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Thema: Stauffenberg

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    AW: Stauffenberg

    wie meinst du das

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



  2. gesperrt

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    AW: Stauffenberg

    Zitat Zitat von drafty Beitrag anzeigen
    Hier aber eben schon, weil der Soldat der Gehorsamsverweigerung schuldig gesprochen werden kann, obwohl er dachte, er dürfe oder müsse sogar den Gehorsam verweigern, weil ein Befehl seinen Vorstellungen von Würde widerspricht.
    Und das ist auch die Zwickmühle...
    klar ist das eine Zwickmühle! sowas kann es halt geben, wenn man Pech hat.

    niemand hat je behauptet, es sei einfach oder leicht, ein freier Mensch zu sein. oder frei von unangenehmen Konsequenzen.

    andererseits: wer sich zur Sklavin berufen fühlt, wird meist recht leicht eine Struktur finden, in die man sich kritik- und gedankenlos einfügen kann. diese Option ist ja vorhanden.






    Man sollte meinen, Richter seinen Profis und Fachleute, wenn es darum geht Vorschriften und Gesetze auszulegen. Und dennoch haftet ein Richter so gut wie nie für Fehlurteile die er spricht, aber von Soldaten runter bis in die unterste Ebene verlangen wir es, weil er das einfach zu können hat !?
    die Soldatin soll, wie jeder freie Mensch, ihrem Gewissen folgen, und nicht Expertin für Juristerei werden.

    gruss, barbara

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    AW: Stauffenberg

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    wie meinst du das
    Weil deine Frage aus #93 wirklich vollkommen absurd ist, jedenfalls für jemanden, der auch nur ein ganz klein wenig Kenntnis von Zeitgeschichte hat - und genau letzteres hast du doch.
    Im übrigen ist es reine Ideologie, zu behaupten, die Allierten WOLLTEN Hitler nicht gefangen nehmen.
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
    Daniel Kahneman

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    AW: Stauffenberg

    Im Prinzip ist jeder Krieg eine Anhäufung von Verletzungen der Menschenwürde und der Menschenrechte, das Sterben und die Tötung von einem persönlich völlig unbekannten Menschen mit einschließt, von den sonstigen Grausamkeiten einmal abgesehen.

    Ein erfolgreiches Vorgehen einer Armee erfordert es, dass die Soldaten Befehle ohne Widerspruch schnell und effektiv erledigen.
    Es könnte für die Armee schlimme Folgen haben, wenn bei einem Angriff erst lange über die persönlichen Befindlichkeiten der einzelnen Soldaten diskutiert werden müsste.

    Daher wurden auch im 2. WK jene Leute an oberste Stelle der Armee und damit als Befehlsgeber ausersehen, die Hitler besonders treu ergeben waren, und die andererseits keine Zweifel an den zu erteilenden Befehlen hatten, die u.U. auch unmenschlichste Grausamkeiten an als Feinden bezeichneten Menschengruppen beinhalteten. Das waren nicht nur die feindlichen Soldaten, sondern auch "Volksfeinde" wie Juden, Zigeuner, Homosexuelle oder "unnützes Leben" wie Behinderte usw. D.h. dass die begeisterten Nazis jene mit dem am wenigsten ausgeprägten Gewissen waren.

    Dass jeder Soldat das auch innerlich mittrug, ist unwahrscheinlich, aber Widerstand gegen gewissenlose Vorgesetze war lebensgefährlich. Also: der einzelne Soldat konnte wenig ausrichten, eine große Gruppe aber vielleicht? Aber auch eine befehlsverweigernde Truppe wäre damals wohl ohne Augenzucken an die Wand gestellt worden.

    Mein Großvater erzählte immer von einem Soldaten, der ihm gesagt hatte: "Ich hab immer daneben geschossen..."

