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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Was ist denn so schlimm daran, dass einer mehr hat, als ein Anderer?
    Mehr fällt dir zu Post #798 nicht ein?
    Das ist irgendwie keine fundierte Diskussion aus meiner Sicht. Abwechselnd "es wird schon werden/der Markt richtet es" und der Neidvorwurf. Eine etwas dürftige Argumentation.

    Obwohl es in Deutschland immer noch vergleichsweise gut mit dem sozialen Aspekt der Marktwirtschaft klappt, muss es doch erlaubt sein, Probleme zu benennen und nach Lösungen zu fragen, ohne ständig so plump abgewatscht zu werden wie im "Fall Kühnert".
    Geändert von Sprachlos (17.05.2019 um 11:12 Uhr)
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

  2. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    Abwechselnd "es wird schon werden/der Markt richtet es" und der Neidvorwurf. Eine etwas dürftige Argumentation.
    Streng genommen ist die stets angeführte "Neiddebatte" kein logisches Argument sondern nur ein Scheinargument (argumentum ad hominem)

  3. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zur Diskussion darüber, ob KI Stellen überflüssig macht oder schafft:

    M.E., und ich habe beruflich bedingt einen gewissen Einblick, schafft KI mehr Stellen als sie abbaut, denn auch Drohnen etc. müssen gebaut, gewartet, vertrieben werden, es braucht Hotlines, Services, endlose juristische Abklärungen, Qualitätsmanagement, etc. Dazu kommen, wie z.B. Wolfgang ausführte, weitere Innovationen.
    Problem in Deutschland ist vielmehr, dass jeder Job, für den keine physische Anwesenheit erforderlich ist, ins Ausland verlagert werden kann und wird, weil dort die Löhne niedriger sind. Manche anderen Länder richten bereits ihr gesamtes Bildungssystem darauf aus, diesen Bedarf der bisherigen Industrieländer zu decken.

    Wir verlieren unseren Zufallsvorteil der deutschen Geburt.
    Daran ist nicht die KI "schuld", sondern die Globalisierung, also die technische und gesellschaftliche Verflechtung der Welt.
    Das ist der Lauf der Dinge.
    Um darauf adäquat zu reagieren, müssen jahrzehntelange Paradigmen (z.B. "höheres Gehalt bei höherem Lebensalter") aufgegeben werden, das dauert.

  4. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bis eben zu jenem Punkt, an dem wir eine KI erschaffen haben die dem Menschen ebenbürtig ist.
    KI kann lernen und in Prozessverarbeitung ist sie dem menschlichen Gehirn inzwischen bereits überlegen.
    Der (noch nicht) geknackte Punkt ist, dass KI kein Bewusstsein hat.

    Dann kann man sagen, das Erschaffen der KI war die letzte Erfindung welche die Menschheit machen musste, oder das Erschaffen der KI war die letzte Erfindung der Menschheit.
    Es gibt einen guten Science-Fiction-Film der das Thema darstellt: "Automata", um Längen besser als "I, Robot".

    Das werden wir aber höchstwahrscheinlich nicht mehr erleben. Das nächste richtig große Ding werden wohl 3D Drucker, deshalb ja die Devise, Learn to Code.
    Stimmt, das wird noch einmal einiges verändern.

    @print, du beschäftigst dich nicht zufällig manchmal mit Richard David Precht?
    Nein, wieso?
    Ich hab nur sein erstes Buch gelesen.
    Gibt's Parallelen?

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von MannMann Beitrag anzeigen
    Dass es den Kapitalismus (hierzulande in Form der sozialen Marktwirtschaft) noch gibt, verdankt dieser doch seiner unglaublichen Anpassungsfähigkeit in Verbindung mit großartigen sozialen Elementen, einer funktionierenden Demokratie und das ganze noch garniert von einer unglaublich hohen Freiheit für jeden Einzelnen von uns.
    Aber diese "großartigen sozialen Elemente" sind doch nur möglich, weil sie erstritten und erkämpft wurden, warum sollten denn diese Verteilungskämpfe jetzt aufhören? Sie gehören genauso zu den Triebkräften, die den Kapitalismus am Laufen halten indem sie für ein ausgewogenes Kräfteverhältnis und den sozialen Frieden sorgen.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Streng genommen ist die stets angeführte "Neiddebatte" kein logisches Argument sondern nur ein Scheinargument (argumentum ad hominem)
    Streng genommen geht es ganz genau darum und alles andere ist nur Scheinargument.

    Neid ist die Triebfeder. Und die lässt sich populistisch eben sehr gut verkaufen.

    Argumentativ ist das ziemlich auf einer Ebene mit der AFD. Nur das Feindbild, welches bedient wird, ist ein anderes.

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    Aber diese "großartigen sozialen Elemente" sind doch nur möglich, weil sie erstritten und erkämpft wurden, warum sollten denn diese Verteilungskämpfe jetzt aufhören? Sie gehören genauso zu den Triebkräften, die den Kapitalismus am Laufen halten indem sie für ein ausgewogenes Kräfteverhältnis und den sozialen Frieden sorgen.
    Sie sind nur deswegen erstreitbar, weil sie tagtäglich erarbeitet werden.

    Ideal wäre es, wenn die Verteilungskämpfe zugunsten einer Win-Win Situation beendet würden.

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    Aber diese "großartigen sozialen Elemente" sind doch nur möglich, weil sie erstritten und erkämpft wurden, warum sollten denn diese Verteilungskämpfe jetzt aufhören? Sie gehören genauso zu den Triebkräften, die den Kapitalismus am Laufen halten indem sie für ein ausgewogenes Kräfteverhältnis und den sozialen Frieden sorgen.
    Nun hast Du den zweiten Teil meines Posts weggelassen, wo ich genau das - nur halt nicht so klassenkämpferisch - doch selbst schon geschrieben hatte.

  9. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Streng genommen geht es ganz genau darum und alles andere ist nur Scheinargument.

    Neid ist die Triebfeder. Und die lässt sich populistisch eben sehr gut verkaufen.

    Argumentativ ist das ziemlich auf einer Ebene mit der AFD. Nur das Feindbild, welches bedient wird, ist ein anderes.
    FYI ...

    Scheinargument
    Argumentum ad hominem

  10. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Vor allem in den Kriegsvorbereitungen Frankreichs, und den Beistandsbekundungen Russlands zu Serbien, sowie Deutschlands zu Österreich-Ungarn. Alle fühlten sich irgendwie auf der Siegerseite. Und keiner wollte sich eine Blösse geben.

    Mit den heutigen Verhältnissen ist das insofern nicht vergleichbar, dass wir heute freiheitliche Demokratien haben und keine absolutistischen Monarchien mehr.
    Ich wollte auch nicht auf die Vergleichbarkeit der tatsächlichen Verhältnisse hinaus sondern wie man mit Verhältnissen umgeht.
    z.B. wie man damit umgeht wenn wachsende Teile der Bevölkerung am Wohlstand weniger teilhaben und sich die Entwicklung des Wohlstandes bei den einen rasant positiv entwickelt und bei den anderen geringer bzw. stagniert.

    Es geht nicht um den Unterschied an sich sondern um die Divergenz.

    Dir fehlt offenbar die Vorstellung davon, dass sich laufend neue Felder entwickeln, in denen neue Bedürfnisse und neue Möglichkeiten entstehen. Ja, das war in der Vergangenheit so und mein Schluss daraus überträgt sich auf die Zukunft.
    Tja, wer hat jetzt weniger Fantasie: der, der denkt es ginge immer so weiter oder der, der sich vorstellt das kann nicht immer so weiter gehen?

    Alte Branchen schrumpfen oder verschwinden, neue entstehen. Die Vergangenheit ist voll von diesen Beispielen. Jede Automatisierung geht doch zunächst in die von dir beschriebene Richtung. Schon seit Jahrhunderten hätte also der von dir beschriebene Effekt zig mal eintreten müssen. Das war aber nicht ein einziges Mal wirklich der Fall.
    Nein, und ich schreib es jetzt zum letzten Mal, hoffe ich: KI ist eine völlig neue Dimension und darum nur bedingt vergleichbar.
    Und nicht vergessen: 2 Weltkriege haben in Europa AUCH dafür gesorgt dass Menschen wieder genug zu tun hatten mit aufbauen.

    Zugegeben. Es gab Umwälzungen, die für Betroffene teilweise negativ abliefen. Und das wird auch in Zukunft so sein. Aber neue Felder werden sich auftun. Das ist mal sicher.
    Ich würde nicht einmal von meiner eigenen Vorstellung von der Zukunft als "sicher" sprechen.
    Beneidenswert.

    Gerade in den Bereichen Energie, Rohstoffgewinnung, Recycling und Landwirtschaft sehe ich da große Potentiale.
    Nur wenn man nicht nach dem Standardmodell verfährt welches den Schnelleren und Preiswerteren zuverlässig "belohnt" bei gleichzeitiger Nichtbetrachtung der Faktoren Umwelt und Ressourcen.
    Umweltkosten sind bis heute "Allgemeingut".

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