+ Antworten
Seite 4 von 55 ErsteErste ... 234561454 ... LetzteLetzte
Ergebnis 31 bis 40 von 550
  1. Avatar von VanDyck
    Registriert seit
    30.12.2005
    Beiträge
    24.796

    AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    Werden die Ideen von Frau Lompscher Realität wird sich zeigen, daß dieser Wohnsozialismus eine prima Sache ist - bis einem das Geld anderer Leute ausgeht (und diese noch weniger oder keine Wohnungen mehr bauen - oder auch ihre Wohnungen verkaufen, wenn sie sich nicht mehr marktgerecht vermieten lassen).
    das find ich jetzt ja drollig: Mit deiner letzen (von mir fettmarkierten) Bemerkung gibst du ja Frau Lompscher Recht, bzw. das wäre ja ganz im Sinne von ihr.
    Wäre ich jetzt Frau Lompscher, dann wäre ich nur noch mehr überzeugt vom Vorhaben des Mietendeckels, wenn ich besagte Bemerkung von dir lesen würde.
    Stichwort: "marktgerecht vermieten" ... darauf einen Dujardin würde ich mal sagen.

    Erinnert mich an Hugo Chavez, der den zeitgemäßen und modernen Sozialismus des 21. Jahrhunderts postuliert hatte - ich meine, daß es für seine Bürger nicht ganz so lustig gelaufen ist - wie der aktuelle Blick auf Venezuela belegt ...
    Ich denke ja, Frau Lompscher wird sich freuen, wenn du sie mit Hugo Chavez vergleichst - auch wenn sie es wohl nicht zugeben wird.
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Ich habe das Maus zurück geholt.
    The Green Mile


  2. Registriert seit
    18.12.2016
    Beiträge
    1.539

    AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen

    Ich denke ja, Frau Lompscher wird sich freuen, wenn du sie mit Hugo Chavez vergleichst - auch wenn sie es wohl nicht zugeben wird.
    Ob sich aber auch die Bürger über die so generierten Ergebnisse freuen werden ??? Daran sind beim Blick auf die von Hugo Chavez generierten Ergebnisse eventuell leichte Zweifel angebracht


  3. Registriert seit
    18.12.2016
    Beiträge
    1.539

    AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    das find ich jetzt ja drollig: Mit deiner letzen (von mir fettmarkierten) Bemerkung gibst du ja Frau Lompscher Recht, bzw. das wäre ja ganz im Sinne von ihr.
    Wäre ich jetzt Frau Lompscher, dann wäre ich nur noch mehr überzeugt vom Vorhaben des Mietendeckels, wenn ich besagte Bemerkung von dir lesen würde.
    Stichwort: "marktgerecht vermieten" ... darauf einen Dujardin würde ich mal sagen.
    Meine Zeit ist zu knapp bemessen (und ist mir - offen gesagt - auch zu schade), um darauf ausführlich einzugehen. Die Einlassung belegt aber das Fehlen auch nur rudimentärer Kenntnisse - insbesondere auch im internationalen Bereich.

    In diversen Ländern (USA, Spanien, Portugal, Großbritannien usw.) gibt es historische und gut belegte Erfahrungen mit derartigen Eingriffen in den Wohnungsmarkt (rent control, rent stabilization etc.). Die generierten Ergebnisse waren deprimierend. Vom Wohnungsangebot angefangen über die Bausubstanz und Ausstattung bis hin zu diversen Fehlsteuerungen (z. B. Bürobau statt Wohnungen, Schwarzmarkt, Umgehungstatbestände usw.). Am schlimmsten wirkten sich diese Maßnahmen übrigens stets für die sozial Schwachen aus.

    Um nur kurz auf Deinen bizarren Einwurf einzugehen ("ganz im Sinne von Frau Lompscher"): Es dürfte kaum im Sinne der weniger betuchten Menschen sein, denn diese dürften als Käufer dieser Wohnungen dann kaum eine realistische Chance haben (EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie, Kreditwürdigkeitsprüfung, Kapitaldienstfähigkeit über die gesamte Laufzeit, Beleihungsausläufe, fiktiver Zins für Anschlussfinanzierung usw. usw.).