    Ich habe höchste Hochachtung vor jenen, die ihrem Gewissen folgend, Widerstand boten.
    Dass heute bei der Angelobung von Rekruten von der persönlichen Verantwortung die Rede ist, ist sehr zu begrüßen, und wahrscheinlich der Demokratie und des jahrzehntelangen Frieden zu verdanken.

    Wichtig wäre es, schon im Kindesalter zu lernen, dass man sich von niemandem und nichts das eigene Denken nehmen lassen sollte. Jede Anordnung von Vorgesetzten sollte geprüft werden, ob es den eigenen Wertvorstellungen und der eigenen Moral nicht widerspricht. Wer sich im täglichen Leben nichts aufzwingen lässt, das man vor sich selbst nicht verantworten kann, wird das hoffentlich auch in Extremsituationen tun!

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    AW: Stauffenberg

    @vanDyck:Dein Ansatz ist sehr schwach, wahrscheinlich verstehst du nicth, was ich meine. Die Alliierten wollten Hitler nachdem sie die Zivilbevölkerung zusätzlich zugebombt hatten, nachdem die Schlachtfelder für Deutschland schon verloren waren. Aber gut, das führt hier nicht in die Richtung wie ich es meine.
    Geändert von Akzent (21.07.2019 um 19:01 Uhr)

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



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    AW: Stauffenberg

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Dein Ansatz ist sehr schwach, wahrscheinlich verstehst du nicth, was ich meine. Die Alliierten wollten Hitler nachdem sie die Zivilbevölkerung zusätzlich zugebombt hatten ...
    Ich versteh schon ganz gut, wo der Hase bei dir hin hoppelt, da sei dir mal sicher. Das zeigt schon deine erneute sehr 'spezielle' Wortwahl von wegen "zusätzlich zugebombt". Ich will mal nicht hoffen, dass als nächstes die Sache mit Dresden kommt ...
    Aber lassen wir das lieber - ist zwar nicht ganz, aber doch wohl vorwiegend OT hier.
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  7. Inaktiver User

    AW: Stauffenberg

    Zitat Zitat von honey333 Beitrag anzeigen
    Wichtig wäre es, schon im Kindesalter zu lernen, dass man sich von niemandem und nichts das eigene Denken nehmen lassen sollte. Jede Anordnung von Vorgesetzten sollte geprüft werden, ob es den eigenen Wertvorstellungen und der eigenen Moral nicht widerspricht. Wer sich im täglichen Leben nichts aufzwingen lässt, das man vor sich selbst nicht verantworten kann, wird das hoffentlich auch in Extremsituationen tun!
    Ich behaupte mal, dass viele froh sind, wenn ihnen irgendjemand erzählt, wo es lang geht und was sie zu tun und lassen haben. Das ist ja auch z. B. das Besondere an Stauffenbergs Geschichte, dass aus einem Befürworter ein Gegner wurde.

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    AW: Stauffenberg

    Honey, vielen herzlichen Dank für deinen Beitrag.

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    AW: Stauffenberg

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich behaupte mal, dass viele froh sind, wenn ihnen irgendjemand erzählt, wo es lang geht und was sie zu tun und lassen haben. Das ist ja auch z. B. das Besondere an Stauffenbergs Geschichte, dass aus einem Befürworter ein Gegner wurde.
    Das ist ja das Traurige. Ist es vielleicht die Angst davor selbst Verantwortung übernehmen zu müssen, oder einfach nur Bequemlichkeit?

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    AW: Stauffenberg

    @vanDyck: passt dir nicht so unbequeme Ansichten, aus der Sicht eines Nichtkriegsteilnehmers ja is klar. Und Menschenwürde im Kontext von Kriegszeiten zusehen zwischen 1914 und 1945 oder zu behaupten Menschenwürde wurde schon immer akzeptiert, ist noch mehr als absurd. Denn nichts anderes als politische Kriegszeiten sind die Zeiten bis 1945. Aber ja lassen wir das.

    Es gab noch ganz andere Ansichten zur Verteilung Deutschlands von den Alliierten ausgehend.

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