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  1. Inaktiver User

    Mathe-Abitur 2019

    Mittlerweile hat auch der Kultusminister von Bayern reagiert und kündigt gleich morgen eine Überprüfung an.


    Wieso wird sowas erst im Nachhinein überprüft?

    Wieso wird nicht von geeigneter Stelle eine Komission eingerichtet, die vorab den Level der Aufgaben im Verhältnis zu anderen Abiturjahren abgleicht.

    Was wird hier auf dem Rücken von Schülern ausgetragen?

    Ist das womöglich die Retourkutsche für FFF?

    Wenn ich schon nicht mehr zur Schule geht, dann tragt auch die Konsequenzen.
    Welche Signale werden da Jugendlichen gesendet?
    Erst das okay der Kanzlerin: Klar schwänzt mal eben den Unterricht...alles kein Ding!

    Und dann der Dolchstoß von hinten!
    Ich habe jemand in der Familie, der betroffen ist.

    Das Mädchen ist so demoralisiert durch das Ganze und völlig verzweifelt und muss jetzt noch Prüfungen schreiben. Sie tut mir so leid :(

    Wer ist verantwortlich für so einen Mist?

  2. User Info Menu

    AW: Mathe-Abitur 2019

    Das Anforderungsniveau schwankt (angeblich, so höre ich es zumindest von Lehrern) immer etwas.
    2018 soll es angeblich besonders leicht gewesen sein, im Jahr davor durchschnittlich, in diesem Jahr zieht sich die Lage über das "zu schwer" wohl flächendeckend durch (wenn ich es richtig verstanden habe, muss Niedersachsen auch prüfen).

    Im Teil B sollen wohl die Aufgaben sehr komplex und die Sachverhalte so "konstruiert" gewesen sein, dass selbst erfahrene Lehrer Probleme damit hatten zu erkennen, "wo es hingehen soll".

    Ob da nun eine Bestrafung dahinter steckt ist Spekulation.

    Die betroffenen Schüler tun mir leid.

    Ich hatte das in der Abschlussprüfung der Ausbildung. Es gab eigentlich immer bestimmte Aufgaben, die drankamen, das wechselte immer, aber es war relativ gleich.
    In unserem Jahrgang war im Notarbereich statt des Testaments, einseitig oder zweiseitig, des Grundstückskaufvertrags eine Hofübergabe dran. Ein Vertrag, der nicht so häufig dran kommt, in städtischen Kanzleien so gut wie nie.

    Die Durchfallquote in meinem Jahrgangag bei 85 %.

    Angeblich sollte das die Aufgabe für die Cracks sein, dumm nur, dass sie der Hauptteil war. Gab's da keine Punkte konnte man gar nicht bestehen.

    Deshalb sind Leute durchgefallen, die die ganzen Jahre Klassenbeste waren.

  3. Moderation

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    AW: Mathe-Abitur 2019

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mittlerweile hat auch der Kultusminister von Bayern reagiert und kündigt gleich morgen eine Überprüfung an.
    Hallo auswandern,

    in der Bricom ist es üblich, im Eröffnungsbeitrag zu einem neuen Strang die Sachlage, über die diskutiert werden soll, genau zu schildern - du setzt diese als bekannt voraus. Nicht jeder User lebt in Bayern und hat Kinder, die gerade Abitur machen, also erläutere bitte nach Wiedereröffnung des Threads, worum es geht oder verlinke einen Medienartikel, woraus dies hervorgeht.

    Gruß,
    Analuisa, Moderation
    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.

    ... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs

  4. gesperrt

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    Wird jetzt bei den Kids künftig immer demonstriert, wenn sie nix gebacken bekommen?

    Warum verteilt man nicht gleich im Kindergarten das Abitur in Form von Gratisgutscheinen? Die Schüler protestieren, weil das Niveau im Abitur zu hoch sei. Die Deutschen Schüler „retten“ lieber das Klima. Das ist einfacher und man muss selbst nichts tun. Außer Schule schwänzen. In der Zwischenzeit ziehen die osteuropäischen und chinesischen Jugendlichen an ihnen vorbei. Wobei, was rede ich da, die asiatische Schüler sind schon längst an unseren vorbeigezogen. Ein Grund liegt vielleicht auch darin, dass Lernen und Fleiß dort in Asien nicht als üble Belastung und Unterdrückung gesehen werden, sondern als hohes gesellschaftliches Gut. Man muss nun nicht übertreiben, wie das dort zuweilen geschieht, aber man könnte die Selbstverständlichkeit von Hausaufgaben, von Vor- und Nachbereitung, der Anerkennung von Leistungsbereitschaft und guter Leistungen, kurz: alledem, was früher einmal die Qualität des deutschen Schulsystems ausmachte, wieder einführen. Bei mir in der Oberstufe - das war Anfang der 00er Jahre, haben sich Austauschschüler aus Asien darüber lustig gemacht, dass viele Dinge im Gymnasium zu einfach seien. Besonders in den naturwissenschaftlichen Fächern.

