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  1. Registriert seit
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    AW: Berliner Senat beschließt Mietpreisbremse

    Zitat Zitat von nachgefragt Beitrag anzeigen
    Warum war das "nicht lustig" ?

    Weiter vorne hattest du doch die Idee ins Spiel gebracht, Kommunen mögen "Tiny houses" aufbauen.
    Nach dem, was ich darüber gefunden habe, handelt es sich doch dabei oft um umgebaute Container bzw trailer-ähnliche Konstrukte ....
    Ein Tiny Haus ist schon etwas anderes als ein Wohnwagen im Trailerpark.
    Ich habe in Kalifornien eine Familie besucht, die mit 3 Kindern und der Oma in so einer Trailerparksiedlung wohnt. Für die KInder ist da nichts zum Spielen, keine Fläche zum Rad fahen etc.

    Ein Tiny Haus mit kleinem Grundstück ist da schon etwas anderes.

    luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

  2. Avatar von hillary
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    AW: Berliner Senat beschließt Mietpreisbremse

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    Das wäre in der Tat ein Problem. In der DDR reichte es völlig aus Mitglied der SED zu sein, heute müsstest du ständig die Partei wechseln, was soll das werden.
    You made my day

    der war wirklich gut
    Wenn du in den Spiegel schaust, siehst du den Menschen, der für dein Leben verantwortlich ist.

    Ich habe noch nie gehört, dass es jemandem gelungen ist, vor sich selbst davonzulaufen.


  3. Avatar von hillary
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    AW: Berliner Senat beschließt Mietpreisbremse

    Zitat Zitat von luciernago Beitrag anzeigen
    In einem bin ich ganz bei dir: Es ist grottenschlecht gemacht und dient nur dazu, dass die Mieter verunsichert werden.

    Mir fehlt ein klares Bekenntnis zum Bau preiswerter (!) Wohnungen und zum Willen, fehlbelegte Wohnungen für die, die Anspruch darauf haben, freizumachen.

    lg luci
    Yepp, du sagst es! Aber die Wohnungsnot ist eben in den Großstädten so signifikant, in der ostdeutschen Prärie eher nicht. Ich wohne im Speckgürtel der Thüringer Landeshauptstadt, schön exponiert am größten Gewerbegebiet der Region, Arbeitslosenquote unter 7 %, aber viele viele Niedriglöhner.
    Wir haben in jeder Ortschaft einen "Kredithügel" also ein Neubaugebiet mit Einfamilienhäusern und die Nachfrage sinkt nicht.
    Ebenso gehen die alten Häuser in den Dörfern für teures Geld an junge Leute. Unsre zwei jüngsten Töchter haben gekauft und bauen um. Sohnemann hat meine Wohnung im Mehrfamilienhaus meiner Eltern übernommen und meine Große wohnt in Berlin - Neukölln, immer noch in einer WG. Weil die neu zu vermietende Dachgeschosswohnung im Hinterhof, für die sie sich interessierte, nur halb so groß wie die WG - Wohnung ist, aber anderthalb mal so teuer. Da bliebe zum Leben nicht mehr viel übrig. Und das in Neukölln! Nachbarhaus sind die Wohnungen als Eigentumswohnungen verkauft worden, die sind weggegangen wie warme Semmeln und das ist dort keine tolle Lage. Ich finde die Großstädte halt schon sehr extrem, aber das ist überall auf der Welt so. Paris, Brüssel, Amsterdam - da kenne ich persönlich Menschen und deren Wohnungen, Miete hoch und der Standard nunja... Aber es sind Metropolen woanders zahlt man Kurtaxe
    Trotzdem ist Wohnen ein Menschenrecht!
    Wenn du in den Spiegel schaust, siehst du den Menschen, der für dein Leben verantwortlich ist.

    Ich habe noch nie gehört, dass es jemandem gelungen ist, vor sich selbst davonzulaufen.



  4. Registriert seit
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    AW: Berliner Senat beschließt Mietpreisbremse

    Zitat Zitat von hillary Beitrag anzeigen

    Trotzdem ist Wohnen ein Menschenrecht!
    Wohnen an sich ja.

    Wohnen am gewünschten Ort für lau eben nicht.

