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10.05.2019, 13:14
AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert
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10.05.2019, 13:19
AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert
Geändert von Sprachlos (10.05.2019 um 13:25 Uhr)
Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)
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10.05.2019, 13:20Inaktiver User
AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert
Das denke ich tatsächlich auch, ich sehe derzeit auch keinen Grund für eine Revolution.
Da fehlt der akute Leidensdruck, falls vorhanden steht er in keinem Verhältnis zum Risiko welches auch eine Revolution mit sich bringt. Für die es noch nicht einmal einen Plan gibt (was sollte eine Revolution bewirken?)
Für massive Veränderung schon.
Leider wahr. Ist es aber richtig weil es so ist?Im Gegenteil, es geht darum, den Lebensstandard irgendwie zu wahren.
Die wenigsten wollen wirklich ernsthaft auf ihren derzeitigen Lebensstandard verzichten - was Reisen, Wohnen, Konsum etc. angeht.
Da bin ich jetzt pingelig: der materielle Wohlstand hat zugenommen.Wenn ich vergleiche wie meine Eltern als Kind aufgewachsen sind, dann ich und schließlich die Kinder meiner Altersgenossen, dann ist das zumindest in meinem Umfeld ein rasanter Anstieg an Wohlstand - wenn man auf Dinge schaut wie Urlaubsreisen, Spielzeugmassen, Kleidungsmenge etc..
Wobei ich natürlich weiß, dass Armut auch - zu Recht - relativ gemessen wird.
Das finde ich schon wichtig, denn der Reichtum bzw. Verlust in anderen Bereichen wird wertmässig gar nicht erfasst (was zum Teil auch nicht geht) oder überhaupt beachtet: intakte Natur, gute Luft, hochwertige Lebensmittel als Standard und nicht nur als Delikatesse, Zeit für die Familie statt Zeit im Pendelverkehr....
Ist das nicht ein klein wenig (!) pervers.... diese Reiselust aus Gründen aus Statusgründen, weil man da mitziehen muss?Wenn alle Kinder weit weg in den Urlaub fahren und Du als einzigstes nicht - dann ist das schon doof.
Wenn alle zuhause sind oder mal ne Woche zur Oma, dann ist das - normal.
... zumindest die Auswirkungen sind es.Zugleich ist Urlaub im Zeitalter der Billigflieger eben auch nicht mehr so teuer....
Auch untere Einkommensgruppen wurden von der Flugbranche als Zielgruppe entdeckt, zum Beispiel.
Warum muss jeder überall hin?
Und wenn ja: warum zu einem Preis, der in keinem Verhältnis steht zu den Folgen, die wir dann alle tragen müssen?
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10.05.2019, 13:21
AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert
Drum "90%" aller Juristerei. so 1% brauchts schon, aber wir haben massiven Overkill an Regulationen bis ins kleinste Detail.
Ja, aber wenn ich erst mal eine habe, ist es nur lästig, ständig Telefonate zu kriegen von andern Versicherungen, die mich überzeugen wollen zu wechseln. ist gerade im Herbst eine Seuche mit diesen blöden Krankenkassen...Versicherungen sind eine sinnvolle Sache. Das merkst du, wenn dir einer ins Auto fährt oder dein Haus durch Naturereignisse beschädigt wird.
ich vermute, du hast schon verstanden, auf welche konkreten Softwareentwickler bei VW ich mich bezog...Und auch Softwareentwicklung bei VW ist notwendig, denn ganz ohne bliebe nur der Rückschritt zur guten alten Einspritzpumpe, die noch rein mechanisch lief.
Oder findest du es richtig, Prüfstellen zu hintergehen, Hauptsache der Gewinn stimmt?
gruss, barbara
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10.05.2019, 13:24
AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert
Ich arbeite in einem Bauunternehmen. Natürlich machen wir das Leben der Menschen schöner, indem wir Wohnraum schaffen.
Aber der Großvater meines Chefs hat dieses Unternehmen gegründet, um Geld zu verdienen.
Vor einigen Jahren hat mein Chef ordentlich investiert und 70 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Er will damit Geld verdienen.
Die Investition und das Risiko müssen Früchte tragen. Sonst macht es keinen Sinn.
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10.05.2019, 13:27
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10.05.2019, 13:29
AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert
Ich kenne ja durchaus Leute, die finden, Waffen seien etwas Schönes und Gutes, und die auch gute Gründe dafür haben. Die Welt braucht auch Waffen, und es gibt in der Tat Dinge wie Ästhetik oder technische/handwerkliche Perfektion zu bewundern.
Mehr Mühe habe ich mit dem unbegrenzen Wachstumscredo, wenn es zum Beispiel um unsere "erfolgreich", ständig und dauernd wachsenden Müllberge geht. Oder wenn es Ansprüche gibt, wie dass Spitäler Gewinn erzeugen sollen. Nein, Spitäler sollen kranken udn verletzten Menschen helfen, gesund zu werden, und die Reduktion von Müll ist sinnvoller als die Produktion!
gruss, barbara
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10.05.2019, 13:32
AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert
Umgebungen wie Grossfirmen, die zur Bildung von Bullshitjobs neigen, neigen auch zur Verschleierung klarer Verantwortlichkeiten.
Da könnte der Gesetzgeber schon mal was Griffigeres bauen, zB eine "too big to fail"-Grenze: unter dieser Grösse können Unternehmen tun und lassen, was sie wollen (und der Chef täglich in Veuve Cliquot baden, wenn er mag und es sich leisten kann) - oberhalb dieser Grenze wird jedes Unternehmen als de facto Staatsbetrieb betrachtet und entsprechend reguliert, also Lohndeckel, Bonusdeckel, etc. Mehr als die Bundeskanzlerin braucht dann niemand dort erhalten zu wollen, es gibt keinen Grund dazu, da der Steuerzahler das unternehmerische Risiko trägt in diesen Fällen.
gruss, barbara
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10.05.2019, 13:33Inaktiver User
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10.05.2019, 13:39Inaktiver User
AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert
Falls du mich da anders verstanden hast: das finde ich alles vollkommen in Ordnung so.
Solange alles mit rechten Dingen zugeht (Steuern bezahlt werden) ist es auch kein Schaden für die Allgemeinheit.
Bist du zufrieden mit deiner Arbeit, findest du deine Arbeit gerecht entlohnt?
Das sollten ja die Arbeiter selbst am besten beurteilen können und nicht andere.



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