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  1. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von auxout Beitrag anzeigen
    Gestern stand eine Zahl von mittlerweile 9 Millionen Niedriglöhnern im Raum. Ich bin immer von "nur" 6 Millionen ausgegangen.
    Wobei ich mir vorstellen könnte (Ich kenne die Zahlen nicht) dass darunter auch etliche Ausländer (zb Ost-EU-Ausländer) sind, die zum einen hier nicht wählen können und zum anderen den Standard hier immer noch relativ hoch finden und diese Jobs nur temporär ausüben.
    Die hier zudem spartanisch leben und dann sogar noch Geld für eine andere Zukunft in ihrem Land sparen oder die Familie unterstützen.

    Gerade beispielsweise Paketboten sind bei uns ziemlich oft keine Deutschen, wenn der Schein (Sprache etc) nicht trügt.

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Für mich sind die beiden Themen untrennbar miteinander verwoben.
    Das seh ich ja sehr ähnlich.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich glaube auch es ist nicht nur Klimawandel, sondern noch weiter gefasst ein zukunftsträchtiger Umgang mit den weltweiten Ressourcen und das im Angesicht einer massiv wachsenden Weltbevölkerung.
    Zustimmung.

    Ich kenne viele Grünenwähler und die sind nicht alle wie oben beschrieben heimlich SUV-Fahrer.
    Ja, nicht alle Klischees sind zutreffend und schon gar nicht, wenn sie angeblich alle gleichzeitig zutreffen sollen.

    Trotzdem sind die wenigsten, wie auch die Wähler anderer Parteien, die Umweltschutz wichtig finden, wirklich zu einem radikalen Schritt in punkto Lebensstandard bereit.
    Ja, so wirds wohl sein.
    Wobei es ja sowieso ziemlich unwahrscheinlich ist, dass eine wirklich nennenswerte Anzahl von Menschen alle gleichzeitig von sich aus und also ganz freiwillig ihre Lebensgewohnheiten radikal ändert, und das dann auch noch in einem relativ kurzen Zeitraum. Das hat noch nie den Realitäten entsprochen - egal um was es geht.
    Das alles funktioniert nur, wenn gesetzliche Vorgaben gemacht werden, bzw. (finanzielle) Anreize gesetzt werden, die zur Verhaltensänderung beitragen bzw. sowas fördern.

    Die meisten wollen glaub friedlich bei allgemeinem Wohlstand (nicht Reichtum) in einer gesunden Umwelt leben.
    Ja.

    Die Wege dahin die man sinnvoll findet und die Schwerpunkte die jeder setzt sind halt unterschiedlich.....Und auch die Einschätzung internationaler oder gar globaler Entwicklungen.
    Und dementsprechend fallen die Wahlentscheidungen halt aus.
    Nochmal ja.
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
    Daniel Kahneman

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von auxout Beitrag anzeigen
    Ich würde die Spaltung nicht an der Wählerzustimmung einer Partei festmachen.
    Gestern stand eine Zahl von mittlerweile 9 Millionen Niedriglöhnern im Raum. Ich bin immer von "nur" 6 Millionen ausgegangen.

    Man sollte eigentlich davon ausgehen, dass eine Regierung einen breiten Konsens vertritt.
    Warum verfehlen wir dann die Klimaziele?
    Was genau ist denn eigentlich Niedriglohn?

    Warum sind diese Menschen im Niedriglohnsektor tätig und haben keine höher bezahlten Jobs?

    Ich denke dieses Thema sollte man genauer betrachten.

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    2018 lag diese Grenze bei 2139 Euro Brutto. (immer ausgehend von einem Vollzeitjob).

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Warum sind diese Menschen im Niedriglohnsektor tätig und haben keine höher bezahlten Jobs?
    Man könnte ja auch einfach die Menschen im Niedringlohnsektor besser bezahlen. Oder vielleicht erstmal die Ausbeutung in manchen Branchen abschaffen.
    Gegen Rechtsextremismus zu kämpfen ist nicht links, es ist demokratisch. Demokraten sind per Definition Antifaschisten, ansonsten können sie sich ihr Demokratieverständnis in die sicher akkurat gescheitelten Haare schmieren.

    von Sascha Lobo

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Man könnte ja auch einfach die Menschen im Niedringlohnsektor besser bezahlen. Oder vielleicht erstmal die Ausbeutung in manchen Branchen abschaffen.
    Das beantwortet die Frage nicht.

