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  1. Avatar von einzigARTig
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    AW: Klimaschutz. Politik und Wirtschaft

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    Vor langer Zeit war eine Kollegin mal Kundin bei einer speziellen Bank (Umwelt-Bank ?), die Kredite nach ähnlichen Kautelen wie oben genannt vergab. Richtig durchgesetzt hatte sich das aber nie m. W.
    Es gab auch mal die Ökobank, vielleicht war es die? Die wurde von der GLS Bank übernommen.

    Ich hab noch eine Ergänzung zur GLS-Bank gefunden, auch aus Wikipedia:

    Seit 2012 ist es möglich, dass die Genossenschaftsbank einen Teil des Jahresüberschusses an ihre Mitglieder ausschüttet. Über die Höhe der Ausschüttung wird in der jährlich stattfindenden Generalversammlung entschieden.[19]

    Das Unternehmen ist nach Stop Climate Change zertifiziert, um die Klimabilanz stetig zu verbessern, und veröffentlicht regelmäßig die ökologischen Auswirkungen seiner Tätigkeit.[20] Es fungiert auch als Treuhänder für Klimakompensation im Rahmen des Stop Climate Change Programms.

  2. VIP Avatar von xanidae
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    AW: Klimaschutz. Politik und Wirtschaft

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    Klingt durchaus spannend.

    Mit der besagten Terminologie (Gemeinwohlökonomie) habe ich seit den "Gemeinwohlmedien" aber gewisse Probleme. Mit diesem Wording und Framing sollten die öffentlich-rechtlichen Sender nicht mehr "öffentlich-rechtlich" genannt werden, weil dies zu sehr nach schwerfälligen und staatsnahen Behörden, Anstalten etc. klingt noch dazu mittels Zwangsgebühren subventioniert - sondern eben "Gemeinwohlmedien" …

    Diese "Gemeinwohlmedien" scheinen (nach eigenem Verständnis) am besten zu wissen, was für uns alle "gut" ist und liefern die moralisch-ethische Bewertung gleich mit.

    Ist mir ein Tick zu viel des betreuten Denkens und der normativen Berichterstattung, die sich manchmal noch dazu das Mäntelchen des quasi Journalistisch-Neutralen umhängt.

    Auch die vielen o. g. völlig unbestimmten und näher zu definierenden Begriffe (von wem ? Frage der Definitionsmacht) sind nicht ganz unproblematisch, denn was genau ist z. B. ein "gutes Leben" , "Gerechtigkeit" oder der angestrebte "Systemwandel" …?

    .
    Das Thema Gemeinwohl findet sich im Grundgesetz, als auch in der Bayrischen Verfassung. Ich denke das Framing des Wortes ins Negative kam von denen, die die Öffentlich-rechtlichen Medien diskreditieren wollten.

    Alle anderen Definitionsfragen die du stellst, kann man prima auf der Seite nachlesen. Es empfiehlt sich bei Interesse auch das Buch von Christian Felber.
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    AW: Klimaschutz. Politik und Wirtschaft

    Zitat Zitat von einzigARTig Beitrag anzeigen
    Es gab auch mal die Ökobank, vielleicht war es die? Die wurde von der GLS Bank übernommen.
    Die Ökobank war es nicht. Das habe ich damals verfolgt, denn diese Bank hat so schlecht gewirtschaftet, daß sie schon vor vielen Jahren ihren Geschäftsbetrieb aufgeben mußte. Denke, es war tatsächlich die Umwelt-Bank (oder so ähnlich). Schon an der Bilanzsumme von nur wenigen Milliarden sieht man aber, daß sich solche Modelle nicht durchgesetzt haben (selbst eine so traurige Bank wie die Commerzbank hat eine Bilanzsumme von fast einer halben Billion).

    Nach meiner Erfahrung ist es meist so, daß sich das wahre Interesse erst beim Geldbeutel herausstellt. Wenn es um Rendite geht (Bank/Finanzdienstleistung) oder um den Mehrpreis für umweltfreundliche Produkte, dann laufen das Bekenntnis vieler Menschen und ihr tatsächliches Handeln nicht immer Hand in Hand ...
    Geändert von kurant (20.06.2019 um 16:59 Uhr)

  4. Avatar von chaos99
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    AW: Klimaschutz. Politik und Wirtschaft

    Zitat Zitat von einzigARTig Beitrag anzeigen
    Es gab auch mal die Ökobank, vielleicht war es die? Die wurde von der GLS Bank übernommen.

