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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hier ein Auszug aus der Definition "Sozialismus" bei wikipedia (Hervorhebung von mir):

    Sozialisten betonen im Allgemeinen die Grundwerte Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität ...
    Sowohl SPD als auch die CDU beschreiben die Werte Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität als ihre Grundwerte im jeweiligen Grundsatzprogramm.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Über die Auftaktveranstaltung der SPD zum Europawahlkampf:
    "Die sozialdemokratische Familie hält zusammen: Juso-Chef Kühnert wird mit brandendem Applaus begrüßt" und 40 Prozent der SPD-Wähler sehen Kühnerts Vorschlag positiv.
    Das finde ich nicht weiter verwunderlich.
    Zumal die SPD selbst in ihrem Grundsatzprogramm sich mehrfach auf den 'demokratischen Sozialismus' beruft und auch den Marxismus erwähnt, wenn es um die Wurzeln der Partei geht.
    Oder anders gesagt: im Grunde ist Kevin Kühnert derjenige, der die SPD an ihr eigenes Gedankengut erinnert.

    @ print: schönes und interessantes Thema
    Geändert von VanDyck (04.05.2019 um 17:22 Uhr)
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
    Daniel Kahneman

  2. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von auxout Beitrag anzeigen
    Vielleicht ist es ja gewollt. Kann es kaum glauben, dass man 1 Mio Menschen ins Land lässt, ohne sich darüber Gedanken zu machen, wo die wohnen sollen.
    Nachdem de Maizière kürzlich erzählt hat, die Bundesregierung hat sich im Sommer 2015 von der Willkommenskultur in der Bevölkerung einfach mitreißen lassen und unternahm deshalb (!) nichts, um den Flüchtlingsstrom an der deutsche Grenze aufzuhalten, glaube ich auch die unglaublichsten Geschichten. Auch das, dass Merkel & Co. einfach dachten, "es wird schon ... irgendwie".

  3. User Info Menu

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    Vorab: "Den Wohnungsmarkt in Deutschland" gibt es nicht. Es gibt auch Leerstand und Gegenden, in denen man Häuser und Wohnungen nicht oder nur für einen "Apfel und ein Ei" verkauft bekommt.

    Genau genommen hat Deutschland keinen Wohnungsmarkt: Die Maklercourtage ist gesetzlich limitiert, die Kaution ist gesetzlich limitiert, die Miethöhe ist gesetzlich limitiert, die Mieterhöhung ist gesetzlich limitiert, die Kündigungsfristen sind asymmetrisch für Mieter und Vermieter, der Mieterschutz ist einer der umfangreichsten weltweit, es gibt Umwandlungsverbote in Eigentumswohnungen, Milieuschutzsatzungen usw. usw.

    By the way: Als Eigentümer und sozial eingestellter Vermieter finde ich dies (zumindest teilweise) sogar gut und richtig !

    Man kann nur schlechterdings einem Markt nicht Marktversagen vorwerfen, wenn man zuvor ständig in den Markt eingegriffen und (teilweise) die Marktmechanismen außer Kraft gesetzt hat.

    Und auch nur nebenbei: Für einen Großteil der "Exzesse" hat der Staat selbst gesorgt (ständige Erhöhung der Grunderwerbssteuer, kaum Ausweisung von Bauland, wenn Ausweisung von Bauland, die Versteigerung im Höchstbietungsverfahren, schleppende Baugenehmigungen, den Verkauf eigener Wohnungsbestände, die Überfrachtung mit Auflagen z. B. Stellplatzverordnung, Energieeinsparungen/Wärmedämmungen, Wegfall der Eigenheimförderung, Wegfall der degressiven Abschreibung usw. usw. usw.) - bis hin zu einer bizarren Geldpolitik zwecks Dauer-Rettung der fehlkonstruierten Euro-Einheitswährung, die ihr übriges dazu beiträgt, daß Kapital in Immobilien fließt.

    Deine Formulierung "Es kann doch nichts ein, daß der Staat auf diese teilweise obszönen Zustände nicht reagiert" entbehrt nicht einer gewissen Komik, weil es ja der Staat selbst war, der (zwar nicht alleine aber) zu einem Gutteil für diese Zustände verantwortlich zeichnet.

    Ein wenig mit den Hintergründen und der Historie sollte man sich schon beschäftigen ...

