viele Menschen nicht haben vorstellen können, worauf das dann wirklich hinausläuft.
    Bzw. viele haben halt gedacht, das wird schon nicht so schlimm werden,
    Wenn auch schon weltweit viele Jahre davor dieser Antisemitismus nichts Unbekanntes war, so war es noch mal eine Demütigung zu dieser Zeit mit einer Zwangskennzeichnung [Judenstern] extra diskriminiert zu werden. Erkannt werden um eingesammelt werden zu könenn.

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



  4. gesperrt

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    AW: Stauffenberg

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Wenn auch schon weltweit viele Jahre davor dieser Antisemitismus nichts Unbekanntes war, so war es noch mal eine Demütigung zu dieser Zeit mit einer Zwangskennzeichnung [Judenstern] extra diskriminiert zu werden. Erkannt werden um eingesammelt werden zu könenn.
    Es war jahrhundertelang üblich, dass sich Juden in Mitteleuropa kennzeichnen mussten, damit sie auf den ersten Blick als Juden erkennbar waren. Im Mittelalter war das der Judenhut oder ein gelber Fleck.
    Da der Davidstern erst im Spätmittelalter von böhmischen Juden "erfunden" wurde, 1490 urkundlich nachweisbar, ist dieses Symbol jünger als z.B. das christliche Kreuz oder der Fisch.
    Besonders schlimm war es für die Juden, weil sie den Judenstern sichtbar tragen und dafür auch noch bezahlen mussten.

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    AW: Stauffenberg

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Wenn auch schon weltweit viele Jahre davor dieser Antisemitismus nichts Unbekanntes war, so war es noch mal eine Demütigung zu dieser Zeit mit einer Zwangskennzeichnung [Judenstern] extra diskriminiert zu werden. Erkannt werden um eingesammelt werden zu könenn.
    Das ist natürlich richtig. In der Moderne so etwas zu tun in einem eigentlich doch zivilisierten Land, ist schon unfassbar.

  6. Moderation

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    AW: Stauffenberg

    Die Schicht der Zivilisation ist auch heute noch dünn.
    "I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

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    AW: Stauffenberg

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Es war jahrhundertelang üblich, dass sich Juden in Mitteleuropa kennzeichnen mussten, damit sie auf den ersten Blick als Juden erkennbar waren. Im Mittelalter war das der Judenhut oder ein gelber Fleck.
    Da der Davidstern erst im Spätmittelalter von böhmischen Juden "erfunden" wurde, 1490 urkundlich nachweisbar, ist dieses Symbol jünger als z.B. das christliche Kreuz oder der Fisch.
    Besonders schlimm war es für die Juden, weil sie den Judenstern sichtbar tragen und dafür auch noch bezahlen mussten.
    Die Juden zeigen sich eigentlich gerne selbst mit ihren eigenen Symbolen. Das Geschäftswesen und die Größenordnungen, fleissig, diszipliniert und gewusst wie solcher, machte den Nichtjuden seit eh und je zu schaffen. Man sagt es ihnen nach zu dieser Zeit, dass hier doch mit etwas viel ZinsesZins gearbeitet wurde. Das machte sie unsympathisch.

    Dann die Geschichte der Verurteilung Jesu führte auch nicht gerade zu einer positiven Einstellung der Juden gegenüber.

    Zitat Zitat von Cara123 Beitrag anzeigen
    Das ist natürlich richtig. In der Moderne so etwas zu tun in einem eigentlich doch zivilisierten Land, ist schon unfassbar.
    Diese Zwangskennzeichnungen von Juden gab es schon vor dem 1. Weltkrieg nicht mehr. Also auch in der Zeit vor den NAZIS. Etwas unklar ist genauso die viele Anteilnahme an der Zerstörung der Geschäfte von Juden, denn Bürger hatten doch nichts davon, wenn die Ware nicht mehr verkauft wird, oder eine Dienstleistung nicht mehr in Anspruch genommen werden kann. Wahrscheinlich entwickelte sich mit der Zeit auch eine Parallelgesellschaft mit den Juden. Israelis gab es zu dieser Zeit offiziell nicht. Ein böser Krieg der sich da entwickelte.