    Ich hab noch eine Ergänzung zur GLS-Bank gefunden, auch aus Wikipedia:

    Seit 2012 ist es möglich, dass die Genossenschaftsbank einen Teil des Jahresüberschusses an ihre Mitglieder ausschüttet. Über die Höhe der Ausschüttung wird in der jährlich stattfindenden Generalversammlung entschieden.[19]

    Das Unternehmen ist nach Stop Climate Change zertifiziert, um die Klimabilanz stetig zu verbessern, und veröffentlicht regelmäßig die ökologischen Auswirkungen seiner Tätigkeit.[20] Es fungiert auch als Treuhänder für Klimakompensation im Rahmen des Stop Climate Change Programms.
    So ein Vorgehen von Banken in Genossenschafts-Form, sprich Versammelungen und Goodies für die Kunden, gibt es schon lange.
    Nur die Ausschüttung wurde eben 2012 möglich.

    Diverse Zertifizierungen mit ökologischem Standard, etc, gibt es ebenfalls schon einige Jahre am Markt.

    CSR - Zertifikate und Siegel - Nachhaltigkeit belegen: Zertifikate und Siegel

    Vielerorts sind seit Jahren Teilnahmen an öffentlichen Ausschreibungen gar nicht mehr ohne machbar.


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    AW: Klimaschutz. Politik und Wirtschaft

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Ich denke das Framing des Wortes ins Negative kam von denen, die die Öffentlich-rechtlichen Medien diskreditieren wollten.

    Alle anderen Definitionsfragen die du stellst, kann man prima auf der Seite nachlesen. Es empfiehlt sich bei Interesse auch das Buch von Christian Felber.
    Nach meiner bescheidenen Meinung haben sich die öffentlich-rechtlichen Medien mehrfach selbst diskreditiert - und das bei einigen sehr bedeutsamen Themen. Das wäre aber wieder eine andere Geschichte.

    Nichtdestotrotz vielen Dank für den interessanten Tipp/Link.

  6. Avatar von chaos99
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    AW: Klimaschutz. Politik und Wirtschaft

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    Nach meiner bescheidenen Meinung haben sich die öffentlich-rechtlichen Medien mehrfach selbst diskreditiert - und das bei einigen sehr bedeutsamen Themen. Das wäre aber wieder eine andere Geschichte.

    Nichtdestotrotz vielen Dank für den interessanten Tipp/Link.
    Das "offentlich rechtliche" darfst Du weglassen.
    Alle Medien haben sich ausnahmslos am Populismus beteiligt...und Jeder behauptet, die Wahrheit zu sagen...und dann kommrn User und behaupten, Sender/site XY ist besonders glaubwürdig.
    Ich denke dann immer nur: wieder Einer, der darauf reinfällt.

    Objektive Berichterstattung gibt es kaum noch.

    Einen Überblick kann man sich gerade noch verschaffen, wenn man so viele Quellen wie möglich nutzt und vor Allem: selber nachdenkt.


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    AW: Klimaschutz. Politik und Wirtschaft

    Zitat Zitat von chaos99 Beitrag anzeigen
    Das "offentlich rechtliche" darfst Du weglassen.
    Ich finde es nicht abwegig - wenn die ÖR-Medien schon mit Zwangsgebühren üppig alimentiert werden - sowohl einen etwas höheren Anspruch an eine objektive und journalistisch-kritische Berichterstattung zu stellen als auch die berechtigte Hoffnung hegen zu dürfen, hier nicht ständig mi dem gleichen Unterhaltungs-Quark (wie bei manchen Privatsendern) konfrontiert zu werden, von Daily-Soaps angefangen über Volksmusik bis hin zu ständigen Spiel- und Quizshows …

    Wenige gute Ausnahmen bestätigen nur diese (traurige) Regel. Aus meiner Sicht jedenfalls.

  8. Inaktiver User

    AW: Klimaschutz. Politik und Wirtschaft

    Aus dem Grünen Strang kopiert
    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Im Grundsatz ist eben das Auto das umweltfreundlichste, welches nicht gebaut wird, der Strom der umweltfreundlichste, der eingespart wird und die Straße die umweltfreundlichste, die vorneweg Wiese oder Wald bleiben darf. Nur bedeutet das eben den Verlust von Wachstum und Arbeitsplätzen und damit in Konsequenz von Wohlstand.
    Also, lieber Wolfgang, nicht zu viel erwarten.
    Aber tatsächlich gehe mir eben auch genau diese Gedanken im Kopf herum - wo will unsere Gesellschaft wirklich hin?
    Und bei vielen habe ich den Eindruck - so richtig verändern will man nicht viel. Die einen wollen eine moderne digitalisierte HighTech-Welt, die aber bitte CO2 neutral ist, die anderen vielleicht doch zurück in eine eher rurale Welt, wo die Menschen wieder selbst anbauen, dafür aber weniger angestellt arbeiten, wollen verzichten, nicht reisen, selbst machen, selbst anfertigen etc. - um mal zwei Gegenmodelle zu entwickeln.

