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  1. Registriert seit
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    AW: Klimaschutz. Politik und Wirtschaft

    Zitat Zitat von Arabeske_H Beitrag anzeigen
    Ich denke, und habe versucht, das in meinem vorigen beitrag darzustellen, dass es von seiten der politik und wirtschaft durchaus erwünscht ist, wenn wir so weiter machen wie bisher und uns dafür die klima- / CO2- schlange hingestellt wird, damit wir, wie das kaninchen, darauf starren und ja nicht merken, dass es interessengruppen gibt, die davon profitieren, vermeintliche bedürfnisse geschickt suggerieren und an einer - wirklichen - veränderung nicht interessiert sind.

    Es liegt an jedem einzelnen, aber es muß auch eine allgemeine orientierung hin zum wesentlichen und damit zu grundlegenden veränderungen geben.
    Ich verstehe nicht, was oder wen du damit meinst.
    So wie ich es sehe, ist es vielen in Politik und Wirtschaft leider schnurzegal, ob wir den Planeten in den nächsten 50 Jahren endgültig un-menschlich machen - Hauptsache, es gibt jetzt Profit....

    Wer aber davon profitieren soll, wenn wir "wie das Kaninchen auf die CO2-Schlange starren" , ist mir nicht klar.


  2. Registriert seit
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    AW: Klimaschutz. Politik und Wirtschaft

    Ein vielleicht etwas radikaler Ansatz zum Thema:

    Weniger arbeiten gegen die Klimakrise › ze.tt

    In seiner Studie kommt Frey zu dem Schluss: Wenn wir etwas ausrichten wollen, müssen wir unsere Arbeitszeit reduzieren. Anstelle der üblichen 40 Stunden wäre laut des Papers eine neun-Stunden-Woche nachhaltig. So sagte auch der Leiter des Think Tanks, Will Stronge, dem britischen Guardian: „Der Weg zu einer grünen, nachhaltigen Gesellschaft erfordert ein Reihe von Strategien – eine kürzere Arbeitswoche ist nur eine davon.“

    Dabei sind andere positive Auswirkungen von weniger Arbeit auf unseren Planeten – wie beispielsweise geringeres Verkehrsaufkommen durch weniger Pendler*innen, niedrigere Produktion von Gütern und weniger Transport durch weniger Konsum – nicht mal berücksichtigt.

    [..]
    Geändert von Analuisa (17.06.2019 um 10:06 Uhr) Grund: Zitat gekürzt, bitte im Original nachlesen


  3. Registriert seit
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    AW: Klimaschutz. Politik und Wirtschaft

    Zitat Zitat von Chilirose Beitrag anzeigen
    Ich verstehe nicht, was oder wen du damit meinst.
    So wie ich es sehe, ist es vielen in Politik und Wirtschaft leider schnurzegal, ob wir den Planeten in den nächsten 50 Jahren endgültig un-menschlich machen - Hauptsache, es gibt jetzt Profit....

    Wer aber davon profitieren soll, wenn wir "wie das Kaninchen auf die CO2-Schlange starren" , ist mir nicht klar.
    Der Bürger und Verbraucher wird manipuliert. Das fängt schon bei der Werbung an. Freude am Fahren. Toller Super Schnäppchen Urlaub. Und so weiter.

    Aktuell werden wir gerade darauf getrimmt, in Zukunft Elektroautos zu kaufen, weil unsere alten Verbrenner so viel Dreck und CO2 produzieren. Dass der ökologische Fussabdruck eines Elektroautos ebenfalls gewaltig ist, verschweigt man gerne mal.

    Genauso wie die Naturzerstörung, die für die Anbauflächen unserer Biosprit-Beimischung der aktuellen Kraftstoffe in Kauf genommen wird.

    Nochmal. Die Industrie wird das produzieren, was der Kunde nachfragt. Wir als Kunde müssen uns nur mal wieder auf unser eigenes Denkorgan besinnen und uns die Frage stellen, was denn wirklich Sinn macht.

  4. Avatar von Lukulla
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    AW: Klimaschutz. Politik und Wirtschaft

    Meine Idee, diesen Strang anzulegen war es ein Faktensammlung zu erstellen, was in Politik und Wirtschaft bereits gemacht wird, was angedacht ist und was geplant ist. Politische Massnahmen, Wirtschaft, Startups und Innovation.

    Ich wollte hier nicht über individuelle Lebenseinstellungen reden, - das tun wir bereits in 3 anderen Strängen - ich möchte auch nicht über das Für oder Wider des Klimaschutzes reden. Das ist an andere Stelle besser aufgehoben.

    Es wäre nett, wenn alle Diskutanten sich darauf einigen könnten.
    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
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    Petition auf change.org.


  5. Registriert seit
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    AW: Klimaschutz. Politik und Wirtschaft

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Der Bürger und Verbraucher wird manipuliert. Das fängt schon bei der Werbung an. Freude am Fahren. Toller Super Schnäppchen Urlaub. Und so weiter.