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    von Bruce Lee



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    AW: Stauffenberg

    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen
    Die Schicht der Zivilisation ist auch heute noch dünn.
    Was meinst du damit? Zivilisationen oder zivilisierte Kulturen wurden ständig durch Kriege zerstört und wieder aufgebaut. Von Persien bis zu den Inkas und es hatt mit der jeweiligen Epoche zu tun, was Zivilisation bedeutet. Noch dünn ja vielleicht ist die Verteilung besser einzuordnen, da die Welt in alle Winkel vermessen ist.

    Zivilisation (abgesehen von Todesstrafe und Morden) hat jede Zivilisation ihr Verhalten von Zivilisation. . Ich denke da gerade an die Insel der Eingeborenen auf der insel Sentinel, der sichkein Mensch offiziell nähern darf. Sonst Pfeilschuss und Tod. Sie schirmen sich vom Rest der Welt ab und ermorden jeden, der sich der Insel nähert.

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    AW: Stauffenberg

    Zitat Zitat von Cara123 Beitrag anzeigen
    Ich finde es auch echt nicht schlimm, wenn man erst auf die Nazis reingefallen ist und irgendwann feststellt, dass man der Propaganda und Lüge aufgesessen ist und dass es sich dabei um ein furchtbares, verbrecherisches Regime mit einer Verbrecher- Ideologie handelt.
    Vor allem, da esdiese vielen Propaganda Filme von Goebels gab, die dem Volk ein Leben zeigten, welche alles andere als mit Krieg zu tun hatte. Das die Menschen auf diese Filme reinfielen, ist auch zu verstehen, wenn sie sich nicht weiter politisch damit beschäftigten und vieles in den Filmen vorsätzlich aufgezeichnet wurde um jegliche Angst zu nehmen, die Partei könnte nicht funktionieren. Wirklich ein ausgefeiltes System, dass sich da die NAZIS aufbauten und bis zum Schluss ihren background hatten

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  10. Inaktiver User

    AW: Stauffenberg

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Diese Zwangskennzeichnungen von Juden gab es schon vor dem 1. Weltkrieg nicht mehr. Also auch in der Zeit vor den NAZIS. Etwas unklar ist genauso die viele Anteilnahme an der Zerstörung der Geschäfte von Juden, denn Bürger hatten doch nichts davon, wenn die Ware nicht mehr verkauft wird, oder eine Dienstleistung nicht mehr in Anspruch genommen werden kann. Wahrscheinlich entwickelte sich mit der Zeit auch eine Parallelgesellschaft mit den Juden. Israelis gab es zu dieser Zeit offiziell nicht. Ein böser Krieg der sich da entwickelte.
    Die systematische Entrechtung und Enteignung der Juden spülte viel Geld in die Kassen und damit konnten dann Projekte finanziert werden die den Deutschen Arbeit und Verbesserung ihrer Lebenssituation brachten.
    Auch die Eroberungskriege waren dazu gedacht den Deutschen neues Land und Eigentum zu erschliessen.

    Das NS-System hat auch im Alltag ohne wirkungsvollen Widerstand funktioniert weil die Nazis die nichtjüdische deutsche Bevölkerung zu Komplizen machte.

    Sogenannte "Judenauktionen" waren beliebt: die Versteigerungen der Güter, die den Juden gestohlen wurden, waren gut besucht. Dort konnten zum "Schnäppchenpreis" Alltagsgegenstände und Wertobjekte erworben werden und man wusste ganz genau dass die Güter aus Enteignungen stammten.

    Die Versteigerer - Profiteure des Holocaust | MDR.DE

    Ebenso konnten Firmen günstig übernommen werden.
    Lässt sich sehr leicht feststellen wenn man die Zeiten der Firmengründungen recherchiert.

    Damit wurden die Deutschen zu einem Teil des Systems, sie waren nicht nur Unwissende oder hilflose Beobachter.

    Was die Bindung an das System natürlich verstärkte.

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