Mehr fällt dir zu Post #798 nicht ein?
Das ist irgendwie keine fundierte Diskussion aus meiner Sicht. Abwechselnd "es wird schon werden/der Markt richtet es" und der Neidvorwurf. Eine etwas dürftige Argumentation.
Obwohl es in Deutschland immer noch vergleichsweise gut mit dem sozialen Aspekt der Marktwirtschaft klappt, muss es doch erlaubt sein, Probleme zu benennen und nach Lösungen zu fragen, ohne ständig so plump abgewatscht zu werden wie im "Fall Kühnert".
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17.05.2019, 11:07
AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert
Geändert von Sprachlos (17.05.2019 um 11:12 Uhr)
Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)
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17.05.2019, 11:29Inaktiver User
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17.05.2019, 11:56Inaktiver User
AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert
Zur Diskussion darüber, ob KI Stellen überflüssig macht oder schafft:
M.E., und ich habe beruflich bedingt einen gewissen Einblick, schafft KI mehr Stellen als sie abbaut, denn auch Drohnen etc. müssen gebaut, gewartet, vertrieben werden, es braucht Hotlines, Services, endlose juristische Abklärungen, Qualitätsmanagement, etc. Dazu kommen, wie z.B. Wolfgang ausführte, weitere Innovationen.
Problem in Deutschland ist vielmehr, dass jeder Job, für den keine physische Anwesenheit erforderlich ist, ins Ausland verlagert werden kann und wird, weil dort die Löhne niedriger sind. Manche anderen Länder richten bereits ihr gesamtes Bildungssystem darauf aus, diesen Bedarf der bisherigen Industrieländer zu decken.
Wir verlieren unseren Zufallsvorteil der deutschen Geburt.
Daran ist nicht die KI "schuld", sondern die Globalisierung, also die technische und gesellschaftliche Verflechtung der Welt.
Das ist der Lauf der Dinge.
Um darauf adäquat zu reagieren, müssen jahrzehntelange Paradigmen (z.B. "höheres Gehalt bei höherem Lebensalter") aufgegeben werden, das dauert.
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17.05.2019, 11:58Inaktiver User
AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert
KI kann lernen und in Prozessverarbeitung ist sie dem menschlichen Gehirn inzwischen bereits überlegen.
Der (noch nicht) geknackte Punkt ist, dass KI kein Bewusstsein hat.
Es gibt einen guten Science-Fiction-Film der das Thema darstellt: "Automata", um Längen besser als "I, Robot".Dann kann man sagen, das Erschaffen der KI war die letzte Erfindung welche die Menschheit machen musste, oder das Erschaffen der KI war die letzte Erfindung der Menschheit.
Stimmt, das wird noch einmal einiges verändern.Das werden wir aber höchstwahrscheinlich nicht mehr erleben. Das nächste richtig große Ding werden wohl 3D Drucker, deshalb ja die Devise, Learn to Code.
Nein, wieso?@print, du beschäftigst dich nicht zufällig manchmal mit Richard David Precht?
Ich hab nur sein erstes Buch gelesen.
Gibt's Parallelen?
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17.05.2019, 11:58
AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert
Aber diese "großartigen sozialen Elemente" sind doch nur möglich, weil sie erstritten und erkämpft wurden, warum sollten denn diese Verteilungskämpfe jetzt aufhören? Sie gehören genauso zu den Triebkräften, die den Kapitalismus am Laufen halten indem sie für ein ausgewogenes Kräfteverhältnis und den sozialen Frieden sorgen.
Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)
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17.05.2019, 12:01
AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert
Streng genommen geht es ganz genau darum und alles andere ist nur Scheinargument.
Neid ist die Triebfeder. Und die lässt sich populistisch eben sehr gut verkaufen.
Argumentativ ist das ziemlich auf einer Ebene mit der AFD. Nur das Feindbild, welches bedient wird, ist ein anderes.
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17.05.2019, 12:03
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17.05.2019, 12:05
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17.05.2019, 12:08Inaktiver User
AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert
FYI ...
Scheinargument
Argumentum ad hominem
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17.05.2019, 12:11Inaktiver User
AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert
Ich wollte auch nicht auf die Vergleichbarkeit der tatsächlichen Verhältnisse hinaus sondern wie man mit Verhältnissen umgeht.
z.B. wie man damit umgeht wenn wachsende Teile der Bevölkerung am Wohlstand weniger teilhaben und sich die Entwicklung des Wohlstandes bei den einen rasant positiv entwickelt und bei den anderen geringer bzw. stagniert.
Es geht nicht um den Unterschied an sich sondern um die Divergenz.
Tja, wer hat jetzt weniger Fantasie: der, der denkt es ginge immer so weiter oder der, der sich vorstellt das kann nicht immer so weiter gehen?Dir fehlt offenbar die Vorstellung davon, dass sich laufend neue Felder entwickeln, in denen neue Bedürfnisse und neue Möglichkeiten entstehen. Ja, das war in der Vergangenheit so und mein Schluss daraus überträgt sich auf die Zukunft.
Nein, und ich schreib es jetzt zum letzten Mal, hoffe ich: KI ist eine völlig neue Dimension und darum nur bedingt vergleichbar.Alte Branchen schrumpfen oder verschwinden, neue entstehen. Die Vergangenheit ist voll von diesen Beispielen. Jede Automatisierung geht doch zunächst in die von dir beschriebene Richtung. Schon seit Jahrhunderten hätte also der von dir beschriebene Effekt zig mal eintreten müssen. Das war aber nicht ein einziges Mal wirklich der Fall.
Und nicht vergessen: 2 Weltkriege haben in Europa AUCH dafür gesorgt dass Menschen wieder genug zu tun hatten mit aufbauen.
Ich würde nicht einmal von meiner eigenen Vorstellung von der Zukunft als "sicher" sprechen.Zugegeben. Es gab Umwälzungen, die für Betroffene teilweise negativ abliefen. Und das wird auch in Zukunft so sein. Aber neue Felder werden sich auftun. Das ist mal sicher.
Beneidenswert.
Nur wenn man nicht nach dem Standardmodell verfährt welches den Schnelleren und Preiswerteren zuverlässig "belohnt" bei gleichzeitiger Nichtbetrachtung der Faktoren Umwelt und Ressourcen.Gerade in den Bereichen Energie, Rohstoffgewinnung, Recycling und Landwirtschaft sehe ich da große Potentiale.
Umweltkosten sind bis heute "Allgemeingut".



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