    Diese Fehleinschätzung kann man Dir sicherlich nicht vorwerfen - läßt sich dies doch nur durch eine gewisse Sachkenntnis vermeiden.

  4. Avatar von VanDyck
    Registriert seit
    30.12.2005
    Beiträge
    24.796

    AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    Ob sich aber auch die Bürger über die so generierten Ergebnisse freuen werden ??? Daran sind beim Blick auf die von Hugo Chavez generierten Ergebnisse eventuell leichte Zweifel angebracht
    Man wird sehen, wie's ausgeht mit dem Mietendeckel in Berlin.
    2016 hat die Linkspartei bei den Wahlen 15,6% gekriegt. Bei den Umfragen steht sie in den letzten Monaten zwischen 17 und 20%. Im Osten der Stadt bei ca. 28% (bei den Wahlen 2016 bei 23%.
    Hugo Chavez scheint in Berlin ziemlich unbekannt zu sein ...
    Ok, im Ernst: daran, dass es der freie Markt schon richten wird auf dem Immobiliensektor, daran glaubt in Berlin doch schon lange kein Mensch mehr. In London übrigens noch viel weniger ...
    Und auch wenn hier richtigerweise angemerkt wurde, was für (katastrophale) Fehler die Politik in der Vergangenheit gemacht hat - allen voran der Großverkauf von 65.000 Wohnungen auf einen Schlag in 2004 - so muss man doch zugleich auch die sehr bedenklichen Entwicklungen auf dem Berliner Immobilienmarkt (z.B. Großeinkauf von internationalen Spekulanten) im Auge behalten.

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    Um nur kurz auf Deinen bizarren Einwurf einzugehen ("ganz im Sinne von Frau Lompscher"): Es dürfte kaum im Sinne der weniger betuchten Menschen sein, denn diese dürften als Käufer dieser Wohnungen dann kaum eine realistische Chance haben ...
    Da hast du mich wohl missverstanden oder ich habe mich nicht klar genug ausgedrückt:
    wenn (internationale) Immobilienspekulanten merken, dass ihre Wohnungen nicht mehr als Gelddruckmaschine funktionieren werden ... sorry, ich meinte natürlich: wenn sie merken, dass sie ihre Wohnungen nicht mehr zu "marktgerechten Preisen" vermieten können, und sie sodann ihre Wohnungen (bzw. einen Teil davon) verkaufen werden, so wie du es skizziert hast, dann werden die zukünftigen Mieten dieser Wohnungen logischerweise geringer als zuvor sein, völlig unabhängig davon, wer die Wohnungen kaufen wird.
    Wenn Wohnungen verkauft werden, weil sie nicht mehr zu "marktüblichen Preisen" vermietet werden können, so wie du es voraussagst, dann ist klar, dass der Mietpreis mit dem neuen Eigentümer/Vermieter niedriger sein wird als bisher - denn wäre es nicht so, dann hätte der alte Eigentümer ja diese Wohnungen behalten!

    Diese Fehleinschätzung kann man Dir sicherlich nicht vorwerfen ...
    Das ist lieb von dir. Dankeschön.
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Ich habe das Maus zurück geholt.
    The Green Mile
    Geändert von VanDyck (18.06.2019 um 12:47 Uhr)


  5. Registriert seit
    02.04.2017
    Beiträge
    5.448

    AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    .

    Da hast du mich wohl missverstanden oder ich habe mich nicht klar genug ausgedrückt:
    wenn (internationale) Immobilienspekulanten merken, dass ihre Wohnungen nicht mehr als Gelddruckmaschine funktionieren werden ... sorry, ich meinte natürlich: wenn sie merken, dass sie ihre Wohnungen nicht mehr zu "marktgerechten Preisen" vermieten können, und sie sodann ihre Wohnungen (bzw. einen Teil davon) verkaufen werden, so wie du es skizziert hast, dann werden die zukünftigen Mieten dieser Wohnungen logischerweise geringer als zuvor sein, völlig unabhängig davon, wer die Wohnungen kaufen wird.
    Wenn Wohnungen verkauft werden, weil sie nicht mehr zu "marktüblichen Preisen" vermietet werden können, so wie du es voraussagst, dann ist klar, dass der Mietpreis mit dem neuen Eigentümer/Vermieter niedriger sein wird als bisher - denn wäre es nicht so, dann hätte der alte Eigentümer ja diese Wohnungen behalten!