    Welcher Weg kann funktionieren?
    Weg 1 ist sicher nicht so einfach wie gedacht, da denke ich nämlich wie Du - auch das neue E-Auto muss erstmal lange lange Jahre gefahren werden und so wirklich amortisieren wird es sich nicht. Die Politik setzt aber darauf:

    Verkehrsministerium will zehn Millionen E-Autos - bis 2030 - SPIEGEL ONLINE

    auch um die Autoindustrie und somit Arbeitsplätze in dem umweltbewussten Deutschland erhalten zu können.

    Weg 2, zurück zu den Lebensumständen von früher würde sehr viel Einschnitte und letztlich auch mehr Armut bedeuten.
    Ich bin auch sicher, dass weniger Konsum etc die Menschen nicht unbedingt unglücklicher machen würde. Mein Vater zum Beispiel ist sehr arm (nach heutigem Verständnis) aufgewachsen auf einem Bauernhof - er erzählt viel und gern von seiner Kindheit, in der er zwar nie hungern musste, viel Freiheit hatte und eine liebevolle Familie aber quasi nix besaß.

    Würde Deutschland aber als einziges diesen Weg zu extremen Verzicht gehen, würde es enorm an Bedeutung in der Welt verlieren. Würde das tatsächlich bedeuten, dass andere Länder sich Deutschland als Vorbild nehmen, oder würde es vielleicht eher dazu führen dass noch klimafeindlichere Denkweisen überhand nehmen? In den USA und ich glaub auch in China ist das Umweltbewusstsein teils weniger ausgeprägt, in den USA der CO2 Verbrauch pro Kopf soweit ich weiß sehr viel höher.

    Ein anderes Thema was mich interessiert ist das Thema Versiegelung von Flächen und Wohnungsbau.
    Wohnungen bedeuten Versiegelung von Flächen, Wohnungen sind politisch gewünscht, auch Neubau, gerade in den Ballungsgebieten. Wie kann man das ohne einer stärkere Versiegelung von Flächen erreichen?
    Mich würden da wirkliche Konzepte mehr interessieren als Eigenüberlegungen von Usern.
    Wird darüber nachgedacht oder arbeiten da mal wieder 2 Politikbereiche vollkommen unabhängig voneinander?


  9. Registriert seit
    03.07.2005
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    AW: Klimaschutz. Politik und Wirtschaft

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mich würden da wirkliche Konzepte mehr interessieren als Eigenüberlegungen von Usern.?
    Ich halte viele Leute, die hier schreiben, für ziemlich schlau, und viele sind sehr gebildet, in unterschiedlichen Disziplinen. Warum sollten deren Überlegungen nicht gelten oder nicht "wirklich" sein?

    Schliesslich fängt jedes Konzept mal als eigene Überlegung irgend eines Menschen an...

    Eine meiner eigenen Überlegungen zur Versiegelung: irgendwo müssen Leute wohnen - ohne Wohnungsbau geht das wohl nicht. um das Versiegeln neuer Flächen einigermassen umweltverträgtlich zu gestalten, ist es wohl nötig, dass es überall kleine Flächen unversiegelten Bodens gibt - sodass das Wasser viele, wenn auch kleine, Orte hat, wo es in den Grund eindringen kann und die Grundwasservorräte auffüllen kann.

    Dinge wie solche Parkplätze:
    https://www.tte.at/wp-content/upload...i-1067x500.jpg
    wären zum Beispiel so ein Element, das die Versiegelung mindert.

    viele solcher kleiner Dinge machen durchaus etwas aus. Schliesslich bleiben die ja auch während längerer Zeit bestehen, nachdem sie erst mal gebaut wurden.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  10. Inaktiver User

    AW: Klimaschutz. Politik und Wirtschaft

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Ich halte viele Leute, die hier schreiben, für ziemlich schlau, und viele sind sehr gebildet, in unterschiedlichen Disziplinen. Warum sollten deren Überlegungen nicht gelten oder nicht "wirklich" sein?
    Habe ich das irgendwem abgesprochen? Nö.
    Ich habe nur gesagt, was mich mehr interessiert.

    Die Parkplatzidee finde ich schonmal ziemlich gut.
    Das ist ja auch ein Konzept, das es schon gibt und scheinbar angewendet wird.

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