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10.05.2019, 08:01
AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert
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10.05.2019, 08:07Inaktiver User
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10.05.2019, 08:14Inaktiver User
AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert
Vielleicht wird ja auch der Kapitalismus als Gesellschaftsform von ganz anderen Wesen zu Fall gebracht:
Die Entwicklung von Antibiotika lohnt nicht mehr für Pharmafirmen, immer mehr Keime sind multiresistent während die letzten Schutzwälle durch Einsatz in der Tiermast (auch so ein Thema!) verschleudert wird.
Artensterben wird uns mindestens genauso hart treffen wie der Klimawandel, der Zug ist schon aus dem Bahnhof raus.
Ich finde schon dass sich die Kritik am Kapitalismus berechtigt durch alle Lebensbereiche zieht und dass es immer mehr hochsensible Bereiche und Probleme gibt in welchen das bestehende System schlicht und ergreifend versagt: zu schnell, wenn es um Profite geht, zu langsam, wenn es um Balance und Eindämmung von gefährlichen Begleiterscheinungen geht.
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10.05.2019, 08:16
AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert
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10.05.2019, 08:18
AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert
Wir profitieren doch alle von den Produktionssteigerungen. Genau hier liegt der Denkfehler der sozialistischen Systeme.
Wer Geld verdient, muss das zwangsläufig verkonsumieren oder investieren. Und dazu braucht es Andere.
Es reicht doch für alle. In Deutschland haben wir eine soziale Absicherung wie kaum irgendwo auf der Welt.
Die Aussage, immer weniger Menschen würden vom Reichtum profitieren, ist eben nicht richtig.
Nie war der Lebensstandard der Masse so hoch, wie heute. Und das, obwohl Digitalisierung und Automatisierung in vollem Gange sind.
Stein des Anstoßes ist doch, dass Ungleichheit als Ungerechtigkeit empfunden wird. Kühnert schürt eine Neiddebatte.
Dabei sollten wir aufpassen, dass sich auch zukünftig Leistung und unternehmerisches Wagnis weiter auszahlt. Ist das irgendwann nicht mehr der Fall, investiert auch keiner mehr.
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10.05.2019, 08:21Inaktiver User
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10.05.2019, 08:25
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10.05.2019, 08:35
AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert
Das war aber eine rhetorische Frage. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass es immer gefühlte 25% Teilhabe zu wenig sind, wie zu wenig Lohn usw.
Ist der Lohn dann um 25% gestiegen dauert es nicht lange, und es sind erneut gefühlte 25% zu wenig.
Der Konflikt ist, dass die unbegrenzten Bedürfnisse, den begrenzten Ressourcen gegenüberstehen, deshalb sind wir zum Wirtschaften gezwungen.
Herr Kühnert meint, diesen Konflikt an einer anderen Stelle zu erkennen, nämlich bei den unbegrenzten Ressourcen.
Das ist im Übrigen ein allgemeines Problem von Bildungsfernen.
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10.05.2019, 08:35Inaktiver User
AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert
Sozialismus ist nicht gegen Produktivitätssteigerung (oder meintest du das tatsächlich rein quantitativ?) sondern für eine andere, breitere Verteilung dessen, was dabei heraus kommt.
Hm. Wie viele Autos kann man fahren, wie viel Kaviar essen, wieviele Luxusklamotten in den Schrank stopfen ...?Wer Geld verdient, muss das zwangsläufig verkonsumieren oder investieren. Und dazu braucht es Andere.
Es geht ja eben nicht um das Geld verdienen sondern um die Konzentration von Vermögen.
Du kannst heute kaum noch ein großes Business gründen ohne Kapital, der letzte Schub kam mit dem Internet weil da viel Innovation drin steckte für wenig Einsatz (von Kapital).
Gleichzeitig greift der Kapitalismus in Bereiche über, die früher besser geordnet und geschützt waren: Gesundheit, Wissenschaft, Grundversorgung wie Verkehr, Energie, Wohnen....
Das ist auch richtig.Es reicht doch für alle. In Deutschland haben wir eine soziale Absicherung wie kaum irgendwo auf der Welt.
Aber vielleicht leben wir in einem komfortablen System welches uns gerade dadurch träge macht neue Lösungen zu suchen?
Doch, das ist richtig.Die Aussage, immer weniger Menschen würden vom Reichtum profitieren, ist eben nicht richtig.
Die Einkommens- und Vermögensverhältnisse verändern sich in Richtung Konzentration großer Vermögen.
Das ist richtig.Nie war der Lebensstandard der Masse so hoch, wie heute. Und das, obwohl Digitalisierung und Automatisierung in vollem Gange sind.
Ich halte es aber für verwegen einfach anzunehmen dass bei den bestehenden Verähltnissen (Verteilung von Besitz, Möglichkeiten der Demokratie Einfluss zu nehmen) die Zukunft nur eine Fortschreibung der Gegenwart sein wird.
Stein des Anstosses ist dass so viele den Kern der Debatte noch nicht einmal nachvollziehen können.Stein des Anstoßes ist doch, dass Ungleichheit als Ungerechtigkeit empfunden wird. Kühnert schürt eine Neiddebatte.
Genau. Nur was "sich auszahlt" (Vermehrung von Besitz) ist auch sinnvoll.Dabei sollten wir aufpassen, dass sich auch zukünftig Leistung und unternehmerisches Wagnis weiter auszahlt. Ist das irgendwann nicht mehr der Fall, investiert auch keiner mehr.
Mit der Prämisse braucht man tatsächlich nicht mal mehr mit dem Nachdenken anfangen....
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10.05.2019, 08:36
AW: Sozialismus, Kapitalismus und Kevin Kühnert
Darauf hatte ich dir oben schon mla geantwortet, das ignorierst du aber tapfer durch Kopf-in-den-Sand.
Doch Wolfgnag, die Konzentration von immer mehr Kapital bei immer weniger Reichen ist doch statistisch nachweisbar.Die Aussage, immer weniger Menschen würden vom Reichtum profitieren, ist eben nicht richtig.
Natürlich haben wir gerade in den reichen Ländern eine wahnsinnig hohe Wertschöpfung, so dass es auch noch viele Gutverdienende gibt.
Aber auch hier ignorierst du, dass es eben auch im reichen Deutschland zu viel nicht hinnehmbare Armut gibt. Aber das können sich offenbar doch sehr viele mit "selbst schuld" schönreden. Ich finde, eine reiche Gesellschaft hat die verdammte Pflicht, sich um diejenigen zu kümmern, die weniger leistungsfähig sind oder geringere Startchancen haben. Und da gibt es eben viele, von Schuld kann man da meist gar nicht reden.
Komischerweise gibt es echt viel Neid auf Menschen, die eine bescheidene Wohnung haben und von Hartz4 leben -warum auch immer - da spricht allerdings niemand von einer Neiddebatte.
Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)



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