    Das ist lieb von dir. Dankeschön.
    Das ist ein Trugschluss. Du argumentierst, dass die Miete sinkt, wenn billig verkauft wird. Dabei bricht der Kauf die Miete nicht.

    Das heißt, sinken wird die Miete nicht. Und da keine neuen Wohnungen gebaut werden, wird es auch nach wie vor eine Wohnungsknappheit geben.

    Ausserdem werden sich die Vermieter die Mieter raussuchen, mit denen am wenigsten Ärger zu erwarten ist. Damit gehen die sozial schwachen wieder leer aus.

  6. Avatar von VanDyck
    Registriert seit
    30.12.2005
    Beiträge
    24.796

    AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Das ist ein Trugschluss. Du argumentierst, dass die Miete sinkt, wenn billig verkauft wird. Dabei bricht der Kauf die Miete nicht.
    Das heißt, sinken wird die Miete nicht. Und da keine neuen Wohnungen gebaut werden, wird es auch nach wie vor eine Wohnungsknappheit geben.
    Ja, wenn die Miete nicht sinken wird bei einem neuen Eigentümer, wieso sollten dann die alten Eigentümer ihre Wohnungen verkaufen, wie kurant es prophezeit bei einem Mietendeckel?
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Ich habe das Maus zurück geholt.
    The Green Mile


  7. Registriert seit
    02.04.2017
    Beiträge
    5.448

    AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Ja, wenn die Miete nicht sinken wird bei einem neuen Eigentümer, wieso sollten dann die alten Eigentümer ihre Wohnungen verkaufen, wie kurant es prophezeit bei einem Mietendeckel?
    Mietendeckel heisst, dass die Miete nicht oder nur in einem kleinen und klar definierten Rahmen steigen darf.

    Solange der Markt das aber hergibt, wird das gesetzlich zulässige Limit auch ausgenutzt.

    Dass aber die Miete sinkt, das ist ein frommer Wunschtraum.


  8. Registriert seit
    18.12.2016
    Beiträge
    1.539

    AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen

    Ausserdem werden sich die Vermieter die Mieter raussuchen, mit denen am wenigsten Ärger zu erwarten ist. Damit gehen die sozial schwachen wieder leer aus.
    Aber, aber: Realitätssinn ist dem sozialistischen Denken doch völlig fremd. Bei staatlich festgesetzten sprich künstlich niedrigeren Preisen gibt es (noch) mehr Nachfrage aber gleichzeitig perspektivisch (noch) weniger Wohnungsangebot. Bitter für alle Wohnungssuchenden.

    Selbst zig mal erlebt und gehört (in unserem Ballungsgebiet): "Wenn ich schon die Wohnung nicht zu Marktpreisen vermieten kann (künstlich gedrückter Mietspiegel) oder die Miete nicht entsprechend schnell anpassen kann (Kappungsgrenze), dann vermiete ich auf jeden Fall ausnahmslos nur noch an den bonitätsstärksten Mieter, damit ich nicht auch noch einen Mietausfall riskiere.

    Zu suggerieren, mit den besagten Instrumenten (Mietendeckel, Mietpreisstopp) kämen Mieter leichter an preiswerte Wohnungen ist eine komplette Irreführung.

    Vollends verrückt wird es dann, wenn jemand (ist mir selbst schon passiert !) über ein Jahrzehnt oder länger, die Miete nie erhöht hat, diese dann aber nur noch (massiv zeitverzögert) in Mini-Schritten anpassen kann. So werden sozial eingestellte Vermieter sozusagen noch für ihr Verhalten bestraft.

    Oder das Finanzamt meldet sich (habe ich im Umfeld auch schon live erlebt) und "fragt wegen der zu geringen Miete an". Stichworte: Gewinnerzielungsabsicht, Abgrenzung zur Liebhaberei mit der möglichen Folge, daß z. B. Instandhaltungen steuerlich nicht mehr berücksichtigt werden können.

