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  1. Avatar von Daiva
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    AW: Klima- oder Wertewandel?

    Zitat Zitat von drafty Beitrag anzeigen
    Es auf den Verbraucher "abzuwälzen", ist mMn gar kein Abwälzen, sondern die einzig vernünftige und faire Vorgehensweise, da letztlich jeder irgendwo Verbraucher ist.
    Das sehe ich anders; die Profiteure sind gefragt, die nicht selten hohe Subventionen=Steuergelder kassierten und wettbewerbsverzerrend hohe Gewinne einfahren konnten, um dann in einer Flaute den Verbraucher erneut "bluten" zu lassen.

    Beispiel verfehlter Klimapolitik ist hier nachzulesen.

    Der Abriss alter Windrader wird zum Problem

    Ende kommenden Jahres sind die ersten Windparks seit 20 Jahren am Netz, dann versiegt die Subvention nach dem Ökostromfördergesetz EEG. Manche werden weiter vermarktet, andere Windmühlen müssen abgerissen werde.
    Das UBA rechnet ab 2021 mit einem verstärkten Abriss der zur Jahresmitte laut Branchenverband BWE existierenden 29.248 Anlagen.

    Ist schon der Bau der mehrere hundert Tonnen schweren, in Beton gegründeten Stahltürme mit ihren viele Dutzende Meter langen Rotorblättern eine logistische Herausforderung, so gilt das erst recht für die umweltgerechte Demontage und das sachgerechte Recycling. Es drohten Engpässe, bei den Recyclingkapazitäten für die faserverstärkten Kunststoffe der Rotorblätter sowie Risiken für Mensch und Umwelt beim unsachgemäßen Rückbau, schreiben die Gutachter. Die errechneten Mengen sind schwindelerregend: 5,5 Millionen Tonnen Beton, vor allem wegen der Fundamente, müssen ausgegraben und beseitigt werden. Zudem fielen knapp eine Million Tonnen Stahl an, auch Kupfer und Aluminium. Diese Mengen seien durch die bestehende Recyclinginfrastruktur gut zu verarbeiten.

    Anders sieht es aus bei den mit Kohlefasern verstärkten Rotorblättern.Die Recyclingbranche hatte hier mit dem Hinweis auf Sondermüll schon vor Jahren Alarm geschlagen. Laut Prognose für das UBA werden hier ab 2024 „relevante Mengen“ von bis zu 70.000 Tonnen pro Jahr anfallen. Sie seien nicht nur schwer zu verwerten, in ganz Deutschland gebe es auch nur eine einzige Verwertungsanlage für solche Abfälle.
    Ab Mitte der zwanziger Jahre werde es erhebliche Finanzierungslücken geben. „Für das Jahr 2038 wird eine Lücke von über 300 Millionen Euro prognostiziert“, stellt das UBA fest.
    Fettung von mir .
    Es könnten so viele Menschen aus ihren Fehlern lernen, wenn sie nicht damit beschäftigt wären, sie bei anderen zu suchen.
    Geändert von Daiva (04.11.2019 um 14:49 Uhr)

  2. Avatar von drafty
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    AW: Klima- oder Wertewandel?

    Zitat Zitat von mono17 Beitrag anzeigen
    Stimmt.
    Allerdings sind davon Niedrigverdiener mehr betroffen.
    Obwohl sie oft (notgedrungen)ökologischer leben.
    Da braucht es einen Ausgleich. Nicht über steuern,denn die zahlen Niesrigverdiener kaum.
    Die uralten Fragen nach Umverteilung und Gerechtigkeit sind allgegenwärtig, aber für alle zufriedenstellend gelöst werden sie wohl nie werden. Aber je brachialer der Umbau von statten geht, und vielen ist es derzeit ja noch nicht ansatzweise brachial genug, desto weniger Ressourcen und "soziale Polster" werden zur Verfügung stehen.
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  3. Avatar von Daiva
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    AW: Klima- oder Wertewandel?

    Zitat Zitat von Xarin Beitrag anzeigen
    Mal als Info zu den Umweltproblemen andernorts.
    Danke, hier ein weiterer, erschütternder Bericht mit Fotos aus dem Sozialismusstaat Venezuela.
    Fischer in Venezuela

    Mit dem Niedergang der Erdölindustrie in Venezuela bedroht eine Umweltkatastrophe von gigantischem Ausmaß das Leben am Maracaibo See. Die Bilder des Fotografen Rodrigo Abd berichten von Menschen, die einem verseuchten Meer noch etwas Essbares abringen.
    Es könnten so viele Menschen aus ihren Fehlern lernen, wenn sie nicht damit beschäftigt wären, sie bei anderen zu suchen.
    Geändert von Daiva (04.11.2019 um 15:13 Uhr) Grund: Fehler korrigiert

  4. Avatar von drafty
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    AW: Klima- oder Wertewandel?

    @ Daiva
    Ich verstehe nicht ganz genau, worauf du hinaus willst. Mißstände gab es immer und wird es weiterhin geben, ebenso wie den Kampf dagegen und die Frage, wo die Mißstände überhaupt sind. Aber das ist alles Pipifax gemessen an den Umwälzungen, die uns evtl. bevorstehen und von vielen ja auch gewünscht werden.
    Und diese Kosten bzw. zu erbringenden Leistungen, die werden letztlich weitestgehend ans letzte Glied der Wertschöpfungskette weitergereicht werden (müssen!), den Endverbraucher, zu denen wir ja alle zählen, wenn auch oft auf unterschiedliche Art und Weise.
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    Geändert von drafty (04.11.2019 um 15:28 Uhr) Grund: Um den Schlußsatz ergänzt.

