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  1. Registriert seit
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    AW: Klimaschutz. Politik und Wirtschaft

    Zitat Zitat von Lilith10 Beitrag anzeigen
    Das stromsparende E-Bikes nicht die Lösung aller Probleme , sondern nur ein klitzekleiner Schritt in die richtige Richtung sind, ist mir auch klar. Aber nirgends anfangen, und darauf zu hoffen, das der große Wurf irgendwann mal plötzlich vor der Tür steht, kann es ja auch nicht sein.
    Ich will mal ein Plädoyer für das E-Bike (und das Lasten-E-Bike) halten.
    Es ist weitaus mehr als ein "winziger Schritt".

    E- Bikes sind in meinen Augen vollwertige Verkehrsmittel bei täglichen Distanzen bis zu 30, 40km.
    Ich bin im letzten Jahr fast 3000 km mit dem E-Bike gefahren, zum absolut überwiegenden Teil Strecken, die ich sonst mit dem Auto (und sicher nicht mit dem normalen Rad- dafür sind meine Strecken zu weit, ich bin zu wenig trainiert, es geht immer Wind und und und) bewältigt hätte.

    Wenn ich das auf die oben zitierten Co2-Verbrauchszahlen umlege, habe ich damit etwa eine halbe Tonne CO2 eingespart...wow. (Ich bin gerade selbst ganz begeistert....)

    Geld habe ich auch gespart, die Ladung eines Akkus, dessen Reichweite bei etwa 100 km liegt, kostet (deutscher Strompreis) etwa 50 Cent.(gut, der Anschaffungspreis ist nicht ganz günstig...)

    Außerdem ist mittlerweile belegt, dass E-Bikefahren (ich spreche hier immer vom Pedelec, also dem Ding, wo man mittreten muss) gesundheitliche Vorteile und auch Trainingseffekte hat. (und es macht einfach Spaß...)

    Was fehlt, ist der politische Wille, diesem Verkehrsmittel Platz und Raum zu geben (Es braucht eh nicht viel Raum...Parkplatzprobleme gibts mit Pedelec nicht). Es braucht wirkliche Radstraßen und die Akzeptanz als vollwertiges Verkehrsmittel im Straßenverkehr (darüber könnte ich Romane schreiben.....über Hupkonzerte, wenn ich es wage, auf der Straße mal für 20 m nicht an den Rand zu fahren zum Überholen lassen......in einer 30erZone 25km/h fahrend....etc etc.)

    Wenn zb. alle Paketzusteller gezwungen würden, bei Kleinlasten mit dem Lastenrad zu fahren.....da wäre schon viel getan.

    Ein weiterer unglaublicher Vorteil des E-Bikes (wie der Elektromobilität überhaupt); Es ist leise!

    Und kommt mir nicht mit Regen -es regnet nämlich fast nicht mehr, habe ich festgestellt. Wie wäre ich sonst auf fast 3000 km gekommen?
    Geändert von Chilirose (13.10.2019 um 21:40 Uhr) Grund: Hatte mich bei Strompreis vertippt.

  2. Moderation Avatar von Charlotte03
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    AW: Klimaschutz. Politik und Wirtschaft

    Zitat Zitat von Chilirose Beitrag anzeigen
    Ein Freund von mir hat so einen Solarakku auf das Fahrrad geschraubt. mit dem er sein Handy auflädt.
    Ich wollte den Akku mit meiner Muskelkraft antreiben...so, wie den Nabendynamo.
    Genieße deine Zeit.
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  3. Inaktiver User

    AW: Klimaschutz. Politik und Wirtschaft

    Zitat Zitat von Chilirose Beitrag anzeigen
    Darüber haben wir uns hier oder im Nachbarstrang schon mal unterhalten.
    Fazit: Ja, der Abbau in Südamerika ist umweltbelastend -das liegt an der Produktionsweise. Lithium gibts an vielen Orten der Welt - der Abbau in Südamerika ist am billigsten. Dort wird halt die umweltschädlichste Abbaumethode verwendet.....Das müsste sich ändern.