    Lachnummern gibt es in dem Kontext reichlich - wenn es nicht so traurig wäre ...
    Geändert von kurant (18.06.2019 um 13:39 Uhr)


  9. Registriert seit
    18.12.2016
    Beiträge
    1.539

    AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Ja, wenn die Miete nicht sinken wird bei einem neuen Eigentümer, wieso sollten dann die alten Eigentümer ihre Wohnungen verkaufen, wie kurant es prophezeit bei einem Mietendeckel?
    Weil sie z. B. einfach keine Lust mehr auf diese Staatseingriffe, Bürokratie, Unwuchten usw. haben. Ein konkretes Beispiel: Eine gute Bekannte hat ihre Wohnungen verkauft und dafür Garagenplätze erworben. Ihre Begründung: Viel weniger Aufwand und Stress sowie Vorschriften und Regulierungen. So easy ist das. Hier vor Ort liegen die Preise bei 150-200 Euro Miete pro Stellplatz in guten Lagen.

    Einer der häufigsten sozialistischen Fehleinschätzungen: Völlig unberücksichtigt zu lassen, daß die eigenen Eingriffe nicht auch zu Veränderungen im Verhalten der Menschen führen. Erhöht man z. B. die Steuern und Abgaben über ein gewisses Maß hinaus führt dies ab einem bestimmten Punkt nicht zu Mehr- sondern zu Mindereinnahmen. Und/oder zu Umgehungstatbeständen. Es gibt diverse valide Untersuchungen beispielsweise zu der Wechselwirkung von Abgabenquoten und der Schattenwirtschaft.

    Solche Diskussionen dürften aber mit der hier so rege schreibenden "Linksfraktion" wenig zielführend sein. Da ich zwischendurch auch andere Dinge zu erledigen habe, als hier zu schreiben, beschränke ich mich auf gelegentliche Einwürfe. Sozusagen als kleiner Farbtupfer gegen die tonangebende Blase ...

  10. Avatar von VanDyck
    Registriert seit
    30.12.2005
    Beiträge
    24.796

    AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    Selbst zig mal erlebt und gehört (in unserem Ballungsgebiet): "Wenn ich schon die Wohnung nicht zu Marktpreisen vermieten kann (künstlich gedrückter Mietspiegel) oder die Miete nicht entsprechend schnell anpassen kann (Kappungsgrenze), dann vermiete ich auf jeden Fall ausnahmslos noch an den bonitätsstärksten Mieter, damit ich nicht auch noch einen Mietausfall riskiere.
    Nach deiner Logik wird sowieso immer der bonitätsstärkste Mieter die Wohnung kriegen - weil dieser finanzstarke Mieter ja auch dann die Wohnung kriegt, wenn es keine Kappungsgrenzen usw. gäbe, denn dann KANN nur der finanzstarke Mieter die dann teurere Wohnung bezahlen, nicht aber derjenige mit weniger Geld.

    Und das ist im Grunde auch der Punkt an der ganzen Debatte: mit deiner (und nicht nur deiner) marktradikalen Logik werden immer diejenigen mit mehr Geld diejenigen auf dem Wohnungsmarkt verdrängen, die weniger Geld haben.
    Der traurige Witz an der Sache: Zug um Zug wird es auch diejenigen treffen, die mehr Geld als der Durchschnitt haben, weil die Preisspirale sich immer weiter nach oben drehen wird. Das ist dann der Grund dafür, warum in London selbst gutverdienende Banker mittlerweile in Wohngemeinschaften leben müssen.

    Ich danke für die kleine Debatte - jetzt bin ich überzeugter Anhänger des Mietdeckels in Berlin.

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    Weil sie z. B. einfach keine Lust mehr auf diese Staatseingriffe, Bürokratie, Unwuchten usw. haben. Ein konkretes Beispiel: Eine gute Bekannte hat ihre Wohnungen verkauft und dafür Garagenplätze erworben. Ihre Begründung: Viel weniger Aufwand und Stress sowie Vorschriften und Regulierungen. So easy ist das. Hier vor Ort liegen die Preise bei 150-200 Euro Miete pro Stellplatz in guten Lagen.
    Nein, da sag ich jetzt nix mehr zu - nun is Schluss.
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Ich habe das Maus zurück geholt.
    The Green Mile
    Geändert von VanDyck (18.06.2019 um 14:04 Uhr)

+ Antworten
Seite 4 von 55 ErsteErste ... 234561454 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •