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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Bae, früher fuhren die Menschen auch in Kutschen und hatten kein elektrisches Licht.
    Und deswegen muss ich heute als Konsumentin irreführende Bezeichnungen und doofe Produkte akzeptieren?

    Sollten wir, die Menschheit, mit all unseren technischen und kulturellen Mitteln, das nicht besser hinkriegen können? Doch ich meine, da ist noch eine Menge Luft nach oben.

    Und was die Arbeit auf dem Acker angeht : Die schon genannten Erntehelfer kommen deshalb aus dem Ausland, weil Deutsche das nicht tun wollen.
    naja, halt Lohnarbitrage, für die Leute aus dem Ausland, also dort wo die Lebenshaltungskosten deutlich niedriger sind als hier, kann sich die Plackerei eben tatsächlich lohnen.


    Es ist auch niemandem geholfen, wenn die Kartoffeln in der Erde bleiben, weil die zwangsrekrutierte deutsche Truppe kollektiv fehlt und AUs abgegeben hat.
    och, mit etwas Kreativität und Vorstellungsvermögen liesse sich da noch eine Menge machen, nicht nur anders, sondern auch besser als heute! und nein, ich meine nicht eine Zweitauflage von Landwirtschaft à 1850 oder gar 1250, sondern eine, wo moderne Technik, individuelles Betrachten der Situation plus hohe Qualität Hand in Hand gehen.

    gruss, barbara

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Natürlich geht es anders, früher waren Bauernhöfe ja alle kleiner.

    Wenn man Gesetze hat, die aufwendige technische Installationen und was weiss ich vorschreiben, dann "geht" es wirklich nicht anders, aber auch nur darum, weil der Gesetzgeber offenbar aktiv grössere Betriebe unterstützt und die kleinen vor die Hunde gehen lässt. Warum auch immer der Gesetzgeber in seiner Weisheit das für eine gute Idee hält.




    Da wir aufgrund sehr hoher Produktivität auch sehr viel überschüssige Arbeitskraft haben, wäre es durchaus zu erwägen, dass Menschen ihr Essen, oder zumindest einen Teil davon, in Zeit (Mühe, Arbeit auf dem Acker, im Garten) bezahlen, statt in Geld.

    gruss, barbara
    Mit den heutigen Erzeugerpreisen lässt sich ein Hof mit 30 ha im Vollerwerb nicht mehr führen. Die Einnahmen reichen dazu ganz einfach nicht aus.

    Die Erzeugerpreise sind in den letzten 30-40 Jahren bei weitem nicht so gestiegen, wie die Produktionskosten. Daher geht's aktuell nur über Masse oder über Bio.

    Das ist eine Realität, der die Landwirte folgen müssen, wollen sie irgendwie überleben.

    Ich kenne hier in der Gegend einen Obstbauern, der hat seit Jahren massive Probleme, in der Erntezeit Personal ranzukriegen. Offenbar haben wir doch nicht so viel ungenutzte Arbeitskraft im Land.

  3. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Als ich das letzte mal bei meinem Bio-Bauer vorbeigeschaut habe, ist mir schon bei der Anfahrt aufgefallen das er wohl dieses Jahr keinen Mais pflanzt. Später im Gespräch meinte er dann, dass er Subventionen bekommt, wenn er große Flächen (keine Ahnung mehr um wieviele Hektar es da ging) nicht bewirtschaftet damit sich Insekten wieder ansiedeln können. Er bekommt dadurch mehr Geld als durch den Verkauf von Mais und hat damit natürlich auch keine Arbeit. Er pflanzt jetzt nur noch was er für sein Vieh braucht.

    Im Internet hab ich dazu nichts gefunden und auch hier scheint niemand von solchen Subventionen was zu wissen. War die Story also echt?

  4. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Nenn es Egoismus.

    Aber wenn ich einen Acker Kartoffeln pflanze und abernte, dann habe ich keine Lust, die Hälfte davon an die zu verteilen, die bequem zuhause sitzen.

    Wer mithelfen will, mit dem teile ich gern. Wer aus gutem Grund nicht mithelfen kann, der soll auch einen Teil haben.

    Aber wer sich dafür zu schade ist, der braucht auch keine Kartoffeln.
    Nicht mal im sowjetischen Staatssozialismus ist dir was geschenkt worden, wenn du nicht deinen Teil dazu beigetragen hast.
    Was habt ihr denn immer alle nur für Vorstellungen?

    Das jeder seinen Beitrag zum Wohle Gesellschaft leisten sollte, ist kein kapitalistisches Alleinstellungsmerkmal.
    Und irgendwo habe ich das schon mal geschrieben, Solidarität ist was anderes als Daueralimentierung.
    Im Grunde geht es doch gar nicht um Sozialismus als Staatsform, es geht m.E. um eine soziale/sozialverträgliche Gesellschaft.
    Die AfD postet immer gern mit den armen deutschen Rentnern und den deutschen Obdachlosen, um die sich der Staat nicht kümmert. Das Problem haben die nicht erfunden, das gibt es tatsächlich. Ob nun der deutsche Staat für jeden Fall haftbar gemacht werden kann, das sei mal dahingestellt, aber das sich Altersarmut und Obdachlosigkeit im reichen Deutschland erhöht haben, wird ja nun sehr oft angesprochen.
    Wenn ich eine Rente von 800 € habe und muss 600 € Miete zahlen, dann bleibt da tatsächlich nicht mehr viel für den Rest des Monats.

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nicht mal im sowjetischen Staatssozialismus ist dir was geschenkt worden, wenn du nicht deinen Teil dazu beigetragen hast.
    Was habt ihr denn immer alle nur für Vorstellungen?

    Das jeder seinen Beitrag zum Wohle Gesellschaft leisten sollte, ist kein kapitalistisches Alleinstellungsmerkmal.
    Und irgendwo habe ich das schon mal geschrieben, Solidarität ist was anderes als Daueralimentierung.
    Im Grunde geht es doch gar nicht um Sozialismus als Staatsform, es geht m.E. um eine soziale/sozialverträgliche Gesellschaft.
    Die AfD postet immer gern mit den armen deutschen Rentnern und den deutschen Obdachlosen, um die sich der Staat nicht kümmert. Das Problem haben die nicht erfunden, das gibt es tatsächlich. Ob nun der deutsche Staat für jeden Fall haftbar gemacht werden kann, das sei mal dahingestellt, aber das sich Altersarmut und Obdachlosigkeit im reichen Deutschland erhöht haben, wird ja nun sehr oft angesprochen.
    Wenn ich eine Rente von 800 € habe und muss 600 € Miete zahlen, dann bleibt da tatsächlich nicht mehr viel für den Rest des Monats.
    Wenn ich die Diskussion ums BGE oder die Abschaffung von ALG2 Sanktionen verfolge, geht's genau in diese Richtung.

    Wenn jemand am Ende seines Erwerbslebens nur 800€ Rente bekommt, muss die Frage nach dem Warum gestattet sein. Genauso wie die Frage, ob es dann wirklich eine Wohnung sein muss, die 600€ im Monat kostet.

  6. Moderation

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Wenn jemand am Ende seines Erwerbslebens nur 800€ Rente bekommt, muss die Frage nach dem Warum gestattet sein.
    So selten ist eine 800€-Rente ja nun nicht. Personen, die in Niedriglohnbereichen arbeiten, bekommen sie, ebenso viele Frauen (in sehr geringer, fast zu vernachlässigender Zahl auch Männer), die Kinder betreut und deswegen viele Jahre lang ausgesetzt und/oder "zuverdient" haben, Menschen, die längere Krankheitsphasen in ihrem Leben hatten und deswegen einen Flickenteppich an Berufstätigkeit haben (dazu zähle ich auch psychische Erkrankungen und Süchte), Alleinerziehende ohne Unterstützung in der Kinderbetreuung, die deswegen nicht vollzeit arbeiten konnten ... all diese Menschen würde ich nicht als solche bezeichnen, die
    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    bequem zuhause sitzen.
    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.

    ... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs

  7. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Wenn ich die Diskussion ums BGE oder die Abschaffung von ALG2 Sanktionen verfolge, geht's genau in diese Richtung.
    Da sind sich noch nicht mal die Linken einig was das BGE betrifft.
    ALG2 möchte ich mich nicht äußern, das haut vorn und hinten nicht hin.


    Wenn jemand am Ende seines Erwerbslebens nur 800€ Rente bekommt, muss die Frage nach dem Warum gestattet sein. Genauso wie die Frage, ob es dann wirklich eine Wohnung sein muss, die 600€ im Monat kostet.
    Sei gestattet, das Dumme an der Miete ist, in manchen Gegenden findest du kaum was drunter. Und jetzt überrede mal eine Rentnerin von der Großstadt in die Provinz zu ziehen. Da hat sie eventuell günstige Miete, aber die gesamte Bekanntschaft und auch die Ärzte nicht mehr fußläufig. Und noch ein Auto anschaffen in dem Alter?
    Ist halt alles nicht so einfach.

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    So selten ist eine 800€-Rente ja nun nicht. Personen, die in Niedriglohnbereichen arbeiten, bekommen sie, ebenso viele Frauen (in sehr geringer, fast zu vernachlässigender Zahl auch Männer), die Kinder betreut und deswegen viele Jahre lang ausgesetzt und/oder "zuverdient" haben, Menschen, die längere Krankheitsphasen in ihrem Leben hatten und deswegen einen Flickenteppich an Berufstätigkeit haben (dazu zähle ich auch psychische Erkrankungen und Süchte), Alleinerziehende ohne Unterstützung in der Kinderbetreuung, die deswegen nicht vollzeit arbeiten konnten ... all diese Menschen würde ich nicht als solche bezeichnen, die
    Vergessen hast du die, die keine Ausbildung gemacht und eventuell noch nicht einmal einen Schulabschluss gemacht haben.

    Ich habe differenziert zwischen "nicht können" und "nicht wollen".

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Fast jede zweite Rente liegt unter 800 Euro

    Bezugsgröße für 1 Rentenpunkt (2018): monatlich 3.045€.
    Derzeit gibt es dafür 32,03 Euro pro Monat (Beide Werte alte Bundesländer.)
    Ergibt bei 45 Jahren durchgängig immer die Bezugsgröße für einen Rentenpunkt: 1441,35 €
    Das muss man aber erstmal schaffen. Ja, klar, selbst schuld wenn nicht.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

  10. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Bei einem zukünftigen Rentenniveau von 43 % des bisherigen Nettolohnes werden 800 Euro Rente zukünftig die Regel werden.....

    Und ob es eine Miete mit 600 Euro sein muss? Tja, das hängt wohl davon ab, wo ich wohne....

    In Wo-sich-Fuchs-und-Hase-Gute-Nacht sagen vermutlich nicht, denn da hab ich vermutlich auch nichts: keine Ärzte, keine Einkaufsmöglichkeiten, verbesserungsbedürftigen ÖPNV etc.
    Sobald ich in der Nähe eines Ballungsgebietes bin - wobei Nähe hier sicher auch noch einer genaueren Definition bedarf - wird das schwierig.

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