  5. Avatar von signalgrau
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    AW: Berliner Senat beschließt Mietpreisbremse

    Zitat Zitat von luciernago Beitrag anzeigen
    Ein Tiny Haus ist schon etwas anderes als ein Wohnwagen im Trailerpark.
    Ich habe in Kalifornien eine Familie besucht, die mit 3 Kindern und der Oma in so einer Trailerparksiedlung wohnt. Für die KInder ist da nichts zum Spielen, keine Fläche zum Rad fahen etc.
    Ein Tiny Haus mit kleinem Grundstück ist da schon etwas anderes.
    Mit den Tiny-Houses verhält es sich in etwa wie mit dem mobilisierten Individualverkehr: in der Werbung - dargestellt als Chiffre der Freiheit - einsame Landstraßen, über die edelste Blechkarossen dynamisch gen Horizont gleiten. Tiny-Houses in der Werbung scheinen auch zumeist an einsamen schwedischen Seen zu liegen. In der Realität/Masse sieht es sowohl für den MIV als auch für Kleinsthäuser etwas anderes aus: wir kennen es aus den täglichen großstädtischen Pendler-Staus zum einen und aus den Favelas in Südamerika zum anderen.

  6. Avatar von hillary
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    AW: Berliner Senat beschließt Mietpreisbremse

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Wohnen am gewünschten Ort für lau eben nicht.
    Das sagt ja auch keiner so. Frank hat hier immer so über die DDR hergezogen, ich würde nicht ganz so abfällig drüberreden wollen, aber ja der Wohnungsmangel war da auch nicht zu übersehen. Und die in der DDR üblichen Mietpreise, da kann man ganz heftig drüber diskutieren. Wenn man für 70 m² Altbau mit Ofenheizung, 5. Stock, kein Bad, nur WC ganze 45 DDR Mark Miete zahlt, von was sollte da was kommen? Aber wir lagen schön bei nicht mal 10% Anteil Miete am Einkommen. Irgendwas ging da ja nicht auf oder? Gibt da noch zig Geschichten mehr und nicht für umsonst war auf dem 8. Parteitag der SED als Hauptaufgabe die Lösung des Wohnraumproblems bis 1990 vorgesehen. Ob das geschafft worden wäre?
    Noch heute gibt es in vielen Ecken Ostdeutschlands leerstehende Häuser, weil die Eigentumsfragen immer noch nicht geklärt sind oder Erben sich nicht einig werden. Sowas gibts mW.n. auch in Berlin. Da passiert eben nichts und es verfällt.
    Genauso unsinnig fand ich damals den rigerosen Rückbau der Plattenbauten. Das erscheint mir noch heute ohne Sinn und Verstand, aber wahrscheinlich gabs weder Konzept noch Geld um das vernünftig zu lösen.
    Grund und Boden sind nun mal begrenzt, da kann man auch nicht unendlich bauen und schon gar nicht in Berlin. Und was knapp ist, ist teuer. Das ist der Sinn des Kapitalismus. Verkaufen und profitieren, vom Profit kann man dann durchaus was abgeben, aber erst mal haben. Wenn ich etwas verschenken will, dann muss ich etwas zum Verschenken haben. Das ist nun weder links noch rechts, sondern ganz normal .
    Manchmal habe ich in dieser Zeit das Gefühl, jeder will alles am besten sofort und gleich, ohne was dafür zu tun.
    Na das ist nun aber ne Wertefrage und Werte bekommt man anerzogen.
    Zurück zu Berlin, fragt mal einen Berliner, warum er in Berlin lebt, was ihn da hält...
    Ich bin eine Exboulette und habe immer noch einen Koffer in Berlin, bin jedesmal begeistert wenn ich wieder zu Besuch bin, fühle mich da nach einem Tag schon wieder heimisch... und trotzdem bin ich froh, wenns nach ein paar Tagen wieder nach hause in die Provinz geht.
    Wenn du in den Spiegel schaust, siehst du den Menschen, der für dein Leben verantwortlich ist.

    Ich habe noch nie gehört, dass es jemandem gelungen ist, vor sich selbst davonzulaufen.



  7. Registriert seit
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    AW: Berliner Senat beschließt Mietpreisbremse

    Zitat Zitat von luciernago Beitrag anzeigen
    Ein Tiny Haus ist schon etwas anderes als ein Wohnwagen im Trailerpark.
    Ich habe in Kalifornien eine Familie besucht, die mit 3 Kindern und der Oma in so einer Trailerparksiedlung wohnt. Für die KInder ist da nichts zum Spielen, keine Fläche zum Rad fahen etc.

    Ein Tiny Haus mit kleinem Grundstück ist da schon etwas anderes.

    luci
    Keines der tiny-houses, die ich gesehen habe, wäre einzeln für eine Familie als Dauerwohnsitz geeignet, da bräuchte es schon mehrere davon pro Familie - und auch für tiny houses gelten kommunale Bauvorschriften, wenn sie als Erstwohnsitz angelegt sind, wie ich dem "tinyhouseforum" entnehmen konnte

    .... und woher sollen eigentlich die Grundstücke kommen, die Flächen zum Rad fahren und Spielen ?

