+ Antworten
Seite 5 von 177 ErsteErste ... 345671555105 ... LetzteLetzte
Ergebnis 41 bis 50 von 1764

  1. Registriert seit
    03.07.2005
    Beiträge
    34.435

    AW: Klima- oder Wertewandel?

    Zitat Zitat von carassia Beitrag anzeigen
    Spielt doch keine Rolle. Wenn es insgesamt zu wenige gibt, bricht das Modell zusammen.
    Insgesamt hat die Welt eher ein Problem mit Überbevölkerung, nicht Aussterben der Menschheit. Dieses Problem des Aussterbens muss uns erst mal gar nicht kümmern, es gibt keinen Grund dazu.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  2. Registriert seit
    09.10.2018
    Beiträge
    3.064

    AW: Klima- oder Wertewandel?

    Natürlich gibt es - in Deutschland - in nicht allzu ferner Zeit ein Problem damit, wenn das Rentensystem nicht reformiert wird.


  3. Registriert seit
    03.07.2005
    Beiträge
    34.435

    AW: Klima- oder Wertewandel?

    Zitat Zitat von carassia Beitrag anzeigen
    Natürlich gibt es - in Deutschland - in nicht allzu ferner Zeit ein Problem damit, wenn das Rentensystem nicht reformiert wird.
    Das hat aber nichts damit zu tun, dass es zu wenig Kinder oder zu wenig Leute gibt, das hat damit zu tun, dass Sozialabgaben auf Basis von Arbeitsstunden berechnet werden, aber die hohe Produktivität dazu führte, dass in immer weniger Arbeitsstunden unser gesamter Bedarf an allen Gütern und Dienstleistungen gedeckt werden kann.

    Uns gehen nicht die Kinder aus, sondern die Arbeitsstunden.

    Es wäre wohl sinnvoll, Sozialabgaben aufgrund anderer Basen neu zu rechnen, nicht mehr auf Basis von Arbeitsstunden. Eventuell auf Basis von verbrauchter Energie? oder auf Basis vom Gewicht des verarbeiteten Materials? - da wäre sicher noch einiges möglich, aber das müsste auch erst mal gründlich durchdacht werden, um keine unerwünschten Effekte zu produzieren.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  4. Registriert seit
    09.10.2018
    Beiträge
    3.064

    AW: Klima- oder Wertewandel?

    Es nützt aber wenig, wenn niemand mehr da ist, der überhaupt Arbeit leisten kann, egal, wie viele Stunden.


  5. Registriert seit
    03.07.2005
    Beiträge
    34.435

    AW: Klima- oder Wertewandel?

    Zitat Zitat von carassia Beitrag anzeigen
    Es nützt aber wenig, wenn niemand mehr da ist, der überhaupt Arbeit leisten kann, egal, wie viele Stunden.
    es werden aber Leute da sein!

    Ausser, es geschähen grosse unkontrollierbare Katastrophen, à la riesiger Meteorit, der auf der Erde einschlägt und alles Leben vernichtet. Aber dann werden wir sowieso andere Probleme haben als die Finanzierung der Rente.

    Es wäre wohl sinnvoller, sich auf tatsächliche Probleme zu beziehen, und nicht auf solche, die so theoretisch sind, dass sie eh nicht eintreffen werden?

    gruss barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  6. Registriert seit
    09.10.2018
    Beiträge
    3.064

    AW: Klima- oder Wertewandel?

    Ich denke nicht. Atomunfälle sind auch sehr theoretisch und treffen dennoch ein. Der Klimawandel auch. etc. pp.
    Das Problem ist doch wohl eher, dass die meisten Machthabenden nicht in der Lage sind, das große Ganze zu sehen.

  7. Avatar von chaos99
    Registriert seit
    23.08.2017
    Beiträge
    6.459

    AW: Klima- oder Wertewandel?

    Zitat Zitat von carassia Beitrag anzeigen
    Es nützt aber wenig, wenn niemand mehr da ist, der überhaupt Arbeit leisten kann, egal, wie viele Stunden.
    Den Umstand nennt man dann irgendwann

    Evolution.

    Die Natur hat den Menschen hervorgebracht und wird ihn auch wieder verschwinden lassen.

    Mit oder ohne Rente.
    Mit und ohne Grüne.

    Meteoriten,...das weiss Jeder...schlagen nur in Amerika ein.
    Nur die Rechten, wie bekannt, werden dann auf der dunklen Seite des Mondes überleben.
    Chaos
    .................................................. ....................
    Permanente Nettigkeit ist ein Symptom. (Dr. House)


  8. Registriert seit
    23.04.2016
    Beiträge
    3.804

    AW: Klima- oder Wertewandel?

    Zitat Zitat von Chilirose Beitrag anzeigen
    Ganz genau.
    Industrie und Lobby interessiert das einen feuchten Kehricht.

    Vielleicht wäre es an der Zeit für uns (europaweit, westliche-welt-weit), uns zu überlegen, warum die so viel Macht haben?

    Vielleicht, weil wir alle da so gut mitspielen? Belohnt durch immer mehr Konsum, durch immer schnelleres Amazon, durch entzückende Alexas, die all unsere Konsumwünsche kennt, bevor wir sie kennen?



    Belohnt, verblendet, vernebelt, ruhiggestellt...


  9. Registriert seit
    23.04.2016
    Beiträge
    3.804

    AW: Klima- oder Wertewandel?

