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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Natürlich sind die Menschen nicht gleich in ihrer Individualität.

    Es geht um Gleichheit in dieser Bedeutung: dass jeder Mensch, jedes Individuum gleich wichtig und wertvoll ist und nicht nur nach seiner Wertigkeit für das System gemessen und behandelt wird.

    Es geht um Gleichheit in den Gestaltungsmöglichkeiten, weil genug Freiraum da ist und weil alle nach gleichen Regeln zuverlässig ihren Beitrag leisten. Z.B. in den Sozialsystemen. Oder bei Steuern.

    Gleichheit kann auch schlicht bedeuten: Zugang zu etwas haben.
    Im Grundsatzprogramm der CDU kann man bspw. zum Stichwort 'Gleichheit' folgendes lesen auf den Seiten 4 und 5:

    Die CDU ist für jeden offen, der Würde,
    Freiheit und Gleichheit aller Menschen anerkennt und die hieraus folgenden
    Grundüberzeugungen unserer Politik bejaht.

    Die Würde
    aller Menschen ist gleich, unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Nationalität, Alter, von
    religiöser und politischer Überzeugung, von Behinderung, Gesundheit und Leistungskraft, von
    Erfolg oder Misserfolg und vom Urteil anderer. Wir achten jeden Menschen als einmalige und
    unverfügbare Person in allen Lebensphasen.


    Na sowas aber auch ...

    Es wird für manche schwierig wenn hier z.B. empfohlen wird privat für das Alter vorzusorgen weil man kann sich ja nicht wie andere dem Umlagesystem Rente entziehen: AN zahlen dann für die aktuellen Rentner und für ihre eigene Rente.
    Das ist der Punkt!
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
    Daniel Kahneman

  2. gesperrt

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Gesetzesänderungen werden in einer Demokratie mit Mehrheit beschlossen, weshalb zumindest die CDU mitmachen muss.

    Schon die Einführung der KV-Pflicht für alle war schwierig.
    Selbst einem schlichten Geist und Gemüt wie mir ist bekannt, daß "Gesetzesänderungen in einer Demokratie mit Mehrheit beschlossen werden, weshalb zumindest die CDU mitmachen müßte". Vielen Dank dennoch für diese Erläuterung …

    Nichtsdestotrotz läuft es dennoch meist so, daß eine Partei zuerst ein Thema lanciert und dann dafür arbeitet, daß es irgendwann (vielleicht) umgesetzt werden kann. Hier war mein Eindruck: An einer grundlegenden Bereinigung des Flickenteppichs in der Rente (parallel existierende Systeme für Politiker, Beamte, Öffentlichen Dienst, verkammerte Berufe - sowie die Resterampe der Gesetzlichen Rente …

    … aber auch an eine adäquate Förderung der privaten Altersvorsorge (insbesondere am Produktivkapital Aktien und/oder Immobilien) …

    wagt sich auch die SPD nicht heran.

    Dabei wäre dies - nach meinem Dafürhalten - vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung und insbesondere der Nullzinspolitik zwecks Dauerrettung der Einheitswährung Euro eigentlich angezeigt.

    Nicht unbedingt für Politiker, (höhere) Beamte, im öffentlichen Dienst Beschäftigte oder Freiberufler wie Mediziner, Apotheker, Anwälte usw. - sondern gerade für Otto Normalverbraucher. Eigentlich doch die Zielgruppe dieser Partei … ?

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Dass ich es allen gönne, anständig gekleidet, gefüttert und beherbergt zu werden, und das von der Gemeinschaft so gewollt und so umgesetzt. Auch wenn sie ansonsten nichts anderes tun, als mich in Ruhe lassen. (ja, ständig Bier trinken und Thrash TV gucken ist voll ok, Einfach nicht mir die Brieftasche klauen.)
    Da würde ich dir beipflichten. Allerdings ist meine Erfahrung die, daß man eben nicht(!) in Ruhe gelassen wird, wenn man sich die Regeln für ein Zusammenleben von Leuten diktieren läßt, die keinerlei Bereitschaft zeigen, ihre Bedürftigkeit zu lindern, obwohl(!) sie dazu in der Lage wären. Nur von diesen rede ich an dieser Stelle.
    Und auch wenn sie nicht persönlich an deiner Tür klopfen, um dir was abzunehmen, hielte ich den Weg, es über den Staat zu tun für beinahe noch schlimmer.

    Was man nicht tut, indem man andern nicht nur die Butter auf dem Brot, sondern nicht mal das Brot gönnt.
    Wie gesagt, ich halte es für wichtig zu differenzieren, wer diese "anderen" sind. Wer alles denen gibt, die sich als bedürftig bezeichnen, wird schnell nichts mehr für die übrig haben, die bedürftig sind.

    Gelegentlich mag ein künstlicher Frieden das Beste sein, was wir hinkriegen.

    Aber ich hab allemal noch einen künstlichen Frieden lieber als nicht vorhandenen Frieden. Ich lege zB Wert darauf, mich frei in der Öffentlichkeit bewegen zu können. Falls das nicht mehr gehen sollte, weil ich ständig damit rechnen muss, ausgeraubt zu werden, weil es viele Leute gibt, denen es am Nötigsten mangelt - nein danke, in einer solchen Gesellschaft will ich nciht leben.
    Nein, damit möchte ich mich nicht so ohne weiteres abfinden. Ich habe die Hoffnung, daß es besser geht. Wie gesagt, rede ich nicht von denen, denen es am Nötigsten mangelt. Da hätten wir vermutlich einen Konsens. Denen würde ich sogar gerne mehr geben, als sie heute oftmals bekommen. Aber nicht mal das geht ganz ohne Bedingungen.
    Nein Ma'am, es ist nicht das Kleid, das sie fett aussehen läßt; es ist das Fett, das sie fett aussehen läßt. (Al Bundy)

  4. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Tut sie doch.... https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/rente-fuer-alle-nahles-unterstuetzt-plaene-fuer-gesetzliche-beamten-rente/24309918.html?ticket=ST-462056-nQlQ5KQPxEUquYKEuWUz-ap1

    Da gibt es seit vielen Jahren schon eine Diskussion.