  5. Avatar von Daiva
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    AW: Klima- oder Wertewandel?

    @drafty,

    sorry, ich war zu beschäftigt, um zeitnah zu antworten.

    Worauf ich hinauswill, ist, dass eine allein von Deutschland initiierte Klimarettung vollkommen unzureichend ist, da das Klima sich global auswirkt und Landesgrenzen nicht berücksichtigt. Deutschland als Vorbildfunktion (s. Atomausstieg, Flüchtlingsaufnahme, Müllbeseitigung/-trennung etc.) hat bekanntlich kaum Nachahmer gefunden und das wird sich auch hinsichtlich des "Klimawandels" nicht ändern - im Gegenteil.

    Allein die Probleme der hohen Bevölkerungszuwächse (pro Jahr ein Zuwachs von 82 Mio. lt. UNO-Bevölkerungsprojektion 2019) konterkarieren die gewünschte CO²-Reduzierung in D. Die Versorgung dieser wachsenden Bevölkerung hat Vorrang und die sich -hoffentlich- weiterentwickelnde Industrie wird im Handyzeitalter -z. B. in Afrika- Arbeitsplätze schaffen, wobei diese Arbeitnehmer nicht freiwillig auf die neuen Konsumgüter aufgrund des Klimawandels verzichten wollen.

    Dazu die Beiträge von # 2428 von xarin und mir # 2433 zeigen die Problematiken in weiteren Ländern auf wie auch mein Beitrag # 2431, der die Erschwernisse zur Entsorgung von alten Windrädern aufzeigt.

    Eine Reihe Nicht-, aber alles Besserwisser, wissen nichts vom statistischen Konstrukt KLIMA, wie es die Fachwelt definiert hat, aber sie wollen es schützen. Sie reden vom immer bedrohlicher werdenden Klima, ohne je gelesen oder verstanden zu haben, dass der IPCC-Report III in Chapt. 14.2.2.2 feststellt; "bei Klimaforschung und Modellierung müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass, das das Klima ein gekoppeltes, nichtlineares, chaotisches System ist und daher Langzeitvorhersagen des zukünftigen Klimas nicht möglich sind".

    Zudem fehlt im Klimapakt die entscheidende Frage: Um wieviel Grad Celsius wird die globale Temperaturerhöhung dadurch geringer? Oder interessiert das niemand? Stört diese Frage am Ende nur? Wenn Klimawissenschaftler die globale Temperaturerhöhung durch das CO2 exakt auf Zehntelgrad berechnen können, dann können sie auch berechnen, wie groß die globale Temperaturerhöhung sein wird, wenn Deutschland beispielsweise die CO2-Emission auf null herunterfährt (um eine untere Grenze zu haben). Die Klimawissenschaftler können diese Berechnung machen, aber wollen sie es? Wäre diese Berechnung politisch erwünscht? Oder könnte sie den Klimapakt als irrelevant für das Klima entlarven? Dass die Politik diese Frage nicht stellt, ist nachvollziehbar, aber warum stellen z. B. Medien und Klimaretter diese grundlegende Frage nicht?
    Es könnten so viele Menschen aus ihren Fehlern lernen, wenn sie nicht damit beschäftigt wären, sie bei anderen zu suchen.
    Geändert von Daiva (04.11.2019 um 19:01 Uhr)


  6. Registriert seit
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    AW: Klima- oder Wertewandel?

    @ Daiva,
    wenn man nicht genau weiß, um wie viel sich durch die Reduktion des CO2s die Klimaveränderung reduzieren ließe, dann liegt das daran, dass man eben nicht genau weiß, wie schnell zb. die Permafrostböden auftauen.
    Die Ipcc-Berichte sind bewusst "konservativ" gehalten, d.h. sie gehen eher von einem "best-case-Szenario" aus.
    Das Erschreckende ist. Es geht noch weitaus schneller und intensiver als bisher erwartet.
    Rasante Entwicklung: CO2-Bilanz der Permafrostregion durfte ins Negative gekippt sein << kleinezeitung.at

    Wir sind einigen Kipppunkten weitaus näher, als es bislang vermutet wurde. So tauen die Permafrostböden , die Unmengen an Co2 gespeichert haben, schneller auf.