    Was ich bei der Diskussion immer so interessant finde , ist aber, dass diese Problematik in Zusammenhang mit Ölvorkommen nie genannt wird - der Abbau von Erdöl ist weder menschen- noch umweltschonend .
    Also mir ist klar, dass Ölförderung auch umweltschädlich ist. Ich hatte mich nur gerade über Lithium schlau gemacht und war echt entsetzt, dass es auch da wieder einen Haken gibt. Manchmal ist das einfach so frustrierend, wenn man feststellt, dass so viele Ideen, die man zuerst für gut hält, dann doch nur das kleinere Übel sind. Aber immerhin besser als das grössere Übel. Und wenn es recycelt werden könnte, wäre das ein weiterer Vorteil.
    (Gerade nachgelesen: Wird schon gemacht, aber ist noch sehr zeitaufwendig)
    Geändert von Inaktiver User (13.10.2019 um 19:29 Uhr)


  4. Registriert seit
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    AW: Klimaschutz. Politik und Wirtschaft

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Also mir ist klar, dass Ölförderung auch umweltschädlich ist. Ich hatte mich nur gerade über Lithium schlau gemacht und war echt entsetzt, dass es auch da wieder einen Haken gibt. Manchmal ist das einfach so frustrierend, wenn man feststellt, dass so viele Ideen, die man zuerst für gut hält, dann doch nur das kleinere Übel sind. Aber immerhin besser als das grössere Übel. Und wenn es recycelt werden könnte, wäre das ein weiterer Vorteil.
    (Gerade nachgelesen: Wird schon gemacht, aber ist noch sehr zeitaufwendig)
    Klar, es ist das "kleinere Übel" und nicht die Rettung der Welt, wenn wir jetzt statt in Benzin- in e-SUVs sitzen. Die E-Mobilität kann ein Argument für die oft zitierten Pendler, die um 4 Uhr morgens aus einer Gegend zur Arbeit fahren, wo es keinen ÖPV gibt, sein.
    Doch insgesamt ist der Ausbau der öfffentlichen Verkehrmittel, des Radverkehrs schon auch vordringlich.


    ----
    Jedes Mal, wenn ich mich mit dem Thema Lithium-Ionen Batterie beschäftige, stelle ich fest, dass die Ablehnung - auch und vor allem die mediale - bei diesem Thema weitaus größer ist als international.

    Vor allem in deutschen Wirtschaftsblättern (zu deren Kernanliegen sonst wohl nicht die Darstellung der menschenrechtlichen Situation in irgendwelchen Herstellerländern zählt) lese ichimmer wieder Kritik an dieser Technologie, Studien, die die Unrentatiblität zeigen etc.

    Ich hab jetzt sicher nicht so den Überblick über die internationale Presse, aber ich habe schon den Eindruck, dass in Deutschland E-Mobilität besonders gerne ins Kreuzfeuer genommen wird, in meinen Augen ad priori ins "Schmuddeleck gestellt wird." Woran das wohl liegt?


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    AW: Klimaschutz. Politik und Wirtschaft

    Ich persönlich halte das Batterieelektrische Auto auch für einen Irrweg.

    Es macht Sinn als kleines, leichtes Fahrzeug auf Kurzstrecken und vor allem im urbanen Raum.

    Mit zunehmendem Gewicht und der Forderung nach größerer Reichweite macht es immer weniger Sinn.

    Weiter hat kaum jemand ein paar ganz wichtige Dinge auf dem Schirm.

    Zum Einen wird durch E-Autos die Nachfrage nach elektrischem Strom steigen. Das Angebot durch Abschaltung von Kohle und Atom, wird jedoch geringer. Das heißt, die Strompreise werden anziehen.

    Weiter sind fossile Kraftstoffe momentan noch deutlich höher mit Steuern beaufschlagt, als Strom. Wenn erst einmal genügend E-Autos auf den Straßen sind, wird der Staat hier nachlegen, denn die schrumpfende Mineralölsteuer will kompensiert werden.

    Heißt im Klartext, das E-Auto wird den Wettbewerbsvorteil des billigen Stroms verlieren.

    Mit zunehmender Nachfrage werden die Preise für Lithium und Kobalt anziehen.

    Das heißt, den Einsparungen durch Massenproduktion stehen steigende Rohstoffkosten gegenüber. Das wird sich bemerkbar machen, wenn erst einmal richtig große Stückzahlen produziert werden.

