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  1. Avatar von Lukulla
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    AW: Klima- oder Wertewandel?

    Zitat Zitat von Max Beitrag anzeigen
    Es ist in meinen Augen zwar Klima- aber absolut nicht umweltfreundlich wenn man Autos fördert, die nach Gebrauch zu einem Umweltproblem werden... ?
    So ist es. Und zu welchen Problemen die Herstellung und Entsorgung von den Akkus der Autos führen, wissen wir auch erst in 5 oder 10 Jahren. Derweil wird gebaut, als ob es keine Umwelt gäbe. Dazu kommen die Unfallakkus, die keiner will und die als Brache in der Gegend rumliegen werden. Dazu kommen erhebliche Umweltschäden, wenn es einen Unfall mit einem AkkuAuto gibt. Wie die Feuerwehr momentan damit umgeht, kann ja auch keine Lösung sein. Beschädigte Fahrzeuge werden ins Wasserbad gesenkt. Damit gibt es Tonnen von kontaminiertem Wasser und riesige Behälter, die auch kontaminiert sind. Mit welcher Substanz genau weiss man nicht, weil die Zusammensetzung der Akkubestandteile nicht bekannt ist oder es unklar ist, wie diese reagieren, wenn sie grosser Hitze ausgesetzt sind und miteinander brennen.
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  2. Avatar von Lukulla
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    AW: Klima- oder Wertewandel?

    Zitat Zitat von einzigARTig Beitrag anzeigen
    Aber was denkt Ihr denn, wie man ihn stoppen kann, wenn nicht durch Erneuerbare, auch wenn es dabei Kollateralschäden gibt, die ich als Naturfreundin schlimm finde, aber die Alternative (weiter ansteigende Temperaturen) natürlich noch weitaus bedrohlicher für die Natur sein wird?
    Drastisch ausgedrückt: wenn wir mit den Hilfsmitteln, die wir jetzt nutzen, als signifikantes Beispiel: Akkus und Windräder, die Natur nachhaltig schädigen, brauchen wir keine Klimastabiliserung mehr, da eh alles tot ist.

    Wir müssen bei allen Massnahmen darauf achten, dass wir eine Balance haben zwischen Klimastabilisierung und Naturschutz.

    Oder nimm die Atomkraft: eigentlich CO² gering emittierend, ist sie eine Katastrophe für die Welt.
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    Geändert von Lukulla (28.11.2019 um 16:26 Uhr)

  3. Avatar von Lukulla
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    AW: Klima- oder Wertewandel?

    Zitat Zitat von tuerkisblau Beitrag anzeigen
    Ich wohne in einer großen Stadt, die zunehmend mit Touristen aus allen möglichen Regionen dieser Erde überschwemmt wird. Sowohl in Asien als auch in Indien/Pakistan etc scheint sich eine zahlungskräftige Mittelschicht zu bilden...
    Es bildet sich global eine reisefreudige Mittelschicht, so wie bei uns in den 70er Jahren. Ich glaube nicht, dass diese Menschen davon abzubringen sind, diesem neuen Hobby zu frönen.
    Ich sehe das auch mit Sorge. Selbst wenn dereinst mal ein CO² freundlicher Flieger erfunden ist und keine Emissionen rausbläst, ist die immerwäherende Wanderschaft von Millionen von Menschen, die nur konsumieren wollen, auch dann schädlich.

    Diese Touristen hinterlassen Berge von Müll, Abfall, Lärm, körperliche Ausscheidungen und natürlich auch CO² Emissionen. Bettwäsche aus den Hotels wäscht sich nicht mit der Hand, die Restaurants müssen beliefert werden, und die vielen Arbeitskräfte, die billiges Übernachten und Essen ermöglichen, müssen auch von A nach B fahren.
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  4. Registriert seit
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    AW: Klima- oder Wertewandel?

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Drastisch ausgedrückt: wenn wir mit den Hilfsmitteln, die wir jetzt nutzen, als signifikantes Beispiel: Akkus und Windräder, die Natur nachhaltig schädigen, brauchen wir keine Klimastabiliserung mehr, da eh alles tot ist.

    Wir müssen bei allen Massnahmen darauf achten, dass wir eine Balance haben zischen Klimastabilisierung und Naturschutz.

    Oder nimm die Atomkraft: eigentlich CO² gering emittierend, ist sie eine Katastrophe für die Welt.
    Unterschreibe ich vollumfänglich.

    Die CO2 Bewegung ist mir zu einseitig, sie hat zum Ziel "so weiter wie bisher, nur anders"
    Umweltschutz wäre allumfassend: NICHT so weiter wie bisher. Keine Autos. Auch keine E-Autos
    Stromsparen - nicht auf "Öko-Strom" setzen um nach wie vor die Stromsau raus lassen zu können.