    Aktuell werden wir gerade darauf getrimmt, in Zukunft Elektroautos zu kaufen, weil unsere alten Verbrenner so viel Dreck und CO2 produzieren. Dass der ökologische Fussabdruck eines Elektroautos ebenfalls gewaltig ist, verschweigt man gerne mal.

    .
    Also nö.
    Ich halte es da mit der Kant'schen Aufklärung, der Mensch ist schon eigenverantwortlich für sein Tun...
    "Die bösen anderen manipulieren mich so, dass ich nicht anders kann als den 3. SUV zu kaufen?
    (Oder auch: als den 3. Tesler zu kaufen?)

    Außerdem: Willst du damit (vielleicht überspitzt) sagen, der Klimawandel sei nur Thema, damit die deutsche Automobilindustrie ab jetzt e-autos statt Benziner verkauft?

    Nööööööööööööö.
    Die von mir oben zitierte Wissenschafterin Kromp-Kolb hat auf den Klimawandel schon vor 30 Jahren hingewiesen, genau so wie viele andere - da steckte die Emobilität wirklich noch in den Kinderschuhen und wurde total abgekanzelt...

    Ich sags ja nicht gern: Deutschland und das Auto - das ist schon eine identitätstiftende Sache, die mich manchmal fassungslos macht.

    DAS zu entkoppeln, das wäre wichtig. Wenn sich die nächste Generation (durchaus auch bei uns, da ist es aber nicht mehr sooo sehr heilige Kuh) eben nicht mehr über das Auto (egal ob nun e oder nicht) identifiziert, dann hat FfF wirklich was bewirkt.


    Denn eines ist klar: Es geht beim Klimawandel nicht singulär um e-Auto oder Benziner. Das wird (vor allem beim deutschen Strommix, der ist in anderen Ländern besser) nämlich auch kaum was ändern.

    Es geht um ein anderes Leben - überhaupt nicht schlechter, nur bewusster. Eben weniger Abhängigkeit von der Werbung, mehr Eigenverantwortung. Und immer wieder : Damit verbunden auch um andere Politik-

    Bei mir ist das so: Ich fahre meinen alten "Kübel" noch ein paar Jahre aus, aber eben möglichst wenig (keine Sorge, er ist neu genug, um Abgasbestimmungen einzuhalten).
    Wenn ich dann tatsächlich noch ein Auto brauche, werde ich zuerst dafür sorgen, es über meinen Solarstrom weitgehend zu betreiben.


  6. Registriert seit
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    AW: Klimaschutz. Politik und Wirtschaft

    Aber die Gesellschaft ändert sich. Langsam, aber kontinuierlich die Alten, schnell und überzeugend die Jungen.

    Vor fast 10 Jahren habe ich mir mein erstes E-Bike (eigentlich ein Pedelec) gekauft. damals war die Reaktion mitleidig, das brauche doch niemand, sei etwas für alte Omas.
    Seit fast 10 Jahren fahre ich täglich mit dem Pedelec zur Arbeit, wenn immer es sich machen lässt (frostfrei, kein Starkregen), nun habe ich mir ein neues geleistet.
    Das finden alle cool und wollen probefahren, überlegen, sich vielleicht auch eines für den Arbeitsweg anzukaufen.

    - Ein bisschen was hat sich verändert..

    -Edit:
    Sorry Lukulla, deine Themenintervention habe ich erst letzt gelesen.

    Das finde ich sehr schade, übrigens.
    Denn mir fehlt ein politischer Strang, der sich überparteilich mit dem Klimaschutz beschäftigt.
    Geändert von Chilirose (15.06.2019 um 19:15 Uhr)

  7. Avatar von Lukulla
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    AW: Klimaschutz. Politik und Wirtschaft

    Zitat Zitat von Chilirose Beitrag anzeigen
    Denn mir fehlt ein politischer Strang, der sich überparteilich mit dem Klimaschutz beschäftigt.
    Kein Problem, wir können schon gerne darüber reden.

    Mir ist es wichtig zu beleuchten, was Wirtschaft und Politik bis dato dazu beigetragen haben.
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  8. VIP Avatar von xanidae
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    AW: Klimaschutz. Politik und Wirtschaft

    Anscheinend lohnt sich die Produktion von bestimmten Autos immer noch so sehr, dass sie weiterentwickelt werden, anstatt sie abzuschaffen:

    Den Verbrauch gibt Mercedes mit 9,6 Litern und den CO2-Ausstoß mit 253 g/km an.

