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  1. Registriert seit
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    Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Das Thema würde ich gerne in einem eigenen Strang diskutieren.

    Leider ist das erste Interview von Kühnert (Zeit) online nicht mehr frei zu lesen, als Einführung kann man den Faktencheck von SPON lesen der auch eine Kritik seiner Ausführungen enthält:

    Kevin Kuhnert: Der Faktencheck zum Kollektivierungsvorstoss - SPIEGEL ONLINE

    Ergänzen möchte ich, dass in dem ursprünglichen Zeit-Interview der "demokratische Sozialismus" (Kühner) klar vom historischen bzw. autokratischen Sozialismus abgegrenzt wurde.
    Bedeutet: keine Verhältnisse wie in Venezuela oder Nordkorea oder der DDR wo letztendlich auch nur eine um einen starken Führer gescharte Clique das Sagen hat(te).

    Das ganze ist auch von Kühnert noch nicht zu Ende gedacht, ich finde aber es hat Potential.

    Da das Thema bereits in einem anderen Strang hochkam wäre hier der Ort um das konzentrierter zu diskutieren. Hier ein paar Fragen zum Einstieg:

    - Wo stehen wir heute mit unserem System, wie dient es dem Menschen (oder umgekehrt)?

    - "Darf" man heute den Kapitalismus überhaupt (noch) kritisieren oder gar abschaffen wollen?

    - Ist ein alternatives System überhaupt vorstellbar oder wo ist der Haken?

    - Gibt es einen Zusammenhang mit der aktuellen Politikverdrossenheit, dem gefühlten "die da oben hören uns nicht"?

    - Wäre das eine Chance für die SPD sich neu zu positionieren, wie geht die Partei mit ihrem hauseigenen "Revoluzzer" um?

    Ich freue mich auf eine kontroverse, sachliche Debatte.
    Geändert von R-osa (04.05.2019 um 09:35 Uhr) Grund: Titel repariert


  2. Registriert seit
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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Ein weiterer Beweis, dass die SPD völlig am Rad dreht und nicht mehr für vernünftige Menschen, die jung sind und noch lange arbeiten müssen, wählbar ist (Bruch des Koalitionsvertrags i.B.a. Uploadfilter, "Respektsrente", Sozialismusfantasien... da ist wohl jemand auf den Enteignunsgzug aufgesprungen und versucht, das linke Klientel an sich zu binden. Bleibt ja nix übrig, wenn man von den ursprünglichen Parteiwerten nichts mehr gelassen hat und profillos am Rande der Bedeutungslosigkeit entlang schrammt.

    Ich habe das Interview übrigens gelesen.
    Geändert von R-osa (04.05.2019 um 09:36 Uhr) Grund: Titel repariert

  3. Avatar von chaos99
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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Jep.
    Unterirdischer Versuch, im Osten Stimmen zu fangen und mit Rücken zur Mauer (passendes Wortspiel...g*) Populismus zu betreiben.

    Kuhnert hat sich IMO damit die letzte Chance genommen, noch Karriere zu machen in der Partei.
    Erst rudert er zurück, als es um mehr eigene Verantwortung ging und jetzt der Kram.
    Nahles hampelt zum Ausgleich wie ein kleines Kind mit Trotzfäusten - Gehampel vor den Mikrofonen herum.

    Nene...nicht "Die Anderen" sind schuld...
    Geändert von R-osa (04.05.2019 um 09:36 Uhr) Grund: Titel repariert


  4. Registriert seit
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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Es ist in den vergangenen 100 Jahren oft genug und weltweit bewiesen worden, dass sich die Begriffe demokratisch und Sozialismus ausschließen. Mehr gibt es dazu einfach gar nicht zu sagen.
    Geändert von R-osa (04.05.2019 um 09:37 Uhr) Grund: Titel repariert

  5. Avatar von Sneek
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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Ich fand den Eingangsbeitrag eigentlich ganz gut, aber nach den ersten drei Antworten hab ich schon keine Lust mehr, mich hier einzubringen.
    Geändert von R-osa (04.05.2019 um 09:37 Uhr) Grund: Titel repariert


  6. Registriert seit
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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von MannMann Beitrag anzeigen
    Es ist in den vergangenen 100 Jahren oft genug und weltweit bewiesen worden, dass sich die Begriffe demokratisch und Sozialismus ausschließen. Mehr gibt es dazu einfach gar nicht zu sagen.
    So ist es.
    Geändert von R-osa (04.05.2019 um 09:37 Uhr) Grund: Titel repariert


  7. Registriert seit
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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Sneek Beitrag anzeigen
    Ich fand den Eingangsbeitrag eigentlich ganz gut, aber nach den ersten drei Antworten hab ich schon keine Lust mehr, mich hier einzubringen.
    Dann lass es halt.
    Geändert von R-osa (04.05.2019 um 09:38 Uhr) Grund: Titel repariert


  8. Registriert seit
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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von print Beitrag anzeigen
    Leider ist das erste Interview von Kühnert (Zeit) online nicht mehr frei zu lesen, als Einführung kann man den Faktencheck von SPON lesen der auch eine Kritik seiner Ausführungen enthält:

    [...]
    Das ganze ist auch von Kühnert noch nicht zu Ende gedacht, ich finde aber es hat Potential.
    Mal ganz davon abgesehen, dass ich der gesamten SPD seit Schröder nicht mehr soweit traue, wie ich ihr windiges Parteiprogramm werfen kann, sind deine Fragen durchaus interessant.