    Verbot von Massentierhaltung und nicht so "Etikettenschwindel" a la an der CO2 Bilanz drehen, es sich schön rechnen und dann gibts wieder Schnitzel und Diesel für alle.

    DAS stört mich so. Dass das ganze CO2 Getue (sorry) darauf abzielt, dass wir so weitermachen wie gehabt, nur CO2 neutral(er)

    Und da halte ich für eine totale Fehleinschätzung der Situation.

    @Einzigartig - Umweltzerstörung, Artensterben würde ich jetzt nicht als "Kollateral"Schaden bezeichnen.
    Überhaupt ist der Ausdruck unsäglich. Sagt er doch, dass man billigend in Kauf nimmt, dass Schaden genommen wird. Weil es angeblich nicht anders, oder realistischer: nicht so Billig, ging.

  5. Avatar von Nocturna
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    AW: Klima- oder Wertewandel?

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Ich sehe das auch mit Sorge.
    Ich sehe gar nichts mit Sorge, es ist wie es ist und es wird schlimmer werden, nicht etwa besser. Wie haben es mal zwei Wissenschaftler (Name vergessen) auf einen kurzen Nenner gebracht: Damit die Welt gerettet werden kann, müssen zwei Dinge passieren: Fleischverzicht und Stopp der Überbevölkerung. Beides wird in absehbarer Zukunft nicht passieren.

    Die Tigerstaaten sind von wirtschaftlicher Unterentwicklung ins Industriealter gezogen, China hat 49 Millionenstädte, fünf davon sind Megacities mit mehr als 10 Mio Einwohner. Wenn dann noch Indiens Bevölkerung mit seinen 1,3 Milliarden von Rikschas aufs Auto umsteigt und von Wellblechhütten in Appartements mit Klimageräten umzieht, dann können wir hier lange mit dem Rad in die Arbeit fahren, aber das Klima retten wir ganz sicher nicht. Und dann gibt es immer noch den Kontinent Afrika, wo die Menschen auf einen sozialen Aufstieg hoffen und vielleicht auch mal eines Tages einen Kulturtrip unternehmen und Schloss Neuschwanstein besuchen wollen.

    Wir können weiterhin mit unseren Baumwollsäckchen unverpackte Biolebensmittel einkaufen, das tue ich selbstverständlich auch, aber Illusionen darüber den Klimawandel aufzuhalten, gebe ich mich nicht hin. Wir können den Anfang mit ein paar Maßnahmen machen, aber das Ganze ausbaden und/oder zu Ende bringen, müssen die Generationen nach uns.

    Was wir tun müssen, ist die Forschung voranzubringen. Erst wenn tragfähige Konzepte stehen und es der Menschheit auf den Nägeln brennt, wenn Venedig und New York regelmäßig überflutet werden, dann erst wird sich gravierend etwas ändern. Bis dahin sind wir aber längst unter der Erde. Nicht, dass ich jetzt meine Verantwortung leugnen würde, aber die Welt ändert sich in einem Maße, wie es keiner von uns voraussehen vermag. Ich erinnere da nur an die letzten 200 Jahre. Irgendeine Lösung wird sich finden und wenn nicht, werden die künftigen Generationen damit leben lernen. Der Mensch ist anpassungsfähig.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”


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    AW: Klima- oder Wertewandel?

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Wir können weiterhin mit unseren Baumwollsäckchen unverpackte Biolebensmittel einkaufen, das tue ich selbstverständlich auch, aber Illusionen darüber den Klimawandel aufzuhalten, gebe ich mich nicht hin.
    Wohltuender Realitätsbezug und klarer Blick versus der oft üblichen "Wünsch-Dir-Was Attitüde" …

    Wer auch nur ein bißchen herum gekommen ist weiß: Die Musik und die Entscheidungen zu diesem Thema fallen woanders (China, Indien, Afrika, USA usw.). Wenn wir als Deutschland (in dem Kontext ein Zwerg) überhaupt eine relevante Rolle spielen können, dann eventuell als (technologischer) Vorreiter und quasi als Vorbild, dem dann andere (freiwillig - wie auch sonst ?) hoffentlich (!) nacheifern.

    Mit der Methode "Verbote, Verzicht, Verlust an Wirtschaftswachstum" usw. dürfte diese o. g. Chance jedenfalls nicht steigen, daß uns auf Wachstum und Konsum fixierte Länder (s. o.) folgen werden …

    By the way: Finde es auch seltsam, daß ausgerechnet einer der wichtigsten Punkte in dem Kontext (Bevölkerungswachstum) selten thematisiert wird … (zu meiner Schulzeit ca. 3,5 Mrd., aktuell ca. 7,0 Mrd., in 2050 geschätzt fast 10,0 Mrd.)
    Geändert von kurant (27.11.2019 um 19:12 Uhr)


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    AW: Klima- oder Wertewandel?