    Als mein großer Stiefbruder Anfang der 90er Abitur gemacht hat, hatten 15% eines Jahrgangs Abitur gemacht. Als ich Abitur Anfang der 00er Jahre gemacht habe, waren es bereits 22% eines Jahrgangs. Mittlerweile sind wir bei über 50% eines Jahrgangs und ich bin mir sicher, dass in bereits wenigen Jahren alle Schüler eines Jahrgangs Abitur machen werden. Vor der Jahrtausendwende war ein 1er Abitur noch etwas besonderes, mittlerweile wird es einem hinterhergeworfen: Dr Abiturnotenschnitt wird von Jahr zu Jahr besser. Es kann doch nicht angehen, dass das Abitur immer mehr zu einem 0815-Volksschulabschluss verkommt. Abitur hat etwas besonderes zu sein, für dessen Erlangung man Überdurchschnittliches leisten muss. Bereits zu meinen Zeiten Anfang der 00er Jahre war das Niveau meiner Meinung deutlich zu niedrig, da ich ohne viel zu machen ein gutes Abitur ablegte, jedoch mit dem Nachteil verbunden, dass ich dann an der Uni in den ersten Semestern ordentlich in den Hintern gekniffen worden bin. Aber wenn ich dann heutzutage höre, dass das Abitur von Jahr zu Jahr immer stärker aufgeweicht wird, dann bekomme ich Angst um den Bildungsstandort Deutschland. Letztens las ich in irgendeiner Zeitung, dass einige Bundesländer bereits erwägten, Statistik und teile der Integral- und Differentialrechnung aus dem Matheabitur zu nehmen, da für die Schüler zu schwer!
    Geändert von Rektorrat (06.05.2019 um 21:31 Uhr) Grund: Kuschelpädagogik funktioniert nicht.

  5. Inaktiver User

    AW: Wird jetzt bei den Kids künftig immer demonstriert, wenn sie nix gebacken bekomme

    Hm, mein Abi ist schon ein wenig her, aber mein Jahrgang hat damals zu den sehr glücklichen Englisch-LKlern gehört, denen man eine schwere Prüfung zugemutet hat. Bei uns haben alle drei bis vier Punkte schlechter gegenüber der Anmeldenote abgeschnitten.

    Woran lag's: das Englisch-Abi im Jahr davor ist ziemlich leicht gewesen, das war eine unserer Übungsklausuren...

    Oder wie eine Freundin ein Jahr später sagte bei ihrem Abi: " Zum Glück mussten wir nicht euer Englisch-Abi schreiben, das war ja ganz schön happig."

  6. gesperrt

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    AW: Wird jetzt bei den Kids künftig immer demonstriert, wenn sie nix gebacken bekomme

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hm, mein Abi ist schon ein wenig her, aber mein Jahrgang hat damals zu den sehr glücklichen Englisch-LKlern gehört, denen man eine schwere Prüfung zugemutet hat. Bei uns haben alle drei bis vier Punkte schlechter gegenüber der Anmeldenote abgeschnitten.

    Woran lag's: das Englisch-Abi im Jahr davor ist ziemlich leicht gewesen, das war eine unserer Übungsklausuren...

    Oder wie eine Freundin ein Jahr später sagte bei ihrem Abi: " Zum Glück mussten wir nicht euer Englisch-Abi schreiben, das war ja ganz schön happig."
    Das Abitur ist der höchstmögliche nicht-akademische Bildungsabschluss (Fortbildungen wie Techniker und Meister mal außen vor). Es ist schlicht dessen Anspruch, nicht "einfach" zu sein. Natürlich erhalten in einer schweren Prüfung nur die besten eine gute oder sehr gute Note. Ist dies jedoch nicht auch der Sinn des Abiturzeugnisses, Leistungsunterschiede aufzuzeigen?