    Um Lösungen zu finden, sollte man erst einmal beleuchten, warum etwas so ist, wie es ist.

  7. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Genau. Und wie diese 9 Mio. oder 6 Mio. Niedriglöhner zusammenkommen, von denen auxout da spricht. Siehe die äußerst dämliche Definition des Lobbyverbands der „Linken“, dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbands. Nach deren Definition sind nämlich alle Menschen "arm", die von weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens leben müssten. Das ist zumindest heikel, denn selbst wenn in unserem niemand unter 5000 Euro netto hätte, gäbe es hier Armut. Irgendwer fällt immer unter die Grenze, auch dann, wenn es ihm objektiv gesehen wirtschaftlich sehr gut ginge.

    Also würde mich schon mal interessieren, wie die angeblichen 9 Mio. Vollzeit-Arbeitnehmer zum Niedriglohn (weniger als 2139 brutto monatlich) zusammen kommen. Sehr gerne auch, wo die sind. 2139 Euro sind über 12 Euro Stundenlohn und ich glaube gerne, dass es Gegenden gibt, wo das ein durchaus üblicher Stundenlohn ist, wo man damit aber auch seine Existenz bestreiten kann.
    Geändert von Inaktiver User (11.05.2019 um 17:28 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Direkt "dämlich" finde ich diese Betrachtung nicht weil ja die Lebenshaltungskosten im Verhältnis stehen.

    Ich arbeite in D, mittleres Einkommen, in CH verdient eine Putzfrau mehr als ich und ist dort Niedriglöhnerin - weil sie auch ganz andre Mieten und Konsumkosten stemmen muss.

    Ich wüßte aber auch gern wie man auf die 9 Mio Niedriglöhnen kommt.

  9. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Ich wüßte aber auch gern wie man auf die 9 Mio Niedriglöhnen kommt.
    fraglich ob das alles Vollzeitjobs sind.
    Die meisten Leiharbeiter werden mit 9,15 € die Stunde entlohnt und haben eine 35 Stunden Woche. Jede darüber hinausgehende Stunde wird in der Regel solange nicht vergütet, sondern erstmal auf einem Zeitkonto angesammelt bis 140 Stunden erreicht sind, damit soll Zeit für eventuelle Nichtbeschäftigung angespart werden. Verlässt man den Verleiher eher, bekommt man das selbstverständlich ausgezahlt.
    Kann sich ja nun jeder mal selber ausrechnen, was bei 147 x 9,15 rauskommt.

  10. User Info Menu

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Genau. Und wie diese 9 Mio. oder 6 Mio. Niedriglöhner zusammenkommen, von denen auxout da spricht.
    Da kursieren verschieden Zahlen im Netz. Vielleicht können wir uns darauf einigen, dass der Anteil zwischen 15% und 20% ausmacht. Der Anteil an prekären Lebensverhältnissen ist dadurch aber noch deutlich höher.

    Warum dieser entstanden ist, habe ich bereits in mehreren Posts geschrieben.

    Gut, für Dich ist der Niedriglöhner immer noch ausreichend bezahlt und somit kein Niedriglöhner, also gibt es für Dich auch keinen Niedriglohnsektor.

    Wie findest Du das:
    In meinem Bekanntenkreis ist ein Arzt, der nach Norwegen ging. Man bot ihm hier mehr Geld an. Er hat abgelehnt und bessere Arbeitsbedingungen gefordert. Die Antwort war, dass man ihn gerne behalten hätte, aber einen zusätzlichen Arzt einstellen müsse und es mehrere Bewerbungen aus Rümänien, Griechenland, etc gäbe.

    Und dann das noch:
    Zwei Freundinnen in meinem Bekanntenkreis durchliefen die gleiche Ausbildung, bekamen beide in etwa gleich gut bezahlte Jobs. Der einen wurde gekündigt. Nach 5 Monaten nahm sie dann eine um 30% geringer bezahlte Stelle an. Die beiden sehen sich nur noch wenig, sie können nicht mehr gemeinsam das machen, was die Eine sich nicht mehr leisten kann.

    Klingelt´s bei Dir endlich, was ich mit sozialdemokratischer Politik meine.
    Geändert von auxout (11.05.2019 um 20:04 Uhr)
    Vollkasko war gestern - ab heute zählt Verantwortung und Solidarität.

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