    Da wäre m.M.n. jede Kommune besser beraten, wenn sie vorhandene Flächen mit Mehrfamilienhäusern bebauen würde

  8. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Berliner Senat beschließt Mietpreisbrems

    Zitat Zitat von luciernago Beitrag anzeigen
    Ein Tiny Haus ist schon etwas anderes als ein Wohnwagen im Trailerpark.
    Ich habe in Kalifornien eine Familie besucht, die mit 3 Kindern und der Oma in so einer Trailerparksiedlung wohnt. Für die KInder ist da nichts zum Spielen, keine Fläche zum Rad fahen etc.

    Ein Tiny Haus mit kleinem Grundstück ist da schon etwas anderes.

    luci
    Das verstehe ich nicht, wieso ist das was anderes?
    Hier (Umland München, noch S-Bahn Bereich) liegt die übliche Grundstücksgröße für eine Doppelhaushälfte bei 250-300 qm. Und dann kostet die DHH mit 120-140 qm Wfl schon 1,2 Mio Euro. Nicht im begehrten Umland, wohlgemerkt, eher im Norden. Wieviel kleiner als das soll denn das Grundstück noch werden? Und wo sollen dann die zwei Stellplätze noch hin, die man braucht, wohin die mindestens vier Fahrräder, Roller, das Trampolin, das Gartenhaus, die Gartengeräte? Was ist mit den vorgeschriebenen Abständen zu den Nachbarn? Das mit den Tiny Houses hab ich noch nie kapiert, wo ist der Vorteil zum Reihenhaus? Ein Tiny House geht doch höchstens im Garten des Elternhauses, wo zumindest auf der Seite zu den Eltern auf die üblichen 3 m Grundstücksabstand verzichtet wird, das Problem der Stellplätze etc. bleibt doch aber?
    Grundstücke sind das knappste Gut. Will man da sparen, führt am Geschossbau nichts vorbei. Also Wohnungen.
    Meine Blumenleggings hat dieses Jahr viel größere Blüten. Ich habe echt einen grünen Daumen.


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    AW: Berliner Senat beschließt Mietpreisbrems

    Ja Hilly, die DDR war auch Mangelwirtschaft an allen Ecken und Kanten. Ursache für das nicht funktionieren des Markts sind immer diktatorische Eingriffe in den Markt. Preis Menge usw.
    In der DDR waren die Mieten festgeschrieben, das wurde auch in der Bundesrepublik nach dem Krieg getan, um den Markt zu zügeln, nur haben die den Markt irgendwann frei gegeben, weil Wohnraum geschaffen wurde.
    Die gleichen Leute, die vor wenigen Jahren den staatlichen Wohnraum verscherbelt haben und großspurig über Unwirtschaftlichkeit schwadronierten, wollten doch letztlich das Negativergebnis dem Spekulanten aufhalsen und kamen sich dabei auch noch besonders schlau vor.
    Diese Leute hetzen heute gegen die damaligen Käufer der unwirtschaftlichen Immobilien.
    Wer sich von solchen Politikern beraten lässt oder denen nachhängt, sorry, der hat es nicht anders verdient.

  10. Avatar von chaos99
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    AW: Berliner Senat beschließt Mietpreisbremse

    Zitat Zitat von hillary Beitrag anzeigen
    Und was knapp ist, ist teuer. Das ist der Sinn des Kapitalismus. :
    Dann war die DDR Kapitalismus in Reinkultur.
    Wie teuer war noch einmal ein Farb-TV, ein Trabbi oder Handwerker mit Baumaterial...und wie knapp waren die Dinge?

    Genau...

    Angebot, Nachfrage, ..der Preis dafür...ob Geld, Naturalien oder sonstwas....all das gibt es seit Mensch existiert.

    Was Du hier propagierst, ist höchstens verklärtes Dogma einer alten, zurecht nicht mehr existierenden "Kultur".

    Das wird im Wohnungsbereich auch nicht reglementiert werden können.

    Guckt man sich reglementierten Handel, egal in welchem Sortiment und zu welcher Zeit, an, hat Mensch immer Lücken gesucht und gefunden, Angebot und Nachfrage an Regeln vorbei zu erfüllen.

    New York hat Mietdeckel auch schon hinter sich...nach dem 2.Weltkrieg...und musste ebenfalls alles wieder öffnen, weil nicht mehr gebaut wurde...es gibt mehrere Beispiele, wo genau das immer gescheitert ist.

    Tiny...
    Ich will mein Rentnerleben in 10 Jahren nicht in einem Bauwagen verbringen, den man schöngebastelt hat.
    Völlig abwegig als ernsthafte Idee.
    Geändert von chaos99 (20.06.2019 um 07:04 Uhr)

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