    Zitat Zitat von Chilirose Beitrag anzeigen
    Das ist natürlich ein(!) Ansatzpunkt, der aber laut Statistik und Bevölkerungsentwicklung langfristig nicht der aussschlaggebene Punkt ist.

    Ich hab mir das mal kurz angeschaut (und hoffe, halbwegs richtig gerechnet zu haben)
    Hier gibt es zwei Statistiken, einmal der Fertilitätsraten und Bevölkerungsentwicklungen , einmal die des pro-Kopf-CO2 Ausstoßes:
    Liste von Staaten und Territorien nach Bevolkerungsentwicklung – Wikipedia

    Liste der Lander nach CO2-Emission – Wikipedia

    Vergleichen wir Nigeria mit Deutschland.
    Nigeria hat eine der höchsten Fertilitätsraten, die Bevölkerung wird bis 2050 auf 410 Mio steigen. Deutschland wird zu diesem Zeitpunkt etwa 79 Mio Einwohner haben.
    Der Co2 Ausstoß pro Kopf beträgt in Deutschland 8.8 Tonnen , der in Nigeria 0,45 Tonnen.


    Also wird - bei gleichbleibendem Co2Ausstoß für beide Länder - der gesamtdeutsche Co2 Ausstoß Deutschlands im Jahr 2050 3,7 mal so viel sein wie der Nigerias.


    Vergleicht man andere afrikanische Länder mit Australien oder den Usa, wird der Unterschied noch weitaus drastischer.


    Fazit:
    Selbst die härteste Geburtenkontrolle "anderswo" wird ohne Wertewandel in den Industienationen den Klimawandel nicht stoppen.

    So einfach wie wahr.


  10. Registriert seit
    04.02.2019
    Beiträge
    629

    AW: Klima- oder Wertewandel?

    Zitat Zitat von luciernago Beitrag anzeigen
    . . Ich nähe, stricke, repariere, recycle etc.

    Neuerdings amüsiere ich mich über Altersgenossen, die erst durch ihre Kinder darauf gestossen werden, dass man weniger konsumorientiert leben kann . .

    luci
    Ich mache auch gerne selber -nämlich GERNE.
    Und ich hab das von meiner Mutter, die war eine große kreative Improvisationskünstlerin im nachhaltigen GEbrauch von Dingen.

    Aber, wenn ich mir das so überlege, dann ist mein Leben schon typisch für den wachsenden globalen Neoliberalismus.
    Ich hatte definitiv in meinem Leben nie "zu wenig" - was notwendig war, war immer da.
    Aber als ich im Teenageralter ein neues "Zimmer aus dem Quellekatalog" wollte, so einbaumäßig, da hatten wir das -Geld dazu nicht, doch meine Mutter erklärte mir, dass Eigenkreationen viel cooler seien (gut, das Wort cool kannte sie nicht) und half mir, Tücher zu färben, alte Möbel von den Großeltern anzuschleppen und zu revitalisieren. - Eine meiner tollsten Jugenderinnerungen!

    Ich lernte in meiner Jugend auch schon über Probleme der Globalisierung (Jute statt Plastik! und so), aber irgendwann, so nach dem Studium und mit kleinen Kindern, begann ich schon auch, viel zu viel einzukaufen, alles musste immer schneller gehen, ich war eigentlich ziemlich leistungs - und erfolgsorientiert....das wurde, von außen betrachtet, schon immer mehr, der Druck, perfekt zu sein als Eltern, im Job, gut aussehen, 1001 Cremchens zum Bewahren des Aussehens (dabei habe ich schon als 15Jährige Cremes selbst gemixt...), Fastfood, weil sich das Kochen nicht ausgeht, Billig- Einkaufsaktionen nach der Arbeit, Kinder von A nach B führen....

    Sicher gibt es da noch weitaus extremere Beispiele als mich, mir war immer wurscht, wie das Auto aussieht, aber ich spielte schon mit, irgendwie...irgendwann wurde auch das argentinische Rind kurz cool (bis wir erkannten, was das eigentlich bedeutet).irgendwann wurde uns klar, dass der australische Wein keine so gute Idee ist....solche Dinge halt.
    Das waren die 90er, hauptsächlich.

    Nach meiner Trennung hatte ich ein Burnout, und retrospektiv betrachtet waren es genau diese Anforderungen des Neoliberalismus, denen ich mich ein Stück weit entziehen musste, um mein Leben ins Reine zu bringen.
    Das war nicht einfach, als Mutter giltst du als schlechte Mutter in manchen Gegenden, wenn du deine Kinder nicht zum x-ten Termin führst, sondern ihnen zumutest, zu Fuß zu gehen....
    Und ich hätte gerne mehr von der Welt gesehen, jetzt, wo es ökonomisch und zeitlich eher möglich wäre, komme ich auch nicht mehr so leicht aus Europa heraus, weil ich das Fliegen sein lassen will.....ja, das ist ein bisschen Verzicht (abgesehen davon, dass es in vielen Kreisen eben nicht so toll ist, vom Urlaub auf Balkonien oder am Badesee zu erzählen).

    Das Leben wird besser, wenn man weniger braucht und mehr selbst macht.
    Doch da ist schon ein immenser Druck der Gesellschaft, stehts mehr,besser, höher und rasch und in Plastik verpackt zu leben.

    Ja, letztlich können auch meine Kinder zu mir sagen: Sag nicht, du hast nichts davon gewusst, von der ökologischen Krise, die auf uns zu kommt.

+ Antworten
Seite 5 von 177 ErsteErste ... 345671555105 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •