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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    damit eine Firma existieren kann, darf sie keine Verluste machen.

    ich bin allerdings idealistisch genug zu denken, dass der Zweck einer Firma in erster Linie sein soll, das Leben vom Menschen besser oder schöner zu machen.

    Geld ist dabei ein Werkzeug. aber sicher nicht der wichtigste Zweck.

    gruss, barbara
    Doch, genau darum geht's.

    Ein Unternehmen wird gegründet, um damit Geld zu verdienen.

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Ein Unternehmen wird gegründet, um damit Geld zu verdienen.
    Das steht ja trotzdem nicht im Gegensatz zu der Aussage von Bae, dass der Zweck einer Firma in einer idealen Welt in erster Linie sein sollte, das Leben vom Menschen besser oder schöner zu machen. Manche Firmen (z.B. Rüstungsfirmen) hätten dann eben keine Daseinsberechtigung.
    Geändert von Sprachlos (10.05.2019 um 13:25 Uhr)
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

  3. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich denke, die meisten wissen heute, dass es ihnen im weltweiten Vergleich relativ gut geht - selbst wenn man nicht zu den Topverdienern gehört.
    Daher glaube ich, dass noch kein Hang zur Revolution da ist.....
    Das denke ich tatsächlich auch, ich sehe derzeit auch keinen Grund für eine Revolution.
    Da fehlt der akute Leidensdruck, falls vorhanden steht er in keinem Verhältnis zum Risiko welches auch eine Revolution mit sich bringt. Für die es noch nicht einmal einen Plan gibt (was sollte eine Revolution bewirken?)
    Für massive Veränderung schon.

    Im Gegenteil, es geht darum, den Lebensstandard irgendwie zu wahren.
    Die wenigsten wollen wirklich ernsthaft auf ihren derzeitigen Lebensstandard verzichten - was Reisen, Wohnen, Konsum etc. angeht.
    Leider wahr. Ist es aber richtig weil es so ist?


    Wenn ich vergleiche wie meine Eltern als Kind aufgewachsen sind, dann ich und schließlich die Kinder meiner Altersgenossen, dann ist das zumindest in meinem Umfeld ein rasanter Anstieg an Wohlstand - wenn man auf Dinge schaut wie Urlaubsreisen, Spielzeugmassen, Kleidungsmenge etc..
    Wobei ich natürlich weiß, dass Armut auch - zu Recht - relativ gemessen wird.
    Da bin ich jetzt pingelig: der materielle Wohlstand hat zugenommen.
    Das finde ich schon wichtig, denn der Reichtum bzw. Verlust in anderen Bereichen wird wertmässig gar nicht erfasst (was zum Teil auch nicht geht) oder überhaupt beachtet: intakte Natur, gute Luft, hochwertige Lebensmittel als Standard und nicht nur als Delikatesse, Zeit für die Familie statt Zeit im Pendelverkehr....

    Wenn alle Kinder weit weg in den Urlaub fahren und Du als einzigstes nicht - dann ist das schon doof.
    Wenn alle zuhause sind oder mal ne Woche zur Oma, dann ist das - normal.
    Ist das nicht ein klein wenig (!) pervers.... diese Reiselust aus Gründen aus Statusgründen, weil man da mitziehen muss?

    Zugleich ist Urlaub im Zeitalter der Billigflieger eben auch nicht mehr so teuer....
    Auch untere Einkommensgruppen wurden von der Flugbranche als Zielgruppe entdeckt, zum Beispiel.
    ... zumindest die Auswirkungen sind es.

    Warum muss jeder überall hin?

    Und wenn ja: warum zu einem Preis, der in keinem Verhältnis steht zu den Folgen, die wir dann alle tragen müssen?

  4. gesperrt

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht. Ohne Rechtswesen und ohne die Möglichkeit, mein Recht durchsetzen zu können, würde mir was fehlen.
    Drum "90%" aller Juristerei. so 1% brauchts schon, aber wir haben massiven Overkill an Regulationen bis ins kleinste Detail.

    Versicherungen sind eine sinnvolle Sache. Das merkst du, wenn dir einer ins Auto fährt oder dein Haus durch Naturereignisse beschädigt wird.
    Ja, aber wenn ich erst mal eine habe, ist es nur lästig, ständig Telefonate zu kriegen von andern Versicherungen, die mich überzeugen wollen zu wechseln. ist gerade im Herbst eine Seuche mit diesen blöden Krankenkassen...


    Und auch Softwareentwicklung bei VW ist notwendig, denn ganz ohne bliebe nur der Rückschritt zur guten alten Einspritzpumpe, die noch rein mechanisch lief.
    ich vermute, du hast schon verstanden, auf welche konkreten Softwareentwickler bei VW ich mich bezog...

    Oder findest du es richtig, Prüfstellen zu hintergehen, Hauptsache der Gewinn stimmt?

    gruss, barbara

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    Das steht ja trotzdem nicht im Gegensatz zu der Aussage von Bae, dass der Zweck einer Firma in erster Linie sein könnte, das Leben vom Menschen besser oder schöner zu machen. Das würde dann eben den Gegenstand mancher Firmen (z.B. Rüstungsfirmen) in einer idealen Welt zunichte machen.
    Ich arbeite in einem Bauunternehmen. Natürlich machen wir das Leben der Menschen schöner, indem wir Wohnraum schaffen.

    Aber der Großvater meines Chefs hat dieses Unternehmen gegründet, um Geld zu verdienen.

    Vor einigen Jahren hat mein Chef ordentlich investiert und 70 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Er will damit Geld verdienen.

    Die Investition und das Risiko müssen Früchte tragen. Sonst macht es keinen Sinn.

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    :

    Oder findest du es richtig, Prüfstellen zu hintergehen, Hauptsache der Gewinn stimmt?

    gruss, barbara
    Natürlich nicht. Wobei ich kaum glaube, dass die Entscheidung zum Betrug vom Softwareentwickler getroffen wurde.

  7. gesperrt

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    Das steht ja trotzdem nicht im Gegensatz zu der Aussage von Bae, dass der Zweck einer Firma in einer idealen Welt in erster Linie sein sollte, das Leben vom Menschen besser oder schöner zu machen. Manche Firmen (z.B. Rüstungsfirmen) hätten dann eben keine Daseinsberechtigung.
    Ich kenne ja durchaus Leute, die finden, Waffen seien etwas Schönes und Gutes, und die auch gute Gründe dafür haben. Die Welt braucht auch Waffen, und es gibt in der Tat Dinge wie Ästhetik oder technische/handwerkliche Perfektion zu bewundern.

    Mehr Mühe habe ich mit dem unbegrenzen Wachstumscredo, wenn es zum Beispiel um unsere "erfolgreich", ständig und dauernd wachsenden Müllberge geht. Oder wenn es Ansprüche gibt, wie dass Spitäler Gewinn erzeugen sollen. Nein, Spitäler sollen kranken udn verletzten Menschen helfen, gesund zu werden, und die Reduktion von Müll ist sinnvoller als die Produktion!

    gruss, barbara

  8. gesperrt

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    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Natürlich nicht. Wobei ich kaum glaube, dass die Entscheidung zum Betrug vom Softwareentwickler getroffen wurde.
    Umgebungen wie Grossfirmen, die zur Bildung von Bullshitjobs neigen, neigen auch zur Verschleierung klarer Verantwortlichkeiten.

    Da könnte der Gesetzgeber schon mal was Griffigeres bauen, zB eine "too big to fail"-Grenze: unter dieser Grösse können Unternehmen tun und lassen, was sie wollen (und der Chef täglich in Veuve Cliquot baden, wenn er mag und es sich leisten kann) - oberhalb dieser Grenze wird jedes Unternehmen als de facto Staatsbetrieb betrachtet und entsprechend reguliert, also Lohndeckel, Bonusdeckel, etc. Mehr als die Bundeskanzlerin braucht dann niemand dort erhalten zu wollen, es gibt keinen Grund dazu, da der Steuerzahler das unternehmerische Risiko trägt in diesen Fällen.

    gruss, barbara

  9. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    So ist es. Mein Job ist partiell auch Bullshit
    Reports und Präsentationen für nix, das kenne ich auch.

    Interessante Untersuchung.

  10. Inaktiver User

    AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Ich arbeite in einem Bauunternehmen. Natürlich machen wir das Leben der Menschen schöner, indem wir Wohnraum schaffen.

    Aber der Großvater meines Chefs hat dieses Unternehmen gegründet, um Geld zu verdienen.

    Vor einigen Jahren hat mein Chef ordentlich investiert und 70 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Er will damit Geld verdienen.

    Die Investition und das Risiko müssen Früchte tragen. Sonst macht es keinen Sinn.
    Falls du mich da anders verstanden hast: das finde ich alles vollkommen in Ordnung so.
    Solange alles mit rechten Dingen zugeht (Steuern bezahlt werden) ist es auch kein Schaden für die Allgemeinheit.

    Bist du zufrieden mit deiner Arbeit, findest du deine Arbeit gerecht entlohnt?

    Das sollten ja die Arbeiter selbst am besten beurteilen können und nicht andere.

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