  6. Moderation Avatar von frangipani
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    AW: Klimaschutz. Politik und Wirtschaft

    Zitat Zitat von Charlotte03 Beitrag anzeigen
    Ich wollte den Akku mit meiner Muskelkraft antreiben...so, wie den Nabendynamo.
    Geh mal auf wewewe cyclingabout punkt com, und dann such nach 'list-of-hub-dynamo-power-supplies-for-usb-devices' . Da gibts Einiges an Infos.

    Ich war grad mal neugierig, denn bei uns standen mal in einem Park so stationäre Fitnessräder, mit denen man Mobiles aufladen konnte. Witzige Idee.
    “We cannot confront these issues alone, none of us can. But the answer to them lies in a simple concept that is not bound by domestic borders, that isn’t based on ethnicity, power base or even forms of governance. The answer lies in our humanity." Jacinda Ardern, 29.3.19

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.


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    AW: Klimaschutz. Politik und Wirtschaft

    Zitat Zitat von signalgrau Beitrag anzeigen
    Hier wird offensichtlich auf Prognosen des Club of Rome von 1972 angespielt; im Grunde genommen argumentativ eine derzeit sehr beliebte Variante des (invertierten) Galileo-Gambits. Zumeist in der Hoffnung angewandt, dass das vermutete Gegenüber ebenso wenig von formaler Logik, Wissenschaftstheorie bzw. "Stand der Wissenschaft" versteht wie man selbst.
    Totschlagargument derer die glauben, die absolute Deutungshoheit zu haben. Mal kommt die Eiszeit, jetzt wird es wieder mal zu warm, aus damaliger Sicht ging das Öl 2000 zur Neige usw.
    Es reicht, wenn man versteht, dass eine ganze Industrie damit Geld verdient.
    Ist wie an der Börse, den Spekulanten ist es egal, ob Kurse steigen oder fallen, Hauptsache sie bewegen sich, denn dann wird Geld verdient.


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    AW: Klimaschutz. Politik und Wirtschaft

    Zitat Zitat von Chilirose Beitrag anzeigen

    Im Laufe der Diskussion hier habe ich zb. mitbekommen, dass man in Deutschland offenbar ein Gewerbe anmelden muss, um eine Photovoltaikanlage aufs Dach zu bekommen?
    Das zb. halte ich für unglaublichen Irrsinn.
    Das ist korrekt, wenn du den Strom verkaufen möchtest, dann bist du Händler und somit Gewerbetreibender. Was ist daran Irrsinn? Er muss ja seine Einnahmen erfassen und versteuern!

  9. Avatar von einzigARTig
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    AW: Klimaschutz. Politik und Wirtschaft

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    Das ist korrekt, wenn du den Strom verkaufen möchtest, dann bist du Händler und somit Gewerbetreibender. Was ist daran Irrsinn? Er muss ja seine Einnahmen erfassen und versteuern!
    Meine Frage von #636 hast du vergessen, zu beantworten. Du stelltest Behauptungen auf und ich fragte nach Belegen...

  10. Avatar von chaos99
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    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    Das ist korrekt, wenn du den Strom verkaufen möchtest, dann bist du Händler und somit Gewerbetreibender. Was ist daran Irrsinn? Er muss ja seine Einnahmen erfassen und versteuern!
    Eben.
    Man investiert, um Gewinn zu erwirtschaften.

    Es gibt aber wohl immer noch Leute, die nicht wissen, wie so eine Anlage funktioniert und das der Strom, der erzeugt wird, NICHT einfach in die Steckdose geht.

    Um Ausgaben/Einnahmen zu klären:

    Ein Privathaus hat meist Flächen bis 10 kW Leistung und bekommt Stand Oktober 2019 10,58ct Vergütung für jeden kW.
    Dazu gilt zusätzlich als Einnahme der davon selbst genutzte Strom. (Dazu gibt es vom Netzwerkanbieter, der den Strom kauft, eine Differenzrechnung)

    Die Investition kann man als "Unternehmer" steuerlich absetzen.
    Als "Kleinunternehmer" nicht(!).

    Die Ausgaben über die 20 Jahre Laufzeit sind ebenfalls absetzbar (Alle Betriebsausgaben und die Anschaffungskosten).

    Genaue Infos findet man online.
    Chaos
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    Permanente Nettigkeit ist ein Symptom. (Dr. House)

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