    Mercedes G-Klasse kommt im Sommer als G 400 d - Auto & Mobilitat Themenwelt - WESER-KURIER

    Ich verstehe nicht, warum die Wirtschaft von sich aus mehr Verantwortung übernimmt.
    Was ich über's Leben weiß, weiß ich aus Stand by Me
    Ich hab' einen Hund der Cujo heißt, und mein Auto heißt Christine
    Wenn du schreiben kannst, dann schreibe,
    wenn du singen kannst, dann sing
    Und wenn du nicht mehr weiterweißt, frag
    Stephen King


    Thees Uhlmann "Danke für die Angst"


  9. Registriert seit
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    AW: Klimaschutz. Politik und Wirtschaft

    Liebe Mods,
    könntet ihr vielleicht einen neuen Strang zu "Klimawandel, Politik und Wirtschaft -allgemeine Diskussion" (oder so) eröffnen, und die passenden Beiträge dieses Stranges dorthin verschieben?


  10. Avatar von einzigARTig
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    AW: Klimaschutz. Politik und Wirtschaft

    Zitat Zitat von Chilirose Beitrag anzeigen
    Wien hat gerade mal 8 Millionen € für Baumpflanzungen investiert - Die heiße Stadt wird dadurch lebenswerter, der Co2-Ausstoß kompensiert.
    Die Jahreskarte für den (gut ausgebauten und funktionierenden ) öffentlichen Verkehr kostet 365 € - Dadurch wird es in der Stadt wirklich unnötig, mit dem Auto zu fahren.
    Toll!

    Hier ein Ausschnitt aus einem Artikel aus dem Manager-Magazin vom 26.2.19 (Quelle)

    Teil eines Interviews mit dem Wiener Verkehrsexperten Prof. Hermann Knoflacher:


    Als Sie in Wien das Auto zurückdrängten, mussten Sie vermutlich einige Widerstände überwinden?


    Die Zahl der Gegner war natürlich enorm. Doch die verkehrsplanerischen Maßnahmen von damals haben bis heute Erfolg. Früher fuhren in Wien 120.000 Autos durch die Innenstadt. Jetzt ist es nicht angebracht, morgens nach zehn Uhr mit dem Auto dort aufzutauchen. Denn dann sind 100.000 Fußgänger unterwegs.

    Was ist das größte Verkehrsproblem unserer Zeit?

    Dummheit.

    Erklären Sie uns das etwas genauer?

    Die Menschen begreifen nicht, dass das Auto sie in eine völlig andere Raum-Zeit-Dimension katapultiert, die sie nicht verstanden haben. Sie fühlen sich gut, während sie die Natur zerstören, die Landschaft zerstören, die Städte zerstören, die Wirtschaft zerstören. Das sind langsame Prozesse, die viele nicht bemerken. Dazu kommt, dass das Auto Menschen mit nachhaltigen Verkehrsmitteln den Boden entzieht, indem es den öffentlichen Raum zur lebensgefährlichen und ungesunden Umwelt macht.

    Warum fährt der Mensch überhaupt so gerne Auto?

    Er fühlt sich stark und überlegen durch die Kraft des Autos. Dazu kommt, dass unsere Welt auf das Auto ausgelegt wurde und alle anderen Mobilitätsbedürfnisse unterdrückt. In einer solchen Umgebung ist es natürlich logisch, dass jeder Mensch mehr oder weniger zum Autofahren gedrängt wird - sogar gezwungen wird. Es macht deshalb keinen Sinn, auf jemanden mit dem Finger zu zeigen, der Auto fährt. Wir müssen die Bedingungen fürs Autofahren verändern.

    Eines Ihrer Bücher trägt den Titel "Virus Auto". Sie meinen also, dass Autos krank machen?

    Ein Virus manipuliert die Zelle, in die es aufgenommen wurde, damit diese nicht mehr für den Organismus arbeitet, sondern sich auf die Reproduktion der Erbinformation der Viren beschränkt. Das Gleiche passiert auch mit der menschlichen Gesellschaft. Diese plant und baut nicht mehr Städte für Menschen, sondern für das Auto.

    Nutzen Sie niemals ein Auto?

    Wenn ich etwas Großes transportieren muss, organisiere ich ein Auto. Normalerweise aber gehe ich zu Fuß und fahre mit dem öffentlichen Verkehr oder dem Rad. Letzteres verbotenerweise seit meinem vierten, fünften Lebensjahr, da habe ich das Fahrrad meiner Mutter entwendet. Später bin ich eigentlich immer beim Rad geblieben, auch als ich den Führerschein gemacht hatte. Heute bewege ich mich mit den drei umweltfreundlichen Verkehrsmitteln fort: meinen Beinen, meinem Rad und dem öffentlichen Verkehr.

    Wie sieht Ihr Bild einer idealen Mobilität aus?

    Alle Menschen würden sich darin frei bewegen. Wir sind Zweibeiner, also würden wir gehen. Für längere Fußwege bräuchten wir zusätzlich das Fahrrad, um mit eigener Körperkraft voranzukommen. Größere Entfernungen legten wir in dieser idealen Welt nicht mit dem Auto, sondern mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück.

    Zitat Ende


    Es steht noch mehr Interessantes drin. Einfach mal googlen.
    Geändert von einzigARTig (17.06.2019 um 16:00 Uhr)

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