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  1. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen

    Nun die Gegenfrage. Wie wäre es, wenn BMW Miese macht. Werden die Beschäftigten dann auch an den Verlusten beteiligt?
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es werden auch heute schon AN am Verlust beteiligt, auch Kurzarbeit, Entlassung, Verdichtung von Arbeit (Stellen werden nicht neu besetzt).
    Bei uns mussten aufgrund der Neustrukturierung von Opel zwei Zulieferbetriebe mit rund 200 Mitarbeitern in die Insolvenz.
    So regelt das der Markt.

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Nun die Gegenfrage. Wie wäre es, wenn BMW Miese macht. Werden die Beschäftigten dann auch an den Verlusten beteiligt?
    Gute Frage - sehe ich so wie print.
    Und ergänzend von mir, was ich schon angedeutet hatte in einem früheren Beitrag:
    Wer aktuell von Kollektivierung (oder von mir aus auch von Vergesellschaftung oder Verstaatlichung) redet, der muss auch angeben, was das ganze aktuell bringen soll.
    Was also würde sich verbessern, wenn aktuell BMW oder sogar alle großen deutschen Autokonzerne vergesellschaftet würden? Wozu das ganze? Wo läge der Nutzen für die Gesellschaft?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es werden auch heute schon AN am Verlust beteiligt, auch Kurzarbeit, Entlassung, Verdichtung von Arbeit (Stellen werden nicht neu besetzt).
    Das is auch wieder wahr.
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
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  3. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Nun die Gegenfrage. Wie wäre es, wenn BMW Miese macht. Werden die Beschäftigten dann auch an den Verlusten beteiligt?
    Na ja, wenn BMW miese macht, kann es ja vielfältige Gründe geben. Kollektivunternehmen haben z. B. eigene Rechtsformen. Bei einer Genossenschaft kann man z. B. die Mitgliederhaftung nur bis zur Höhe seiner Einlagen begrenzen. Im Gegensatz dazu haften Spitzenmanager in börsennotierten Unternehmen gar nicht, sofern ihnen nicht kapitale Fehler oder Vorsätzlichkeit nachgewiesen werden können.

    Spannender ist die Frage, wenn ein Kollektivunternehmen ökonomischen Prinzipin folgen und Arbeitnehmer entlassen müsste, weil die Geschäfte schlecht laufen. Werden dann die Nicht-Anteilseigner entlassen oder folgt das wirklich ökonomischen Prinzipien.

  4. gesperrt

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Wer aktuell von Kollektivierung (oder von mir aus auch von Vergesellschaftung oder Verstaatlichung) redet, der muss auch angeben, was das ganze aktuell bringen soll.
    Was also würde sich verbessern, wenn aktuell BMW oder sogar alle großen deutschen Autokonzerne vergesellschaftet würden? Wozu das ganze? Wo läge der Nutzen für die Gesellschaft?.
    Das "too big to fail"-Problem wird dadurch entschärft. Was durchaus durch Regulierung ohne Enteignung geschehen kann.

    Gruss, barbara

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Na ja, wenn BMW miese macht, kann es ja vielfältige Gründe geben. Kollektivunternehmen haben z. B. eigene Rechtsformen. Bei einer Genossenschaft kann man z. B. die Mitgliederhaftung nur bis zur Höhe seiner Einlagen begrenzen. Im Gegensatz dazu haften Spitzenmanager in börsennotierten Unternehmen gar nicht, sofern ihnen nicht kapitale Fehler oder Vorsätzlichkeit nachgewiesen werden können.

    Spannender ist die Frage, wenn ein Kollektivunternehmen ökonomischen Prinzipin folgen und Arbeitnehmer entlassen müsste, weil die Geschäfte schlecht laufen. Werden dann die Nicht-Anteilseigner entlassen oder folgt das wirklich ökonomischen Prinzipien.
    Normale Mitarbeiter haften auch nicht für Verluste des Unternehmens.

    Ich finde, wer am Gewinn beteiligt werden will, muss auch mögliche Verluste mittragen.

    Entweder ganz oder gar nicht.

  6. gesperrt

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Ich finde, wer am Gewinn beteiligt werden will, muss auch mögliche Verluste mittragen.
    Richtig.

    Kapitalismus neigt allerdings dazu, Gewinne zu privatisieren, und Verluste auf die Allgemeinheit abzuschieben.

    Manager sind Angestellte, die vom Unternehmertum nur die Zuckerseite wollen und leider oft auch kriegen.

    Gruss, barbara

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Richtig.

    Kapitalismus neigt allerdings dazu, Gewinne zu privatisieren, und Verluste auf die Allgemeinheit abzuschieben.

    Manager sind Angestellte, die vom Unternehmertum nur die Zuckerseite wollen und leider oft auch kriegen.

    Gruss, barbara
    Das kann ich so nicht grundsätzlich bestätigen.