    Wenn wir unseren Enkelkindern auch nur ansatzweise eine Chance geben wollen, ein "normales Leben" führen zu können, dann müssen wir jetzt handeln. Alle, egal in welchem Land.

    Edit:
    Hier noch ein aktueller Bericht über eine Studie, die aufzeigt, dass der Kliamwandel weitaus rascher voranschreitet als bisher vermutet:
    Bis zu sieben Grad mehr: Neue Modellrechnungen zum Klimawandel verdustern Aussichten << kleinezeitung.at
    Geändert von Chilirose (04.11.2019 um 20:05 Uhr)

  7. Avatar von drafty
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    AW: Klima- oder Wertewandel?

    Zitat Zitat von Daiva Beitrag anzeigen
    @drafty,
    sorry, ich war zu beschäftigt, um zeitnah zu antworten...
    Nur kein Streß. Ist ja ein Forum und keine live Talkshow.

    Aber wir reden dennoch von untzerschiedlichen Dingen, scheint mir. Mit ging es im wesentlichen nur darum, klarzumachen, daß, wenn wir das rigoros durchziehen, wie von vielen gewünscht, es alle treffen wird. Der Begriff "Verbraucher" ist hierfür womöglich auch nicht ganz treffend, muß ich zugeben, aber wenn die Umwälzungen mit der geforderten Drastik kommen, gehe ich davon aus, daß es innerhalb der Bevölkerung (ich rede jetzt insbesondere von Deutschland) keine Gruppierungen geben wird, die stark (geschweige denn willens) genug wäre, die anstehenden Härten merklich abzufedern.

    Im Moment haben sich hierzulande viele daran gewöhnt, daß die bisher vermeintlich großen Probleme irgendwie so vom Sozialstaat gedeckelt werden, daß zum Schluß wenig konkret spürbare Mehrbelastung übrig bleibt. Das geht, weil der Staat dank immenser Abgaben und Steuerlasten im Geld schwimmt. Diese lasten wiederum konnten nur deswegen geschultert werden, weil die Wirtschaft floriert, und dies wiederum tut sie unter anderem deswegen, weil sie immer noch relativ stark aus dem Vollen schöpfen kann. Aber genau dieser Kreislauf könnte weitgehend in sich zusammenbrechen, wenn wir unüberlegt vorgehen. Und dann wird es das gewohnte Szenario der "starken Schultern, die etwas mehr tragen müssen", so evtl. nicht mehr geben, weil das ganze Spiel sich dauerhaft(!) ändern wird. Wir werden nicht mehr aus dem Vollen schöpfen, keine Überschüsse mehr erwirtschaften, die es Millionen von Leuten erlauben sich von der Wertschöpfungskette irgendwie über Wasser halten zu lassen ohne aktiv an ihr teilzunehmen. Egal, ob das sozial verträglich ist oder nicht. Es wird dann vermutlich bald darum gehen, mehr Effizienz an den Tag zu legen. Diese Anforderung steht den Träumen nach immer mehr Umverteilung dann vermutlich dauerhaft entgegen.
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    AW: Klima- oder Wertewandel?

    Zitat Zitat von Daiva Beitrag anzeigen

    Worauf ich hinauswill, ist, dass eine allein von Deutschland initiierte Klimarettung vollkommen unzureichend ist, da das Klima sich global auswirkt und Landesgrenzen nicht berücksichtigt
    Das ist natürlich richtig. Die Welt hängt da gnadenlos zusammen bzw. ist voneinander abhängig.
    Ich sehe es dennoch so, das jeder Einzelne, jede Region, jedes Land seinen Beitrag leisten soll. Sinnvolle Beiträge.
    Ich wüsste nicht, warum man sich davon "freisprechen" sollte im Sinne von: Schau auf die anderen.
    In der Entwicklung und Umsetzung aktuell und in der näheren Zukunft sehe ich das, was von Hillary verlinkt wurde, der Artikel zu dem Klimaforscher von Storch- der Artikel (bzw ein ähnlicher) erschien auch gerade bei SPON-
    als das realistische Szenario im Umgang mit der Thematik an, im großem Ganzem, auf Strecke.

    Ich glaube nicht an ernsthaft "radikale" Veränderungen in einer anderen Tiefe, bzw. sehe sie auch nicht .


  9. Registriert seit
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    AW: Klima- oder Wertewandel?

    Zitat Zitat von mono17 Beitrag anzeigen
    Allerdings sind davon Niedrigverdiener mehr betroffen.
    Obwohl sie oft (notgedrungen)ökologischer leben.
    Da braucht es einen Ausgleich. Nicht über steuern,denn die zahlen Niesrigverdiener kaum.
    Das wird so nicht passieren.
    Es wird da keinen Ausgleich geben.

  10. Avatar von einzigARTig
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    AW: Klima- oder Wertewandel?

    Zitat Zitat von Xarin Beitrag anzeigen
    Das wird so nicht passieren.
    Es wird da keinen Ausgleich geben.
    Auf welcher Grundlage sagst du das?

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