    Ich erinnere nur daran, dass eine Partei dies alleine nicht umsetzen kann.
    Wärst du als Selbständiger bereit, so wie in der Schweiz, entsprechend deiner Leistungsfähigkeit in eine Allgemeine deutsche Rentenversicherung einzuzahlen, kurant?

  5. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Im Grundsatzprogramm der CDU kann man bspw. zum Stichwort 'Gleichheit' folgendes lesen auf den Seiten 4 und 5:

    Die CDU ist für jeden offen, der Würde,
    Freiheit und Gleichheit aller Menschen anerkennt und die hieraus folgenden
    Grundüberzeugungen unserer Politik bejaht.

    Die Würde
    aller Menschen ist gleich, unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Nationalität, Alter, von
    religiöser und politischer Überzeugung, von Behinderung, Gesundheit und Leistungskraft, von
    Erfolg oder Misserfolg und vom Urteil anderer. Wir achten jeden Menschen als einmalige und
    unverfügbare Person in allen Lebensphasen.


    Na sowas aber auch ...

    Das ist der Punkt!
    Ja danke mal wieder für's raussuchen

    Aber was hat das dann heute für eine Bedeutung, so ein Postulat von Gleichheit?

    Wie zeigt sie sich, im "CDU-Style"?
    Oder steht das nur da, weil es sich so schön anhört?

    Wobei man das noch nicht einmal mehr sicher sagen kann da "Gleichheit" inzwischen zu einem Schreckgespenst geworden zu sein scheint, mit der Annahme: Gleichheit = Alimentieren der Unwilligen.

    Wobei man da ja ausschließlich auf den Klischee-Hartz IV-ler schaut der könnte wenn er nur wollte.

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    … aber auch an eine adäquate Förderung der privaten Altersvorsorge (insbesondere am Produktivkapital Aktien und/oder Immobilien) …

    wagt sich auch die SPD nicht heran.
    Wäre ich ja dafür - allerding steht und fällt das Ganze damit, was man denn nun unter "adäquat" versteht.
    Und Produktivkapital und Immobilien sind zwei Paar Schuhe.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber was hat das dann heute für eine Bedeutung, so ein Postulat von Gleichheit?

    Wie zeigt sie sich, im "CDU-Style"?
    Oder steht das nur da, weil es sich so schön anhört?
    Schwer zu sagen.
    Allerdings erscheint es mir nicht unwahrscheinlich, dass dieses Postulat in der CDU-Spitze sehr wohl auch eine Rolle spielte, als man sich entschloss, den uns alle bekannten Weg in Sachen Flüchtlingspolitik zu gehen.

    Und dann erinnere ich mich auch noch daran: aus dem Jahr 2016:

    In der Bundesregierung eskaliert der Streit um Sozialausgaben für Deutsche und Asylbewerber. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) eine "erbarmungswürdige Politik" vorgeworfen. Mit Blick auf das von Gabriel geforderte Solidaritätsprojekt für die deutsche Bevölkerung parallel zur Flüchtlingshilfe sagte Schäuble in Shanghai: "Wenn wir Flüchtlingen – Menschen, die in bitterer Not sind – nur noch helfen dürfen, wenn wir anderen, die nicht in so bitterer Not sind, das gleiche geben oder mehr, dann ist das erbarmungswürdig."
    Geändert von VanDyck (18.05.2019 um 13:10 Uhr)
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
    Daniel Kahneman

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Sie sind nur deswegen erstreitbar, weil sie tagtäglich erarbeitet werden.

    Ideal wäre es, wenn die Verteilungskämpfe zugunsten einer Win-Win Situation beendet würden.
    Ich bin für eine liberale Wirtschaftspolitik mit starken Gewerkschaften, also sowas wie der GDL, nicht den Luschis vom DGB.

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    In der Mathe nicht aufgepasst?
    Oder was rauchst du für Zigaretten?
    Genau dann, wenn man im Matheunterricht aufgepasst hat, weiß man, dass die Aussage korrekt ist.

    5 €/Tag * 365 Tage/Jahr * 50 Jahre, durchschnittlich 25 Jahre zu 7 % über Inflation verzinst (Entwicklung am Aktienmarkt), d. h. * 1,07 ^ 25 ergibt etwa 500.000 €.

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Tut sie auch nicht. Das ist so die typische Merz-Bierdeckelrechnung. Am meisten profitieren die Investmentgesellschaften. Wer in Aktien und Fonds investieren will, sollte sich schlau machen, so dass er/sie Berater beurteilen kann. Kann man das nicht, sollte man die Finger davon lassen.
    Berater? Investmentgesellschaften? Das ist genau das, was die Abzocker von der SPD für ihre Wähler wollen.

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aktuell utopische Zahlen, die ziemlich risikobehaftet sind. Auf den Gewinn kommt kaum ein Lebensversicherer, der das Geld seiner Kunden betreut. Die würden am liebsten die Bestandskunden loswerden, denen vor der Finanzkriese 4% vertraglich garantiert wurden. Die haben Schwierigkeiten, dass ohne Risiko zu erwirtschaften. Aber bei den heutigen Zisen ist auch 1,5% schon spitze.
    Du kannst doch nicht allen Ernstes eine Kapitallebensversicherung als Geldanlage bezeichnen. Das ist reine Volksverdummung und Abzocke.

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