    Manager sind leitende Angestellte. Nicht mehr und nicht weniger. Mit Unternehmertum haben sie nicht viel zu tun. Sie sind nunmal keine Unternehmer.

    Ich halte staatliche Hilfe für in Schieflage geratene Unternehmen durchaus für richtig. In diesem Fall dann auch Teilhaber des Unternehmens zu werden, wäre die logische Konsequenz. Die eigentliche Frage ist doch die, wie konsequent der Staat da handeln will.

  8. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Ich finde, wer am Gewinn beteiligt werden will, muss auch mögliche Verluste mittragen.
    Mitglieder einer Genossenschaft haften in Höhe ihrer Einlagen für Verluste. In Kollektivunternehmen ist aber nicht jeder Mitarbeiter ein Mitglied bzw. Anteilseigner. Und das Ziel von Kollektivunternehmen ist es nicht, Shareholder auf Kosten der Mitarbeiter reich zu machen.

  9. User Info Menu

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Normale Mitarbeiter haften auch nicht für Verluste des Unternehmens.

    Ich finde, wer am Gewinn beteiligt werden will, muss auch mögliche Verluste mittragen.

    Entweder ganz oder gar nicht.
    Das sehe ich ganz genau so. Diese ziemlich unsägliche Arbeitnehmermentalität, die immer jemand anderen braucht um Verantwortung zu übernehmen ist etwas, das eben auch erstmal wieder aberzogen werden muss.

    Ich denke aber durchaus, dass kollektive Entscheidungen irgendwann in Zukunft sehr vernünftige Entscheidungen sein werden, dass Kooperation statt Konkurrenz uns sehr viel Freiheit und Lebensqualität bringen kann.

    Wenn man sich vor Augen führt, wie wenig ein Produkt heutzutage in der Herstellung kostet (z.B. ein Nike-Schuh => ca. 5 €) und wie viel es kostet, dieses Produkt mit "Lifestyle" aufzupimpen und für Verbraucher erstrebenswert zu machen, dann dürfte klar sein, wie viele sinnlose Ressourcen damit verpulvert werden, immer wieder Bedürfnisse zu wecken, die wir ansonsten gar nicht hätten, nur um noch weiter zu wachsen und mit der Konkurrenz Schritt zu halten.
    Das sind die unschönen und sinnlosen Auswüchse des Kapitalismus, die wir uns auf Dauer nicht leisten können.
    Wenn wir nur das produzieren würden, was wir auch wirklich brauchen, müssten wir nicht in Konkurrenz treten sondern könnten mit anderen kooperieren, könnten gegenseitig Know How austauschen und würden einfacher unsere wirklichen Bedürfnisse befriedigen können.

    Ja, ich weiß, das kann noch sehr lange dauern, vielleicht haben wir vorher die bewohnbare Erde schon abgeschafft.

    Im Übrigen empfehle ich für die, die noch an Entwicklung glauben das Buch "Makers: Das Internet der Dinge: die nächste industrielle Revolution" von Chris Andersson.
    Auszug aus dem "Klappentext" bei Amazon:
    Industrielle Revolutionen, wie die durch den Einsatz der Dampfmaschine hervorgerufene, bringen eine tief greifende Umgestaltung der wirtschaftlichen Bedingungen und sozialen Verhältnisse, der Arbeit und Lebensumstände mit sich - die Möglichkeit des 3D-Drucks in Kombination mit OpenSource-Netzwerken sind - beinah- unbegrenzt und durchaus in der Lage die bisherigen Leistungen der Massenproduktion in den Wandschrank der Geschichte zu verbannen.

    Anderson arbeitet sich gleichzeitig an der Vergangenheit und der Zukunft ab: Beispiele aus bisherigen Produktionsrevolutionen zeigen auf die Möglichkeiten der personalisierten Produktion, die individuelle Bedürfnisse befriedigt. Beispiele, Hardware, Projekte und Communitys - es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis es zum dialektischen Sprung von der Quantität der Makers zur Qualität der sozial-wirtschaftlichen Veränderung kommt. Scheint. Denn ob 3D-Drucker, Kreativität und eine Opencommunity ausreichen, um das kapitalistische Monopol der Produktion zu brechen, bleibt abzuwarten.


    Prädikat: spannend!
    Geändert von Sprachlos (13.05.2019 um 10:08 Uhr)
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Kapitalismus neigt allerdings dazu, Gewinne zu privatisieren, und Verluste auf die Allgemeinheit abzuschieben.

    Manager sind Angestellte, die vom Unternehmertum nur die Zuckerseite wollen und leider oft auch kriegen.
    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Ich halte staatliche Hilfe für in Schieflage geratene Unternehmen durchaus für richtig. In diesem Fall dann auch Teilhaber des Unternehmens zu werden, wäre die logische Konsequenz. Die eigentliche Frage ist doch die, wie konsequent der Staat da handeln will.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

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