    Das Niveau im Mathe-Unterricht an deutschen Schulen, selbst in den Leistungskursen, ist absolut miserabel und bietet kaum Vorbereitung für das, was einen an der Universität erwartet. Spätestens in den mathematischen Vorkursen (!) technischer Studiengänge an der Uni werden diese Abiturienten dann feststellen, dass sie am Gymnasium im Vergleich sanft gestreichelt wurden. Das Niveau des Gymnasiums wurde in den letzten Jahren extrem verwässert und daran tragen vor allem Politiker, Eltern und Betriebe eine Schuld. M.M.n. wird es endlich Zeit, dass die Abituranforderungen deutlich angezogen werden, die Petition geht daher in die falsche Richtung. Nur die Besten sollten sich überhaupt mit einem erfolgreichen Abitur auszeichnen dürfen. Für die anderen gibt es Real- oder Hauptschule. Das ständige Heruntersetzen der Anforderungen ist ein Unding. Und statt die eigenen Fähigkeiten zu hinterfragen, wird sich beschwert und erwartet, dass eine höhere Stelle es für einen richtet. Das ist der Zeitgeist der Versagergeneration.

  7. User Info Menu

    AW: Mathe-Abitur 2019

    Na Na... Das Klagen sei den Schülern gestattet.
    Im Sinne von "Stöhnen, Weinen, Jammern".

    Ob es nun wirklich zu schwer war, wird sich zeigen. Falls ja, wird sich ja ein deutlicher Trend quer durch die Republik abzeichnen.

    Von ein, zwei Schülern aus dem Bekanntenkreis meiner Damen, beide LKler mit sehr guten Vornoten war zu hören, Teil A wäre machbar gewesen, aber ungewöhnlich knackig, Teil B schwierig, aber das größte Problem wäre wegen der Aufgabenstellung die Zeit gewesen.

    Ich rate übrigens jedem der über zu geringe Anforderungen in der Schule klagt mal spaßeshalber Übungsaufgaben für den MSA oder das Abitur zu lösen.

    Sehr viele "gesetzte Abiturienten", die ihr Abi deutlich vor 2000 gemacht haben waren danach erstmal ruhig.

    Die völlig andere Aufgabenstellung als zu eigener Schulzeit brachte sie nämlich völlig aus dem Konzept.

    Ich habe da schon frühere Jahrgangsbeste im Abitur an den Aufgaben für den MSA verzweifeln sehen :)

  8. Inaktiver User

    AW: Mathe-Abitur 2019

    Um es mal kurz zu machen : ich kenne noch die Samstagsschule und habe zu Zeiten Abi gemacht als dessen Stellenwert noch wesentlich höher war.

    Worum es aber erstmal allgemein geht :es kann nicht sein, dass die Schwierigkeitsgrade jährlich extrem schwanken!

    Meine persönliche Erfahrung sollte nur verdeutlichen, dass es auch früher schon solche Unterschiede gegeben hat.

    Und ja, in Sachen Englisch waren wir damals die Deppen, denn das Abi im Jahr davor war ein Witz; das wussten die Abiturienten damals selbst und unser Jahrgang durfte das dann ausbaden.

    Und nein, das ist nicht in Ordnung.

    Und ja, das Bildungswesen bedarf- wie auch schon früher - dringend einer umfassenden Reform bzw. Reformen.

    Ich habe ab Herbst ein Gymnasialkind, ich bin gespannt, wie es heute dort so zugeht.

  9. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Mathe-Abitur 2019

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Um es mal kurz zu machen : ich kenne noch die Samstagsschule und habe zu Zeiten Abi gemacht als dessen Stellenwert noch wesentlich höher war.

    Worum es aber erstmal allgemein geht :es kann nicht sein, dass die Schwierigkeitsgrade jährlich extrem schwanken!

    Meine persönliche Erfahrung sollte nur verdeutlichen, dass es auch früher schon solche Unterschiede gegeben hat.

    Und ja, in Sachen Englisch waren wir damals die Deppen, denn das Abi im Jahr davor war ein Witz; das wussten die Abiturienten damals selbst und unser Jahrgang durfte das dann ausbaden.

    Und nein, das ist nicht in Ordnung.

    Und ja, das Bildungswesen bedarf- wie auch schon früher - dringend einer umfassenden Reform bzw. Reformen.

    Ich habe ab Herbst ein Gymnasialkind, ich bin gespannt, wie es heute dort so zugeht.
    d'accord.

    Ich bin damals der erste Abiturjahrgang mit Zentralabitur gewesen. Fanden wir zwar auch nicht so toll, haben es aber gemeistert. Wir wussten, dass es happiger werden wird und haben mehr Zeit in die Vorbereitung investiert.

  10. User Info Menu

    AW: Mathe-Abitur 2019

    Daran scheint es in vielen Fällen zu hapern. Kontinuierliches Lernen über einen gewissen Zeitraum hin scheint für viele ein Problem zu sein.
    Und nur die Abiturvorbereitung im Unterricht reicht für einen mittelmäßigen Schüler (es gibt immer ein paar Überflieger und ein paar Hoffnungslose) nicht aus.

    Das ist aber nichts Neues.

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