    - Wo stehen wir heute mit unserem System,
    Am Abgrund. Der Planet wird sich zu helfen wissen, darauf vertraue ich. Es wird besser sein ohne Menschheit.

    wie dient es dem Menschen (oder umgekehrt)?
    Es dient nicht dem Menschen, nur dem Mammon, den 1%.

    - "Darf" man heute den Kapitalismus überhaupt (noch) kritisieren oder gar abschaffen wollen?
    Dürfen darf man. Sicher doch. Das ist das Perfide. Es bringt nur nix.

    - Ist ein alternatives System überhaupt vorstellbar oder wo ist der Haken?
    Ja, ist es. Der Haken zeigt sich erst, wenn man es probiert. Dafür herrscht aber zu viel Gier.

    - Gibt es einen Zusammenhang mit der aktuellen Politikverdrossenheit, dem gefühlten "die da oben hören uns nicht"?
    Logisch. Jetzt sollen wir wieder ein Kreuz setzen fürs EU-Parlament. Eine Veranstaltung, die keinerlei demokratische Macht hat. Die Macht sitzt in den Hinterzimmern. Man kann gar nicht so viel essen, wie man ko...... Wen soll man da wählen. Ein Witz ist das.

    - Wäre das eine Chance für die SPD sich neu zu positionieren, wie geht die Partei mit ihrem hauseigenen "Revoluzzer" um?
    Die SPD hofft auf kollektive Demenz für die letzten 20 Jahre. Für wie blöd halten die die Wähler? Die haben ihr Stammklientel an die 1% verraten und verkauft und glauben immer noch, es hätte keiner gemerkt. Da kann auch ein Herr Kühnert nix ausrichten.


  9. Registriert seit
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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Sneek Beitrag anzeigen
    Ich fand den Eingangsbeitrag eigentlich ganz gut, aber nach den ersten drei Antworten hab ich schon keine Lust mehr, mich hier einzubringen.
    Mir geht es ähnlich.

    Na gut, trotzdem, und zu der Frage, ob man den Kapitalismus kritisieren oder abschaffen darf:

    Kapitalismus - und ich sage das wertfrei - ist auf Wachstum angelegt. Damit ist er nicht das System was die Erde und die Ressourcen schützt: der Markt kann viel, aber das kann er nicht.

    Von daher sind wir an einem Punkt wo man über andere Systeme nicht nur nachdenken darf, sondern sogar muss.

    Was mir in dieser Diskussion aufstösst, ist das offenbar nur die Alternativen ‘Kapitalismus’ ./. ‘Sozialismus’ gesehen werden. Das ist mir zu kurz gedacht. Niemand (denke ich) will ein DDR-system oder ähnliches. Deswegen geht das Leben trotzdem nicht so weiter wie in Wirtschaftswunderzeiten der fünfziger Jahre. Es muß sich was ändern damit uns der Planet nicht um die Ohren fliegt - und das wird er, wenn wir so weiter machen wie bisher.

    Ich finde Kühnerts Idee, das man nur die Wohnung besitzen darf in der man wohnt, gar nicht schlecht. NTürlich müsste das gekoppelt sein mit einem staatlichen Bauprogramm. Ich hab mich mit dem BMW-Vorschlag nicht auseinandergesetzt, aber mir ist doch eher unklar, warum sich alle aufregen damit eine Familie den Millionärsstatus behalten kann. Wenn so große Unternehmen in Schwierigkeiten geraten, ist es der Staat, der sie mit Steuergeldern stützt. In diesem Sinne sollten solche Unternehmen staatliches -> öffentliches Eigentum sein.

    Ich denke, wir sind an einem Wendepunkt, wo wir darüber nachdenken müssen (und handeln müssen!) wie wir Ressourcen verteilen und Zusammenleben organisieren. Ich habe nicht das Gefühl, dass der Kapitalismus als Wirtschaftsform da eine große Hilfe darstellt.
    -


  10. Registriert seit
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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Sneek Beitrag anzeigen
    Ich fand den Eingangsbeitrag eigentlich ganz gut, aber nach den ersten drei Antworten hab ich schon keine Lust mehr, mich hier einzubringen.
    Schade.

    Ich würde mir nämlich wünschen dass die Ideen an sich mehr zur Diskussion stünden und nicht das unterstellte Kalkül dabei.
    Think before you print.

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