    Ich habe dazu einen interessanten Beitrag gelesen, dessen Quelle ich leider vergessen habe. Es wurde dabei ein Projekt des Fraunhofer Instituts vorgestellt.

    Sinngemäß vertrat der Autor die These, dass unsere dekadente Verzichtsmode (es ist leicht zu verzichten, wenn man ein hohes wirtschaftliches Niveau hat!) eher schadet als nutzt. Zum Einen wiegen sich eventuell diejenigen, die beispielsweise Plastik reduzieren, in der falschen Gewissheit, schon genug für das Klima getan zu haben.

    Zum anderen ist verzichten kein Vorbild, das in einer aufstrebenden Mittelschicht, die gerade erst anfängt zu konsumieren, besonders verfangen würde.

    Sinnvoller wäre es daher, eine Technik zu entwickeln, mit der man das Klima schonen und Geld verdienen könnte. Notfalls muss diese an ärmere Länder verschenkt werden.

    Das Fraunhofer Institut forscht zur Zeit, wie man Sonnenenergie nutzen kann um transportables Flüssiggas herzustellen. Das ganze funktioniert mit gigantischen Spiegeln in der Wüste, die die Strahlen auffangen, Hitze erzeugen und bündeln und dadurch in einem chemischen Prozess Gas erzeugen.

    Mir erschien dieser Ansatz realitätsnaher.

    Unabhängig davon kann man hier ja Plastik sparen und Dinge entwickeln, die zumindest zu einem ernstzunehmenden Recycling führen.

    So nett bspw. Taschen aus Fahrradschläuchen und Plastikplanen sind, das Klima rettet man dadurch nicht, um ein Beispiel aus der Mode zu bemühen.


  8. Registriert seit
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    AW: Klima- oder Wertewandel?

    Zitat Zitat von tuerkisblau Beitrag anzeigen
    Sinnvoller wäre es daher, eine Technik zu entwickeln, mit der man das Klima schonen und Geld verdienen könnte. Notfalls muss diese an ärmere Länder verschenkt werden.
    Dieser Ansatz "low hanging fruits" ist bewährt und sehr effizient.

    Ansonsten 100% Zustimmung zu Deinem ganzen Beitrag !

    Zumindest wenn man wirklich global etwas für das Klima tun und erreichen will. Wenn es dagegen um reine Ideologie oder andere Motive (z. B. das Wirtschaftssystem betreffend) geht, mag das eventuell nicht der richtige Weg sein ...


  9. Registriert seit
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    AW: Klima- oder Wertewandel?

    pfft.......
    Darf ich daran erinnern, dass das "kleine" Deutschland jahrzehntelang "Reiseweltmeister" war?


    Und zu sagen, dass E-mobilität nicht die derzeit (!) beste Lösung für notwendigen (! im Sinne von: dort, wo wirklich notwendigem) Individualverkehr ist, entspringt meiner Meinung nach der weltweiten Gehirnwäsche (ok, besseres Wort: Lobbyarbeit) durch die Erdölindustrie.....


    Interessanter Artikel dazu:
    Die Organisationen Corporate Europe Observatory, Food & Water Europe, Friends of the Earth Europe und Greenpeace EU erheben den Vorwurf, dass die Erdöllobby in Brüssel systematisch EU-Bemühungen zum Klimaschutz „verzögern, schwächen und sabotieren“ würde, da sie in entscheidenden Treffen säße. Auf Klimaveranstaltungen würden sich Erdöl- und Gaskonzerne außerdem Subventionen sichern, so der Vorwurf. Durch das Netzwerken in Brüssel sollen die Ölgiganten alleine letztes Jahr insgesamt 82 Milliarden US-Dollar (74 Mrd. Euro) Profit gemacht haben. Dieselben Firmen seien gleichzeitig für 7,4 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen zwischen 1988 und 2015 verantwortlich.
    EU: Klimaschutz im Schatten der Erdollobby - news.ORF.at


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    AW: Klima- oder Wertewandel?

    Zitat Zitat von tuerkisblau Beitrag anzeigen
    Zum anderen ist verzichten kein Vorbild, das in einer aufstrebenden Mittelschicht, die gerade erst anfängt zu konsumieren, besonders verfangen würde.
    Ist das eine Studie aus den 50er Jahren?
    Wo bitte gibt es heute eine "aufstrebende Mittelschicht, die gerade erst anfängt zu konsumieren" ?
    (selbst in China ist diese Phase schon fast vorbei)

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