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nachdem de Maizière kürzlich erzählt hat, die Bundesregierung hat sich im Sommer 2015 von der Willkommenskultur in der Bevölkerung einfach mitreißen lassen und unternahm deshalb (!) nichts, um den Flüchtlingsstrom an der deutsche Grenze aufzuhalten, glaube ich auch die unglaublichsten Geschichten. Auch das, dass Merkel & Co. einfach dachten, "es wird schon ... irgendwie".
    Das ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten. Merkel wollte das m.E., weil sie sich dadurch profilieren wollte. Als sie s, dass das doch nicht so auf fruchtbaren Boden fiel, hat sie sich ja zeitnah distanziert. Da war es nur leider zu spät. ��

  5. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Ich kann Kevin Kühnert nur zustimmen, dass es dringend geboten ist, sich über den Kapitalismus Gedanken zu machen. Welche Schlüsse man dann daraus zieht wird man sehen, aber das es so wie bisher nicht weitergehen kann, ist wohl Konsens abseits der Neoliberalen.

    Schön wäre es, wenn es nur die Neoliberalen wären, also für ca. 90% der Menschen in Deutschland, so deine These, sei es Konsens, dass es so nicht weiter gehen kann - ein Traumergebnis.
    Der Haken: Wir schreiben das Jahr 2.417.

  6. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und seitdem der "real existierende Sozialismus" abgewirtschaftet hat, wird der Kapitalismus in Form des Neoliberalismus bösartig, kanzerös und menschenverachtend. Er braucht mindestens ein Korrektiv, am liebsten wär mir eine menschenwürdige Alternative.
    Ja, so denke ich eben auch.

    Ein dritter Weg - der noch nicht nicht bekannt, noch nicht benannt ist.

    Das soll, das muss nicht "der" Sozialismus sein.

    Vielleicht ist es auch nur der Gedanke mal einen Schritt zurück zu treten und das große Ganze zu betrachten.

  7. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von auxout Beitrag anzeigen
    ......

    Eigentum finde ich essentiell in einem überschaubaren Bereich, weil es mich zur Verantwortung zwingt. Nicht der Besitz, sondern der Erhalt, aber auch der Gebrauch. Vielleicht sollte unsittliche Gier härter bestraft werden.
    Interessanter Gedanke.

    Ich achte den Besitz, anderer und meinen, aber den Sinn und Zweck obszön großer Vermögen habe ich noch nie verstanden.

  8. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    @print

    Deine Diskussionsfreude und Deine (eventuelle) Begeisterung für Kühnerts Ansätze in allen Ehren....
    Du ignorierst standhaft dass es um eine andere, neue Form des Sozialismus geht, das habe ich dir im anderen Strang schon mehrfach geschrieben.

    Lassen wir es gut sein, o.k.?

  9. User Info Menu

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    Und auch nur nebenbei: Für einen Großteil der "Exzesse" hat der Staat selbst gesorgt (ständige Erhöhung der Grunderwerbssteuer, kaum Ausweisung von Bauland, wenn Ausweisung von Bauland, die Versteigerung im Höchstbietungsverfahren, schleppende Baugenehmigungen, den Verkauf eigener Wohnungsbestände, die Überfrachtung mit Auflagen z. B. Stellplatzverordnung, Energieeinsparungen/Wärmedämmungen, Wegfall der Eigenheimförderung, Wegfall der degressiven Abschreibung usw. usw. usw.) - bis hin zu einer bizarren Geldpolitik zwecks Dauer-Rettung der fehlkonstruierten Euro-Einheitswährung, die ihr übriges dazu beiträgt, daß Kapital in Immobilien fließt.

    Deine Formulierung "Es kann doch nichts ein, daß der Staat auf diese teilweise obszönen Zustände nicht reagiert" entbehrt nicht einer gewissen Komik, weil es ja der Staat selbst war, der (zwar nicht alleine aber) zu einem Gutteil für diese Zustände verantwortlich zeichnet.
    Hmm - das hört sich ja ganz nach Friedrich Engels an:

    Der moderne Staat, was auch seine Form, ist eine wesentlich kapitalistische Maschine, Staat der Kapitalisten, der ideelle Gesamtkapitalist.

    Also hatte der Engels doch recht, oder wie jetzt?
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
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    Daniel Kahneman

  10. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    Vorab: "Den Wohnungsmarkt in Deutschland" gibt es nicht. Es gibt auch Leerstand und Gegenden, in denen man Häuser und Wohnungen nicht oder nur für einen "Apfel und ein Ei" verkauft bekommt.

    Genau genommen hat Deutschland keinen Wohnungsmarkt: .......

    Hm.

    Da sagst du schon auch wahres, allein: wenn die Regulierung nicht wirklich funktioniert, was wäre denn dein Ansatz?

    Wäre der völlig freie Markt beim Wohnen eine sinnvolle Alternative?

    Das glaube ich nicht da Wohnen ein Grundbedürfnis ist und ein freies Spiel der Kräfte keine Rücksicht darauf nähme darauf ob Menschen nun eine Wohnung haben oder nicht.
    Da zählt nur wer am meisten oder überhaupt bezahlen kann.

    Ich würde da lieber nicht auf philantrophe Vermieter in ausreichender Anzahl setzen wollen.

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